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Thema: ⫸ Bücherfrage - Pippi Langstrumpf

14.12.2017
  1. #21
    Moderator
    Alles wird gut... Avatar von claudi181
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    Standard ⫸ AW: Bücherfrage - Pippi Langstrumpf

    Zitat Zitat von Tanja Beitrag anzeigen
    Er ist auch schon lange nicht mehr schwarz, sondern weiß

    Hier noch eine interessante Website zum Thema: derbraunemob.de

    Und zur Diskussion: http://derbraunemob.de/shared/download/warum_nicht.pdf


    (und ot, warum krieg ich keinen Text über den Link?)
    "„Negro“, „African-American“, „black“, „white“, „European“, „Caucasian“, der ständige Prozess, den die USA in dieser Hinsicht durchlaufen, ist ein gutes Zeichen dafür, dass die Öffentlichkeit dieser Nation sich der Lern- und EmanzipationsArbeit und dem Lauf der Zeit nicht verweigert hat. Niemand würde diese demokratisierende Aufarbeitung ernsthaft als
    Zumutung empfinden; sie wird vielmehr wahrgenommen als notwendige konstante Forschungsarbeit und Heilung der
    Sprache einer Nation mit gewaltvoller Geschichte."

    Ein Auszug aus Tanja's Text. Hoert sich ja toll an, ist es aber nicht. Waere man hier tatsaechlich etwas weiter, dann wuerde es erst gar keine Dokumente und andere Formulare geben, in denen man staendig die Frage nach der Rasse beantworten muesste.
    Sei es im Krankenhaus, in der Schule, Fuehrerschein...egal, wo. Ueberall muss ein Kreuz gesetzt werden. Das ist zwar ein Teil der demographischen Angaben und in einigen Ecken (gerade Schulbezirke) schon wichtig, aber ich finde es anstrengend. Es fuehrt hier drueben immer wieder zu schlimmen Verallgemeinerungen.
    Es wird im Text geschrieben, dass "niemand diese demokratisierende Aufarbeitung als Zumutung empfindet...[...]" und das ist nicht so ganz richtig. Hier drueben finden sich noch reichlich Mitmenschen, die jeden kleinsten Schritt in die richtige Richtung boykottieren und anprangern.
    Es gibt hier noch genuegend, die es als Zumtung empfinden African-Americans die Hand zu reichen, sich mit ihnen an eine Tisch zu setzen oder gar im selben Wohngebiet mit ihnen zu leben. Es gibt Kirchen, die African-Americans den Zutritt verwaehren. Genauso kann man hier im Sueden bei vielen die entsetzten Gesichter sehen, wenn interracial Paare mit Kindern irgendwo auftauchen. Das gilt fuer beide Seiten. Andersrum wurde ich auch schon von African-Americans ignoriert, weil ich weiss bin. So fortschrittlich man auch gerne nach aussen hin sein moechte, hier ist man im Jahre 2012 definitiv noch nicht angekommen.
    Solange sich alte und junge African-Americans hier drueben staendig das N-Wort an den Kopf knallen (hat schon fast Kosenamenqualitaeten so wie das hier verwendet wird), wird sich das auch nie aendern.
    Wenn man sich anschaut, wie hier mit dem Praesidenten umgegangen wird, den man aus Trotz nicht waehlt, weil er die "falsche" Hautfarbe hat. Davor machen auch Politiker und Beruehmtheiten keinen halt. Auch hier ist das wieder auf beiden Seiten der Fall...die ganze Oeffentlichkeitsarbeit ist im Prinzip fuer die Katz und die Anpassung der Begriffe ist ein Tropfen auf den heissen Stein.

    Da hier die Redefreiheit oberste Prioritaet hat, darf dann das N.-Wort auch gross im TV verwendet werden, waehrend andere Woerter munter weiter gebleept wird (ausser "son of a bitch", das geht anscheinend.).
    Hier drueben geht man fuer jeden Schritt, den man vorwaerts macht, wieder 10 zurueck. Der weisse Mann hat hier noch immer die Macht und das zeigt sich in allen Bereichen.
    Rassismus und der "normale" Umgang damit ist hier drueben weitaus verbreiteter als man es glauben moechte. Im Sueden zeigt sich das sehr stark. Da wird die confederations flag stolz ans Haus gehaengt, die fuer viele einfach zum Symbol des Rassismus an der schwarzen Bevoelkerung geworden ist.


