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Thema: ⫸ Leenes Tagebuch

15.12.2017
  1. #1
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    Zu einer gelungen Feier gehört eine gute Vorbereitung. Und schön soll sie ja werden, unsere Hochzeit. Wenn ich gewusst hätte, was da so alles auf mich zukommt, hätte ich nein gesagt. Ich bin schon fast naiv an die ganze Sache ran gegangen, so nach dem Motto: Gehe über Los, ziehe ein bezahlbares Kleid für Sie und einen Anzug für ihn ein. Bestelle ein paar schöne Blumen, miete eine Kneipe, lade alle Freunde ein und schmeiß ´ne große Party. Aber das Motto lautet wohl eher: Gehe über Los, lass Dich von allen Brautausstattern tot quatschen (alles muss harmonisch auf einander abgestimmt sein…), nerve sämtliche Herrenausstatter der Stadt mit Sonderwünschen und lande mit einem Nervenzusammenbruch in der Klapper! Man bzw. Frau hätte ja im Leben nicht gedacht an was man alles denken und organisieren muss. Und wenn bis jetzt keine Toten und Verletzten zu vermelden sind, dann bestehen gute Chancen bei der Auswahl der Ringe und der einzuladenden Gäste, Opfer zu beklagen. Auch die eine oder andere Hänselei von Freunden und Verwandten muss man geduldig über sich ergehen lassen.


    03.01.05

    Nachdem wir uns nun schon seelisch und moralisch darauf eingestellt haben, dass wir dieses Jahr heiraten werden, wollen wir uns auch gleich an die Vorbereitungen der Vorbereitung machen. Einen Termin haben wir noch nicht, aber es soll im Sommer sein. Möchte ja im Kleid heiraten und nicht im Pelzmantel. Da nun auch der eine oder andere von unserem Plan Wind bekommen hat, werden wir mit Fragen bombardiert wann denn das große Fest stattfindet. Gute Frage! Achselzucken ist angesagt. Kommt Zeit…
    Deshalb beschließen Hase und ich mal durch die Stadt zu bummeln und Inspirationen zu sammeln. Gute Idee! Also Stiefel an und los! Schließlich wohnen wir ja mitten in der City und frische Luft tut auch mal gut.
    Als erstes steuerten wir den Juwelier K. im Ritterhaus an. Wir haben uns ein paar schöne bis fantastische Exemplare angeschaut, aber irgendwie können wir nicht so richtig zu einander finden, was den Geschmack der Ringe betrifft. Hmmm… iss ja auch noch Zeit, tröste ich mich insgeheim und bin ein wenig enttäuscht. Bei den Preisen wollte ich erst einmal eine Ohnmacht vortäuschen. Aber Hase hat alles im Griff, selbst mich und so ging es dort glimpflich auch ohne Notarzt ab.
    Danach zu Foto F. und Brautausstatter. Mal sehen was sie so zu bieten haben.
    So richtig habe ich ja keine Vorstellung, was mein Kleid betrifft. Es soll weiß sein, das ist mir wichtig und schlicht soll es sein. Bin ja keine 20 mehr und pompös ist nicht meine Welt. Die Auswahl der Kleider dort ist eher übersichtlich und was den Preis betrifft, na sagen wir mal gewöhnungsbedürftig. Ich bin die Reihe in meiner Größe abgelaufen, aber ich fand nichts, was mir nur annähernd gefallen hätte. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten.
    Auf meine Frage, ob man denn auch Kleider ausleihen könne, antwortete die gute Frau: „Grundsätzlich ja, aber… keine Kleider dürfen geändert werden. Alle Kleider haben >Standartmaße< von 1,80m und wenn wir die auf ihre Größe ändern, kann ich das nicht mehr verkaufen.“ Sie schaute mich abschätzend an. In Gedanken maß sie mit dem Zentimetermass meine 1,63m ab. Bitte?! Was soll das denn? Welche Frau in Mitteleuropa ist ca. 190 groß und hat auch noch Standartmaße? Ich hör´ wohl nicht richtig. Während ich innerlich um Fassung rang, blieb ich äußerlich ganz ruhig und fragte freundlich ob es denn Kataloge gibt. Vielleicht lässt sich ja dort was Schönes finden. Aber auch da blieb das Geschmackserlebnis schlecht hin, aus. Beim durchblättern zog ich dann gerade mal eines in Betracht und fand leider keinen Preis. Dann kam der Hammer. Die gute Frau wollte mich unbedingt explodieren sehen, hatte ich das Gefühl. „Ich kann das gerne für Sie bestellen. Aber wenn sie das Kleid jetzt aussuchen, dann müssen Sie es auch nehmen!“ Wie jetzt? Ohne anprobieren??? Woher soll ich bitte wissen, ob es mir steht? Ich gebe doch nicht ein Vermögen für ein Kleid aus, in dem ich aussehe wie abgerissen. Ich fange an zu pumpen wie ein Maikäfer und muss mich echt beherrschen. Was hat die denn genommen? Das ist ja wohl die Höhe! Das will ich auch! Vielleicht ist es ja dann erträglich, was sie so von sich gibt. „Am 05.02.05 ist doch Hochzeitsmesse. Schauen Sie doch da mal. Dann können sie ja wiederkommen. Aber lassen sie sich nicht zu lange Zeit. Schließlich sind sie nicht die einzigen, die im Sommer heiraten, und im Frühjahr sind alle schönen Kleider raus.“ Ja, danke! Guter Tipp! Das werden wir wohl machen. Aber sie wird mich hier definitiv nicht wieder sehen. Frage mich, wie sich so ein Geschäft halten kann?! Ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit! Als wir draußen waren, lachte Hase erst mal und ich dachte: So, nun ist es soweit. Hase dreht am Rad und ich bin auch schon kurz vor einem mittleren Anfall! Wir schauten uns beide an und konnten soviel Dreistigkeit kaum fassen.
    Um es komplett zu machen, 50m von uns- das Standesamt. Schön, die haben noch auf! Also nichts wie hin! Im Zimmer 106 angekommen, fragte die nette Dame was sie für uns tun kann. Hase: „Wir wollen heiraten!“ Sie: „Schön für Sie! Aber nicht heute und nicht bei mir! Wann soll es denn sein?“ Schulterzucken unsererseits und ratlose Blicke uns gegenüber. Hmmm… Sie erklärte uns was alles nötig ist und die Modalitäten und so kommen wir nun der Sache etwas näher. Na bitte! Wenigstens ein Erfolgserlebnis! Wir einigen uns auf den 27.08.05 und wollen gern die letzten sein, also 13.00 Uhr. Leider können wir den Termin nicht gleich festlegen, denn das geht frühestens am 28.02.05, ein halbes Jahr vorher. Schade eigentlich, wo wir doch schon mal da sind. Auf jeden Fall sind wir uns in dem Punkt mal einig. Hat doch was.
    Abends mit meiner Uta telefoniert und ihr erzählt, was wir für tolle Sachen erlebt haben. Meine Uta ist die beste! Sie hatte die genialste Idee überhaupt. Internet. Na klar. Warum bin ich da nicht selbst drauf gekommen? Aber heute habe ich vom heiraten erst einmal genug. Das mache ich dann morgen.


