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Thema: ⫸ ms.marple im Hochzeitswahn

12.12.2017
  1. #1
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    so, ms.marple legt nun auch los. Ich werde nun auch meine Brautzeit festhalten, da es sicherlich schön ist diese Aufzeichnungen in ein paar Jahren nochmal zu lesen. Ich muß ja jetzt schon teilweise beim schreiben schmunzeln, weinen und lachen. Ach wie schnell wird die Zeit rum sein!
    Ich muß noch einige Kapitel schreiben, da wir ja schon sehr viel von den Vorbereitungen erledigt haben, aber ich werde nach und nach unsere Geschichte einstellen.
    Vielleicht bekommt Schatzi das Ganze dann auch als fertiges Buch zu unserer Hochzeit geschenkt, mal schauen was sich aus dieser Idee noch machen lässt.
    So, wünsche viel Spaß mit den Anfängen unserer Liebe!


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  2. #2
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    Unser Kennenlernen
    Sonntag, 28.11.99 1. Advent

    Bei uns in der Stadt war Weihnachtsmarkt. Thomas, ein guter Freund von mir, holte mich gegen Mittag ab um auf dem Weihnachtsmarkt was zu frühstücken. Naja, der erste Stand war ein Glühweinstand, an dem wir es uns gleich gemütlich gemacht haben. Gefrühstückt haben wir nicht mehr, wir sind von Stand zu Stand geschlendert und haben überall den Glühwein probiert. Und das auf nüchternen Magen. An einem Stand, direkt vor einer Buchhandlung, haben wir uns länger aufgehalten, da sich hier einige Bekannte rumtummelten. Also dazustellen und mittrinken!

    Und dann kam er!
    Wer ist das?
    Er kommt zu uns,
    wer bist Du?

    Mir war gleich klar, ich kenne ihn zwar nicht aber das muß ich auf jeden Fall ändern. Er stellte sich zu uns, da er einige meiner Freunde auch kannte. Wir fingen an uns zu unterhalten. Mein Herz klopfte immer schneller, liegt das jetzt an ihm oder am Alkohol? Er ging los eine neue Runde Glühwein holen und fragte Thomas: „Für Deine Freundin auch noch einen?“ Thomas: „Das ist nicht meine Freundin!“
    Gut gemacht, jetzt weiß er auch das ich solo bin. Und so verging der Abend. Wir unterhielten uns supergut. Wir machten auch einigen Blödsinn. Unter Anderem erzählte ich ihm, das ich im April für 2 Wochen nach Amerika fliegen würde. Da ja der Stand an einer Buchhandlung war gingen wir rein und fragten nach einem Reiseführer von Las Vegas. Ob wir damals schon ans heiraten gedacht haben? Naja jedenfalls konnte uns die Tante keinen Reiseführer von Las Vegas bieten und fing dann an mit welchen von Nevada oder dem Südwesten der USA. Da ich ja schon einiges intus hatte fing ich an zu meckern: „Ich flieg nicht nach Nevada, ich flieg nach Las Vegas!“ Das muss wohl etwas lauter gewesen sein, denn Sascha führte mich gleich aus dem Laden. Die Tante sagte noch: „Nur Las Vegas haben wir nicht, tut mir leid!“ Ich: „Tschüss!“ War wohl auch nicht ganz freundlich!
    Naja, so hat mich Schatzi wenigstens gleich live und in Farbe erlebt, aber das sollte noch nicht alles sein.

    :rotwerd:

    Gegen 20Uhr machte der Markt zu. Na toll, und jetzt? Ich hab noch nicht mal seine Handynummer!?!
    Spontan habe ich alle eingeladen, den Abend in meiner Wohnung fortzusetzen.
    Ja, er kommt mit!
    In mir jubeln tausend Schmetterlinge!!!!!
    Der Abend verlief genauso feuchtfröhlich wie er begonnen hatte. Und dann passierte mir was megapeinliches:
    Ich musste aufstossen. Da ich aber nur Glühwein intus hatte kam direkt ein roter Schwall davon mit hoch und dieser war auch nicht mehr aufzuhalten. Wie peinlich!

