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Thema: ⫸ indras hochzeitstagebuch - habe fertig

15.12.2017
  1. #91
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    Standard ⫸ AW: indras hochzeitsgeschichte

    Erstens kommt es anders...

    Ich hatte mir alles so schön vorgestellt: ich sitze gemütlich auf einem Stuhl in meinem Hotelzimmer und werde für die Hochzeit brautig aufgehübscht...

    Nach tagelangen Recherchen in den gelben Seiten für und um Egloffstein, nach googeleien, nach dutzenden Telefonaten und Gesprächen musste ich folgendes feststellen: in und um Egloffstein gibt es zwar Frisöre, die auch Brautfrisuren machen, die aber wegen fehlender Kosmetikkurse die Braut "naturschön" lassen.
    Nach weiteren Recherchen, Onlinesuchen, Telefonbuchwälzereien und Kontaktaufnahmen war ich zwar einen Schritt weiter, aber dennoch erfolglos: die Frisöre hier machen zwar der Braut die Haare und das Gesicht schön, aber alles nur vor Ort.

    Natürlich wäre es eine Möglichkeit am MOrgen der kirchlichen Trauung vom Trauort nach Nürnberg zu fahren, sich restaurieren zu lassen und wieder zurück zu fahren, aber ganz ehrlich: in 45 Minuten Fahrzeit kann viel mit meinen Haaren und Gesicht passieren.
    Ich denke an Locken die sich bei meinem schweren Haar aushängen; ich denke an eine Polle, die durch das Gebläse in das Wageninnere kommt, meine Kontaktlinsen ärgert, mich zu Tränen rührt und an verwischte Augenschminke; ich denke an meine Kurznickerchen (als Beifahrer) während solcher Fahrten, und wie ich sabbernd gegen die Autocheibe lehne, einen Stirnabdruck dort hinterlasse und mir irgendwelche Haarnadeln in die Kopfhaut bohre; ich denke an Lachanfälle mit der Trauzeugin; ich denke an eine orientierungslose Braut die sich sowas von total verfährt und irgendwann entnervt an einer Polizeistation an der Deutsch-Tschechischen-Grenze um Hilfe bittet; ich denke an...

    Irgendwann fand ich aber doch einen mobilen Haar-und Make up Stylisten, anfangs ganz euphorisch, wurde ich ernüchtert von dem Komplettpreis: 190€, natürlich INKLUSIVE der Fahrzeit von anderthalb STunden.
    Freundlicherweise würden die Angehörigen für einen Pauschalpreis von 50€ pro Person verschönt und ab einer gewissen Personenzahl könnte man darüber sprechen, ob nicht 5€ pro Person von meiner Gebühr herunter gerechnet werden könnten. Nett, gell?

    Meine Kollegin Maria, ihrerseits Brasilianerin, machte mir den Vorschlag, eine Freundin von sich zu fragen, die in einer brasilianischen Sambatanzgruppe ist, ob sie nicht jemanden kennt, der mir helfen könnte. "Vielleicht hat einer der schwulen Männer, die die Mädels immer ganz hübsch machen mit Haaren und Gesicht ja Zeit und Lust und würde dich auch hübsch machen?"
    ...ich denke an mich, wie ich aussehe wie ein Zirkuspferd und mit meinem Mann in einem Glitzerbikini powackelnd zu den Klängen von "Samba de Janeiro" den Tanz eröffne... Da Da Da Da dada daa daaadaaaa...

    Eine weitere Alternative erschloß sich gestern, als meine marrokanisch stämmige Kollegin H. , die aussieht wie Yasmin aus Alaadin, also wie eine Prinzessin aus 1001 Nacht, mir anbot, sie könnte mich ja evtl auch stylen. Nun, sie sieht immer top aus.
    Ich glaube die Frau hatte noch nie einen Bad-Hair-Day, sie sieht IMMER - auch bei Regenwetter, bei Schnee, bei Nebel und bei Höchsttemperaturen aus, als sei sie gerade frisch vom Laufsteg weg.
    Auch dieses Angebot ist super lieb gemeint, aber ganz ehrlich hätte ich dann das Gefühl, sie im Gegenzug zu unserer Hochzeit einladen zu müssen und das möchte ich nicht.