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  2. #2
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    04.01.05

    Nach dem wir nun gestern den Anfang gemacht haben, wollen wir uns jetzt richtig ins Zeug legen. Wir haben für heute Mittag 13.00 Uhr einen Termin bei Uwe im Palais S gemacht, einem Bekannten von uns, um mal abzuchecken, ob wir dort unsere Hochzeit feiern können.
    Wir haben ja wie schon erwähnt, noch keine genauen Vorstellungen, wie was abzulaufen hat. Hauptsache keinen Stress und eine schöne Feier im Kreise unserer Familien und Freunde und genug zu Essen und Getränke. Einige schlucken ja ganz schön was weg! Uwe der Vollprofi stellte uns Fragen die sich selbst mit den klitzekleinsten Kleinigkeiten beschäftigten, über die wir uns wie gesagt noch keine Gedanken gemacht haben. Ratlosigkeit machte sich für eine Mikrosekunde breit. Aber Uwe hatte alles unter Kontrolle. Er unterbreitete uns einen echt gelungenen Ablauf und wir waren beide total begeistert. Danke Uwe! Wenn wir Dich nicht hätten. Wahrscheinlich würde Leene die Hälfte vergessen und zu ihrer Hochzeit völlig aus dem Häuschen sein. Nach dem alle Details besprochen waren, unterhielten wir uns noch und kamen auf den gestrigen Tag zu sprechen. Uwe empfiehlt mir einen Brautausstatter in der Lauchstädter Straße. Sie sei die beste und so beschloss ich, gleich im Anschluss mal dort hin zu fahren. Und was soll ich sagen? Sie ist die beste. Allerdings auch ihre Preise. Dafür fühlt man sich bei ihr gleich super wohl und mit ihrer netten beruhigenden Art schafft sie es alle Zweifel, Bedenken und Sorgen aus der Welt zu schaffen. Zurück im Auto, erst mal eine rauchen und überlegen welche Bank demnächst fällig ist und daran glauben muss. Nee, so geht das nicht! Da fällt mir ein, dass in Dölau auch ein Geschäft dieser Art existiert und so quält sich Leene 15.30 Uhr durch den dicksten Feierabendverkehr durch ganz Halle zu Frau S. nach Dölau. Nach ewiger Sucherei finde ich schließlich das besagte Geschäft und treffe Frau S. an. Mittlerweile völlig entnervt und dem Zusammenbruch nahe schildere ich ihr verzweifelt mein Problem und Frau S. reagierte souverän und verständnisvoll. Sie versorgte mich ordentlich mit Prospekten und Katalogen für Braut und Bräutigam, so dass ich eine Weile beschäftigt sein werde, um alles durchzuackern. Danke Frau S.! Sie haben mich vor dem Suizid und mein Kind vor dem tristlosen Dasein als Halbwaise gerettet! Sie kam mir in allen Punkten sehr entgegen, aber irgendwie konnte ich mich noch nicht entscheiden. Wieso in Gottes Namen muss ich Anfang Januar schon wissen, was ich Ende August für ein Kleid tragen möchte?! Bis vor 10 Tagen wusste ich noch nicht einmal das ich heirate. Als ich das Geschäft verließ war es bereits dunkel. Hoffentlich hat meine Familie noch keine Vermisstenanzeige aufgegeben und die Polizei noch keine Fahndung rausgeschickt. Schließlich bin ich seit mehr als 4 ½ h unterwegs. Aber weit gefehlt! Die Kinder haben mich nur unwesentlich vermisst und Hase war Feldherr am PC. Na Super! Heirate ich alleine, oder was?
    Nachdem die Kinder im Bett verschwunden und wieder Ruhe ins Haus und die Gemüter eingekehrt waren, setzten wir uns ans Internet und schauten alle Brautseiten hoch und runter. Hase klickte einen Link an und das war der Link meines Lebens sozusagen. Superschöne Kleider und alle zu einem absolut bezahlbarem Preis. Ich war vor Freude völlig aus dem Häuschen. Soviel Glück konnte ich kaum fassen und dass musste unbedingt mit meiner Uta geteilt werden! Hase wurde ab sofort aus dem Zimmer verbannt und durfte Fußball schauen. Das mir, wo ich doch sonst so gar nicht für diesen Sport zu haben bin und meine Toleranzgrenze recht niedrig angesiedelt liegt. Aber das ist ja nun wirklich eine reine „Frauensache“ wo er nicht einmal Anhörungsrecht besitzt. Maulend und neugierig zog er von dannen. Komisch, an jedem anderen Tag hätte er sich überschlagen, bei diesem Angebot meinerseits. Wir schauten beide, sie bei sich, ich bei mir im Netz nach geeigneten Kleidern und dann stellten wir uns die Frage, wo dieses Geschäft zu finden sei. Wir fanden dann auch gleich die Anschrift und das war dann wie Weihnachten und alle Feiertage auf einen Tag. Der Brautausstatter ist in einem Nachbarnest von Uta. Da müssen wir hin. Das ist beschlossene Sache! Uta wurde auch gleich in Sachen Brautkleid aktiv und telefonierte wie blöd.
    Nun habe ich einen Termin für den 07.01.05 und kann es kaum noch abwarten dort hin zu fahren. Ach, heiraten kann auch spannend und sooo schön sein.