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  2. #22
    Unterhaltungskünstler Avatar von tauchmaus
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    Standard ⫸ AW: Bücherfrage - Pippi Langstrumpf

    Und irgendwie machen wir uns da doch wieder die Probleme der Welt zu einen, oder? Ich hatte hier nicht wirklich das Gefühl, dass der Begriff Neger rassistisch verwendet wurde, ich lebe aber auch in einem Stadtteil mit hohem Bildungsstand und ausreichend Kohle, so dass es dort auch wenig Rechtsradikalismus geben dürfte. Im Übrigen glaube ich, dass man die Worte "Schwarzer", "Farbiger", "Afro-Amerikaner" mit mindestens ebensoviel Verachtung füllen kann wie Neger, so dass es für mich weniger auf die Wortwahl ankommt.

    Und "Negerkuss" ist doch eigentlich nicht verachtend, sondern positiv besetzt, oder? Da geht mir die PC dann irgendwie zu weit.

  3. #23
    Vielschreiber Avatar von Tanja
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    Standard ⫸ AW: Bücherfrage - Pippi Langstrumpf

    Naja, wie sich das anfühlt, kannst Du doch gar nicht beurteilen, oder? Du kannst doch nicht für einen Schwarzen entscheiden, was sich für ihn negativ besetzt anfühlt. Genau darum geht es ja auch in dem Artikel und auch ganz viel auf der Website.
    Das ist so ein bisschen wie wenn einer, der sich nicht auskennt, Dich als Nazi bezeichnet und sagt "aber ich hab das gar nicht abwertend gemeint. Ich kann Dich ja genausogut 'Deutsche' nennen und das mit Verachtung füllen".

    Ich habe diese Seite zufällig gefunden, als ich mal danach gegoogelt habe, wie eigentlich der korrekte deutsche Begriff für (jetzt beispielsweise) African Americans ist.
    Das ist schon ein Schritt in die Richtung, die der Artikel erwähnt. Ich finde es schon ein wenig bezeichnend, dass ich zwar weiß, dass es in USA African Americans heißt, aber nicht, wie wir hier sagen. Und wenn N... als abwertend gefühlt ist und gewünscht ist, dass das Wort eher aus dem Sprachgebrauch verschwindet, als auch noch verniedlicht wird, kann man das doch auch respektieren.

    Außerdem impliziert der weitere Gebrauch dieses Begriffes dass dieser Begriff politisch korrekt sei. So trägst Du es weiter an Deine Kinder und es gibt nie ein Umdenken.

  4. #24
    Unterhaltungskünstler Avatar von tauchmaus
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    Standard ⫸ AW: Bücherfrage - Pippi Langstrumpf

    Ich hab die Website nicht gesehen, bei mir hat sich das pdf geöffnet. Und bei dem Artikel kam bei mir die Frage hoch WER da eigentlich entscheidet, wie sich das anfühlt. Übrigens bin ich in dem USA schon als Nazi bezeichnet worden.

    Ach ja, und bis auf "Negerkuss" gebrauche ich den Begriff auch nicht, auch wenn mir das Ganze eben übertrieben vorkommt, wenn dann sogar Bücher verändert werden.

  5. #25
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    Standard ⫸ AW: Bücherfrage - Pippi Langstrumpf

    Ändern find ich OK... in Stockholm wurden jetzt alle Tintin-Bücher (Tim und Struppi) aus den Bibliotheken verbannt. "Selbst ein Vorwort, das deutlich macht, dass die Bücher in einer Zeit mit anderer Wertvorstellung entstanden sind, reiche nicht aus"... Ich verstehe den Hintergrund, aber wo macht man den Anfang, wo hört es auf... Wären solche Bücher nicht auch eine Möglichkeit, sich kritischg mit "Literatur" auseinander zu setzen? nun ja...

  6. #26
    Experte Avatar von virgin
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    Standard ⫸ AW: Bücherfrage - Pippi Langstrumpf

    Zitat Zitat von Ute Beitrag anzeigen
    Genau Ute!

