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Thema: ⫸ Deutschland ist Schlusslicht

17.12.2017
  1. #11
    Forumsüchtig Avatar von sunrise
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    Standard ⫸ AW: Deutschland ist Schlusslicht

    Zitat Zitat von Juule Beitrag anzeigen
    Huhu,

    hm ich denke aber auch, (und das jetzt völlig wertfrei), dass in der deutschen Gesellschaft Kinderbetreuung anders definiert wird, als in vielen anderen Ländern. Während in Deutschland (neben den hohen Kosten für Betreuung)) es viele Eltern ebenso völlig ausschliessen ihre Kinder woanders betreuen zu lassen, und somit im Vorfeld natürlich viel größere Überlegungen anstellen, wie Kinder realisiert werden sollen, ist es in anderen Ländern absolut selbstverständlich Kinder von jemand anderem betreuen zu lassen.

    Hier ein extremes Beispiel: Ich habe mich gestern abend mit einer Philippina unterhalten. Sie hat 4 Kinder im Alter von 9,10,11 und 12. Sie lebt hier in China, ihre Kinder bei ihren Eltern in Manila. Natürlich spielen in diesem Fall auch noch ganz andere Faktoren mit. Wie auch immer, ein sehr extremes Beispiel, es zeigt aber auch, dass es in anderen Kulturen selbstverständlicher ist die Kinder woanders betreuuen zu lassen.

    Wir hingegen überlegen wie wir unsere Kinder bis ins Detail und optimalst fördern und fordern können, machen fast eine Wissenschaft aus unseren Kindern und vergessen vielleicht die Natürlichkeit dabei manchmal.

    Darüberhinaus denke ich sind wir heutzutage eine viel egoistischere Generation als noch unsere Eltern. Wir wollen mittlerweile einen gewissen Lebensstandart (Haus, Auto, Urlaub etc..) und Kinder kosten nunmal Geld. Ich denke das spiegelt sich auch in der zunehmenden Anzahl der Singles und Scheidungen wieder. Wir sind anspruchsvoller ans Leben geworden, alles muss perfekt stimmen, da ist nicht mehr viel Platz für Kompromisse; sei es für Partner oder sei es für Kinder.

    So nu muss ich los!
    Das beginnt ja schon mit der Schwangerschaft. Es wird so ein Hype darum gemacht, alles muss perfekt sein und die Geburt DAS Erlebnis. Ich denke das ost einfach so, weil die Deutschen (oder Westeuropaeer) eben meist nur noch ein Kind bekommen und es gerade dann perfekt geraten soll.

    Das was Jule uber die Phillipina schreibt hab ich letzte Woche auch kennen gelernt.
    Habe mich letzte Woche bei Ikea mit einer Afrikanerin unterhalten die so eine suesse kleine Motte mit hatte. Ich war ganz erstaunt als sie mir sagte, dass sie die Tante ist, die Kleine aber immer mal fuer 3 bis 4 Wochen bei ihr ist, dann bei dem Bruder und dann mal bei der Mutter ist. (die uebrigens nicht arbeiten muss weil es ihr finanziell sehr gut geht). Das ist bei ihrem Volk ganz normal, dass die Kinder in der Familie aufwachsen.


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  2. #12
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    Standard ⫸ AW: Deutschland ist Schlusslicht

    Zitat Zitat von sunrise Beitrag anzeigen
    Ich denke auch, dass der Trend zum Einzelkind geht.
    VG, Miriam

    bei uns in der region ist das nun wieder ganz anders. 90% aller kinder bei uns in der kita haben mind. ein geschwisterkind.

    magdeburg wird ja gerne als schlusslicht bei der geburtenrate innerhalb deutschlands aufgeführt. ich sehe hier aber seit jahren massen an dicken bäuchen und kinderwagen.

    woran es in deutschland liegt kann ich mir nicht erklären. in anderen ländern gibts kein kindergeld, kein elterngeld, noch weniger betreuungsmöglichkeiten, oder die kosten sind noch höher und trotzdem gibts mehr kinder.
    viell. wägen die potenziellen eltern in anderen anderen ländern weniger ab und stürzen sich leichter ins projekt kinderkriegen.

  3. #13
    Experte Avatar von Suki
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    Standard ⫸ AW: Deutschland ist Schlusslicht

    Ich glaub auch, dass es von vielem ein bisschen ist.