  3. #3
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    07.01.05

    Heute ist der große Tag! Ich fahre nach H. um mir ein Kleid auszusuchen. Na ja, zumindest erst mal schauen und fragen, was so drin ist.
    Da ich aber noch sooo viel Zeit habe, könnte ich auch gleich mal wegen Brautsträußen schauen. Ich brauche Kostenvoranschläge und evtl. einige Vorlagen.
    So zog Leene los, voller Elan, guter Laune und mit Spannung die ein ganzes Elektrizitätswerk hätte brauchen können. Zuerst fuhr ich zum Reileck zu meinem Lieblings-Blumenladen. Aber auch in Sachen Brautstrauß bin ich komplett blauäugig gewesen. „Gaaanz wichtig ist zu wissen, was Sie für ein Brautkleid haben und für die Autodeko brauchen wir ein Foto, damit auch alles harmonisch auf einander abgestimmt ist.“ Himmelherrgott noch mal! Isch abe gar kein Brautkleid! Und erst recht kein Foto! Warum sind alle auf dem Harmonietripp? Das wird kein Staatsempfang, sondern die Hochzeit von Hubertus und Leene.
    Die Verkäuferin legte mir einen Katalog hin mit lauter schönen Sträußen. Hmmm… und das wo ich doch immer so Entscheidungsfreudig bin. Was nu??? Habe mich ganz spontan für Rosen entschieden. Lachsfarbene Rosen sind meine unschlagbaren Favoriten. Und die abfließenden Sträuße haben mir am besten gefallen. Also nehmen wir die. Ich verlangte von allem, also incl. Tisch -und Autodeko Wurfstrauß etc. pp., einen Kostenvoranschlag. Du meine Güte! Ich wollte nicht den Laden kaufen! Paranoia macht sich breit und ich vermute dass alle nur auf unser Geld scharf sind. Aber was soll´s, meckern nützt nichts und so ziehe ich von hinnen voller Harmonie beflügelt zum Auto und ab nach H.
    Gott sei`s gedankt, getrommelt und gepfiffen, ich bin zu früh! Denn was muss ich feststellen? Ich finde mal wieder die verdammte Straße nicht. Ich höre schon die Herren der Schöpfung: Typisch Frau! Dafür habe ich aber einen Mund zum Fragen! Auch typisch Frau. Hase würde sich lieber die Zunge abbeißen, oder weiter durch die Pampas irren. Als ich endlich ankomme ist es genau 15.30 Uhr. Perfekt! Suuuperpünktlich. Leene ist enorm stolz auf sich.
    Der Hund im Zwinger zerfetzt sich fast und ich bin doch heilfroh, dass ich heute nicht sein Abendmahl bin. Puh, wenn der mal losgelassen… ich darf gar nicht dran denken und verschwinde nach drinnen. OOOh, so viele Kleider! Auweia, das kann sich nur um Wochen handeln. Da komme ich nie zu einem Ergebnis! Schneller als ich mich versehe stecke ich in einem Kleid. Moment mal! Eigentlich wollte ich doch nur erst mal schauen und meine Fragen loswerden. Na was soll’s! Ich probierte ungefähr 10 Kleider an und konnte mich mal wieder nicht entscheiden. Diesmal muss es die arme Frau sein, die gleich kollabiert, dachte ich so vor mich hin. Hinter mir hing ein Kleid auf einer Puppe, das mir so nicht gefiel. Aber als wir nach 1 Stunde immer noch kein Stück weiter waren, schlug die Verkäuferin vor, mal dieses anzuziehen. Ich weigerte mich mit Händen und Füßen, aber ich tat ihr dann doch den Gefallen. Das gibt es doch nicht! An mir sah es ganz anders aus und genau in diesem Moment kam der Wow-Effekt. Das ist es! Das ist mein Kleid! Nichts war mehr übrig von ganz in weiß und schlicht. So bin ich… nun denn. Ursprünglich sollte ja auch ohne Schleier geheiratet werden. Aber ohne Schleier war die Harmonie futsch und so wird nun auch mit Schleier geheiratet. Hoffentlich ist mein Hase genauso begeistert wie ich. Wenn ich könnte, ich würde mich auf der Stelle selbst heiraten.
    Im Auto gingen dann die Brauthormone mit mir durch und ich musste erst mal vor Glück heulen. Sehr schön Leene! Wenn dich einer sieht, der liefert dich ein! Aber die Straße war Gott sei Dank Menschenleer.
    Erschossen vom anprobieren und von der Rückfahrt, bei der ich mich dann auch wieder verfahren habe ( die scheinen keine Wegweiser zu kennen), kam ich zu Hause an und konnte an nichts anderes mehr denken, als an mein Kleid. Ab heute bin ich Frau Braut! Jawoll ja!