    :rotwerd: :rotwerd:

    Flecken auf dem Teppich, Anjas weißes Shirt getroffen. Mann, so was ist mir noch nie passiert und dann ausgerechnet heute, wo ich doch meinen „Dreamboy“ getroffen habe!
    Die Runde löste sich langsam auf. Ich ergatterte die Handynummer von Sascha. Puh, das hätten wir schon mal!
    Als er ging blieb er an der Haustür stehen, drehte sich nocheinmal zu mir um und pamm:
    Es hat mich erwischt. Der Pfeil hat getroffen! Voll in die Mitte!
    Diese Augen, dieser Blick!!
    Wir schauten uns minutenlang an, es war ein richtiges Knistern zu hören.
    Als die Tür ins Schloss flog schnappte ich mir gleich mein Handy und schrieb eine SMS:
    Wünsch Dir ne gute Nacht und süße Träume! Lass uns das wiederholen!
    Die Antwort kam sofort. Wir smsten fast die ganze Nacht und verabredeten uns für den nächsten Abend. Der Montag war der Horror! Hundemüde, aber die Vorfreude auf das Date hat mich ganz locker über den Tag gebracht. Um so näher der Abend kam desto fitter wurde ich. Ich freute mich riesig auf den bevorstehenden Abend. Von der Nervosität mal abgesehen.
    Liebe auf den ersten Blick? Gibt es das?
    Schnell habe ich gemerkt, es gibt sie: Die Liebe auf den ersten Blick
    An diesen Abend sind wir zusammengekommen und seitdem unzertrennlich und überglücklich. Tag für Tag kamen mehr Sachen von ihm in meine Wohnung, so das man sagen kann, wir sind auch gleich zusammengezogen.

    Ach ja, die Geschichte mit dem Glühweinspucken erzählt Sascha heute noch gerne. Auch die Leute, die damals dabei waren. Man sitzt in einer netten Runde, spricht über vergangene Zeiten und da ist Sie: Die Glühweingeschichte
    Ich könnte wetten, dass diese auch auf unserer Hochzeit erzählt wird. Peinlich, Peinlich

  3. #3
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    Der Antrag
    Sonntag, 28.11.04 1. Advent

    Seit unserem Kennenlernen ist es für uns zu einer Pflicht geworden bei uns in der Stadt auf den Weihnachtsmarkt zu gehen. Jedesmal wenn wir an „Unserem Stand“ und „Unserem Buchladen“ vorbeikommen, bleiben wir stehen, schauen uns in die Augen und knutschen. Das machen wir übrigens auch, wenn kein Weihnachtsmarkt ist und man einfach mal so dort vorbeikommt.

    Wieder war Sonntag, 1. Advent, 28.11. und Weihnachtsmarkt. In diesem Jahr passte alles, der Tag, das Datum.
    Wir schlenderten so über den Markt, blieben mal hier, mal da stehen und quatschten und verbrachten einen netten Nachmittag. Wir feierten ja auch schließlich unser 5 Jähriges. Natürlich kamen wir auch an unserem Buchladen vorbei. Mein Schatz zog mich zur Seite und wir schauten uns in die Augen. Er kramte in seiner Jackentasche und zum Vorschein kam ein wunderschöner Ring. Mein Herz fing an zu rasen. Die Geräusche um uns herum waren verschwunden und ich hörte nur noch:
    Schatz, die letzten 5 Jahre waren einfach wunderbar! Ich möchte mit Dir alt werden! Willst Du meine Frau werden?
    Ab dem Momen wo er anfing und „Schatz“ sagte, füllten sich meine Augen mit Tränen. Ich weiß nicht mehr genau, aber ich glaube das JA habe ich geschrien! Puh, mir zitterten die Knie, nein ich zitterte eigentlich am ganzen Körper.
    Die nächsten Worte von mir waren: „Ja, dann haben wir ja jetzt was zu planen!“
    Uns war gleich klar, Juli soll es sein. Sommer, Sonne
    Nachdem wir uns beide wieder gefasst hatten, mussten wir auch gleich die frohe Botschaft verkünden. Wie gut, dass seine Schwester, meine zukünftige Schwägerin –hört sich gut an-, Dienst hatte. Dort angekommen zeigte ich ihr den Ring an meinem Finger. Die Augen wurden groß und dann kam ein: Nee, oder?
    Da wir beide aber nur ein Dauergrinsen hatten, war ihr gleich klar, dass wir es ernst meinen.
    „Jetzt brauch ich erst mal nen Schnaps“ waren die nächsten Worte. Nachdem wir auf das Ereignis angestossen hatten machten wir uns auf den Heimweg um meine Eltern zu informieren. Das Gesprächsthema auf dem Heimweg war natürlich UNSERE HOCHZEIT

