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Thema: ⫸ Meph legt auch los!

16.12.2017
  1. #1
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    Sooo, nun bin ich schon sooo lange Braut... und eigentlich wollte ich kein Tagebuch schreiben und euch damit langweilen... aber irgendwie....
    reizt es mich jetzt doch *g* Natürlich kann ich jetzt nur rückblickend berichten, aber irgendwann (so in 10 Jahren??!!??) bin ich bestimmt mal beim aktuellen Stand angelangt ;-)

    und nun folgt dann meine ganz persönliche Hochzeitsgeschichte:


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  2. #2
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    Vorwort: Eine Zeitreise

    Zu dieser Zeit wusste ich noch nicht, dass es meinen Schatz gibt... ich hole jetzt weeeeeeeit aus, seeeeeehr weit

    Man sagt, jedes Mädchen träumt von einem weissen Kleid. Man sagt, jedes Mädchen träumt von einer Hochzeitsfeier mit Kutsche, Tauben, einfach einmal Prinzessin sein....
    Man sagt so vieles... Tja, und nun komm ich!
    Als ich ca. 14 Jahre alt war, war ich mit meiner Mutter bei Dodenhof, einem ziemlich großen Einkaufszentrum, und wir gingen an der Brautmodenabteilung vorbei.... und da hing es: ein blau-weißes Kleid im Landhausstil bzw. mittelalterlich angehaucht! Ich hätt es am liebsten damals gekauft! Jedenfalls träumte ICH nichtmehr von einem weißen Kleid, ich wollte SO EINES haben!

    Wir drehen ein wenig an der Zeitenuhr und beamen uns ca. 7 Jahre weiter. Ich war in meinem damaligen Stammchat und unterhielt mich angeregt mit einem Bekannten über das Mittelalter.
    Ja da war es erwacht, mein Interesse an erlebbarer Geschichte, und er war dazu auch noch ein Aktiver.... davon war ich noch laaaaange entfernt.. naja, jedenfalls redeten wir ziemlich lange und kamen irgendwann aufs Thema Heiraten, warum auch immer.... Während unserer Gespräche redeten wir auch immer wieder über die Ronneburg, eine der letzten komplett erhaltenen Burganlagen Deutschlands, ich kannte sie damals nur vom Hörensagen... Was dem ganzen keinen Abbruch tat, als ich in diesem Gespräch verkündete: WENN ich einmal heirate, DANN mittelalterlich auf der Ronneburg in einem blauen Kleid!

    So, ich denke, hierzu ist genug gesagt * schmunzel * und dan dieser Stelle drehen wir die Zeitenuhr auf das Jahr 2003

  3. #3
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    Erstes Kapitel- Das Kennenlernen

    Wir schreiben das Jahr 2003, es ist ein heisser August und ich habe Urlaub! Und was bietet sich da an? Genau, mit Freunden über diverse Mittelaltermärkte zu ziehen, alternativ Konzerte zu besuchen.
    So auch an diesem 10. August. Ich verbrachte einen sehr schönen Tag mit Cora, Peter und Coras Mama auf einem Mittelaltermarkt in Nürnberg und da ich von Anfang an wusste, dass das net alles sein kann, beschloss ich anschliessend, einen Freund bei Hanau zu besuchen. Nach dem Markt stieg ich also in den Zug Richtung Hessen, in voller Gewandung- aber man gönnt sich ja sonst nichts...
    (ich bins ja schon gewohnt, dann seltsame Sachen gefragt zu werden, aber diesmal wurde ich sogar gefragt, ob ich zum Jesuitenorden gehören würde auf Grund des roten Gewandes * lach *)

    In Hanau sollte ich dannvon Stephan und einem Freund von ihm am Bahnhof abgeholt werden, weil der liebe Stephan nämlich kein Auto hatte. Und so kam es eben, dass Easy mein Chauffeur wurde. Immernoch in Gewandung (ich, die beiden natürlich nicht), verbrachte ich einen sehr netten Abend mit beiden in einer Kneipe. Hier endete der Tag..