  4. #4
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    29.01.05

    Ach wie schön, wir fahren zu Schwiegermami. Was für eine Freude, nur nicht für mich. Sorry aber die Begeisterung hält sich jedes Mal (wahrscheinlich auf beiden Seiten) extrem in Grenzen. Wir sollen die Einladungskarten für ihren 70. Geburtstag basteln und noch mal die Einzelheiten besprechen. Gute Gelegenheit sie auch gleich über unsere Heiratspläne aufzuklären. Immerhin ist sie sowieso schon die letzte, die davon erfährt und dumm sterben lassen geht ja schlecht, denn unsere Kinder und ein paar Verwandte könnten genauso bei der Bild beschäftigt sein, was die Verbreitung von Neuigkeiten betrifft. Na die wird sich was freuen! Sehe es schon bildlich vor mir, wie sie Freudentänze aufführt.
    Bevor wir bei Lisa eingeritten sind, fuhren wir noch zum Standesamt, um Hase seine Papiere für das Standesamt in Halle zu besorgen. Das wäre somit auch komplett erledigt, denn meine sind bereits vollständig, bis auf Flo´s Geburtsurkunde.
    Schnell noch bei Lidl zwei Flaschen Sekt gekauft und auf in den Kampf geträllert. Wir dachten uns, aus gegebenem Anlass wäre ein Sektfrühstück eine schöne Sache. Aber Lisa musste sich erst mehrmals bitten lassen mit uns Sekt zu trinken. Wie alte Leute so sind kam die ganze Litanei von Krankheiten und vorgeschobene Gründe, warum sie ausgerechnet heute keinen Sekt verträgt. Hase verleiert die Augen und ich schalte derweil mal auf Durchzug. Schließlich hat der Mensch zwei Ohren…
    „Wir erheben unser Glas… weil wir heiraten werden!“ Punkt. Ich gebe ja zu, ein wenig diplomatischer bzw. einfühlsamer hätte Hase es ja anbringen können. Aber so iss er nu mal, der Mann. Immer geradeaus und Zielorientiert! Vor Schreck stellte sie das Glas ab und schaute erst zu ihm, dann zu mir um zu überprüfen, ob wir sie veralbern wollen. Als sie merkt, das ist hier kein Spaß, wird sie kreidebleich und antwortet: Seid ihr total bescheuert? Also bitte, ja!? Ich kann mich vor Lachen kaum noch senkrecht halten und Hase schlafen sofort die Gesichtszüge ein, bevor sie entgleisen. Na wusste ich es doch. Steile Begeisterung. Die einzige die jetzt Spaß hat ist Leene. Nein, wie gemein von mir! Aber egal, Sympatiepunkte schenken wir uns.
    Auf Hase`s Frage, wie er das verstehen soll, antwortete sie, dass kein Mensch mehr heiratet. Das ist doch völlig unmodern. Oh, das muss komplett an mir vorbei gegangen sein, dass Lisa mit der Mode geht… Sie saß still auf ihrem Stuhl und blickte stupide vor sich hin. Wir schauten sie an und harrten der Dinge, die da kommen würden. Irgendwann fragte sie wann es denn soweit sein soll. Wir sagten ihr das Datum und plötzlich wurde sie total hysterisch. Es stellte sich heraus, dass sie auch am 27.08. geheiratet hatte und dieses Jahr ihre goldene Hochzeit wäre. Hätte der liebe Gott und wer weiß nicht wer noch seine Finger im Spiel gehabt. Sie bestand aber auf ihre goldene Hochzeit und das sie nun ja nicht feiern könne. Es folgten Vorwürfe an meinen Hase und Dinge, die mit diesem Thema rein gar nichts zu tun haben, so das wir beschlossen, erst einmal das weite zu suchen, bis sie wieder klar wird.
    Wir schlenderten so durch Holzminden und bei der Gelegenheit stießen wir auf einen supergünstigen Juwelier. Wir griffen beide nach einem Ring, der uns gut gefiel. Wohlgemerkt gleichzeitig. Na so was! Es geschehen noch Zeichen und Wunder! Wir haben einen Ring gefunden, der uns beiden gefällt. Dann ist es beschlossen, diese Ringe werden unsere sein. Als wir zurück kamen saß Lisa immer noch wie versteinert und sagte keinen piep. Sie meinte ihr sei wohl vom Essen etwas übel und sie bräuchte einen Schnaps. Na Lisa, das Essen war es wohl eher nicht!
    Für uns steht auf alle Fälle fest, es wird geheiratet. Ob mit oder ohne ihren Segen. Und zwar genau an diesem Tag. Ob es nun ein gutes Omen ist, oder ein schlechtes? Egal, wir lassen uns die Vorfreude nicht vermiesen. Wichtig ist doch einzig und allein, dass unsere Kinder damit einverstanden sind und der Rest der Familie sich freut.
    Nicht mal danach hat sie gefragt. Es hat sie überhaupt nicht interessiert, was die Kinder dazu sagen. Vielleicht kommt das ja noch, wenn sie sich von ihrem Schock erholt hat.