    Na ja, selber schminken bleibt auch noch eine Alternative.


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  2. #92
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    Standard ⫸ AW: indras hochzeitsgeschichte

    Der Terrorgast....

    Yvonne bezichtete mich ja bereits als Terrorbraut, inzwischen ist sie der Meinung, das ich meine Gäste terrorisiere und meine Freunde vergraulen werde und - wenn ich so weiter mache - alleine Hochzeit feiern müsse.
    Was war passiert?

    Meine Trauzeugin hatte mir mitgeteilt, das einige der Gäste, die sie zu kontakten versuchte, überhaupt nicht reagieren würden und war genervt. Witzigerweise waren genau die, die viel um die Ohren haben am kommunikationsfreudigsten.

    Also schrieb ich eine Rundmail mit dem Betreff "Mahnung", darin erklärte ich, das meine Trauzeugin gerade etwas enttäuscht von einigen wäre und bat alle, meine Trauzeugin nicht hängen zu lassen und ihr wenigstens eine Rückmeldung zu geben, wer Zeit und Lust hat mit ihr zu planen, wen man nur vor Ort für Aktivitäten einspannen könne, wer daran keinerlei Interesse hätte, etc.
    ZUm Schluß erwähnte ich noch, dass die gemeine Braut noch eine Sitzordnung schreiben müsse und wer nicht auf diese Mahnung reagieren würde, Gefahr liefe an einem Tisch mit meiner Psychoschwägerin zu enden. Durch einige Smileys im Text und besonders am Ende der Email war ich mir sicher, das meine Familie und Freunde den ironischen Ton verstehen würden.

    Dachte ich wenigstens.
    Falsch gedacht!

    Na ja, eigentlich haben alle die Email als "lustig gemeint" verstanden. Bis auf das Yvonnsche.
    Und nachdem ich halt von allen ein freundliches Feedback bekommen habe - und das von Menschen, die mir auch gesagt hätten, wenn sie es danebem gefunden hätten! - hat mich der Streit, den Yvonne dann vom Zaun brach wohl doppelt getroffen.

    Was ich mir den überhaupt einbilden würde, meine Gäste zu bedrohen? Mit welchem Recht setze ich alle so unter Druck? Ob ich denn nicht glauben würde, das es noch wichtigere Dinge im Leben geben würde, als meine HOchzeit? Und sie hätte gar keine Lust mehr zu unserer Hochzeit zu kommen. Mein Mann würde ihr leid tun - der müsse schließlich meine agrressive Tour aushalten! Und überhaupt sei meine Einladungskarte die UNFREUNDLICHSTE die sie je gesehen habe! Was ich mir denke den Gästen vorzuschreiben was sie den für Kleidung zu tragen haben? Speziell an der Farbvorschrift hat sie sich hochgezogen. Das hätten auch alle Bekannten gesagt, denen sie unsere Einladung gezeigt habe.

    Irgendwann war mir das ganze zu blöd. Erst hab ich ihr gesagt, dass ich den Satz zur Farbwahl extra wegen ihr gebracht habe, da alle anderen dies als selbstverständlich betrachteten. Worauf sie mich fragte, ob ich sie für blöd halte. Ganz ehrlich? Die Antwort hab ich mir in dem MOment verkniffen, sondern nur gesagt, das wenn ihr meine Einladung nicht passen würde, könne sie ja auch einfach daheim bleiben - ich würde niemanden zwingen zu unserer Hochzeit zu kommen.

    Na ja, nach allem was SIE mir an den Kopf geknallt hat, war SIE dann beleidigt. ...und dabei hab ich noch nicht einmal "richtig" losgelegt.

    Zuerst hab ich mich selbst gespiegelt, danach hab ich erstmal meinen Mann gefragt, ob er findet, das ich eine Terrorbraut sei. Er verneinte. Auch (verheiratete) Kollegen, Freunde und Bekannte komm ich wahnsinnig entspannt und tolerant vor.

    Was ist dann ihr Problem? Gerade stell ich die Freundschaft zu ihr sehr in Frage und das tut mir sehr leid.