    Zwei Tage später, 12.08.2003

    Stephan und ich waren in Hanau unterwegs und machten etwas sightseeing... und da ich den Easy ja ganz nett fand und wir ja nun eh in Hanau unterwegs waren, haben wir ihn einfach mal spontan besucht. Der Herr hatte aber leider schlechte Laune, hatte gerade einen anstrengenden Arbeitstag hinter sich... dementsprechend fühlte ich mich auch nicht soooooo wohl...allerdings kam dan irgendwann der Moment der Verabschiedung und er nahm mich spontan in den Arm... Tja, lieber Easy, jetzt wars soweit, jetzt wirst du mich nichtmehr los! Ich fühlte mich einfach wohl, zu Hause angekommen, ich wusste: DER ist es! Allerding schob ich dieses Gefühl erstmal gaaaaaanz weit weg und so verlief es sich kurzfristig erstmal wieder...... Am nächsten Tag fuhr dann mein Zug in die Heimat. Stephan trug ich noch auf, Easy meine Telefonnummer zu geben.... Was dieser aber vergaß, ebenso wie mir Easys Nummer zu geben, was dieser nämlich Stephan aufgetragen hatte.....

  4. #4
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    2.Kapitel- Der Beginn einer tollen Zeit

    Irgendwann hat es Stephan dann doch mal geschafft, wenigstens unsere icq-nummern gegeneinander auszutauschen. Und nun gings los, eigentlich täglich schrieben und telefonierten Easy und ich uns... tja, und dann gings eigentlich ganz schnell... wir trafen uns wieder und waren keine Singles mehr * g *

    Das Wochenende nach meinem Geburtstag entführte er mich dann zu einem sehr schönen Mittelaltermarkt, unserem ersten gemeinsamen... ausserdem waren noch mein bester Freund Christopher, Cora und Stephan dabei. Es war einfach sehr schön, besonders die musikalische Untermalung! Der Markt zeichnet sich nämlich durch die Teilnahme sehr guter Bands aus!

    Unter anderem hörte ich ein erstes Mal Spectaculatius... hab ziemlich lange gebraucht, bis ich dieses Namen mal auf der Reihe hatte, für mich wars die Weihnachtskeksmusik ;-) „Wir feiern unter Linden und freuen uns des Lebens, betreiben viele Sünden unterm Lindenbaum“ * träller *
    Nachdem wir dann auch noch den Streunern gelauscht hatten und mir Easy noch die aktuelle CD von ihnen schenkte, gings dann auch wieder heimwärts nach Hanau. Leider musste ich dann auch am nächsten Tag schon wieder zurück nach Ingolstadt.. Aber man freut sich ja aufs Wiedersehen!

  5. #5
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    3.Kapitel Schwere Zeiten oder Wir zäumen es von Hinten auf!