  5. #5
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    05.02.05

    Hochzeitsmesse - hatte mir das ganze schon etwas aufregender vorgestellt. Aber so ist das eben, wenn man mit zu hohen Erwartungen rangeht. Es gab unheimlich viele Brautkleider und Zubehör, aber das, wonach ich gesucht habe, natürlich nicht.
    Wir sind ja eigentlich wegen Dekorationen dahin gefahren. Aber nichts war´s! Wenn ich nun schon mal da bin, kann ich ja zumindest nach Frisuren und Schminktipps schauen, dachte ich. Aber die Frisur war nicht so dolle und das Make-up einfach grauenvoll. Nein, da schminke ich mich lieber selbst. Ich sah aus wie Lady Horror! Weißer Lidschatten mit rot untersetzt. Graf Dracula hätte mich auf der Stelle geheiratet, da bin ich mir ganz sicher! Aber mein Hase??? Der hätte sich höchstens erschrocken.
    So bin ich dann einigermaßen enttäuscht nach Hause gefahren. Aber an Ideen mangelt es mir ja nicht und zum Glück gibt es ja noch Freunde und Verwandte, die auch gern helfen. Somit alles kein Problem.
    Für Hase war auch nichts Richtiges dabei, was die Anzugsordnung angeht. Bei den Preisen kann einem auch ganz schön übel werden. Komisch, alles konzentriert sich auf die Braut. Dass dazu ein Bräutigam existiert scheinen alle irgendwie zu vergessen.
    Es gab weder Schuhe für den Herren, noch nette Unterwäsche
    Ringe haben wir auch nicht gefunden. Obwohl, Aussteller für Ringe gab es wie Sand am Meer. Aber wir werden doch bei den Ringen aus Holzminden bleiben. Die waren einfach die besten.
    Gleich am Anfang hat uns ein DJ mehr als ein Ohr abgekaut. Ich dachte schon, der hört gar nicht mehr auf. Hilfe, war der anstrengend! Das ist auch so ein sensibles Thema- Musik… Mensch, was machen wir bloß? Möchte mich da gaaanz ungern auf Heinz-Rudolf verlassen. Sorry Heinz-Rudolf, aber ich will schon vorher wissen, was uns da erwartet. Von wegen Überraschung ist da äußerst schlecht. Aber da wird uns sicher auch noch etwas einfallen. Wenn die Band nicht so sauteuer wäre, so ein Ärger! Das hätte was, aber das ist einfach jenseits von gut und böse, was die Jungs verlangen. 1400 Euro… wir sind doch nicht die Familie Rockefeller!! Notfalls singen wir eben selbst. Wenn nachher alle im Koma sind fällt das eh nicht auf.

  6. #6
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    18.02.05

    Bin früh 10.00 Uhr mit Mario nach Leipzig dedüst, um die Schuhe abzuholen. Man, war das ein Stress! Erst komme ich nicht an Torstens Haus, weil sie die ganze Strasse dicht gemacht haben, und Umleitungs-Schilder sind in Halle Luxus. Als wir dann endlich in Leipzig waren, ging meine EC-Karte nicht. Na ganz toll! Wie soll ich nun heute Nachmittag mein Kleid anzahlen???
    Also, quer durch den Bahnhof zur Sparkasse- Hase schlägt mich tot, wenn er das erfährt. Aber ohne Moos… Dort an den Automaten, und- ein Wunder! Leene bekommt Geld. Sch… Automat von unten! Das ganze wieder Retour zurück zu Gabor. „Schuhe??? Ach ja. Leider hat meine Kollegin die Schuhe inzwischen verkauft.“ Neeein, bitte nicht! Tiiief durchatmen Leene! „ Ich habe die Schuhe noch eine halbe Nummer größer da, wollen sie die mitnehmen?“ Blöde Frage! Natürlich will ich das, mein Gott!!
    Ist doch völlig Wurscht. Sieht kein Mensch. Schuhe einpacken und raus. Man, ist das aufregend! Mario wollte gern noch zu Mc. Donald. Ich hatte ja auch noch nichts gegessen, wieso also nicht. Nach dem Essen war noch etwas Luft und nach Hause hätte sich nicht mehr gelohnt. Da haben wir uns gedacht, wir schlenkern mal so durch die Geschäfte. Tolle Idee – nur die Ausführung wie immer sehr chaotisch. Typisch Frau eben. Mario ist zu Eddie Bauer und ich zu Oersey. Da habe ich sogar eine weiße Tasche passend zum Braut-Outfit gefunden. Beim bezahlen fällt mir plötzlich auf: - meine Schuhe sind weg! Ach du Sch…
    Wo hab ich sie zuletzt gehabt??? Panik, Hiiiilfe! Wie eine angestochene renne ich zur Umkleidekabine, aber da sind sie nich! Mist! Verdammt noch mal, wo sind die Schuhe? Plötzlich fällt es mir wieder ein. Mc. Donald, unter dem Tisch. Wir sind ohne Rücksicht auf Verluste durch den Bahnhof gerannt, echt Actionreif das ganze. Jeder Regisseur hätte seine Freude gehabt. Die Rolltreppe haben wir 2 Stufen auf einmal genommen, war ´ne Glanzleistung! Das Ding fuhr ja. Zu Mc. Donald rein. Der Laden war auf einmal zum zerbersten voll. Na supi, dachte ich. Alle Leute weggerempelt und Himmel sei Dank, die Schuhe standen noch unter dem Tisch. Phu, war mir schlecht! Jetzt eine rauchen. Hmmm.. im ganzen Bahnhof Rauchverbot, so ein Mist. Na dann eben nicht. Ist eh gesünder. Aber mein Adrenalinspiegel wollte so schnell gar nicht sinken. So sportlich war ich seit Jahren nicht mehr unterwegs. Staune über mich selbst. Im Auto fanden wir das ganze dann schon wieder lustig. Na und lästern geht ja immer. Das darf ich zu Hause gar nicht erzählen. Hase denkt doch ich bin völlig durchgeknallt, auweia.