  3. #93
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    Standard ⫸ AW: indras hochzeitsgeschichte

    Am Telefon....

    für gewöhnlich ruft mich meine Schwester IMMER an, wenn wir gerade beim Essen selbst oder bei den Vorbereitungen sind. Wann immer in diesen Momenten das Telefon klingelt - es ist immer meine Schwester.
    So auch Vorgestern.

    "Hallo Süße, ich hab ein Attentat auf dich vor."
    "Ja? Was gibt es denn?"
    "Dürfen wir noch jemanden zu eurer HOchzeit mitbringen?"
    "Wie jetzt?" Ich hab mich ganz ahnunglos gewundert, während ich unsere Steaks anbriet
    "Wir würden gerne noch jemanden mitbringen und zu dritt kommen"
    "Wen denn?" *Immer noch ohne Schimmer*
    "Rate doch Mal"
    "Deine Schwiegermutter? Oma? Ich hab keine Ahnung"
    "Wir haben gerade einen Schwangerschaftstest gemacht."
    "WAAAAAAAS?"
    "...und der ist sowas von positiv. Zwei dicke blaue Balken"
    "Ahhhhhhhhhhhhh" (Ein Freudenschrei)
    "Was ist passiert? Hast du dir weh getan?"
    "Du dumme Nuß! Ich freu mich gerade für euch!!!"
    Mein Mann aus dem Wohnzimmer "Was ist passiert?"
    zu ihm "NIchts."

    Meine Schwester brachte mich also auf den aktuellen Stand der Dinge und erwähnte, das ich die erste Person sei, der sie es erzählen. Das sie vor der Geburt des Babies noch heiraten wollen und ich mich also bereit halten solle.
    Abwechselnd sprach ich mit meiner Schwester und ihrem Lebensgefährten.

    Inzwischen fingen mein Lieber und ich bereits an zu essen, der neugierig meinen Worten lauschte und versuchte sich einen Reim zu machen. Dann fragte er mich
    "Ist deine Schwester schwanger?"
    "Ja"
    "Oh, ich werde Onkel." Man sah meinem Mann an, das er überlegte, plötzlich strahlten seine Auugen und er grinste übers ganze Gesicht
    "Ich war noch nie Onkel. Ich werde jetzt Onkel. Das ist wunderbar. Darf ich das schon wem erzählen? Du wirst dann ja Tante. Onkel Dieter und Tante Inga."
    Die Reaktion von meinem Mann fand ich einfach nur süß und über die Nachrichten meiner Schwester hab ich mich einfach nur gefreut.

    Diese aufregende Zeit bleibt also weiterhin aufregend und spannend.

  4. #94
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    Montag früh....

    wollten wir nun endlich zum Standesamt und zum Pfarramt um unsere Eheschließung auch anzumelden.
    Da wir vorher noch zum Einwohnermeldeamt mussten, um unsere Meldebescheinigungen fürs Standesamt zu besorgen, fiel meinem Mann ein, er könnte doch auch gleich noch beim Strassenverkehrsamt reinschauen und dort seinen deutschen Führerschein abzuholen und bei der ZUlassungstelle reinspringen um das Motorrad für das ganze Jahr zuzulassen, statt bislang von März bis NOvember.
    Aber ganz kurz musste er, bevor wir los konnten, noch seine Emails anschauen, weil er auf irgendeine superwichtige Nachricht wartete...
    Dann war allerdings einer von seinen Neuseelandfreunden online, mit dem er noch kurz chatten musste und so war es bereits kurz nach 9h als ich ihn genervt fragte, ob ich vielleicht alleine los gehen sollte.

    Wir verließen nun also das Haus, doch mein Mann musste zunächst noch das Kennzeichen von seinem MOtorrad abschrauben, weswegen seine Finger blitzschnell auspuffschwarz waren, und mich dann bat, doch das schmutige Kennzeichen in meine Handasche zu stecken, damit er es nicht tragen müsse. Lächelnd reichte ich ihm ein Taschentuch für seine Finger und erklärte, das mir dieses dreckige Ding nicht neben meine Dokumente in die selbe Tasche kämen.