    Generell denke ich, ist die deutsche Gesellschaft immer noch eine eher kinderfeindliche Gesellschaft. Kinderlärm wird so schnell als störend empfunden. Als Kind haben wir jeden Sommer in Spanien verbracht, was mir meine Mutter aus der Zeit erzählt ist das komplette Gegenteil zu dem Umgang mit Kindern hier. Und auch letztes Jahr in den Flitterwochen waren wir in einem Hotel mit 90% Spaniern. Da wurde mit Kindern einfach ganz anders umgegangen, seis jetzt vom Personal oder den anderen Gästen. Pikiert geguckt haben natürlich nur deutsche Renterehepaare....

    Ein Kind wird noch viel zu sehr als Belastung gesehen. Einerseits finanziell (wobei ich Kinder- und Elterngeld da eine sehr gute und beruhigende Sache finde!), andererseits im täglichen Ablauf - also Job, Haushalt etc. Neulich war eine gute Doku über Dänemark im TV. Dort wurde eine deutsche Familie in ihrem neuen Alltag begleitet und sie erzählten, was anders ist und woran sie sich erst gewöhnen mussten. Er z.B. ist Manager in einer großen Firma. Sie zeigten dann eine Meetingsituation und er sagte, dass jeder hier am Tisch min. 2 Kinder habe und es jetzt durchaus passieren kann, dass das Handy von einem klingelt und er aus der Besprechung geht um sein Kind abzuholen o.ä. Das wäre hier doch undenkbar! Andererseits klinkt sich dieser MA dann auch abends ins Firmennetz um verpasstes nachzuarbeiten. Auch da fehlt hier wahrscheinlich die Bereitschaft zu.
    Ich persönlich habe am meisten Angst, dass es nach der Elternzeit nicht mehr beruflich weitergeht. Dass ich beispielsweise in meinen Job zurückkann, aber aufgrund von reduzierter Stundenzahl nur Depperljobs mache, die mich nicht weiter bringen. Oder dass ich gar nicht mehr in die Firma kann und irgendwo für den Rest meines Lebens als Regalauffüllerin jobben muss (was jetzt natürlich nicht heißt, dass Regale auffülen ein schlechter Job ist. Aber dafür habe ich nicht meine Ausbildung und mein Studium gemacht und viel Kraft und Energie da reininvestiert).

    Dadurch, dass wir (Frauen) so viel Zeit in unsere Ausbildung investieren und erstmal auf eigenen Füßen stehen möchten bzw. müssen bekommen wir relativ spät das erste Kind. Da bleibt dann nicht viel Zeit für so viele weitere, oder? Also so gehts mir zumindest.

    Witzig find ich z.B. auch, dass so viele Häuser mit 2 Kinderzimmern ausgestattet sind. Das ist schon irgendwie Standard "2 Kinder". Mehr haben keinen Platz.

    So, jetzt hab ich meinen Donut verspeist und den Faden verloren.
    LG
    Suki

  4. #14
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    Standard ⫸ AW: Deutschland ist Schlusslicht

    Naja, ganz ehrlich, das Elterngeld ist ja auch nicht sooo der Bringer. Erstens hilft es nicht, daß man beruflich halt doch erstmal weg ist, dieses Problem wird nicht gelöst. Dann sind 67% vom Netto auch nicht gerade viel, wenn's eh knapp ist oder man das Einkommen eben gewöhnt ist, und der Lebensstandard läßt sich ja auch nicht mal kurz aussetzen, die Banken wollen Raten für Immobilienkredite weiter bezahlt kriegen, gleiches gilt, wenn die Autos geleast sind usw. Wenn der Standard mal da ist, sind auch laufende Kosten da, die nicht immer einfach abgestellt werden können.

    Dann gibt es für Arbeitnehmerinnen ja realistisch gesehen auch nur 10 und nicht 12 Monate Elterngeld, da das Mutterschaftsgeld voll angerechnet wird. Und zu Guter Letzt wird mal in Bezug aufs Elterngeld bestraft, wenn man durch ein paar Stunden Teilzeit versuchen würde, im Job nicht ganz so rauszukommen. Warum darf man nicht die nicht erstatteten 33% vom Netto erstmal dazuverdienen, bevoreinem was vom Elterngekld abgezogen wird? Und dann die Tatsache, daß es zwar nicht versteuert wird, aber durch die Hinzuziehung bei der Berechnung des Steuersatzes geht der leicht mal um 5% rauf, wieder Geld, daß man nur pro forma bekommen hat und gleich zurückgibt.

