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Thema: ⫸ indras hochzeitstagebuch - habe fertig

11.12.2017
  1. #101
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    Standard ⫸ AW: indras hochzeitsgeschichte

    Meine Schwester die Braut...

    vielleicht liegt es ja an ihren Schwangerschaftshormonen, aber dafür das sie noch unbedingt vor uns, und zwar am 1. August heiraten will, zeigt meine Schwester nur wenig Interesse an der Hochzeitsplanung.
    Gut, die große Party wollen sie dann erst im nächsten Jahr, vielleicht nimmt ihr das die Freude - schließlich ist sie normalerweise ein feiergeiles Partyluder, dass nur von einer Feier zur nächsten denkt.
    Aber das ist ein gaaanz anderes Thema.

    Um das Fest trotz des engsten Familienkreises (9 Leute inkl Trauzeugen) möglichst schön zu gestalten, planen wir am Vorabend zu kränzen.

    Mama und ich dachten unsererseits, wir könnten die Farbe aus Brautstrauß und/oder Tischdeko beim Kränzen einfließen lassen.
    Blöd nur, das meine Schwester ihrerseits keinerlei Vorstellungen hat, was ihr gefällt
    "Weiße Blumen?" "Ist doch keine weiße Hochzeit mehr."
    "Rote Blumen?" "Rot ist die Farbe des Schützenvereins."
    "Creme?" "Sieht das nicht schmutzig aus?"
    "Rosa?" "Ist das euer Ernst?"
    "Gelb?" "Ich weiß nicht. Gelb?"

    Nun, wenigstens hatte mein Schwesterherz ihre Vorstellungen beim Brautstrauß, der sollte ein paar rote Rosen enthalten, drum herum sollte es Schleierkraut geben und dann ein paar "neckische" Bändchen runter.
    Neckische Bändchen? Whatever!
    Nun hatte die Blumenverkäuferin ihrerseits wiederrum gaaaanz andere Vorstellungen vom Brautstrauß: "Ich sehe sie. Ich sehe einen Typ. Zu diesem Typ passen nicht rote Rosen. Was sie brauchen sind grüne Rosen!"
    Alles klar!

    Nachdem meine Schwester also nichts zum Thema Farbe, Deko oder sonstwas beitragen konnte, dachte ich, wenigstens ihr Outfit wäre geklärt.
    Ich meine, selbst mein Mann, oder gar mein Papa, weiß was er wann anzieht....
    Das Outfit meiner Schwester sollte sein: schwarzer wadenlanger Zippelrock, weißes Top und eine weiße oder schwarze Bluse.
    Wer nun denkt, sowas zieht man vielleicht eher zu einer Konfirmation oder gar noch zur Arbeit an, mit dem bin ich absolut daccord. Ebenso finde ich ihre Beschreibung der Kleiderwahl etwas altbacken, was ich ihr auch ganz nonchalant sagte.
    Folglich hat meine Schwester sich umentschieden und wird nun evtl eine rote Bluse tragen.
    So langsam beschleicht mich die Angst, wir könnten alle bei der Hochzeit festlicher aussehen als die Braut.


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  2. #102
    Profi Avatar von indra
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    Standard ⫸ AW: indras hochzeitsgeschichte

    Ohne große Worte....

    Die Vorfreude auf die Hochzeit meiner Schwester wurde nun durch ein trauriges Ereignis getrübt: meine Schwester hat leider ihr Baby verloren.

    Weitere Worte würden jetzt nur hohl klingen, von daher schweige ich still.

  3. #103
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    Standard ⫸ AW: indras hochzeitsgeschichte

    David, der 6ste

    Dieter und sein Trauzeuge - das ist inzwischen DER running Gag bei uns!

    Nun noch mal kurz zur Erinnerung: Dieter hatte arge Schwierigkeiten einen Trauzeugen zu finden. Seine erste Wahl war Darren aus Neuseeland, dem folgte Andre aus Südafrika, dann kam Alex aus England, gleichzeitig war Brett aus New York im Rennen und finally sollte es David Wilson werden, der in England lebt und Dieter schon seit Kindergartenalter kennt.