    Daheim angekommen haben wir uns schnell eine Flasche Sekt geschnappt (gut das der Keller so kalt ist) und sind gleich zu meinen Eltern. Als ich meiner Mutter den Ring zeigte kam nur ein: „Oh! Neu? Schön!“
    Gerafft hat sie es erst so richtig als sie den Sekt gesehen hat. Meine Eltern freuen sich riesig.
    Ihre Kleine heiratet!
    Mein Papi hat innerhalb der nächsten 30 min. den Polterabend durchgeplant: Hier steht der Container, da das Zelt, Essen und Trinken kommt hier rein, Getränke bringt der Herbert und zu Essen gibt es Rinds- und Bockwurst mit Brötchen und Schmalzebrot.
    Ich: „ Papa, ich weiß gar nicht ob wir einen Polterabend machen!“
    Er: „ Wieso?“
    Ich: „ Na finanziell, wir müssen das alles jetzt erstmal planen und dann sehen wir ob ein Polterabend drin ist oder nicht!“
    Er: „ Sch*** doch auf die Kohle! Meine Tochter heiratet! Den Polterabend zahl ich!“

    OK, beschlossene Sache. Wir machen einen Polterabend!
    Aber wir freuen uns auch, obwohl es ganz schön schlimm werden könnte, wenn das passiert was immer kommt: Tonnen von Dachziegeln
    Obwohl ja nur Porzellan Glück bringt. Aber einigen scheint das egal zu sein. Abwarten, was kommt, kommt! Wir freuen uns drauf!
    Noch an dem Abend haben wir angefangen eine erste Gästeliste aufzusetzen, wobei wir diese auch nicht mehr großartig verändert haben. Die ersten Ideen entstanden wo man eventuell feiern könnte und die Kirche wurde festgelegt in der wir heiraten möchten.
    Oh je, da kommt wohl einiges auf uns zu…

  4. #4
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    Die ersten Vorbereitungen

