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Thema: ⫸ Findelkind UPDATE 31.03.2009

13.12.2017
  1. #71
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    Standard ⫸ AW: Findelkind UPDATE 31.03.2009

    Meiner Mutter ist auch ganz heulig zumute. 2 1/2 Monate sind schon lang mit so einem kleinen Zwerg. Sie haben sie schon ins Herz geschlossen, da kann man sich schlecht distanzieren. Ich denke, da werden bei meiner Mutter auch noch einige Tränchen rollen.

    Aber es ist gut so. Mich ärgert zwar wieder, wie unnötig umständlich alles gelaufen ist. Die zuständigen Mitarbeiter des Jugendamts - allen voran der ernannte Vormund - haben all die Wochen rein nichts unternommen. Die Kleine blieb einfach bei meiner Mutter. Ich habe letzte Woche schon gesagt, dass ich das nicht gut finde, denn die Kleine hat sich ja schon total an sie gewöhnt. Man kann ein Kind doch nicht immer monatelang bei jemandem lassen und dann einfach aus der Familie nehmen.

    Nun hatte letzte Woche die Jugenamtsozialarbeiterin bei meiner Mutter angerufen, die eigentlich für sie zuständig ist, mit Jill aber nichts zu tun hat. Die hat gleich gesagt: "Wie, das Kind ist immer noch bei ihnen???? So geht das ja nicht, ich rufe gleich bei denen (die Dienststelle, die Jill vermitteln) an, und mach denen Dampf! Das ist nicht gut für Sie und auch nicht gut für das Kind!" Tja, und schwupps, ein paar Tage später ist die Familie gefunden.

    Der Witz ist ja, dass die seit 3 Jahren auf ein Kind warten. Warum hat man die Kleine nicht gleich von Anfang an dorthin gebracht?

    Ich war gestern auch da, als die zukünftige Mutter zu Besuch war. Da musste ich, sentimental, wie ich bin, auch ein paar Tränchen runterschlucken. Die Frau war so unendlich glücklich, wie sie sich auf die Couch gesetzt und Jill im Arm hielt, mit ihr sprach - wie eine glückliche frisch gebackene Mama, egal, ob sie es selbst geboren hat oder nicht.

    Leicht ist es auch nicht. Sie ist selbständig, sie haben für kommenden Freitag eine dreichwöchige Thailandreise gebucht, und dann kommt drei Tage vorher der Anruf, die hat ab Freitag ein Kind. Sie ist noch total durch den Wind, mussten die Reise absagen, sie muss ihre Kunden noch schnell abfertigen, weil sie ja ab nächste Woche schon nicht mehr arbeiten wird. Und sie müssen in drei Tagen Kinderzimmer, Ausstattung etc. zusammenstellen. Wozu unsereins 9 Monate Zeit hat, muss in 3 Tagen passieren.

    Sowas versteh ich halt nicht. Für Jill wird angeblich seit Januar eine Familie gesucht. Ich nehme mal an, es wurde gar nicht gesucht, es wurde mal wieder schleifengelassen.

    Übrigens, ab nächster Woche bekommt meine Mutter nun zwei neue Tageskinder. (Das heißt, die kommen nur tagsüber und gehen abends nach Hause.) Zwei Jungen, 3 und 2 Jahre alt. Die Mutter hat außer diesen noch neugeborene Zwillinge und ist überfordert. Das hat man daraus geschlossen, dass eines der Babys letzte Woche mit einem Schleudertrauma ins Krankenhaus kam. Es hat Keuchhusten, muss wohl die ganze Nacht gehustet und geweint haben, woraufhin die Mutter ausgerastet ist und das Baby wohl so heftig geschüttelt hat, dass es ein Schleudertrauma erlitt.

    Da bin ich ja schon wieder wütend, wenn ich das höre. Zunächst mal: Muss man so viele Kinder kriegen, wenn man es nicht gebacken bekommt? (Gut, da will ich nicht so unfair sein, vielleicht hat sie es einfach nicht abschätzen können, wie schwer es mit gleich vier kleinen Kindern wird. Und ZWILLINGE waren ja bestimmt zum Schluss nicht geplant.) Aber ein Baby, das krank ist und die Nähe der Mutter sucht, so zu schütteln, das finde ich ganz furchtbar. Die hätte das Kind umbringen können. Und ich frage mich: Ist es jetzt eine Lösung, die Jungen tagsüber woanders unterzubringen? Abends und nachts sind ja alle vier da. Wer sagt, dass irgendwann nichts Schlimmeres passiert? Das Jugendamt sagt, sie wollen der Mutter eine Chance geben. Das mag ja richtig sein, aber ich hab da echt Sorge, dass man ihr Chancen gibt, bis wirklich was Furchtbares geschieht.