    Nachdem mir David von Anfang an suspekt war: hallo? wer erzählt seinem Lehrer eine erfundene Geschichte, damit der eigentlich Freund eine Tracht Prügel mit dem Rohrstock bekommt?!
    Als mein Schatz mir diese Geschichte erzählte, war ich einerseits fassungslos, wie verzweifelt er sein musste, so jemanden zum Trauzeugen zu ernennen und einerseits war ich dankbar, in einem zivilisierten Land aufgewachsen zu sein!
    Dann flog David im Febraur mit seiner Freundin nach Südafrika um seine Familie zu besuchen, machte seiner Freundin dort einen Heiratsantrag, aber "irgendwie" trennte sie sich dann von ihm, flog frühzeitig alleine zurück, er blieb noch und litt. Er machte nie einen Versuch die Situation mit ihr zu klären. Nach der Rohrstockgeschichte halte ich ihn für pervers - was auch die einzige Entschuldigung dafür wäre, das er uns nicht erklären kann, was im Urlaub mit seiner Freundin passiert wäre. Denn "nichts" halte ich für nicht glaubwürdig. Wegen nichts verlobt man sich nicht und löst die Bindung nach einer Woche wieder auf...
    Aber egal, dannach stellte David meiner Trauzeugin nach, bis er irgendwann gar nicht mehr antwortete, weder auf Emails, SMSs oder Anrufe.
    Na ja, jetzt kommt der BRüller: per Email hat er nun mitgeteilt, er hätte eine neue Freundin und stünde nicht mehr als Trauzeuge zur Verfügung.
    Was das eine mit dem anderen zu tun hat?
    Nichts. Aber nichts scheint ein guter Grund in seinem Leben zu sein.

    Anfangs war mein Zukünftiger sehr enttäuscht.
    Aber nach ca einer Stunde Grübelei, hellte sich sein Geschicht auf und er meinte "Hey! Ich könnte ja Davic C. fragen, der hat schließlich schon Flug und HOtel gebucht und kommt wenigstens! Und wenn nicht, frag ich Andreas und ansonsten Udo."

  4. #104
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    Standard ⫸ AW: indras hochzeitsgeschichte

    Zwischenstand...

    derzeit bin ich mit meinem Tagebauch sehr hinterher.
    Seit meinem letzten Beitrag ist viel passiert, da ich aber gleichzeitig auch eine neue Arbeitsstelle angetreten habe und durch die Einarbeitungsphase viel in der Firma bin und wenig Freizeit habe, bzw meine Freizeit nicht gerade mit dem Internet fülle, komme ich derzeit mit dem Schreiben nicht nach.
    Ich hoffe am kommenden Wochenende die Zeit zu finden und alles nieder zu schreiben: Hochzeit meiner Schwester, unser Traugespräch mit der Pfarrerin, der Hochzeitskuchen - es gibt viel zu erzählen....

  5. #105
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    Standard ⫸ AW: indras hochzeitsgeschichte

    Ich packe meinen Koffer....

    Am 29. Juli hatte ich meinen letzten Arbeitstag in der alten Firma. Blöderweise sollte ich noch eine Kollegin in einem Arbeitsbereich von mir einarbeiten, den sie künftig übernehmen soll. Diese ganze Aktion hatte ich in meinem persönlichen Tagesablauf gar nicht eingeplant, weswegen mir plötzlich 5 Zeitstunden fehlten - statt einen entspannten letzten Tag, artete die Arbeit noch in Stress aus und ich musste tatsächlich noch Überstunden machen um mein geplantes Pensum zu erledigen.

    Per SMS instruierte ich meinen Mann, er solle doch bitte alleine einkaufen gehen: schließlich mussten sämtliche Zutaten für unseren "südafrikanischen Hochzeitskuchen" besorgt werden, den wir daheim bei meinen Eltern backen wollten.
    Wir selbst haben nur einen Gasherd, bzw Gasofen. Die Temperatureinstellungen sind ein wenig schwierig und da der südafrikanische Hochzeitskuchen EXAKT bei 140°C gebacken werden muss, hatten wir uns entschlossen, den bei meinen Eltern zu backen. Zwar knapp 2 Monate vor unserer Hochzeit, aber mein Liebster versicherte mir, der Kuchen hält das aus.
    Gut ich war skeptisch - und bin es noch immer!