    Wie schon gesagt wie haben sofort mit den Vorbereitungen angefangen. Als erstes mussten wir ein genaues Datum finden und einigten uns recht schnell auf den 23.07.05
    Warum? Keine Ahnung, aber uns gefällts!
    Das würde heißen am 22.07. aufs Standesamt um die „Formsache“ hinter uns zu bringen. Also zog ich gleich am 30.11.04 auf unser Standesamt um mich mal schlau zu machen, wie das so abläuft. Toll, außer Infos, nichts! Geht alles erst 6 Monate vorher. Also wurde gleich für den 22.01.05 ein Termin in den Kalender eingetragen: STANDESAMT
    Nächster Schritt, Kirche blocken für unseren Termin. Wir riefen bei unserem Pfarrer an. Ich kenne ihn, da er im Sommer 02 meine zukünftige Schwägerin getraut und mein Patenkind getauft hatte. Sascha wurde auch von ihm getauft. Unser Pfarrer ist total locker drauf und macht jeden Spaß mit. Ich glaube sogar, mit ihm könnte man Pferde stehlen.
    Für uns steht der Termin fest: 23.07.05 14 Uhr
    Wow, das Ganze bekommt so langsam eine Form. Ein kleiner Auszug aus dem Gespräch, der mir noch zu gut in Erinnerung ist:
    Sascha: „ Meine Braut ist evangelisch.“
    Pfarrer: „ Macht nichts, dann wird se halt erschossen!“
    Sascha: „ Ich bin noch nicht gefirmt!“
    Pfarrer: „ Macht nichts, dann wirst de auch erschossen!“
    Na toll, ich seh die Bilder schon vor mir: Papi führt mich in die Kirche, Schatzi steht vorne, ich komme am Altar an und der Pfarrer zieht ne Knarre…
    Pfarrer Meissner erzählte uns, das es einmal im Jahr eine Erwachsenenfirmung gäbe und dieses ja ein schöner Anfang für unsere Hochzeit wäre. Und wenn nicht, sollte daran eine Hochzeit nicht scheitern! Das ich evangelisch bin ist auch kein Problem.
    Na dann steht dem Ganzen ja nichts mehr im Wege!
    Der Termin für unsere kirchliche Hochzeit steht: 23.07.05 14 Uhr
    Wir sollen uns im neuen Jahr noch mal melden. Er will uns das mit der Firmung erklären und ein erstes Traugespräch mit uns führen.
    So, der erste Schritt ist geschafft! Wir tun es! Wir planen unsere Hochzeit! Mit allem drum und dran!
    Muß jetzt nur noch die Frage geklärt werden, wo wir standesamtlich heiraten. Unser Standesamt ist nicht wirklich schön, man kommt raus und schaut direkt auf unseren schönen Toom Markt oder auf noch schönere Hochhäuser. Dietzenbach fällt also aus. Heusenstamm hat das Los getroffen! Ein schönes Schloss, ein schöner Schlossgarten!
    Ja, hier wollen wir heiraten! Also habe ich direkt dort angerufen um den 22.07. zu blocken. Auch hier bekam ich nur zu hören, ich muß mich 6 Monate vorher melden, früher ist da nichts zu machen. Der nächste Termin wurde im Kalender eingetragen.
    Nächster Punkt war das finden einer Location. Wir hatten eine Liste zusammengestellt mit Hotels die in Frage kommen könnten. Wir fingen an diese durchzutelefonieren. Die ersten Gespräche liefen nicht positiv. Für ca. 90 Leute zu klein. Also weiter geht’s.
    Wir vereinbarten die ersten Besichtigungstermine.
    Hotel 1: Schöner Raum, genug Platz, Sektempfang auf der Seeterrasse. Wir erfuhren, dass an unserem Tag bereits eine Feier dort stattfindet mit ca. 50 Personen. Aus Erfahrung wissen wir, dass dieses zu einem Chaos was Bedienung angeht kommen kann. Dazu kommt, das die Preise für Getränke ganz schön happig sind.
    Fazit: Schön, aber wenn wir was anderes finden fällt es aus!
    Hotel 2: Wow, das Ambiente ist einzigartig! Ein riesengroßes Artrium, 13 Meter hoch, komplett verglast aber gut durchlüftet, ein riesiger Barockgarten in dem der Sektempfang und das Fotoshooting stattfinden kann, Personal nur für uns, das ganze Hotel nur für uns! In dem Artrium wachsen Palmen und Bananenstauden. Es ist einfach genial! Nicht nur ein Raum, nein es hat was!
    Ok, abwarten was das Angebot sagt, aber wir sind uns schon fast einig: Sagt uns das Angebot zu, werden wir hier feiern!
    Nachdem wir das ersehnte Angebot bekamen waren wir happy! Die Preise sind mehr als ok, der Rest passt auch! Wir haben eine Location!
    Mein Bruder und meine Tante haben sich das Artrium auch noch mal angeschaut und sind von dem Ambiente begeistert.
    Es ist vollbracht, wir werden hier unsere Hochzeit feiern!