    Gegen 9.30 kamen wir also im Verwaltungsgebäude an und gingen erst zur Führerscheinstelle, da Dieter dachte, er würde maximal 5Minuten warten, schließlich müsse er nur seinen englischen Führerschein gegen den Deutschen eintauschen... Nachdem zwanzig Minuten Warterei vergangen waren, beschloß ich schon Mal eine Etage höher zu gehen um meine Wartenummer beim Einwohnermeldeamt zu ziehen.
    Ca 15 Minuten später gesellte sich mein Mann zu mir und sein Gesichtsausdruck verriet seinen Ärger: seine Euphorie über den neuen deutschen Führerschein war in Null Komma nichts verschwunden, als er von der Sachbearbeiterin darauf hingewiesen wurde, dass nicht alle Fahrklassen europäisch standartisiert sein und nicht alle Klassen übernommen werden konnten. Mein Mann sah sich also fahrtechnisch beschnitten und hätte am liebsten wieder seinen englischen Führerschein zurück genommen...

    Als wir gegen 10.30 unsere Meldebescheingungen in den Händen hielten, konnte ich meinen Mann überzeugen JETZT nicht mehr zur Zulassungstelle zu gehen, da das Standesamt und Pfarramt nur bis 12h geöffnet sind und wir zeitlich bereits knapp dran wären.

    Wir liefen also nach Hause, stiegen ins Auto und fuhren los. Im Auto sichtete ich noch einmal die Dokumente und fragte, ob Dieter nicht seine Einbürgerungsurkunde mitgenommen hätte, denn der Staatsangehörigkeitsausweis, den er vor anderthalb Jahren in Landshut bekommen hatte, reichte meiner Meinung nach nicht, da er zeitlich begrenzt ist.
    Mir fiel die Kinnlade runter, als mein Mann erklärte, das er soetwas gar nicht habe. Nur sein Vater habe damals, in Südafrika, eine Einbürgerungsurkunde bekommen, die er ihm netterweise ausgeleihen hatte, damit Dieter diesen Staatsangehörigkeitsausweis bekommen konnte, bzw damals seinen Personalausweis und Reisepaß erneuen konnte. Seiner Meinung nach, ist so ein Dokument gar nicht notwendig, weil der Standesbeamte bestimmt irgendetwas in seinen PC eingeben könne und selbst prüfen könne, ob alles in Ordnung mit ihm (also meinem Mann) sei.
    Mein Gott! Kann mein Schatz naiv sein! Er war sich gar nicht bewußt, das er damit die bürokratische Büchse der Pandora geöffnet haben könnte.

    Um kurz vor 11h betraten wir das Einwohnermeldeamt. Der Sachbearbeiterin legten wir alle Dokumente vor, sie studierte natürlich besonders Dieters Unterlagen und konnte naürlich noch nicht sagen, ob seine Dokumente so ausreichend sein. Sie erklärte, dass die Standesbeamtin, die entsprechend spezialisiert wäre, momentan nicht im Haus sei, aber man sich mit uns -schnellstmöglich - in Verbindung setzen würde. Natürlich.
    Sie bat uns zur Kasse zu gehen und alle nötigen Gebühren zu entrichten, danach sollten wir auf der Bank vor der Kase noch einen Moment Platz nehmen.
    An der Kasse hatten wir natürlich nicht genügend Bargeld dabei und mit EC-Karte konnte man selbstverständlich auch nicht bezahlen. weswegen wir erstmal wieder in die Stadt mussten um dort eine Bank zu finden. Und Murphys Gesetz folgend fanden wir natürlich nicht sofort eine....

    Es war 11.52, als ich wieder im Kassenbüro eintrat und die Gebühr entrichtete.
    Die Standesbeamtin, die uns offiziel die Anmeldung zur Eheschließung verlesen sollte, hatte uns bereits vermisst und Alarm geschlagen, in der Befürchtung wir hätten uns im Gebäude verirrt. Zu ihr ins Büro durften wir direkt im Anschluß und Dieter und ich fanden es beide sehr aufregend und rührend - nun sind wir - mal wieder - verlobt. Offiziel.
    Nachdem sie uns gratulert hatte, bat sie uns, nocheinmal zu ihrer, auf ausländische/s Dokumente/Recht, Kollegin zu gehen, die sich unsere Unterlagen inzwischen angesehen hatte.

    Diese Kollegin war zwar weniger sympathisch, aber da sie NICHTS an Dieters Dokumenten auszusetzen hatte, wiegte das alles wieder auf!