    Wahrscheinlich sollte ich an dieser Stelle erwähnen, das mein Liebster die Idee "das sollte ganz wunderbar zu sein" fand, das wir neben einer klassischen Hochzeitstorte auch einen klassischen Kuchen aus seiner Heimat haben. Die klassische Hochzeitstorte in SA ist also ein Früchtekuchen, der eine Marzipanschicht und ein weißes "Topping" bekommt.
    Ich muß gestehen: ich hab immer noch keine Ahnung, was das Topping genau sein soll. Anfangs dachte ich, es handelt sich um einen Zuckerguss, aber anscheinend muss es sich rollen lassen und eine feste Konsistenz haben. Da es sowas bei uns in D´land wohl nicht zu kaufen gibt, erwarten wir eine Postlieferung von den Schwiegermonstern. Ich bin gespannt.

    Viel zu spät nach Hause kommend, mussten wir auch direkt los, weil ich einige Kollegen zu einem Umtrunk in einer Szenebar eingeladen hatte. Der Abend wurde noch sehr witzig, auch wenn mich viele für mein Engagement der Firma gegenüber - wegen all den Vorkommnissen - selbst am letzten Tag, für bekloppt erklärten.

    Spät am Abend daheim, packten wir unseren Koffer für die Hochzeit meiner Schwester. Unter anderem packte ich Autofahnen, Dekokram und ein paar Fläschchen Seifenblasen ein, die ich absichtlich zu viel gekauft hatte, damit wir auch bei meiner Schwester Seifenblasen beim Standesamt machen konnten.
    Mein Mann guckte mich erwartungsvoll an und fragte, wer denn alles Seifenblasen machen würde. Mir war klar, welche Wünsche er hatte und packte extra ein Fläschchen für ihn ein - worauf er sich freute wie ein Kind.

    Mein Mann wollte tatsächlich den Anzug einpacken, den er für unsere Hochzeit gekauft hatte. Auf die Frage, was er denn damit wolle, meinte er "anziehen natürlich". Und es folgte eine Diskussion darüber, warum er den Anzug nicht mitnehmen und anziehen könne. "Hallo? Den hast du für unsere Hochzeit gekauft. Ich zieh doch mein Brautkleid auch nicht vorher schon an..."
    Dieter fand das ganze gar nicht so dramatisch, Anzug sei doch Anzug, aber er hat meinen Wunsch respektiert.

  6. #106
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    Standard ⫸ AW: indras hochzeitsgeschichte

    Termin im Gasthaus....

    Am nächsten Morgen um 8.30h hatten wir einen Termin zur Besprechung in dem Gasthaus, wo wir unsere Hochzeit feiern werden.
    Kurzfristig entschieden wir uns, nicht mit dem Motorrad zu fahren, sondern mit dem Auto. Blöd nur, das man mit dem Auto anständiger fahren muß, als man mit dem Motorrad kann. Also landeten wir mitten im Berufsverkehr und die Zeit wurde knapp.

    Auf dem Weg nach Egloffstein starb ich 1000 Tode.
    Mal vor lachen: wenn ein Auto vor uns - nach empfinden meines Mannes - zu langsam fuhr, hob er die rechte Hand und bewegte sie, als ob er eine Fliege verscheuchen wollte und kommentierte das ganze mit "Hau ab!"
    Das ich das brüllend komisch fand, reizte ihn noch etwas und seine "Hau ab"s wurden lauter - ebenso wie mein Lachen.
    Mal wäre ich auch vor Angst gestorben, als mein Mann zu einem Überholmanöver ansetzte. Allerdings vor einer Kurve und als er rauszog, tauchte Gegenverkehr auf. Zum Glück kam er noch zurück in seine Lücke.
    Ein anderes Mal - auch in einer Kurve - waren wir leider schon neben dem zu überholenden Auto, als der Gegenverkehr heran düste. Das Auto neben uns fuhr netterweise so weit rechts, wie es nur ging, ebenso das entgegenkommende Auto, so dass unser Kleinwagen noch genau durch die Mitte passte.
    Mein Gott! War ich froh, als wir in Egloffstein angekommen sind!
    Und vor allem noch lebend!!!!

    Das Gespräch selbst verließ super!
    Wir hatten noch einige offene Fragen zu klären und alles lief zu unserer Zufriedenheit.
    Den Sektempfang werden wir nun im Gasthaus machen, bei schönem Wetter auf der Terrasse und bei Regen im Haus.
    Wir entschieden uns für die Gerichte und die Chefin des Hauses kam uns bei vielen Dingen sehr entgegen.