  5. #5
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    Silvester oder 2 Fliegen mit einer Klappe

    Der 31.12. ist nicht nur Silvester, sondern beinhaltet auch den Geburtstag und standesamlichen Hochzeitstag meiner Schwägerin. Viele Gründe diesen Tag zu feiern. Glück für uns, denn auf die Feier kamen Leute, die wir in unsere Hochzeitsplanungen gerne einbeziehen würden.

    1. Streich – das Hochzeitsauto

    Ein Panther De Ville soll es sein. Der Panther ist in der Familie von Schatzi sehr beliebt. Sein Vater und auch die Schwester haben einen Panther, zwar ein anderes Modell, aber einen Panther. Es wird sich regelmäßig auf den Panthertreffen getroffen, was immer sehr schön ist. Für Schatzi stand schon immer fest, wenn heiraten dann mit dem Panther De Ville.
    Der Panther de Ville ist ein großes Cabrio. Die Besitzer dieses prächtigen Autos waren auf der Feier und wurden von uns erstmal über unsere Pläne informiert. Wir fragten auch gleich, ob er unseren Chauffeur spielt und uns sein Auto zur Verfügung stellt.
    JA, er ist dabei!

    2. Streich – wir müssen tanzen lernen

    Was ist eine Hochzeit, wenn das Brautpaar nicht tanzen kann? Klar, wir waren in Discos und das nicht zu wenig! Aber eine Tanzschule haben wir bis jetzt nur von aussen gesehen. Wie gut dass Saschas Cousine mit Mann auch auf der Feier war. Sie ist Tanzlehrerin. Wir erzählten den beiden von unserer bevorstehenden Hochzeit und fragten, ob sie uns das Tanzen beibringen. Na klar, die beiden sind dabei!
    Viel wollen wir ja nicht lernen, Wiener Walzer, langsamer Walzer und nen Disco Fox. Damit müsste man über den Abend kommen.

    12 Uhr
    Mitternacht
    2005
    Prost Neujahr

    Schatzi und ich schauten uns an und hatten beide wohl den gleichen Gedanken:

    Dies wird unser Jahr, in diesem Jahr werden wir heiraten!