    Die ersten Monate einer frischen Liebe sorgen für Kribbeln im Bauch, man schwebt im siebten Himmel, es ist einfach wunderbar! So sollte es zumindest sein... wars auch-teilweise... wenn mir da die Gesundheit nicht nen Strich durch die Rechnung gemacht hätte....
    Ende September wurden bei mir Gallensteine diagnostiziert und eine OP stand an... naja, vielleicht ja noch zu schieben.... bildete ich mir ein..... dem war leider nicht so und Easy musste des Öfteren mit mir mitleiden, wenn ich wieder eine schwere Kolik oder dergleichen hatte.... ich scheute mich auch nicht davor, so üble Schmerzen zu bekommen, dass er Nachts mit mir in die Notaufnahme fahren musste... Armer Easy!
    Jedenfalls war dann die Operation unumgänglich und ich hatte die Wahl, es a) hier in Ingolstadt machen zu lassen (Nachteil: Nach der OP allein zu Hause wär ich recht aufgeschmissen gewesen) b) es in der alten Heimat machen zu lassen und mich von Mama und Papa betüdeln zu lassen (Nachteil: ich vertrau diesem Krankenhaus nicht) oder c) in der Uniklinik Frankfurt, wo Easy eben auch angestellt ist! (Nachteil: ich wollte ihn nicht zu sehr belasten, aber davon wollte er nichts hören). Die Entscheidung fiel also auf Frankfurt. Vorteil: Wir konnten 7 ganze Wochen miteinander verbringen!!!! Ende November war es dann soweit, der Termin zur Aufnahme... Da sass ich nun mit meinem Hasen im Sprechzimmer des Stationsarztes und er teilte mir allen Ernstes mit, dass er mich nicht sofort aufnehmen könnte, da ich kein Notfall sei (2 Tage Kolikfrei wegen strenger diät, nur zwieback und hühnerbrühe)! Nachdem ich jedoch anmerkte, dass ich dann gerade mal nen Döner essen gehe und in 15 Minuten als Notfall wieder da bon, hatte ich die Lacher auf meiner Seite und nach nem Gespräch mit dem Oberarzt ein Zimmer für den kommenden Montag auf der Privatstation und die ersten Untersuchungstermine *g * . Am 26.11. um 12.12 Uhr war es dann soweit, ich wurde Opfertig gemacht. 4 Stunden später besuchte mich mein Liebster im Aufwachraum und empfing mich dann 30 minuten später in meinem Zimmer. Jetzt Gallenlos und noch völlig neben der Kapp.
    In den folgenden Tagen ging es mir dann immer besser und ich machte den Flur und den Balkon meiner Station unsicher. Meine Oberschwester war übrigens toll! Wie Schwester Hildegard aus der Schwarzwaldklinik... und sie hiess ebenfalls Hildegard * g *
    Am 1.12. sollte ich dann entlassen werden. Eigentlich war geplant, dass ich auf der Station ausharre, bis Easy Feierabend hat. Aber ich hatte den absoluten Stationskoller und hab dann lieber die Stunden in seinem Archiv verbracht, da hatte ich wenigstens Ablenkung. Am kommenden Wochenende sollte ich dann auch seine Eltern kennenlernen- meine hatte er schon während ihres Besuches in meinem Krankenzimmer kennengelernt- aber es sollte nicht so kommen....
    Das Schicksal schlug wieder erbarmungslos zu.
    Nach der Arbeit waren wir noch gemeinsam einkaufen, was garnicht so leicht ist mit frichen Bauchnarben.... Kaum hatten wir seine Wohnung betreten, klingelte das Telefon und seine Schwägerin war dran: „Komm bitte sofort ins Krankenhaus, dein vater liegt im Sterben“. Da sie das aber schon öfter unbegründet getan hatte, glaubte er es ihr nicht, jedem anderen hätte ers geglaubt!
    Eine Stunde später ging das Telefon wieder.... sein Vater war verstorben....

    Die nächsten Tage waren dann geprägt von Trauer und der Vorbereitung auf die Beerdigung... und ich mittendrin mit meiner frischen OP. Aber wir haben es gemeistert! Diese Zeit hat uns sehr zusammengeschweisst! Lieber Easy, an dieser Stelle möchte ich Dir für alles danken, du bist einfach wundervoll und ich liebe Dich!

    Wie Ihr seht, war in uneren ersten Monaten nicht viel Zeit für Verliebtheit, dafür haben sie uns ungemein zusammengeschweisst und wir konnten schon früh entdecken, dass wir auch die Tiefen des Lebens zusammen meistern können!

  6. #6
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    4.Kapitel: Gespräche übers Heiraten oder Wie ich Easy jeden Versuch eines romantischen Antrags versaute...

    Ja, Easy tut mir manchmal arg Leid, er ist auch echt gestraft mit mir.... Ich bin manchmal einfach zu... rabiat? Spontan? Alles Mögliche, nur nicht leicht zu durchschauen....

    Wie ich ja schon schrieb, verbrachten wir 7 Wochen zusammen, die uns zusammengeschweisst hatten... eigentlich stand für mich da auch schon fest, dass er der Mann fürs Leben ist... aber ich habs mir mal wieder so direkt nicht eingestanden...
    Eines Abends lagen wir jedenfalls kuchelnd vorm Fernseher und unsere Katzen hüpften um uns herum. Easy fragte mich dann jedenfalls, was ich vom Zusammenziehen und Heiraten halten würde.... und ich Trampel nehm ihm laaaaaaaaang und breeeeeeeit auseinander: erstmal will ich mein Studium hinter mich bringen, dann dieses und jenes noch, und DANN können wir drüber reden.... typisch ich halt.... dieses Gespräch hatten wir in dieser Art dann noch ca. 2 oder 3 mal.... Armer Schatz... dabei liebte ich ihn da doch schon so sehr... aber die Vernunft, die Vernunft....