    Als ich erwähnte, das meine Trauzeugin vegan essen würde und auf sämtliche Tierprodukte verzichten würde, schlug die gute Dame vor, meine Trauzeugin könne ja Fisch essen.
    Ähm, Fisch ist auch ein Tier.
    "Was? Was ist die denn dann? Nur Gemüse, Kartoffeln und Salat?"
    Aber dann schlug sie vor, Hella könne ihr ein paar Rezepte schicken und mitteilen was sie alles isst und dann könne man da auch was zaubern - fand ich superlieb den Vorschlag!

    Nicht ganz optimal ist die Geschichte mit den Tischen. Die Tischelemente sind im Saal riesig groß, weswegen man, wenn man statt einer Tafel Tische haben möchte, nur 8 Personen an einem Tisch unterbringen kann. Blöderweise geht das nur gar nicht mit unseren Gäste und den Grüppchenbildungen auf.
    Also haben wir uns für die klassische und altbackene Variante des "u"s entschieden.
    Das ist zwar nicht soooo schön, aber ein Drama ist es auch nicht. So what?

  7. #107
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    Backe backe Kuchen, der Bäcker hat gerufen....

    Es war Dieters Rezept und ehrlich gesagt hatte ich gar keine Lust mit zu backen.
    Als ich das ganze Trockenobst in der Backschüssel sah und beobachtete, wie mein Mann die trockenen Aprikosen schnitt, fand ich die Idee den Kuchen auf unserer Hochzeit anzubieten sogar ekelig.
    Rosinen mag ich eigentlich ganz gerne, aber getrocknete Kirschen, Pflaumen, Aprikosen, Orangeat, Zitronat, kandierte Melonen und was da alles noch drin ist, mag ich nun nicht wirklich.
    Das man das Zeug in Weinbrand einlegt, fand ich dagegen schon wieder interessanter...

    Das Wetter war super bei meinen Eltern, sogar zu heiß und somit verkrümelte ich mich in den Garten, trank eisgekühltes und plauderte mit meinen Eltern.
    Es wäre ein herrlicher Vormittag gewesen, hätte mein Mann ertragen können, das ich faulenze, während er "schaffen" musste.
    Ich sass nie länger als 5 Minuten, dann erklang die Stimme meines Mannes "Schatz, wo ist das Backpapier?", "Schatz, wo hat deine Mama die Waage?", "Schatz, kannst du mir kurz helfen?" oder "Schatz, ich brauche einen Topf!".

    Meine Eltern amüsierte das ganze köstlich, aber ich hätte meinem Mann am liebsten ein Nudelholz über den Kopf gezogen - er kennt sich nämlich gut aus in der Küche meiner Eltern und Mama hatte ihm sogar vorher noch alles gezeigt....

  8. #108
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    Polterabend im Dorf...

    Am Nachmittag packten wir das Auto meiner Eltern voll und machten uns auf dem Weg zu meiner Schwester.
    Dort angekommen machten wir uns gleich an die Arbeit: bauten Zelte für die Gäste auf, und schmückten den Eingang mit einem Bogen aus grün und Sonnenblumen, einem Bild von dem Brautpaar und brachten an der Autoeinfahrt einen großen Banner "Just married" an.

    Ich war voll in Aktion, vor allem mit der Dokumentation mit der Kamera und wunderte mich, wann meine Schwester anfangen wollte, die 100 Brötchen zu schmieren.

    Die Getränke wurden angeliefert und der Nachbarbauer brachte zusätzliche Stehtische - mit dem Traktor!

    Um 16h schlug meine Schwester vor uns in die Pension zu geleiten, um 18.30h wollte sie uns wieder abholen, dann könnten wir alle Brötchen machen und um 19h kämen die Gäste.
    So weit so gut.

    Meine Schwester holte uns, wie erwartet, zu spät ab und reichte meinem Mann den Schlüssel zu ihrem Fiat Panda. Mein Mann freute sich darüber fahren zu dürfen, allerdings bat ich ihn, bevor er startete, daran zu denken, das er meine gesamte Familie im Auto hätte und er bitte entsprechend Vorsichtig fahren solle.

    Als wir kurz vor 19h bei meiner Schwester ankamen, war mein zukünftiger Schwager noch nicht umgezogen, sondern wusch noch ausgiebig seinen Wagen!
    Erst als die ersten Gäste kamen, fuhr er den Wagen in die Garage und verabschiedete sich, um "kurz duschen zu gehen". Erst gegen 20h kam er wieder runter - auch erst nur, nachdem meine Schwester und seine Mutter ihn mehrmals zur Beeilung ermahnt hatten.

