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Thema: ⫸ Erbrecht bei Kinderlosen

12.12.2017
  1. #1
    morgainchen
    Gast

    Standard ⫸ Erbrecht bei Kinderlosen

    Hi,

    der letzte Thread über das Erbrecht bringt mich drauf, 'mal unsere Frage zu stellen.

    Wir sind ja seit letztem Jahr verheiratet und - zumindest bislang :-)) -kinderlos. Ich habe keine Geschwister, sondern "nur" Eltern, die Eltern meines Schatzis leben nicht mehr, dafür hat er zwei Schwestern.

    Da wir uns im vergangenen Jahr ein Haus gekauft haben, fragen wir uns nun folgendes: Wenn einem von uns etwas passiert, sind dann meine Eltern bzw. seine Geschwister erbberechtigt und müßten ausgezahlt werden? Das fänden wir natürlich nicht so spaßig, wenn dann Barvermögen (so wenig es nach dem Hauskauf auch ist) und Wertgegenstände (die wir aber eigentlich nicht haben) geteilt werden würden. Uns gehört ja je ein halbes Haus sowieso und meines Wissens wird die Hälfte des Partners dann aufgeteilt. 50 % überlebender Partner und 50 % Angehörige 1. Grades, wenn keine Kindern. Müssen die dann noch ausgezahlt werden und kann man das wirklich mit einem Testament komplett ausschließen? Auch so, dass überhaupt gar nichts an die Angehörigen fällt? Bei meinen Eltern hätten wir da auch keine Bedenken, aber ...

    Wir fürchten, dass in einem solchem Falle alle vom Amtsgericht als mgliche Erben ermittelt würden und das dies den ein oder anderen auf die Idee bringt...

    Aus so einem Buch à la "Testament für Anfänger" werde ich auch nicht schlau, da das sog. Berliner Testament immer nur bei Kindern zu greifen scheint. Ist das so?

    Und was ist mit Lebensversicherungen, wenn die den Partner begünstigen, die stehen dann ausschließlich dem Partner zu oder sind die Erbmasse?

    Wir würden den Fall zumindest so absichern wollen, dass einer von uns finanziell so gut da steht, dass er das Haus erstmal halten und dann in Ruhe und ohne Druck verkaufen kann. Es ganz alleine immer halten zu können, wäre utopisch.

    Wie sieht es da bei Euch aus? Häuslebauer und (noch) Kinderlose gibt es doch hier einige. Wie habt Ihr das geregelt?

    Gespannt auf Eure Regelungen wartend.

    Liebe Grüße,

    Morgainchen


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  2. #2
    Vielschreiber Avatar von -Chiara-
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    0

    Standard

    nur ganz kurz zu den quoten:

    wenn euch das grundstück gemeinsam gehört, stehen dir 50 % ja schon zu lebzeiten zu.

    edit: vorsicht, wenn haus vor HZ gekauft wurde, dann wohl kein zugewinnausgleich, sondern normale erbmasse (dann stimmt dein endergebnis mit 50 %)

    die restlichen 50 % müssen dann "verteilt" werden. wenn ihr in gesetzlicher zugewinngemeinschaft lebt (regelfall, falls kein erbvertrag), bekommst du als zugewinn nach dem tod schon mal pauschal 50 % dieser 50 %.

    nach diesem ersten schritt gehören dir also schon 75 % des grundstücks insgesamt.

    im zweiten schritt wird dann das eigentliche erbe, also 25 % des grundstücks, verteilt. hiervon bekommst du wieder 50 % als ehefrau, der rest geht an die sonstigen erben.

    nach diesem zweiten schritt gehören dir somit 75 % + 12,5 %.

    für das sonstige vermögen gilt das gleiche.

    ein wenig verständlich?

    lg
    chiara

  3. #3
    Eli
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    Standard

    Hi Morgainchen,

    folgendes habe ich eben zu den Erbfolgen gefunden. Ich denke das ist für Euch von Bedeutung und beantwortet auch deine Frage:

    Zitat Zitat von [url=http://www.finanztip.de/recht/erbrecht/ass_erbrecht_3.htm
    Finanztip[/url]] Man unterscheidet zwischen Erben verschiedener Ordnungen. Erben erster Ordnung sind Kinder, Enkel und Urenkel. Erben zweiter Ordnung sind die Eltern, Geschwister, Neffen und Nichten. Zu den Erben dritter Ordnung zählen die Großeltern, Onkel, Tanten, Cousins und Cousinen. Die Urgroßeltern und deren Abkömmlinge werden zu den Erben der vierten Ordnung gerechnet. Ein Erbe einer unteren Ordnung erbt dann nicht, wenn noch ein Erbe der oberen Ordnung vorhanden ist. D. h. ein Onkel kann nicht erben, wenn noch eine Tochter des Erblassers lebt.

    Der Ehepartner genießt in der Erbrechtsfolge eine Sonderstellung. Er ist ja schließlich nicht mit dem Erblasser verwandt. Wann und in welchem Umfang der Ehepartner nun bedacht wird, hängt von dem Güterstand der Ehe ab. Haben die Ehepartner keinen Ehevertrag geschlossen, so gilt der gesetzliche Stand der Gütertrennung. Wenn der Ehepartner stirbt und es sind keine Kinder vorhanden, so erbt der überlebende Gatte dann die eine Hälfte des Nachlasses. Zugleich erben die Eltern und Geschwister des Erblassers nach der gesetzlichen Erbfolge. Ehegatte und Miterben bilden dann eine Erbengemeinschaft.

    Bargeld und vorhandenes Vermögen werden anteilsmäßig aufgeteilt. Immobilien gehören ebenfalls den Erben zusammen. Für Umbaumaßnahemen an einer solchen muss daher die Zustimmung aller Miterben eingeholt werden. Allerdings fallen sämtliche zum Haushalt gehörenden Gegenstände dem Ehepartner zu. Auch das Auto zählt hierunter. Sind hingegen Kinder vorhanden, so erben diese zu gleichen Teilen, wie der Ehegatte. Eltern und Geschwister des Erblassers werden dann nicht mehr bedacht. Möchten Sie diese gesetzliche Erbfolge in irgend einer Art und Weise abändern, weil sie z.B. eine alte Jugendliebe großzügig bedenken wollen, so sollten Sie ein Testament abschließen. Dies empfiehlt sich auch, wenn Sie Gegenstände an bestimmte Personen weitergeben möchten.
    Gruß Eli

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