    Ich kenn es auch nur als Neger- oder Mohrenkopf ;-).

    schau, da habens wir österreicher wird leicht: bei uns heisst er SCHWEDENBOMBE

  7. #27
    Moderator
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    Standard ⫸ AW: Bücherfrage - Pippi Langstrumpf

    Zitat Zitat von sea_water Beitrag anzeigen
    Ändern find ich OK... in Stockholm wurden jetzt alle Tintin-Bücher (Tim und Struppi) aus den Bibliotheken verbannt. "Selbst ein Vorwort, das deutlich macht, dass die Bücher in einer Zeit mit anderer Wertvorstellung entstanden sind, reiche nicht aus"... Ich verstehe den Hintergrund, aber wo macht man den Anfang, wo hört es auf... Wären solche Bücher nicht auch eine Möglichkeit, sich kritischg mit "Literatur" auseinander zu setzen? nun ja...
    Zu Textaenderungen in Buechern (darauf bin ich gar nicht eingegangen)...
    Mark Twain hat mit "Die Abenteuer des Huckleberry Finn" und "Tom Sawyer" wohl ein paar der bekanntesten Buecher geschrieben. Diese Buecher gehoeren hier zum Standardunterricht. Einige Schulen haben sie aber schon vor einer Weile verbannt, weil eben das N-Wort darin unzaehlige Male vorkommt. Andere arbeiten weiterhin mit dem Originaltext und sind schon seit einer weile empoert, dass die Buecher umgeschrieben werden. Das wort "Sklave" dient nun als Ersatz.

    So recht kann ich mich damit nicht anfreunden. Diese Buecher stammen nun mal aus dieser Zeit. War es richtig? Nein, aber ich bin in einem solchen Fall fuer Aufklaerung anstelle von Aenderung oder gar Verbannung solcher Buecher. Gerade Buecher spiegeln die damalige Gesellschaft wieder und mit solchen Veraenderungen fehlt einfach die Grundlage sich "richtig" mit dieser Zeit auseinanderzusetzen. Es ist ein Teil der Vergangenheit und diese kann man nun mal nicht aendern und dies sollte auch nicht auf dem Papier geschehen, weil man sich nicht den unangenehmen Fragen der Heranwachsenden stellen moechte.

    Man ist ja nun zum Glueck doch etwas weiter und somit sollte es doch ein leichtes sein, herabwuerdigende Ausdruecke aus seinem Sprachgebrauch zu verbannen. Bei den Woertern Mohrenkopf und Negerkuss faellt das sicherlich schwer, weil man einfach damit aufwuchs und das nicht nach 25 Jahren einfach so leicht rausbekommt. Die naechste Generation, die mit Schaumkuss aufwaechst, hat es da natuerlich leichter.

    Aber zu den herabwuerdigenden Begriffen direkt. Diese gehoeren einfach heute nicht mehr in den aktuellen Sprachgebrauch. Das man mit anderen harmloseren Begriffen jemanden dengleichen Hass entgegenbringen kann, streite ich nicht ab. Aber es gibt einfach Woerter, da gibt es bei mir keine Kompromisse. Das N-wort ist fuer einige nur ein Wort, okay. Ich habe aber etliche African-Americans in meinem nahen und entferntern Bekanntenkreis, die auf dieses Wort allergisch reagieren. Sie beschreiben es als staendige Erinnerung an eine Zeit, in der ihre Vorfahren keine Rechte hatten und nichts wert waren. Und dies ging eben bis ins 20. Jahrhundert hinein.
    Der lapidare Umgang mit dem N-Wort in der heutigen Zeit stoesst ihnen extrem auf, vor allem, wenn es andere African-Americans tun.
    Ich wurde hier drueben schon einge Male als Nazi abgestempelt und der "schoenste" Kommentar: "Hitler's Kind". Da kann ich keine Toleranz ueben und darueber hinwegsehen.
    Es wuerde doch hier auch keiner hingehen und jemanden aus der juedischen Glaubensgemeinde mit den entsprechenden Namen aus dem 3. Reich begruessen oder gar erwarten, dass sie diese nicht als Abwertung ansehen. Wieso laesst man also bei dem N-Wort mehr Toleranz zu?

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