    Das andere kleine Mädchen, das tagsüber da ist, ist so alt wie Ilenia und ist ganz offensichtlich vernachlässigt. Die sieht immer aus! Hatte unlängst einen Windelpilz. Ist ja an sich nichts Großes. Emilio hatte auch einen Pilz, die Haut war ein bisschen gerötet, ich habe ihn häufiger gewickelt und Salbe aus der Apotheke drauf. Nach zwei Tagen war es ausgeheilt und ist auch nicht wieder gekommen. Bei diesem Mädchen war es so, dass es okay war, wenn sie unter der Woche bei meiner Mutter war. Das Wochenende war sie dann ganztags zuhause, und prompt kam sie montags völlig wund bei meiner Mutter an. Meine Mutter hat mir das mal gezeigt, weil sie meinte, sie verstehe überhaupt nicht, wieso das Mädchen jeden Montag so wund sei. Ich war total geschockt. Meine Kinder waren und sind immer wieder mal wund, aber sowas hab ich noch nicht gesehen. Von der Scheide ganz vorne über den ganzen Hintern, war alles offen und blutig und feuerrot. Ich habe sofort gesagt, dass ich glaube, die haben sich einfach nicht drum gekümmert. Die lassen die wahrscheinlich den ganzen Tag in ein und derselben Windel laufen, wickeln sie nicht gleich, wenn sie gekackt hat und machen dann auch nichts drauf, wenn sie wund ist. Meine Mutter hat das dann der Sozialarbeiterin gezeigt, und die hat den Leuten Dampf gemacht, dass sie zum Kinderarzt gehen, sich eine anständige Salbe verschreiben lassen und das Kind regelmäßig wickeln und cremen. Und siehe da, das Problem ist behoben. Feine Eltern. *grml*

    Ach, ich hasse diese Geschichten.


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  2. #72
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    Standard ⫸ AW: Findelkind UPDATE 31.03.2009

    Angie, wenn man diese Geschichten liest, die du über die Pflegekinder deiner Mutter schreibst, zeigt das nur immer wieder, dass du eine echt tolle Mutter hast. Jill hat jetzt 2,5 Monate Liebe bekommen und wird in ihrer neuen Familie sicher noch mehr Liebe bekommen. Die Tageskinder bekommen zumindest tagsüber ein richtiges Leben zu spüren und mit Sicherheit auch einiges an Liebe von deiner Mutter.

    Das Problem ist einfach, dass die Jugendämter zu wenig Mitarbeiter haben und diese sich - selbst wenn sie wollten - nicht so richtig kümmern können. Jill ging es die 2,5 Monate richtig gut, warum soll man sich darum kümmern, da kann man sich ja (hoffentlich) um andere Fälle kümmern *überspitzt*

  3. #73
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    Standard ⫸ AW: Findelkind UPDATE 31.03.2009

    Boah Angie,

    das glaube ich, dass das hammerhart ist, wenn man sowas immer wieder hautnah in den verschiedensten Ausprägungen mitbekommt. Da merkt man ja leider sicherlich auch, dass es eben nicht die absolute Ausnahme ist, wenn Kinder vernachlässigt werden (oder Schlimmeres) .
    Ich hoffe jetzt erstmal für die kleine Jill, dass sie diese Umstellung gut gebacken bekommt. Wenigstens diese kleine Maus wird ja (soweit man das abschätzen kann) liebevolle und kompetente Eltern haben *freu*.

  4. #74
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    Standard ⫸ AW: Findelkind UPDATE 31.03.2009

    Oh Mann, Angie, bei den Geschichten läuft es mir eiskalt den Rücken runter . Ich darf da garnicht drüber nachdenken :-(.

    Deine Mutter bewundere ich wirklich. Ich könnte so einen Job nicht machen. Ich wäre nur am Weinen. Aber zum Glück der Kinder gibt es Menschen wie deine Mutter.

    Freut mich für die kleine Jill, dass sie nun adoptiert wird. Das hätte man doch wirklich schon früher haben können *kopfschüttel*.
    Wer hat sie denn nun Jill getauft? Anfangs habt ihr sie doch Mia genannt, oder?

    lg
    Katrin

  5. #75
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    Standard ⫸ AW: Findelkind UPDATE 31.03.2009

    @ Lu: Im Krankenhaus hatte man begonnen, sie Mia zu nennen, da sie ja keinen Namen hatte. Das hat dann meine Mutter erst einmal übernommen. Aber dann bekam die kleine später einen Jugendamtsmitarbeiter als offiziellen Vormund, der ihr Namen und Geburtsdatum verpasst hat, damit sie endlich mal eine gescheite Identität hat. Der Vormund entschied, dass sie Jill heißen sollte (warum auch immer) und gab ihr als Nachnamen den Namen der Straße, in der sie aufgefunden wurde.

    Jetzt können die Adoptiveltern einen neuen Namen aussuchen, wenn sie wollen, aber die Frau meinte, sie wolle es bei Jill belassen, weil sie ja jetzt nun schon seit 2 Monaten so gerufen werde.

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