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Thema: ⫸ Nicht-religioese Lesungen/Gedichte fuer die Zeremonie

14.12.2017
  1. #1
    Jojo in der Ferne
    Gast

    Standard ⫸ Nicht-religioese Lesungen/Gedichte fuer die Zeremonie

    Hallo zusammen!

    Mein Schatz und ich planen eine deutsch-schottische humanistische Hochzeitszeremonie und sind noch auf der Suche nach schoenen, ungewoehnlichen deutschen Texten und Gedichten. Sie sollten nicht religioes sein und am besten so richtig deutsch (Goethe, Schiller, Rilke, Heine, Brecht, was auch immer).
    Hier ist mal ein Gedicht das wir uns fuer die englische Seite ausgesucht haben, damit ihr ne Vorstellung von unserem Geschmack bekommt...


    Love Is Enough
    William Morris

    Love is enough: though the World be a-waning,
    And the woods have no voice but the voice of complaining,
    Though the sky be too dark for dim eyes to discover
    The gold/cups and daisies fair blooming thereunder,
    Though the hills be held shadows, and the sea a dark wonder,
    And this day draw a veil over all deeds pass'd over,
    Yet their hands shall not temble, their feet shall not falter;
    The void shall not weary, the fear shall not alter
    These lips and these eyes of the loved and the lover.


    Hier mal frei (und sehr schnell...) uebersetzt:

    Liebe ist genug

    Liebe ist genug: obwohl die Welt sich verdustert
    Und die Waelder keine Stimme haben ausser der Stimme der Beschwerde
    Obwohl der Himmel zu dunkel ist als dass truebe Augen
    Die Butterblumen und Gaensebluemchen entdecken koennten die darunter heiter bluehen,
    Obwohl die Huegel in Schatten gehuellt sind und die See eine dunkle Wunderlichkeit ist,
    Und dieser Tag einen Schleiher ueber alles Vergangene wirft,
    Trotzdem sollen ihre Haende nicht zittern, sollen ihre Fuesse nicht zoegern;
    Die Leere soll sie nicht ermueden, die Angst soll sie nicht aendern,
    Diese Lippen und diese Augen von dem Liebenden und der Geliebten.


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  2. #2
    Erfahrener Vielschreiber Avatar von Butzemaus
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    65618
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    48
    Beiträge
    4.365
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    2 (100%)

    Standard ⫸ AW: Nicht-religioese Lesungen/Gedichte fuer die Zeremonie

    Habe noch welche für dich suchst du sie in englisch oder deutsch ??


    "Der kleine Prinz"