    Alles in allem verließen wir gegen 12.30 das Gebäude, viel später als wir dachten und zum Pfarramt haben wir es leider nicht mehr geschafft.
    Mein Liebster foppte mich noch etwas, weil ich dramatiseiert hätte, was seine - nichtvorhandene - Einbürgerungsurkunde betraf.

  5. #95
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    Standard ⫸ AW: indras hochzeitsgeschichte

    Dienstag früh....

    waren wir dann im Pfarrbüro.
    Die Sekräterin drückte uns eine Antragsformular n die Hand und bat uns, dies auszufüllen.
    Da ich nicht weiß, wie andere Paare sich in einer solchen Situaton verhalten und ob die alle Fragen auf die Antworten aus der Luft heraus wissen, behaupte ich jetzt: die Sekräterin muss uns für total plemplem halten. ZUmindest interpretiere ich ihr Lächeln so, das sie, währenddessen sie Dieter und mir lauschte, in ihr Gesicht zauberte.
    "Wann bist du getauft worden?"
    "Wahrscheinlich 3 Monate nach meiner Geburt."
    "Wahrscheinlich?!"
    "Dann werden doch alle Kinder getauft."
    "Also ich war 3 oder 4 Jahre als ich getauft wurde."
    "Ach ja! Ich erinnere mich! Deine Mama erzählte, du hast dir eine Kerze zwischen die Beine gesteckt und bist durch die Kirche gerannt und hast gerufen 'Ich bin eine Hexe und reite auf meinem Besen'" er lacht.
    "Welche Konfession hat deine Mutter?"
    "Ich weiß nicht"
    "Wie? Du weißt nicht, welche Konfession deine Mutter hat?"
    "Ich glaube evangelisch"
    "Ja, mit dem Glauben sind wir ja an der richtigen Adresse.Kennst du die Reigion/Konfession deines Trauzeugen? Bei Hella weiß ich das nicht"
    "Steht die Frage da wirklich drin? Laß mich mal sehen!

    In dem MOment war mir klar, das wir noch etwas recherchieren mussten, um die Antworten korrekt und wahrheitsgetreu anzugeben. Wir baten, zum bedauern der Gemeindesekräterin, das Formular mit nehmen zu dürfen und bei Gelegenheit vorbei zu bringen.
    Ich hätte nie gedacht, das ich mal an einem Formular scheitern werde...

  6. #96
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    Doppelhochzeit....

    An dieser Stelle sollte ich vorab erwähnen, das meine Schwester gerne die Lorbeeren für anderer Leuts Arbeit kassiert und mit einer bestimmten Leichtigkeit durchs Leben geht, die mich manchmal auf die Palme bringt.

    Meine Schwester ist bekanntlich schwanger und nun möchten sie und ihr Lebensgefährte vor der Geburt und noch in diesem Jahr heiraten.
    Die ehrenvolle Aufgabe der Trauzeugin soll ich übernehmen.
    Bei einem Gespräch zur Terminfindung schlug mir meine Schwester dann aus heiterem HImmel vor, wir könnten doch im Doppel heiraten: eine Doppelhochzeit eben!
    Katholisch könne sie ja nicht mehr in weiß heiraten, aber doch vielleicht evangelisch? Und wie das denn noch mit dem konvertieren sei...

    Das war der volle Ernst meiner Schwester, auch wenn sie später meinte, sie hätte nur gescherzt.
    ...GUt das ich gelernt habe "nein" zu sagen.

  7. #97
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    Mein 30ster Geburtstag...

    noch bin ich 28, aber nächstes Jahr im Herbst werde ich 30. Und wie ich nach Dekorationsartikeln im Internet schaue, finde ich eine Seite mit Partyartikeln und beschließe zu meinem 30. Geburtstag eine Themenparty zu geben: Hawai oder Grusel, was dann eine verfrühte Halloweenparty wäre, sich aber mit den begleitenden Kindern nicht vereinbaren ließe... Während ich mir die Deko vorstelle und nach einem geeignetem Platz nachdenke, überfällt mich wieder der Gedanke an unsere Hochzeit! Höchstwahrscheinlich sollte ich die erst zu Ende planen und "hinter mich bringen", bevor ich das nächste Projekt in Angriff nehme!