    Wie schon gesagt, die ersten Gäste waren schon da, als meine Schwester mich bat, mit ihr nach oben zu kommen, damit wir endlich die Brötchen machen könnten.
    Nachdem wir 30 Stück halbiert, beschmiert und belegt hatten, verließ meine Schwester die Lust und meinte, das würde wohl reichen..... Meine Zweifel fegte sie beiseite und wir trugen die Tabletts herunter.

    Inzwischen waren schon fast alle Gäste da und auch die Musikkapelle meines Schwagers hatte sich zur Hälfte eingefunden.
    Mein Papa wunderte sich darüber, warum niemand polterte, nahm einen alten Teller, schlenderte über den Hof und lies ihn fallen. "Hoppla" meine er grinsend und plötzlich regnete es altes Geschirr und Tassen.
    Das Brautpaar guckte ganz unbeeindruckt und ließ den ganzen Kram liegen.

    Die Musiker bauten ihre Instrumente auf und bespielten uns den ganzen Abend, das Poltergeschirr vor den Füßen, das erst weg gefegt wurde, als die Musiker abgebaut hatten.

    Na ja, wie zu erwarten gewesen war, mussten wir zwischendurch immer wieder weitere Brötchen vorbereiten, bis auch der letzte Gast satt und zufrieden war.

    Der Abend endete gemütlich, besonders angenehm als die brennende Sonne weg war und eine leichte Kühle aufstieg. Es war wunderschön im Liegestuhl zu liegen, in die Sterne zu gucken und den Klängen der Musik zu lauschen.

    Weit nach Mitternacht fuhren wir wieder zurück in die Pension.

  9. #109
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    Standard ⫸ AW: indras hochzeitsgeschichte

    Die Hochzeit meiner Schwester...

    mein erster Blick am Morgen ging aus dem Fenster: es war grau und bewölkt, die Bäume bogen sich im Wind und in der Nacht hatte es geregnet.
    Um 8.30 waren Dieter und ich mit meinen Eltern zum Frühstück verabredet, um kurz nach 9h wollte meine Schwester mich abholen, damit wir gemeinsam ihre Blumen abholen konnten und letzte Dinge erledigen konnten.
    Eigentlich wollte ich noch 5 Minuten kuscheln, als mein Mann mich fragte "Gehst du noch vor dem Frühstück duschen?" Da wir den Tagesablauf wenigstens dreimal durch gesprochen hatten, bat ich ihn zu überlegen, was wir besprochen hatten. "Gehst du vor dem Frühstück duschen?" fragte er wieder und so früh am Morgen und nach kurzer Nacht fühl ich mich schnell verarscht. "Wenn nicht gleich, hab ich sonst doch gar keine Zeit mehr, oder?" "Heißt das, du gehst jetzt duschen?" "Hallo? Willst du mich verarschen? Ich muß schon fix und fertig zum Frühstück, weil ich vor dem Standesamt keine Zeit mehr habe mich sonstwo fertig zu machen." "Das heißt, du gehst jetzt duschen? Ich frage doch nur!" Meine Geduld am Morgen ist so gering und nach kuscheln ist mir nun gar nicht mehr und ich gehe dann erstmal duschen...

    Anschließend schlüpfe ich direkt in mein Kleid und gebe meinem Mann den Auftrag dafür zu sorgen, das meine Sandallen-Pumps und mein Sommermantel vorne im Auto liegen und nicht im Kofferraum beim Gepäck.
    Wir sitzen noch beim Frühstück, als meine Schwester mich abholt - überraschenderweise mal viel zu früh...

    Wir fahren los und machen uns wirklich Sorgen über das Wetter und hoffen, das es sich wenigstens bis nach der Trauung, bzw bis nach den Fotos hält.
    Das Blumengesteck, der Brautstrauß und der Anstecker sind wunderschön! Die Grundfarbe der Blumen war weiß, die Blütenränder eher pink - und zunehmend wurden die Blumen weißer... oder war es pinker? Also, man konnte sehen, wie die Blumen ihre Farbe änderten! Irre! Hatte ich noch nie vorer gesehen!
    Zwischendurch rief ich noch meinen Schwager an, um ihm mittzuteilen, das meine Eltern bald bei ihm sein würden, allerdings trafen die erst zeitgleich mit meiner Schwester und mir daheim ein.