    ...Da war ein blühender Rosengarten. "Guten Tag", sagten die Rosen. Der kleine Prinz sah sie an. Sie glichen alle seiner Blume. "Wer seid ihr?" fragte er sie höchst erstaunt. "Wir sind Rosen", sagten die Rosen. "Ach!" sagte der kleine Prinz...Und er fühlte sich sehr unglücklich. Seine Blume hatte ihm erzählt, daß sie auf der ganzen Welt einzig in ihrer Art sei. Und siehe!, da waren fünftausend davon, alle gleich, in einem einzigen Garten! Sie wäre sehr böse, wenn sie das sähe, sagte er sich...sie würde fürchterlich husten und so tun, als stürbe sie, um der Lächerlichkeit zu entgehen. Und ich müßte so tun, als pflegte ich sie, denn sonst ließe sie sich wirklich sterben, um mich auch zu beschämen...Dann sagte er sich: Ich glaubte ich sei reich durch eine einzigartige Blume und ich besitze nur eine gewöhnliche Rose.... Und er warf sich ins Gras und weinte. [...] Dann traf der kleine Prinz einen Fuchs. "Zähme mich", sagte der Fuchs. "Was heißt 'zähmen'?" fragte der kleine Prinz. "Es bedeutet, sich 'vertraut machen', sagte der Fuchs. "Vertraut machen?" "Gewiß", sagte der Fuchs. "Noch bist du für mich nichts als ein kleiner Junge, der hunderttausend kleinen Jungen völlig gleicht. Ich brauche dich nicht, und du brauchst mich ebensowenig. Ich bin für dich nur ein Fuchs, der hunderttausend Füchsen gleicht. Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzig sein in der Welt. Ich werde für dich einzig sein in der Welt....". Ich werde den Klang deines Schrittes kennen, der sich von allen anderen unterscheidet. Die anderen Schritte jagen mich unter die Erde. Der deine wird mich wie Musik aus dem Bau locken. Und dann schau! Du siehst dort drüben die Weizenfelder? Ich esse kein Brot. Für mich ist der Weizen zwecklos. Die Weizenfelder erinnern mich an nichts. Und das ist traurig. Aber du hast weizenblondes Haar. Oh, es wird wunderbar sein, wenn du mich gezähmt hast. Das Gold der Weizenfelder wird mich an dich erinnern. Und ich werde das Rauschen des Windes im Getreide liebgewinnen." "Ich beginne zu verstehen", sagte der kleine Prinz. "Es gibt eine Blume... ich glaube, sie hat mich gezähmt...". [...] Als er den Fuchs gezähmt hatte, ging der kleine Prinz, die Rosen wiederzusehen. "Ihr gleicht meiner Rose nicht, ihr seid noch nichts", sagte er zu ihnen. "Niemand hat sich euch vertraut gemacht, und auch ihr habt euch niemandem vertraut gemacht. Ihr seid, wie mein Fuchs war. Der war nichts als ein Fuchs wie hunderttausend andere. Aber ich habe ihn zu meinem Freund gemacht, und jetzt ist er einzig in der Welt!" Und die Rosen waren sehr beschämt. "Ihr seid schön, aber ihr seid leer", sagte er noch. "Man kann für euch nicht sterben. Gewiß, irgendwer, der vorübergeht, könnte glauben, meine Rose ähnele euch. Aber in sich selbst ist sie wichtiger als ihr alle, da sie es ist, die ich begossen habe. Da sie es ist, die ich unter den Glasschurz gestellt habe. Da sie es ist, deren Raupen ich getötet habe (außer der zwei, drei um der Schmetterlinge willen). Da sie es ist, die ich klagen oder sich rühmen gehört habe oder auch manchmal schweigen. Da es meine Rose ist." Und er kam zum Fuchs zurück. "Adieu", sagte er..."Adieu", sagte der Fuchs. "Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. Die Zeit, die du für deine Rose verloren hast, sie macht deine Rose so wichtig. Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen", sagte der Fuchs. "Aber du darfst sie nicht vergessen. Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. Du bist für deine Rose verantwortlich..."

    Aus "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupèry

    Der Ort, wo der Himmel die Erde berührt

    Es war einmal ein Ehepaar, das lebte glücklich irgendwo. Die beiden liebten sich, teilten Freude und Leid, Arbeit und Freizeit, Alltag und Sonntag miteinander. Über Jahre lebte das Ehepaar in diesem Glück, bis eines Tages...
    Eines Tages las das Ehepaar miteinander in einem alten Buch. Es las, am Ende der Welt gäbe es einen Ort, an dem der Himmel und die Erde sich berührten. Dort gäbe es das große Glück, dort sei der Himmel. Das Ehepaar beschloß, diesen Ort zu suchen. Es wollte nicht umkehren, bevor es den Himmel gefunden hätte. Das Ehepaar durchwanderte nun die Welt. Es erduldete alle Entbehrungen, die eine Wanderung durch die ganze Welt mit sich bringt. Sie hatten gelesen, an dem gesuchten Ort sei eine Tür, man brauche nur anzuklopfen, hineinzugehen und schon befinde man sich beim großen Glück. Endlich fand das Ehepaar, was es suchte. Die beiden klopften an die Tür, bebenden Herzens sahen sie, wie sie sich öffnete. Und als sie eintraten, blieben sie sofort erstaunt stehen - sie standen in ihrer eigenen Wohnung. Die Wohnung war so, wie sie sie verlassen hatten. Nein, nicht ganz! Da gab es eine neue Tür, die nach draußen führte und jetzt offen stand. Da begriffen sie: Der Ort, an dem Himmel und Erde sich berühren, an dem das Glück zu finden ist, dieser Ort befindet sich auf dieser Erde. Er befindet sich direkt in unserer Umgebung. Wir brauchen nur die Tür zu öffnen. Wir brauchen nur am Leben anderer teilnehmen, andere an unserem Leben teilnehmen lassen.