    Als ich übrigens meinem Mann davon erzähle, war seine erste Frage: "Und was ziehe ich bei sowas an?"

  8. #98
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    Valium....

    Meine Trauzeugin ist seit vielen Jahren überzeugte Veganerin.
    Das heißt, dass sie nicht nur auf Fleisch und Fisch verzichtet, sondern auch auf Milchprodukte, Eier und Honig. Auch auf Bekleidung oder Produkte, die Leder, Pelz oder Federn enthalten verzichtet sie ganz.
    Privat und beruflich setzt sie sich für den Schutz und die Rechte von Nutz-, Haus-, Wild- und sonstigen Tieren ein.
    Aber auch Menschenrechte, Fair Trade für die 3.Welt und ökologischer Anbau sind ihre großen Themen.

    In vielen Punkten stimme ich meiner Trauzeugin zu, allerdings bin ich schlichtweg zu faul, oder bequem, um meinen Lebensstandard zu ändern und stattdessen die Welt zu verbessern.

    Glückliche Hüher und Schweine? JA!
    Veränderungen in der Massentierhaltung? JA!
    Verschärfung der Gesetze bei Mißhandlungen von Tieren? JA!
    Vegetarische oder vegane Gerichte? JA!
    Höhere Gewinne für die Bauern der 3. Welt? JA!
    Ökologischer Anbau? JA!
    Verbot von langen Tiertransporten? JA!
    Weniger Fleisch? JA!
    Nie wieder Fleisch? ...öhm....

    Letzt telefonierte ich mit einem gemeinsamen Freund. Dieser fragte mich, ob er während des Essens in der Nähe meiner Trauzeugin sitzen müsse, da er schon kaum ihren vorwurfsvollen Blick ertragen könne, wenn er Lederschuhe trüge. Da wolle er nicht in ihr Gesicht sehen müssen, wenn er genussvoll ein Fleischgericht äße.

    Nun, Hella wird bei der Hochzeit natürlich ein veganes Menü bekommen und da sie am Ehrentisch mitsitzen wird, sehe ich auch keinerlei Problem mit der Person ihr gegenüber.
    Aber ein Problem, was ich noch vor mir habe: im Gasthaus hängt das ein oder andere Geweih und der ein oder andere Tierkopf....

    Nun überlegte ich schon, ob ich nicht einfach den Inhaber fragen soll, ob er die Deko nicht abnehmen könnte, weil die Kinder sich vor den toten Tieren gruseln könnten.

    Sven machte mir nur sehr wenig Mut und schlug stattdessen vor, ich könnte doch vielleicht irgendwoher Valium besorgen...
    Nee, ist klar! Den Besitzer des Gasthauses dazu zubringen die Tiere abzunehmen und durch ein Nadelöhr zu tragen ist wahrscheinlich größer, als das man in unserem Land ein solches arzeimittelgesetzlich streng reguliertes Medikament zu bekommen....

    Tja, wie sag ich es meiner Trauzeugin.....?

  9. #99
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    The best of Tante Ingrid...

    es ist schon nahezu göttlich, wie jemand, der eigentlich keine Rolle in meinem Leben spielt, eine solche Präsenz hat.
    Ich fasse der Einfachheit einmal alles in einem Eintrag zusammen.

    ZUnächst einmal haben wir bislang immer noch nichts von Tante Ingrid selbst gehört, d.h. offiziel wissen wir immer noch nicht, das sie gedenkt zu unserer Hochzeit anzureisen. Aber, über solche Lapalien reg ich mich doch nicht auf.

    Tante Ingrid soll beschlossen haben, das sie und ihr Partner, von dem ich inzwischen und durch Zufall erfahren habe, das er Jean heißt, mit in der 6-Personen Ferienwohnung, die meine Schwiegermonster gemietet haben, wohnen werden.
    Schwiegervatermonster ist witzigerweise gar nicht begeistert, weil seine Shwester ihn a) nicht gefragt, sondern nur informiert hat, er es b) als unverschämt betrachtet und c) findet, die Wohnung sei zwar groß genug, aber nur groß genug für 4 Personen und Tante Ingrif solle sich doch d) was eigenes suchen.