    Klar ist das Elterngeld ne feine Sache, aber leider nicht so fein, wie es präsentiert wird. Und was hilft dieser Zuschuß für 1 Jahre, wenn man erst nach 3 Jahren einen Betreuungsplatz bekommt.

    Klar, daß das Elterngeld nicht so zieht, wie die Politik sich das so schön ausgemalt hat!

  5. #15
    Experte Avatar von Sille
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    Standard ⫸ AW: Deutschland ist Schlusslicht

    Was man nicht vergessen darf:

    es gibt auch immer weniger Frauen die überhaupt im gebärfähigem Alter sind!

    Ich denke auch, dass die kleinen Familien sich heute eher aus egoistischen Gründen gegen ein zweites oder gar gegen Kinder entscheiden.

    Wir haben uns auch bewusst gegen ein zweites entschieden. Warum? Tja, eines bekommt man immer "irgendwo" untergebracht. Sei es Oma oder Tante oder oder. Bei zweien würde z.B. meine Schwiegermutter streiken. Dann mein persönlicher Luxus. Ich mag auch mal am Abend ausgehen (allein). oder Urlaub. Wir haben gerade gebucht. Mir wird echt übel was manche Reiseziele für 3 Jährige für unverschämte Preise nehmen. Mit einem geht das ja ab und an noch, aber zwei ... Und so weiter und so weiter.

    Ich denke so wie wir entscheiden auch viel andere.

    Wobei, wenn ich hier in Berlin mal so rumschaue. Es laufen sooooo viele Frauen mit Kleinkind und Baby und dickem Bauch rum. Ich fürchte einfach, dass das ganz oben geschriebene viel dazu beträgt.

    LG Sille

  6. #16
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    Standard ⫸ AW: Deutschland ist Schlusslicht

    Zitat Zitat von Suki Beitrag anzeigen
    Sie zeigten dann eine Meetingsituation und er sagte, dass jeder hier am Tisch min. 2 Kinder habe und es jetzt durchaus passieren kann, dass das Handy von einem klingelt und er aus der Besprechung geht um sein Kind abzuholen o.ä. Das wäre hier doch undenkbar!
    Das stimmt! Damals als ich schwanger war, bekam ein Kollege (Dipl.-Ing.) auch seinen ersten Sohn. Ich hab meinen Chef im Spaß gefragt, was er denn macht wenn Herr H. jetzt seine Vatermonate beantragt. Da meinte er (nicht so sehr im Spaß): "Na dem halte ich eine schöne Putzstelle frei!". Ganz ernst meinte er es natürlich nicht, aber mein Kollege hätte es NIE gewagt die Kinder vor den Job zu stellen. Und auch Frauen wird es irgendwie doch übel genommen Kinder in die Welt zu setzen und "die Firma hängen zu lassen". So kam es zumindest bei mir damals rüber.

  7. #17
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    Standard ⫸ AW: Deutschland ist Schlusslicht

    Zitat Zitat von Sille Beitrag anzeigen
    Ich denke auch, dass die kleinen Familien sich heute eher aus egoistischen Gründen gegen ein zweites oder gar gegen Kinder entscheiden.

    Wir haben uns auch bewusst gegen ein zweites entschieden. Warum? Tja, eines bekommt man immer "irgendwo" untergebracht. Sei es Oma oder Tante oder oder. Bei zweien würde z.B. meine Schwiegermutter streiken. Dann mein persönlicher Luxus. Ich mag auch mal am Abend ausgehen (allein). oder Urlaub. Wir haben gerade gebucht. Mir wird echt übel was manche Reiseziele für 3 Jährige für unverschämte Preise nehmen. Mit einem geht das ja ab und an noch, aber zwei ... Und so weiter und so weiter.

    Ich denke so wie wir entscheiden auch viel andere.


    LG Sille
    Aus den Gründen (plus die Kosten für Kinderbetreuung , evtl Schule und Studium und die Auszeit im Job) hatten wir auch nur eines geplant.

    Und gegen diese Argumente hilft halt kein Elterngeld.

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