    Muscheln in meiner Hand

    Wenn man jemanden liebt, so liebt man ihn nicht die ganze Zeit, nicht Stunde um Stunde auf die ganz gleiche Weise. Das ist unmöglich. Es wäre sogar eine Lüge, wollte man diesen Eindruck erwecken. Und doch ist es genau das, was die meisten fordern. Wir haben so wenig Vertrauen in die Gezeiten des Lebens, der Liebe, der Beziehungen. Wir jubeln der steigenden Flut entgegen und wehren uns erschrocken gegen die Ebbe. Wir haben Angst, die Flut würde nie zurückkehren. Wir verlangen Beständigkeit, Haltbarkeit und Fortdauer; und die einzig mögliche Fortdauer des Lebens wie der Liebe liegt im Wachstum, im täglichen Auf und Ab - in der Freiheit; einer Freiheit im Sinne von Tänzern, die sich kaum berühren und doch Partner in der gleichen Bewegung sind.

    von Anne Morrow Lindbergh

    Begegnungen

    Kurz vor der Hochzeit traf das Brautpaar auf einen Skeptiker.
    Der entsetzte sich: "Was - ihr wollt heiraten? Lest ihr denn keine Zeitungen? Mindestens jede dritte Ehe wird heutzutage wieder geschieden. Ist es da nicht töricht, sich lebenslange Treue oder ewige Liebe zu schwören?" Die Braut erwiderte: "Jegliche neue Bindung ist ein Schritt ins Ungewisse, der Mut erfordert. Und jede Beziehung, auf die wir uns wirklich einlassen, birgt das Risiko, Fehler zu machen oder irgendwann wieder allein gelassen zu werden. Aber sollten wir deshalb keine Beziehungen und Bindungen mehr zulassen?" Darüber musste der Skeptiker erst einmal gründlich nachdenken.
    Das Brautpaar ging weiter und traf einen Romantiker. Dieser wunderte sich: "Was - ihr wollt heiraten? Wollt ihr eure unbeschwerte Liebe wirklich mit einem Trauschein belasten? Ihr liebt euch doch. Wozu benötigt ihr dann noch den Segen der Kirche?" Der Bräutigam antwortete: "Unsere Beziehung braucht ein solides Haus. Vielleicht ist es gerade der Segen Gottes, der dieses Haus vor dem Einstürzen bewahrt. Warum sollten wir dieses stützende Element nicht in Anspruch nehmen?" Ein nachdenklicher Romantiker blieb zurück.
    Die zwei aber gingen unbeirrt weiter und trauten sich, denn sie liebten sich und vertrauten darauf, dass Gott sei bei dem scheinbar Unmöglichen unterstützen würde.

    Feuer und Wasser

    Als Feuer und Wasser sich das erste Mal begegneten, waren sie voneinander fasziniert. Das Feuer war ungestüm und temperamentvoll, leuchtend und heiß, brodelnd und aufregend. Das Wasser hingegen floss ausgeglichen vor sich hin, war klar und beruhigend, glitzernd und erfrischend. Staunend betrachteten sich Feuer und Wasser. Beide entdeckten am anderen unzählige Eigenschaften und Besonderheiten, die sie an sich nicht kannten. Und da sich Gegensätze bekanntlich anziehen, blieb es nicht aus, dass sich Feuer und Wasser ineinander verliebten. Sie trafen sich, hatten Spaß miteinander, lernten voneinander und ergänzten sich wunderbar.
    Weil sie sich gegenseitig so kostbar geworden waren, beschlossen Feuer und Wasser, für immer zusammenzubleiben. Sie feierten ein großes Fest. Viele Gästen waren geladen - auch der Wind. Der schenkte ihnen eine bauchige Flasche mit wertvollem Inhalt. Nach der Feier öffneten Feuer und Wasser die Flasche und entnahmen daraus eine alte Schriftrolle. Auf dem Pergament stand Folgendes geschrieben:
    "Passt auf, dass ihr eure Individualität behaltet! Ihr seit so verschieden und schätzt dies aneinander. Hütet diesen Schatz, denn dieser ist das Geheimnis eurer Liebe. Respektiert eure Grenzen! Lernt voneinander, aber versucht nicht, euch gegenseitig umzuerziehen! Entdeckt immer wieder Neues aneinander! Glaubt nie, dass ihr das Geheimnis des anderen gelüftet habt, und achtet einander jeden Tag eures gemeinsamen Lebens!"
    Feuer und Wasser lasen die Flaschenpost aufmerksam durch und dachten darüber nach. Dann stellten sie die bauchige Flasche gut sichtbar in ihrer gemeinsamen Wohnung auf, um immer wieder an deren Inhalt erinnert zu werden.