    Die böse Terrorbraut (also ich) flötet ihrerseits, das sie das Problem gar nicht versteht: es geht doch schließlich nur um 2 Nächte. Tante Ingrid und ihr Bruder haben sich doch schon soooo lange nicht mehr gesehen, da sollten sie doch dankbar sein um jede Minute, die sie miteinander verbringen können. Wieso soll die Ferienwohnung nicht groß genug sein?
    Wie? Das noch niemand Jean kennt ist ein Problem? Du hast auch mit meiner Schwester, ihrem Mann und mir in einem Raum geschlafen, da hast du die beiden auch erst gerade kennen gelernt. Ich habe doch auch direkt bei deinen Eltern mit übernachtet. Tante Ingrid, Jean und deine Familie sind doch alles erwachsene Leute...

    Wirklich, über die Doppelmoral meiner Schwiegermonsters könnt ich mich weg lachen! Würde Dieters Schwester bei uns wohnen wollen, und wir wären dagegen, würden uns die Schwiegermonster den Krieg erklären.

    Inzwischen war es soweit, das Dieters Vater meinte, er würde vorschlagen, das seine Schwester nicht kommt.
    Ich hab Tränen gelacht! Wie? Ich soll jemanden ausladen, obwohl ich gar nicht weiß, dass diese Person zu unserer Hochzeit kommen wird?
    DAS werd ich nicht tun! Es war dir so wichtig, das wir sie einladen, jetzt möcht ich sie auch kennen lernen - vor allem wenn sie es schafft deinen Vater so auf die Palme zu bringen!

    Dannach war eine Weile Funkstille und irgendwann meinte mein Schwiegervatermonster, wir sollen einfach nicht damit rechnen, das sie tatsächlich kommt. So wäre sie schon immer gewesen.

    Und plötzlich, eigentlich kurz nachdem es hieß, wir sollten nicht mit ihr rechnen, riefen die Schwiegermonster an und teilten mit:
    man habe mit Tante Ingrid telefoniert, sie wolle immer noch zur Hochzeit kommen, sie würde mit dem Auto fahren, sie habe kein Navi und eine Landkarte würde sie wohl erst in Nürberg kaufen. Außerdem würde sie erst am Samstag anreisen und nein, wir sollen nicht damit rechnen, das sie uns in irgendeiner Form selbst kontaktieren würde...

    Ein Telefonat mit Dieter reicht wohl nicht aus, deswegen bekam ich folgende Email vom Schwiegervatermonter:

    "Hallo Inga

    Ich habe meine Schwester angerufen um aus zufinden ob sie und Jean kommen noch zu deine Hochzeit.

    Ja, und die werden auch den Burg besichtigung mit machen. Sie kann nicht die Einladung finden, leider kommt so ein Mensch, ab u zu in jeder Familienbaum.

    Ich hoffe das alles geht gut mit Euch, und das Ihr habt ein bessere Sommer als wir. Bei uns haben wir ein 2. April und das bedeutet kuehl u windig, der letzterer hass ich. Wir hatten zu viel Wind im Leben gehabt.

    Machs Gut

    Tschuess

    H u L "

    Gut das es MEINE Hochzeit ist!
    ...So ein Mensch kommt in jeder Familie vor? Ich glaub meine Schwiegermonster haben nicht die Objektivität zu sehen, das Tante Ingrid genauso zu sein scheint wie meine Psychoschwägerin, also, wie ihre Tochter...
    Aber egal! Ich habe meinen Spaß!

  10. #100
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    Beichte....

    ich habe es getan!

    Ich habe meiner Trauzeugin gestanden, das im Gasthaus tote Tiere zur Dekoration verwendet werden.

    Und wie hat sie reagiert?
    Sie ist natürlich nicht in Jubel ausgebrochen, sondern meinte, sie hätte sowas schon geahnt, da ich ja schließlich in Bayern lebe.

    Auf die Frage, ob sie trotzdem noch zur Hochzeit käme und weiterhin meine Trauzeugin sein wird, antwortete sie, da müssten schon ganz andere Dinge passieren, die sie davon abhalten könnten zu meiner/ unserer Hochzeit zu kommen!

    Wieder eine Sorge weniger: sprechen hilft!

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