  6. #6
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    Das Brautkleid

    Die nächsten Tage verbrachte ich damit, mich über die Brautkleidkollektionen zu informieren. Ich kaufte Zeitschriften, durchforstete das Internet und kam erstmal zu dem Entschluss, dass alle Kleider schön sind!
    Aber das Richtige musste noch gefunden werden!
    Nur zu gut, dass die Tochter der Freundin meiner Mutter ein kleines Second-Hand-Brautgeschäft betreibt. Ein Anruf und wir konnten direkt zu ihr kommen. Also zogen meine Mum, meine Tante und ich los Brautkleider schauen. Ich war ganz schön aufgeregt!
    Nachdem wir uns einen ersten Überblick verschafft hatten, fingen wir auch direkt an diese wunderschönen Kleider durchzuprobieren. Schnell stellten wir fest, dass es nicht so einfach werden würde. Schmale Taille, großer Busen. Die meisten Kleider haben wir nicht richtig zubekommen, da mein Busen nicht so reinpassen wollte, wie wir uns das so vorstellten. Die meisten Kleider hatten viele Pailletten, was mir nicht gefällt. Meiner Mum gefällt das gerade und so wurde bei jedem Kleid eine Weile diskutiert. So nach dem Motto, oh das ist aber schön. Ne, das ist zu heftig mit dem ganzen Zeug da, das will ich nicht. Nach einem fast erfolglosem Vormittag hatten wir zumindest 2 Kriterien, die „mein Kleid“ auf jeden Fall erfüllen sollte. A-Linie und kein weiß, da ich dafür ein zu blasser Typ bin. Leicht gefrustet kam ich wieder nach Hause und fing an mich bei Schatzi auszuheulen, dass mein „Atombusen“ in kein Kleid passt. OK vielleicht lag es auch daran, dass wir alle Kleider ohne eine Corsage anprobiert hatten, da keine in meiner Größe da war.
    Wir beschlossen also am nächsten Samstag unsere Tour fortzusetzen und in ein Brautgeschäft zu fahren. Es wurde Samstag und so zogen wir Mädels erneut los, diesmal kam mein Bruder zur Unterstützung mit. Ich weiß, dass seine Vorstellungen meinen gleichen und so kann er dann mit Mami weiterdiskutieren, während ich mir das nächste Prachtstück überwerfen würde.
    Wir betraten das Brautgeschäft und wurden sehr freundlich empfangen. Die erste Frage der Verkäuferin war an meinen Bruder gerichtet.
    „Der Bräutigam darf mit aussuchen?“
    „Nein, ich bin der Bruder!“
    So, die Verwandschaftsverhältnisse hätten wir jetzt geklärt, könnten wir uns jetzt bitte um „mein Kleid“ kümmern?
    Nachdem die Verkäuferin unsere Vorstellungen wusste wuselte sie mit Ihrer Assistentin im Laden rum und holte so 10 Kleider zur Auswahl, mit denen wir beginnen würden. Sie fragte mich, welches ich zuerst anziehen wollte, worauf ich nur sagte: Dann gehen wir gleich in die Vollen!
    Corsage an, Kleid an, zurechtzuppeln und dann der Gang vor den Spiegel. Boah, mir kamen sofort die Tränen und als ich zu meinen Begleitern sah, schauten mir nur 3 offene Münder entgegen, die einfach nicht mehr zugehen wollten. Meine Mami kramte erstmal nach Taschentüchern, sie ist auch sehr nah am Wasser gebaut. Mein Bruder zückte gleich die Kamera und machte ein paar Bilder, damit wir für später einen Vergleich hatten.
    Ich zog noch einige andere Kleider an, alle waren sehr schön, aber jedes Mal kam der Spruch:
    Schön, aber das Erste…!
    Nach einigen weiteren Versuchen ein Kleid zu finden, beschloss ich das Erste noch mal anzuziehen. Diesmal mit Kette und Schleier. Die Entscheidung ist gefallen! Das ist mein Kleid! Das soll es sein!
    Meine Tante verkündete dann noch, dass sie die Kosten für das Kleid übernimmt. Na besser kanns doch nicht laufen. Mir kullerten die Tränen, ich habe ein wunderschönes Kleid und die beste Tante der Welt. Wir bestellten also das Kleid und erfuhren, dass es ca. 16 Wochen Lieferzeit hätte, dann kommt der Abstecktermin so ca 4 Wochen vor der Hochzeit, Gut, dass wir schon so früh geschaut haben, sonst wäre alles ganz schön knapp geworden. 16 Wochen Lieferzeit, das ist echt der Hammer!
    Wir fuhren nach Hause und ich erzählte Schatzi freudig von meinem Kleid. Natürlich darf er nicht zuviel erfahren, nur soviel das es champagnerfarben ist und er deswegen kein weißes Hemd anziehen darf. Er weiß auch von der Schleppe, aber nicht wie lang sie ist. Schleppe ist ja Pflicht bei mir, da träum ich schon seit meiner Kindheit von und das weiß er auch.
    Schatzi hat auch beschlossen, dass ich ihn erst in der Kirche in seinem Outfit sehen darf. Ich darf nicht mit shoppen gehen, aber gut gleiches Recht für alle!
    Sicherheitshalber werde ich ihn mit meinem Bruder losschicken, dann kann wenigstens nichts schief gehen.

    Ich habe ein Kleid, ich kanns noch gar nicht fassen. Stück für Stück komme ich meinem Traum näher!

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