    Just The Way You Are

    Don’t go changing to try and please me
    You never let me down before
    don’t imagine, you’re too familiar
    And I don’t see you anymore

    I would not leave you in times of troubles
    We never could have come this far
    I took the good times, I’ll take the bad times
    I’ll take you just the way you are

    Don’t go trying some new fashion
    Don’t change the color of your hair
    You always have my unspoken passion
    Although I might not seem to care

    I don’t want clever conversation
    I never want to work that hard
    I just want someone that I can talk to
    I want you just the way you are

    I need to know that you will always be
    the same old someone that I knew
    Oh, what will it take till you believe in me
    The way that I believe in you

    I said I love you and that’s forever
    And this I promise from the heart
    I couldn’t love you any better
    I love you just the way you are

    I don’t want clever conversation
    I never want to work that hard
    I just want someone that I can talk to
    I love you just the way you are

    Spuren im Sand!
    Eines Nachts hatte ich einen Traum:
    Ich ging am Meer entlang mit meinem Freund. Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichter gleich, Bilder aus meinem Leben. Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand, meine und die meines Freundes. Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte,
    daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens. Besorgt fragte ich: "Du hast mir versprochen, auf allen meinen Wegen bei mir zu sein. Aber jetzt entdecke ich,
    daß in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
    Warum hast du mich alleine gelassen, als ich dich am meisten brauchte?"
    Er antwortet: "Ich liebe dich und werde dich nie alleine lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen."


    Daß zwei sich herzlich lieben...

    Daß zwei sich herzlich lieben, gibt erst der Welt den Sinn.
    Macht sie erst rund und richtig, bis an die Sterne hin.
    Daß zwei sich herzlich lieben, ist nötiger als Brot,
    ist nötiger als Leben, und spottet aller Not.
    Daß zwei sich herzlich lieben, ist aller Welt Beginn,
    macht sie erst rund und richtig, bis an die Sterne hin.

    Einander brauchen mit Herz und Hand...

    Einander brauchen mit Herz und Hand,
    gemeinsam weben ein buntes Band.
    Einander tragen in Traurigkeit,
    gemeinsam heilen die Einsamkeit.
    Einander helfen in Leid und Not,
    gemeinsam danken für Wein und Brot.
    Einander mahnen in Zank und Streit,
    gemeinsam lindern die Bitterkeit.
    Einander streicheln in Schlaf und Traum,
    gemeinsam liegen im Apfelbaum.
    Einander sagen, was recht und gut,
    gemeinsam bitten um etwas Mut.
    Einander glauben zu jeder Zeit,
    gemeinsam hoffen schon himmelweit.

    LG
    Manu

  3. #3
    Jojo in der Ferne
    Gast

    Standard ⫸ AW: Nicht-religioese Lesungen/Gedichte fuer die Zeremonie

    Wow! Danke fuer die vielen Anregungen!!! Ich such vor allem nach deutschen Sachen, englische haben wir schon ein paar in Auswahl... Jetzt muss ich mal fleissig fuer meinen Zukueftigen uebersetzen was du, Manu, alles geschrieben hast

  4. #4
    aufsteigendes Mitglied Avatar von blue
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    Standard ⫸ AW: Nicht-religioese Lesungen/Gedichte fuer die Zeremonie

    Zitat Zitat von Jojo in der Ferne Beitrag anzeigen
    Sie sollten nicht religioes sein und am besten so richtig deutsch (Goethe, Schiller, Rilke, Heine, Brecht, was auch immer).

    Geht auch Kunze? Das folgende Gedicht hatten wir als "Motto" für unsere Trauung, ich habs hier auch schon öfter eingestellt und finds noch immer sehr schön & treffend:


    Rudern zwei ein Boot,
    der eine kundig der Sterne,
    der andere kundig der Stürme,
    wird der eine führ'n durch die Sterne,
    wird der andere führ'n durch die Stürme,
    und am Ende, ganz am Ende
    wird das Meer
    in der Erinnerung
    blau sein.