    Jedenfalls gingen die sieben Wochen auch irgendwann zu Ende und ich musste wieder zur Arbeit und damit nach Ingolstadt. Und JETZT wurde mir erst RICHTIG bewusst, wie sehr er mir fehlte.... Am liebsten wäre ich direkt wieder zu ihm gefahren....
    Wie ich später erfuhr, beschloss Easy mir, die Zeit zu lassen und grübelte unterdessen nach, wie er mir nach Studienabschluss einen besonderen Antrag machen könne.... und ACHTUNG: hier komme wieder ich, ich manchmal seeehr unromantische Nuss....

    Mir gings natürlich immer wieder im Kopf rum, dass er mich ja eigentlich schon gefragt hatte, aber noch keine definitive Antwort hatte... und das wollte ich so nichtmehr stehen lassen, vor allem, weil ich unterdessen ja schon längst entschieden hatte, dass meine Antwort JA heisst.....
    Und eines Sonntags Morgens im ICQ bewiess ich mein volles Programm an Romantik und eröffnete ihm: Also, wenn du mich immernoch heiraten willst, dann sag ich JA!
    Ich sag Euch, ich bin die Romantikerin vor dem Herren * kopfschüttel*
    Er freute sich natürlich und wir telefonierten ersteinmal lange... Er wollte aber trotz dieser Wendnung noch einen richtigen Antrag machen, war aber dafür, dass wir meinem Verlobungsring gemeinsam aussuchten... DAS war ein Fehler * lach *
    Er musste SCHON WIEDER unter mir leiden!

    Das nächste Mal, als wir uns sahen, tingelten wir von Juwelier zu Juwelier und mir wollte einfach rein garnichts gefallen... aber er hielt tapfer durch.... Nachdem wir dann alle Schmuckläden- und abteilungen Hanaus besichtigt hatten und nicht fündig wurden, war unsere letzte Hoffnung ein Gothicladen.

    Und siehe da: Hier lag ER und passte genau... Easy strahlte erleichtert, ich strahlte glücklich und die Verkäuferin freute sich, ihre Kasse bedienen zu dürfen.
    Und nun lag er da, der Ring, mitten auf dem Verkaufstisch und er lag da und lag da.... Easy war jetzt wohl doc nervös geworden, bzw. suchte nach den richtigen Worten... Aber wie solls anders sein? Die Verkäuferin und ich vermasselten es im dynamischen Duo....
    Wie gesagt: Der Ring lag und lag da.... Easy schien verwirrrt, ich war verwirrt, die Verkäuferin war verwirrt.... und fragte letztendlich: und wer nimmt nun den Ring?
    Nachdem Easy immer noch nicht aus der Erstarrung/wortsuche aufgewacht zu sein schien, nahm ich ihn halt einfach selber.... worauf Easy dann schon traurig reagierte, verständlicher Weise... aber auch das haben wir hinbekommen und sind zur Feier des Tages schön essen gegangen.Auf der Ronneburg übrigens, weil für uns stand sofort fest: Wir wollen nicht „normal“ heiraten, sondern mittelalterlich, schliesslich auch ein Hobby, was uns verbindet! Und was liegt da näher, als die Ronneburg, die eh keine 30 km entfernt ist! Als hätt ich das damals schon geahnt....

  7. #7
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    5.Kapitel Ostern- oder wie Easy schon wieder ein Strich durch die Rechnung gemacht wurde!

    Ich konnte natürlich nicht an mich halten und musste meine Eltern sehr schnell über unser Vorhaben informieren, sie freuten sich sehr! Ausserdem eröffneten sie uns gleich, dass sie uns die Feier und mein Kleid schenken.... Sie waren auch sehr angetan von der Idee, es mittelalterlich anzugehen...
    Jedenfalls fuhren wir Ostern 04 zu meinen Eltern und Easy wollte nochmal offiziell um meine Hand anhalten. DIESMAL bin aber nicht ICH schuld, dass es so nicht geklappt hat....
    Wir kamen also an und hatten einen sehr netten Nachmittag mit meiner Mutter, mein Vater war noc auf Geschäftsreise und wollte dann ab Abend nach Hause kommen. Also wartete Easy natürlich.
    So, mein Vater kam also Abends nach Hause und wie es so ist, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm und man kann durchaus erkennen, dass ich die Tochter meines Vaters bin....
    Also gut, mein Vater kam also von seiner Geschäftsreise nach Hause und anstatt erstmal abzuwarten, präsentierte er uns voller Stolz die Hochzeitsmappe des Schlosshotels, wo er die Nacht vorher verbracht hatte... unter diesen Umständen war es dann nahezu witzlos, dass Easy sein Programm durchzog.... fand übrigens auch meine Mutter, die sich schon sooooo gefreut hatte...