    Es war ca 10.45 und mein Schwager war im Bad. Dieter und ich saßen auf der Couch, meine Schwester begann sich fertig zu machen...
    Wir hörten das Wasserrauschen im Bad... Wir hörten kein Wasser mehr... Wir hörten wieder Wasser.... Ruhe... Wasser.... Ruhe.... Wasser....
    Jedesmal, wenn das Wasser abgestellt wurde, dachten wir, Joachim sein bald fertig, aber dann wurde das Wasser wieder angestellt....
    Es wurde 11.00... es wurde 11.15... Inzwischen zogen sich meine Eltern und Dieter um.... Es wurde 11.30.... Eigentlich wollten wir um 12h los Richtung Standesamt.... es wurde 11.45 als die badezimmertür geöffnet wurde!!!

    Mama und ich hatten uns mittels Handspiegel geschminkt, nun rauschte meine Schwester ins Bad, bei deren Kleiderwahl ich wirklich fast ne Krise bekommen hätte: der Rock war wadenlang, gezipfelt und sah nach 55jähriger Frau aus, ein schwarzes Top und dei Bluse im Crushlook wirkte ungebügelt und war zu lang und zu weit.... Wenigstens wirklte es auf den Fotos einigermassen ansehnlich!

    Meine Eltern, Dieter und ich gingen herunter und warteten beim Auto. Der Trauzeuge meines Schwagers wartete ebenfalls mit seiner Frau und Joachims Mutter draußen... Es wurde 12h... Es wurde 12.05... Es wurde 12.10.... Es wurde 12.15.... Die Trauung sollte um 12.30 sein und wir mussten noch etwas fahren... Gegen 12.20 verließ das Brautpaar das Haus - die Ruhe selbst, bzw die Ruhe weg.... Alle Mann verteilten sich auf die Autos und wir fuhren los.

    Es war schon nach 12.30 als wir am Standesamt an kamen. Das Brautpaar "vor meiner Schwester" stand schon draußen und machte Fotos. Allerdings kann ich mich nicht mehr an den Bräutigam erinnern - ehrlich gesagt hatte ich ihn überhaupt nicht wahr genommen, obwohl er anscheinend auf Krücken unterwegs war! Das Brautkleid der Braut war schlicht und schön. Die KLeider der Trauzeuginnen allerdings sehr zu klein: man konnte selbst den String abgemalt sehen!

    Die Fotografin begrüßte meine Schwester und ihren Mann und stellte die beiden gleich zum Posen zurecht. Ein Blick auf die Uhr versetzte mich nur in Staunen: wir waren bereits fast 10Minuten "überfällig", weswegen ich dann erstmal schnurrstracks mit Dieter an der Hand zum Eingang marschierte, in der Hoffnung, die Anderen ließen sich mitziehen....
    Aus dem Gebäude trat dann ein Mann im Anzug, der starhlend auf mich zu kam: "Sind sie die 12.30 Braut?" "Nein, ich bin die Septemberbraut, die 12.30 Braut steht davorne und hat die Ruhe weg. Ich bin nur die Trauzeugin." Er lachte und ging zu meiner Schwester rüber, als er wieder zurück kam meinte er höflich, "Na ja, es ist eh noch zu warm im Trausaal, ich mach erstmal die Klimaanlage an, und wenn es kühler ist, hol ich sie rein."

    Also begab ich mich zur Fotografin und wurde erstmal ausgiebigst mit meiner Schwester und dem Brautpaar fotografiert, wobei meine Absätze in der weichen Wiese versanken.

    Die Trauung selbst war sehr schön. Natürlich sehr sachlich, aber der Standesbeamte lächelte und strahlte, als ob es ihm die größte Freude im Leben sei, heute, hier und jetzt dieses Ehepaar zu trauen!


    Wegen Gewitter breche ich jetzt ab und berichte bald weiter....

  10. #110
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    Standard ⫸ AW: indras hochzeitsgeschichte

    Hochzeit meiner Schwester... die zweite...