    (Reiner Kunze)



    Toll find ich auch dies hier:


    Lothar Zenetti, Liebeslied von Mann und Frau
    (Markus 10, 6-9)

    Wir sind uns fern und sind uns doch nahe,
    wo ich auch bin, ich denke an dich:
    So wie du bist, so will ich dich lieben
    So wie ich bin, so liebe mich.

    Jahre die gehen und Jahre die kommen,
    war es ein Traum, der mit uns begann?
    Gestern ist heut und heute ist morgen,
    ich bin bei dir und sehe dich an.

    Frage den Schnee, er kennt unsre Spuren,
    frage den See in Sonne und Wind.
    Frage dich selbst, wirst du es vergessen,
    wie wir uns nahe gewesen sind?

    Dass es dich gibt und dass ich dich kenne,
    dass ich dich fand, wie ist das geschehn?
    Wer hat gewollt, dass wir uns begegnen?
    Liebe ist mehr, als wir verstehn.

    Wir sind uns fern und sind uns doch nahe,
    wo ich auch bin, ich denke an dich:
    So wie du bist, so will ich dich lieben
    So wie ich bin, so liebe mich.


    LG!

  5. #5
    Jojo in der Ferne
    Gast

    Standard ⫸ AW: Nicht-religioese Lesungen/Gedichte fuer die Zeremonie

    Danke blue!!!
    Hab mich spontan total in das Kunze Gedicht verliebt
    Das Liebeslied von Mann und Frau ist auch toll, aber das erste hat irgendwie sowas treffendes fuer ne Hochzeit. Echt schoen.
    Bin mal gespannt, was mein Schatz meint. Der bekommt ja leider immer nur die laienhafte Uebersetzung von mir...

  6. #6
    Senior Mitglied Avatar von Grisu
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    Standard ⫸ AW: Nicht-religioese Lesungen/Gedichte fuer die Zeremonie

    Mein Lieblingsliebesgedicht, habe ich glatt nicht mehr im Kopf und habe auch irgendwie vergessen, von wem es ist. Ich guck zu Hause nach.

    Dem Thema nach: Ich passe auf, dass mir nichts passiert, weil ich weiß, dass du mich liebst.

    Heine????

  7. #7
    Senior Mitglied Avatar von Grisu
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    Standard ⫸ AW: Nicht-religioese Lesungen/Gedichte fuer die Zeremonie

    Ne Brecht:

    Der, den ich liebe,
    hat mir gesagt,
    daß er mich braucht.
    Darum
    gebe ich auf mich acht
    Sehe auf meinen Weg
    und fürchte von jedem Regentropfen
    dass er mich erschlagen könnte.

  8. #8
    Jojo in der Ferne
    Gast

    Standard ⫸ AW: Nicht-religioese Lesungen/Gedichte fuer die Zeremonie

    Danke Grisu, auch sehr schoen!
    Irgendwie schein ich aber immer bei den Gedichten zu landen, in denen der Tod vorkommt, ich weiss auch nicht... Wuerd das ganz gerne vermeiden, weil ich weiss dass ein paar Gaeste kommen, die bei sowas empfindlich sind und ich niemanden deprimieren will. Auf der anderen Seite ist mein Morris Gedicht ja auch sehr duester, vielleicht hab ich da einfach ne unterbeswusste Neigung... Vielleicht ist an mir doch ein Goth verloren gegangen.

  9. #9
    Eli
    Eli ist offline
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    Standard ⫸ AW: Nicht-religioese Lesungen/Gedichte fuer die Zeremonie

    Hi Jojo,

    wir haben bei unserer kirchlichen Trauung absichtlich in die Fürbitten die Toten mit aufgenommen. Obwohl ich wusste, dass das einigen sehr weh tun wird. In dem Jahr in dem wir geheiratet haben sind 3 Personen aus unserern Familien gestorben. Ich wollte das an diese Personen gedacht wird und der Tot gehört nun einmal leider zum Leben dazu.

    LG Eli

  10. #10
    Jojo in der Ferne
    Gast

    Standard ⫸ AW: Nicht-religioese Lesungen/Gedichte fuer die Zeremonie

    Hm, ich weiss nicht Eli, ich glaub ich mag da schon n bissel auf die Gefuehle von einigen Gaesten aufpassen. Will da jetzt nicht ins Detail gehen, aber das Thema ist echt fuer einige schwierig. Und ich mag nicht, dass sich an dem Tag jemand unwohl fuehlt oder traurig ist.

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