    Ich kann wieder nur sagen: Armer Schatz! Und ich liebe ihn einfach, weil er es dennoch mit mir aushält!

  8. #8
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    6.Kapitel Die Wahl der Location

    Eigentlich war die Wahl ja schon lange auf die Ronneburg gefallen... aber mein Vater hatte ja nen neuen Einfall gehabt... Die Ronneburg hat halt kein Hotel mit bei, das Wasserschloss schon...

    ok, das kann ich ja verstehen, aber mit Chemnitz verbindet uns einfach so garnichts, geschweige denn, dass einer von uns schonmal da war. Mal abgesehen davon müsste nicht nur die Hälfte einmal durch Deutschland fahren, sondern gleich einmal alle.... ABER wir sind ja prinzipiell offen und schaun uns das Ganze via Prospekt an.... sehr schöner Saal, definitiv, aber ich find die Säulen, die alle 3 Meter stehen doch eher störend....
    Meiner Eltern sind allerdings nicht von der Ronneburg begeistert, sie kennen aber ebenfalls nur Fotos...
    Also beschliessen wir kurzerhand Pfingsten alle gemeinsam auf der Ronneburg Essen zu gehen und den Saal anzuschaun. Ausserdem könnten sich so die Eltern auch mal kennenlernen.
    Geagt getan....

    Es war ein WUUUUUUNDERSCHÖNER Sonnentag, da hätte jede noch so kaputte burgruine traumhaft gewirkt.... die Ronneburg erstralte jedenfalls im vollen Glanze und meine Eltern und meine kleine Schwester waren beim Anblick von draussen erstmal sprachlos!
    „Wie schön, das wirkt ja gaaanz anders wie auf den Fotos“ Ach neeee....
    Jetzt hatten wir noch a weng Zeit, da es noch net der Uhrzeit entsprach, wo wir den Tisch reserviert hatten... also haben wir schonmal durchs Fenster in den Saal gelinst...Der Saal ist für bis zu 250 Leute ausgelegt und was sagt mein Vater: Na, wenn der mal nicht zu klein ist! Wir feiern doch „nur“ mit ca. 90 Gästen?!?
    Dann sind wir jedenfalls hoch ins Hauptrestaurant spaziert und wurden sehr herzlich empfangen (wurden wir bisher immer, was also kein Sonderservice wegen Probeessen).
    Auf die Weinprobe verzichteten wir wegen Autofahrt und heissem Wetter aber allerdings alle.
    Uns wurden gleich erstmal die Hochzeitsordner mit den Menüs, Büffets, Torten, Deko etc herbeigeschleppt und wir vergruben uns alle darin. Während unsere Mütter sich für ene Blumendeko entschieden, diskutierte ich mit meinem Vater über die Getränke und er machte sich eifrig Notizen. Dann kam unser Essen, und selbst meine gaumenverwöhnten Eltern waren begeistert von der Kochkunst. Meine Mutter meinte dann auf einmal: Aber eine GAAANZ NORMALE Hochzeitstorte wäre schon schön!
    Hatte ich nichts gegen, aber als ich dann nach dem Essen die Preise sah, schluckte ich schon ganz schön.... Mein Vater schaute mir dabei über die Schulter und zeigte mir immer die allerteuersten: Schau mal, DIE ist doch schön! So konnte ich mir ruhigen Gewissens eine Dreistöckige aussuchen, die so im Mittelklassepreis lag. Nun stiess dann auch der Wirt zu uns, um in Verhandlung zu gehen.
    Mit meinem Vater haben sich da zwei Kaufleute getroffen, die sich herrlich verstanden und auf einem humorvollen Level handelten, als würden sie auf einer Viehauktion sein. Ich lag fast lachend unterm Stuhl, Easy gings da nicht anders. Jedenfalls war Essen, Getränke, Torte, Saal schnell durch und festgemacht. Zu guter Letzt buchte mein Vater noch nen Herold im Vollprogramm dazu, den hatte ich mir schon gewünscht, aber weggespart! Ich freute mich umsomehr.
    Als der geschäftliche Teil dann erledigt war, eroberten unser beider Familien den Festsaal.
    Mein Vater: Der hat doch die richtige Grösse!
    Meine Mutter: Cool, hier können wir rictig Party machen!
    Nachdem also auch da unsere Pläne Zustimmung fanden und meine Eltern doch recht angetan waren, war Ronneburg also fix!