    Meine Scvhwester nahm zwischendurch meine Hand und drückte sie, was ich etwas befremdlich fand: müsste sie nicht die Hand ihres Bräutigams drücken?
    Der wischte sich lieber den Schweiß von der Stirn - auf die Frage des Standesbeamten, ob ihm zu heiß sei, meinte mein Schwager: "Ich denke, es ist eher die Angst."
    Wie schon gesagt, die Trauung war sachlich, aber schön und immer wieder mal witzig.
    Nachdem alle, die was zu bejaen hatten, alles bejaat hatten und allle Unterschriften an den richtigen Stellen gemacht wurden, fing das große Gratulieren an.
    Ich nahm meine Schwester in der Arm und gratulierte, wobei sie mir zuflüsterte "Ich hoffe, das war nu wirklich das letzte Mal." (Sie war ja bereits einmal verheiratet und trennte sich im 10ten Ehejahr).
    Allerdings geriet ihr Flüstern etwas zu laut, und wurde von der Tante des Bräutigams gehört, die meiner Schwester einen vernichtenden Blick zu warf. Persönlich hätte ich mich wegschmeißen können vor Lachen!

    Da alle Anwesenden aufstürmten, war ein so großes Andrang beim Brautpaar, sodass ich gar nicht zu dem Bräutigam durch kam. Stattdessen umarmte ich dann alle anderen, die gerade so in Umarmlaune waren und den Standesbeamten fast gleich mit...

    Als alle schon wieder raus sind, löste sich auch der Belagerungszustand um meinen Schwager auf, weswegen ich dann "Schwager!" rief und meine Arme demonstartiv ausbreitete. "Schwägerin!" auch er bereitete seine Arme aus und fragte dann "Sag mal, dürfen wir uns jetzt eigentlich nicht mehr gegenseitig ärgern, wo wir doch jetzt offiziel Familie sind?" "Vergiß es. Wir machen genau da weiter, wo wir aufgehört haben. Wo bleibt sonst der Spaß?" "Du sagst es. Macht nämlich richtig Spaß dich zu ärgern. Kleine." "Ich weiß: Shrek"
    (Ich muß erwähnen, das mein Schwager - meiner Meinung nach - Ähnlichkeit mit dem Oger Shrek hat. Und wenn ich ein ganz bestimmtes Foto nehme und es mit dem DVD Cover des Films vergleiche, fällt es ALLEN auf....)

    Wir gingen vor dem Brautpaar raus und ich verteilte meine Seifenblasen, die schwebenden Blasen sahen richtig schön aus. Als das Brautpaar raus kam, wurden sie also von den Blasen und von gefühlten Tonnen Reis beworfen, die selbst ich, als Randstehende, am Abend noch aus meinem Kleid und Haar fischen durfte...

    Nach ein paar weiteren Fotos wurde Sekt verteilt und wir stießen alle gemeinsam an.
    Dann durfte das Brautpaar unser Bettlakenherz zerschneiden und hatte mächtig Spaß dabei. Ich kann bis heute nicht eindeutig sagen, wie mein Schwager meine Schwester durch das Herz gebracht hat. Getragen hat er sie nicht. Es sah eher so aus, als hätte er sie, wie im Wasser, abgeschleppt....

    Es gab besonderes rätseln über die von mir gemalten Glocken auf dem Laken. Während jemand meinte, die sehen aus wie Augen, meinte jemand anderes, ich hätte eine alte Fahrradlampe gemalt! Kunstbanausen!

    Nach und nach verließen uns die Zaungäste und es blieben die Trauzeugen und Familienmitglieder zurück, mit denen wir gemeinsam Essen gingen. Weil die Völlerei nach dem Menü noch nicht zu Ende war, ging es wieder zurück zu dem Brautpaar. Dieter und ich setzten uns direkt in den Garten, allerdings blieben alle anderen erstmal verschwunden. Die ersten, die wieder erschienen, war der andere Trauzeuge (hab ich erwähnt, das dieser schon in seinen 80ern ist und seine Frau - beide in "Räuberzivil". Statt Anzug trug er nun kurze Jeans und Unterhemd mit kurzem offenem Hemd drüber. Ich war schockiert! Und ging erstmal nach oben, um zu Lästern.

    Dann sah ich meine Schwester - umgezogen und ebenso meine Eltern. "Was ist denn nu los?" fragte ich "es ist doch immer noch HOchzeit" Dieter fand das klasse und nutzte die Gelegenheit ebenso in Freizeitkleidung zu wechseln.
    Ganz ehrlich: ich fand es Scheiße! ALLE waren wieder umgezogen und an der Kaffeetafel war - mal abgesehen vom Gedeck - nichts mehr festlich. ALs wäre man mal sponontan zum Bäcker gelaufen....
    Ich habe mich geweigert mich umzuziehen und blieb den ganzen Tag in meinem Kleid. Püh!

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