    Als ich aus Leipzig zurück war, hab ich gleich Flo in der Schule eingesammelt und der nächste mittlere Anfall stand mir bevor. Mein Sohn sah aus wie ein Schwein! Das darf doch jetzt nicht wahr sein. Lieber Gott, womit habe ich das nun schon wieder verdient?? Was habe ich verbrochen, dass ich ständig so gestraft werde??? Dabei sagte ich heute Morgen vor der Schule noch: „Kind, sau dich bitte nicht ein, wir fahren gleich nach der Schule zu Uta und das Kleid anprobieren. Keine Geländer mit der Jacke putzen und auch den Boden mit der Hose nicht wischen. Dafür gibt es bei Euch die Lieben Tanten mit den entsprechenden Gerätschaften, die zwar schlecht bezahlt werden, aber Du kriegst gar keine Kohle dafür! Also lass es einfach!“ Spreche ich chinesisch??? Mein Kind versteht meine Sprache nicht, ganz übel! Jacke und Hose sahen aus, wie bei den Kindern der 3. Welt. Völlig runter und verdreckt. So kann ich unmöglich zu Uta fahren. Ich schäme mich in Grund und Boden. Na wenigstens die Hortnerin war glücklich! „ Ich weiß ja wo Sie jetzt hinfahren!“ Ach wirklich? „Flo hat mir verraten das sie Ihr Brautkleid anprobieren. Das ist ja schön. Da kriege ich gleich eine Gänsehaut.“ Und schon standen der armen Frau Tränen in den Augen. So schlimm ist es ja nun auch wieder nicht. „ Flo hat gesagt, das es ihr Geheimnis ist, er darf nichts verraten“ Stimmt, voll korrekt. Warum sagt er es dann trotzdem? Jetzt stehen mir Tränen in den Augen, aber nicht vor Rührung, sondern weil ich gleich platze, vor Wut. Bin mir just in dem Moment nicht mehr ganz so sicher, ob ich den Knirps mitnehmen soll. Der ist ja schlimmer wie die Bild- Zeitung. Morgen weiß es sicher schon die ganze Stadt, inklusive meines Hasen. Aber zu spät. Jetzt muss ich doch erst mal nach Hause, den verdreckten Wurm in neue, saubere Sachen stecken und komme natürlich zu spät. Sorry Uta, ich weiß Du hasst Unpünktlichkeit, aber da ist nichts zu machen. Zum Bäcker wollte ich eigentlich auch noch. Das kann ich nun knicken.
    Gott sei Dank ist die Autobahn frei und ich kann Stoff geben. Ich war superpünktlich und extrem stolz auf mich. Das ist ein Tag, mehrere sportliche Leistungen und Erfolge an einem Tag. Ist ja kaum zu fassen. Bei Uta gab es erst mal mega legga Capu und doch Kuchen Ja und dann sind wir nach Hecklingen gefahren.
    Weil ich mir nicht mehr so sicher war, ob ich mein ausgesuchtes Kleid nehmen soll, oder nicht, habe ich erst einmal ein paar andere anprobiert. Die Dinger waren so geladen, das ich und die Verkäuferin ständig eine gewischt bekommen haben. Meine am Morgen frisch gewaschenen Haare standen in alle Himmelsrichtungen und ich sah aus wie ein wild gewordener Handfeger. Uta bekam vorher unsere Digi.-Kamera und spielte Paparazzie. War schon lustig. Ich kam mir vor wie ein Model. Rein in die Klamotten, raus aus den Klamotten. Aber es war nicht das non plus ultra. Also bleibt es bei meinem Kleid. Uta fand es Hammerhart. Na denn… Flo ging in der Zeit auf Diamanten-Jagd. Plötzlich war er nicht mehr gesehen und gehört. Als ich nach ihm rief, schob er die Kleider mit beiden Armen auseinander und lugte am Boden zwischen den Kleidern durch. Wie niedlich! Ok, alles in Ordnung, weitermachen! - Kind ist beschäftigt. Da schleppt man sich mit Spielzeug ab, was dann nicht gebraucht wird. Was soll´s! Nun bin ich mir aber sicher, dass meine Wahl die richtige war und bin nun doch auch ehrlich gerührt. Kann mich aber beherrschen und hab´ meinen Körper inklusive Hormone unter Kontrolle und breche nicht in Tränen aus.
    Im Auto wollten wir uns gleich mal die Fotos anschauen. Uta hat zwar fotografiert wie ein Weltmeister, aber Fotos waren eher wenig drauf. Nanu? Wo sind sie hin??? Alle weg. Na ja, die meisten… Aus denen die noch erhalten geblieben sind, lasst sich was machen. Arme Uta, jetzt bitte nicht auch Du noch weinen. Iss wirklich nicht schlimm. Sie weint nicht, Gott sei Dank. Aber ärgern tut sie sich doch! Ich muss mir ganz ernsthaft das lachen verbeißen und versuche sie aufzubauen, mit minimalen Erfolgen. Schade, dabei ist es echt nicht tragisch, weil wir doch noch mal zur Anprobe fahren. Vorher gebe ich ihr einen Crash-Kurs im Fotografieren.
    Auf dem Rückweg, beim Autofahren, merke ich als ich die Kupplung trete, dass mich irgendwas im Schuh drückt. Wahrscheinlich ein Stein, denke ich mir. Aber wo soll jetzt plötzlich ein Stein herkommen? Verdammt, tut das weh. Bei Uta hab´ ich dann gleich nachgeschaut. Ich dachte ich werde nicht wieder. In meiner Strumpfhose steckt eine Abstecknadel!! Was soll das denn???
    Und als ich dann später meinen Schuh untersucht habe, fand ich noch eine zweite, die hochkant im Schuh steckte. Na Klasse! Vielen Dank auch.