    So, jetzt wollten wir es uns nicht nehmen lassen, ihnen auch noch unser Standesamt zu präsentieren. Also alle rein in die Autos und nach Schloss Philippsruhe.
    Wir Damen wurden von den Männern direkt vorm Tor ausgeladen, während sie Parkplätze suchen fuhren... erster Kommentar von meiner Mutter: WOW, meine Schwester starrte ehrfürchtig.. Seine Mutter kannte es ja schon ;-)
    Weiter meine Mutter: HIER müsen wir UUUNBEDINGT Fotos machen!!!
    Wird gemacht, Cheffin!

    Wir sind dann vorgeschlendert und wie es der Zufall so will, war das Trauzimmer versehentlich auf und wir konnten es uns nun live und in Farbe anschauen... HERRLICH!
    Als mein Vater dann kam, erkannte das Personal ihren Feaux Pas und mein Daddy konnte das Trauzimmer nurnoch durch die Türe anschaun, war trotzdem schön!
    Nach einem kräftigendem Kaffee sind unsere Eltern dann jedenfalls wieder in die Heimat abgedüst und wir genossen den Ausklang des Abends und waren sehr froh, sie überzeugt zu haben.

  9. #9
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    7.Kapitel Musik liegt in der Luft

    Schrwwwweeeres Thema, SEHR schweeeeeres Thema... An Easy ist nämlich ein Musikkritiker verloren gegangen und ich leide unter körperlichen Schmerzen, wenn Musik nicht klingt, wie sie klingen sollte... Ausserdem sind wir beide der Meinung, dass auf einer solchen Feier Konservenmusik nichts zu suchen hat, besonders wenn wir ansonsten mittelalterlich feiern....
    Es muss also eine erstklassige Band sein, und das aus dem Mittelalterbereich... Stimmt, die gibt es in Deutschland an JEDER Strassenecke... oder eben auch nicht.... Also sammelten wir mal wild drauf los und behielten letztendlich ganze 5 Bands deutschlandweit übrig.... und ob wir DIE bezahlen könnten? Is so ne andere Frage.....
    Wir hatten da also auf dem Zettel stehen: Die Streuner, Spectaculatius, Discissimus Fogelfrey, Duivelspack (aber nur so am Rande) und die Irrlichter, wobei letztere schon direkt wieder ausschieden, da ihr Musikprogramm zu kurz war. Bei Spectaculatius könnte es jetzt einem sorgsamen Leser dämmern: DENN es war die erste Mittelalterkombo, die wir gemeinsam erleben durften. Also Kontaktaufnahme... preislich zu unserem GROSSEN Erstaunen absolut ok, Termin schien auch erst kein Problem zu sein* jubel * aber dann das klärende Telefonat.... an dem Wochenende haben sie schon einen Auftritt und könnten, wenn überhaupt, bis max. 23 Uhr spielen..... Damit schieden sie leider aus.... ich forschte nebenher weiter nach Bands, die vielleicht nicht soooo bekannt sind und nahm ausserdem Kontakt mit Duivelspack auf.... Was soll ich sagen, ein einmalig freundlicher Kontakt, super Preis, nette Leute, Spitzenmusik, spielen so lange wir wollen, notfalls bis morgens um 5 und das nicht für Extrageld. Also haben wir das relativ schnell gefixt und dann im September bei dem oben schon einmal erwähnten Markt die letzten Vertragsänderungen mit ihnen besprochen. Zu dem Zeitpunkt war gerade ihre neue CD rausgekommen, die ich dort eigentlich kaufen wollte, aber sie schenkten uns die einfach, fand ich total nett! Jedenfalls freuen wir uns wahnsinnig darauf, dass das Duivelspack uns die Ehre erweist, unsere Feier mit ihren Künsten zu bereichern!

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