  7. #7
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    28.02.05

    Jippiiiiie! Es hat geklappt. Man, bin ich froh, dass es jetzt amtlich ist. Unser Termin am 27.08.05 steht. Wir werden genau an diesem Tag den Bund der Ehe eingehen. Wie das klingt… Aber ich freue mich wahnsinnig. Nun kann es ja endlich losgehen, mit der Einladungs-Schreiberei. Nur Schade, das unsere Vorlagen hin sind und wir jetzt alles neu machen müssen. Vielleicht finden wir sie ja doch noch wieder. Falls nicht, ich habe ja noch eine andere Idee, bloß Hase davon zu überzeugen, ist gar nicht so einfach.
    Wir sind gleich früh 9.00 Uhr dort gewesen. Eigentlich schon eine ¼ Stunde früher, damit wir auch nur den Termin bekommen. Wichtig war uns ja nicht nur das Datum, sondern auch die Uhrzeit von 13.00 Uhr. Kurz vor 9.00 Uhr wurde es auch belebt. Alle die später kamen waren plötzlich vor uns an der Reihe. Ist ja putzig, zu mir hieß es am Telefon, Termine werden nicht vergeben. Warum müssen wir dann länger warten, obwohl wir früher da waren? Ich klopfte an einer Zimmertür. Als ich ins Zimmer will werde ich sehr unhöflich angeherrscht, ich solle gefälligst draußen warten, wir werden aufgerufen. Das sind ja Truten, So was Unfreundliches… Da bekomme ich sofort schlechte Laune. Also bin ich wieder raus und habe mit Hase ganz brav gewartet. Es dauerte aber nicht lange, bis am anderen Ende vom Flur die Tür aufging und wir hinein gebeten wurden. Nur gut, denn Hase muss dringend auf Arbeit zu einer Dienstberatung. Die Dame schien auch mit dem falschen Bein zuerst aufgestanden zu sein. Ich brauchte noch die Geburtsurkunde von Florian. Auch das war Teil meines Telefonates, als ich mich erkundigt habe, ob man für die Reservierung der Eheschließung einen Termin vereinbaren könne. Mir wurde gesagt, ich kann das gleich dort mit erledigen. Aber anscheinend weiß hier die linke nicht, was die rechte macht. Sie war dann aber doch einverstanden und hat sich freundlicher Weise zuerst mit Hase ´s Unterlagen beschäftigt. In der Zeit bin ich dann 4 Zimmer weiter gegangen, um die Geburtsurkunde von meinem Kind abzuholen. Na wenigstens die Dame dort hatte gute Laune. Es dauerte auch nicht mal 2 min. Als ich zurückkam, war sie mit seinen Papieren auch so gut wie fertig. Das ist Timing. Sie fragte nach allen möglichen Sachen, z.B. wo mein Vater wohnt, wo meine Mutter wohnt, was ich für einen Beruf erlernt habe. Wofür ist das denn wichtig? Ich will dort nicht arbeiten, sondern nur heiraten. Und was hat das mit meinen Eltern zu tun? Die sind doch schon verheiratet. Dann durften wir uns ein Stammbuch aussuchen. Das teuerste war natürlich auch das schönste. Also nehmen wir das. War ein bisschen überrascht, das sie das Geld für die Trauung schon jetzt haben wollte. Hase zückte das Portemonnaie und bezahlte. Dann rauschte er mit den Worten ab: Den Rest kriegt ihr ohne mich hin, oder? Klar, keine Frage. Und siehe da, die anfänglich so spröde Dame taute plötzlich auf. Wer hätte das gedacht? Wir haben ein wenig gealbert und dann wollte sie von mir wissen, was denn für Musik gespielt werden soll. Sie legte mir einen Katalog vor mit lauter klassischer Musik. Ich kannte weder die Namen, noch die Stücke. Hmmm…. Sagt mir alles nichts, sorry. Auf meine Hildegard habe ich aber bestanden, das hat sie auch eingesehen. Wir dürfen es uns auch noch mal anders überlegen und andere Wünsche äußern. Wenn wir gerne möchten können wir vorher eine eigene CD mitbringen, aber es wäre wohl günstig, wenn es Instrumentalstücke sind. Mal sehen was sich machen lässt. Zum Schluss fand ich sie ganz nett. Ich erzählte ihr im Gespräch, das ich auch schon einige Dinge gehört habe. Angefangen von derselben Standesbeamtin im gleichen Kostüm, mit derselben Rede bis zu Langweiligen Reden von Standesbeamten. Sie lachte und sagte: „Lassen sie mich mal überlegen… mein Urlaub ist da schon vorbei. Ich könnte mich ja selbst zum Dienst eintragen, dann hören sie mal was anderes. Denn wir haben nur 3 Standesbeamtinnen und zwei davon machen diese Trauungen schon 25 Jahre. Das sie ihre Reden nicht mehr ändern ist ja klar. Wenn sie wollen mache ich das für sie.“ Das ist ja lieb von ihr. Da ich selbst aber noch nie geheiratet habe und die letzte Trauung die meiner Eltern war, der ich beiwohnte, ist es mir egal wer uns seine Rede hält. War ja nicht dabei als die Kollegin ihre 0815- Rede gehalten hat. Da kommt es auf einmal mehr oder weniger nicht drauf an. Zum Schluss drückte sie mir noch ein Hochzeits- Fotoalbum in die Hand und schenkte uns das goldene Kochbuch der Stadt Halle. Meine schlechte Laune vom Anfang war wie weggeblasen. Und nun sind wir sogar noch hochoffiziell verlobt.

  8. #8
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    26.03.05

    Heute war es wieder mal völlig chaotisch. Lisa feiert ihren 70. Geburtstag und alles rennt rum wie aufgescheucht. Wir wollten früh, vor der Feier, zum Juwelier um unsere Ringe zu kaufen. In Stress und Hektik schon um 8.00 Uhr aufgestanden damit wir auch alles schaffen und nur die Haare in Windeseile gewaschen, von richtig trocken fönen kann nicht die Rede sein, und was passiert…? Der Juwelier hat nur Freitag von 14.30 Uhr bis 18.00 Uhr auf! Gaaanz fantastisch! Das gibt es doch wohl gar nicht. Da können wir ja froh sein, das wir zufällig an einem Freitag da unsere Ringe gefunden haben. Ach menno, so ein Ärger aber auch! Ich hatte mich schon sooo darauf gefreut! Nun müssen wir noch mal extra wegen der Ringe nach Holzminden fahren und dort wieder übernachten, was ich eigentlich vermeiden wollte. Hmmm… na da ist wohl nichts zu ändern und andere Ringe wollen wir nicht haben. Zuerst wollte ich ja die Ringe am 27.08. ganz „frisch“ austauschen, aber ich fürchte, ich halte es bis dahin eh nicht aus. Deshalb setzen wir sie nun auf wenn wir sie abholen. Sind dann Verlobungs-Eheringe

  9. #9
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    04.04.05

    Hurra, ich bin komplett. Das heißt, vorläufig. Denn mein Kleid ist ja noch nicht fertig genäht. Aber Unterwäsche, Strümpfe incl. Strumpfband, Schmuck, Schleier und Handschuhe habe ich schon. Sogar die Tasche.
    Bin heute Mittag mit Flo nach Leipzig gefahren, um meine Schuhe abzuholen. Nachdem ich mir die schwarzen Schuhe zur Anprobe ausgeliehen habe, bestellte ich ja dort die gleichen in weiß. Aber ich hörte bis Ende März nichts mehr aus Leipzig, obwohl die Verkäuferin sagte, die Schuhe kommen Mitte März. Da ich es etwas seltsam fand, dass sich keiner meldet, rief ich bei Gabor an und man teilte mir mit, dass die Schuhe nicht lieferbar sind. Im Bestellbuch war ein Vermerk: Kundin wurde informiert. Ich weiß ja nicht mit wem sie gesprochen haben, aber ich war es auf keinen Fall. Wann sie lieferbar sind, konnte mir auch keiner verraten und ich dachte ich muss barfuss laufen. Das Kleid wurde nun schon auf die Absatzhöhe abgemessen und wird bereits nach dieser Länge genäht. Wenn die Schuhe nun nicht mehr dieses Jahr lieferbar gewesen wären, hätte ich aber ganz schön auf dem Schlauch gestanden. Aber ich bin ein Glückskind und am Do. letzte Woche erhielt ich dann den Anruf, dass die Schuhe jetzt da sind. Na Gott sei Dank.
    Ich hatte erst ganz schön Bammel, ob ich mich wieder mal hoffnungslos verfahre, aber es lief wie am Schnürchen und ich habe mich weder auf dem Hin – noch auf dem Rückweg verfahren.

  10. #10
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    24.04.2005

    Ich bin total Happy! Nachdem nun alle Einladungen gebastelt und verschickt wurden, kann ich mit Stolz verkünden, dass sich schon ganz viele der Eingeladenen gemeldet haben und zugesagt haben. Es ist also nicht zu befürchten, das wir im kleinen Kreis feiern werden. Juhuh!
    Des Weiteren habe ich unsere Homepage so gut wie fertig und es haben sich auch schon heute, am ersten Tag so viele eingetragen. Das macht mich stolz und ich freue mich, dass ich es soweit geschafft habe - ohne fremde Hilfe. Es geht voran!
    Vorgestern waren wir im Palais bei Uwe und ich bin so froh, dass Uwe jetzt auch Kuchen und Torte selbst macht. Das erspart mir sehr viel Zeit, Aufwand und Nerven um mich selbst darum zu kümmern. Er ist wirklich ein Schatz. Er macht uns unsere Hochzeitstorte und die ganzen Kuchen, die wir brauchen, und zwar total kostengünstig.
    Heinz-Rudolf kümmert sich um die Musik, was auch was hat. Wir haben abgesprochen, das wir eine Band nehmen, die er gut kennt und nur die Hälfte von LSM kostet. Er und die Band machen dann gleichzeitig den DJ und ich freue mich, dass das nun in Sack und Tüten ist. Also keine Überraschung, so wie er es vorhatte, sondern mit uns zusammen besprochen und auf unsere Wünsche und Bedürfnisse abgestimmt. Ich könnte die ganze Welt umarmen und nun fehlen wirklich nur noch ein paar Kleinigkeiten. Ich kann es kaum noch abwarten bis zur Hochzeit.

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