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Thema: ⫸ Die große Liebe der kleinen Sabsi

13.12.2017
  1. #11
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    Ein ganz normaler freier Tag im Leben eines angehenden Brautpaares

    Nachdem wir im Standesamt ja nicht wirklich erfolgreich waren, hielt der freie Tag aber noch einige zu überwindenden Hochzeitshürden für uns bereit.

    Zunächst einmal muss ich erwähnen, dass unsere Polterhochzeit in einer alten Scheune und auf Festbankgarnituren stattfinden wird.
    Um die Bänke zu verschönern, haben wir beschlossen, Hussen zu nähen. Den Stoff hierfür hatten wir bereits bestellt, und an diesem freien Tag sollte er abgeholt werden.

    Enttäuscht von der Standesamts-Geschichte, die den Tag nicht wirklich gut beginnen ließ, stiegen wir also ins Auto und machten auf den Weg gen Aschaffenburg zu unserem Stoff.

    Wir hatten diesen Laden schon öfter mal als Ziel, getroffen haben wir ihn jedoch bisher immer nur aus Zufall. Auch dieser Tag sollte keine Ausnahme darstellen. Auf der Autobahn, beide in ein spannendes Gespräch vertieft, verpassten wir zunächst unsere Ausfahrt, um wenige Meter später in einem wunderbaren Stau festzustecken. Nach gut 1 1/2 Stunden - bis wir an der nächsten Ausfahrt gedreht und über Land das Stoffgeschäft von der falschen Seite aus gesucht haben - kamen wir dann endlich an unserem Ziel an.

    Dort holte uns die Juniorchfein persönlich unseren bestellten weißen Nessel. Und traf beinahe der Schlag, als sie mit der riesen Rolle auf dem Wagen um die Kurve kam.
    Und der nette Mann, der uns half, den Stoff zum Auto zu bringen, konnte sich nur sehr schwer das Lachen verkneifen, als wir auf dem Parkplatz auf den kleinen MX 5 Miata deuteten. Nunja, ein Zweisitzer-Cabrio ist wohl nicht unbedingt das geeignetste Fahrzeug, um 130 Meter aufgerollten, 1,40 breiten Stoff zu transportieren

    Überraschenderweise konnten wir die Rolle aber doch bei geschlossenem Dach (ich sah mich schon im Dezember zitternd offen fahren, mit dem weißen Mast nach oben herausragend) verstauen, indem ich meinen Sitplatz zur Hälfe aufgab.

    Zuhause luden wir unsere Beute unter den lästernden Augen der Familie aus und traten den nächsten Schritt unserer Tagesplanung an: Frankfurt - Einladungskarten...

    Im ersten Geschäft angekommen, trafen wir auf eine Verkäuferin, die leider wenig Ahnung hatte. Wir hatten spezielle Vorstellung - dank des Brautforums :super: - und wollten diverse Utensilien zum Embossing erstehen. Die Verkäuferin telefonierte dann mit einer anderen Filliale, die mehr Auswahl hätte. Dort, so versprach sie, würden wir auch kompetent beraten werden. Gut, man hat ja sonst nichts zu tun - fuhren wir also bei Berufsverkehr in Frankfurts Innenstadt und begaben uns auf die Suche nach dem Schreibwarengeschäft mit großer Auswahl an Embossing-Produkten.

    Und dann, als wir es endlich gefunden hatten, kam die positive Überraschung: man hatte dort wirklich Ahnung, die Beratung war top und wir zogen mit Tüten bepackt von dannen.

    Bis wir uns durch den Berufsverkehr endlich nach Hause gekämpft hatten, war unser freier Tag so gut wie vorbei - einen Prototypen unserer Einladungskarten konnten wir aber dennoch zu aller Zufriedenheit fertig stellen.


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  2. #12
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    Hab den Wagen voll geladen...

    Wie all unsere Gäste wissen, wohnen wir bereits seit mehreren Jahren zusammen und haben deshalb den Hausstand ziemlich komplett. Darum sollte unser vorrangiger Wunsch der nach netten kleinen Scheinchen sein.

    Um aber zu vermeiden, dass wir von den lieben Verwandten, denen Geldgeschenke zu unpersönlich sind, doppelt und dreifach unnötige Geschenke bekommen, entschlossen wir uns zu einem Geschenketisch bei Möbel Walther in Grüdau/Lieblos.

    Ich kann nur eines dazu sagen: SO macht einkaufen Spaß!!!

    Wir gingen durch die Reihen, luden und luden den Wagen voll - Kochbücher, Backformen, ein teures WMF-Besteck, Handtücher, Bettwäsche, Toaster, Eierkocher, Mixer - und gerieten in einen richtigen Kaufrausch. Und wir mussten keinen Cent bezahlen

  3. #13
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    Meine Mama ist die Beste... und mein Papa auch!

    Mitte Januar beschlossen meine Mama und ich, dass wir uns so langsam auf die Suche nach meinen Brautschuhen machen sollten. Da sie ja beim Kleid-Finden nicht dabei war, genoss ich diesen Bummel gleich doppelt.

    Wir nahmen Kurs auf das große Schuhgeschäft \"Rohrmeier\" in AB, von dem uns gesagt wurde \"wenn Du da nichts kriegst, dann kriegst Du nirgens was\".
    Zunächst mal parkten wir am falschen Rohrmeir - wir landeten nämlich im \"Outdoor und Trecking\"-Geschäft. Wir machten gute Miene und liefen einmal durch die Reihen, und meine Mama zischte mir zu \"Wag Dich nicht und frag hier nach Brautschuhen!!!\"
    Dann fragten wir einen Verkäufer nach dem Weg zum \"normalen\" Schuhgeschäft. Und da, wo jeder was finden muss, da haben wir natürlich nichts bekommen

    Spontan überlegten wir uns, da wir ja eh in der Ecke waren, wir könnten ja in Leidersbach, also da, wo ich mein Brautkleid gekauft habe, vorbeischauen. Auf dem Weg kamen wir zufällig bei S. Oliver vorbei, wo wir auch noch schnell kräftig zuschlugen.

    Ohne große Zwischenfälle trafen wir dann in Leidersbach ein, und trotz der großen Auswahl an Brautschuhen war irgendwie doch nicht das Richtige dabei. Ein Paar haben wir uns dann herausgesucht, es war zwar nicht wirklich schön weil eher grob geschnitten, aber dafür wenigstens bequem.

    Und ganz ohne damit gerechnet zu haben durfte ich an diesem Tag mein Kleid anziehen!!!

    Die Verkäuferin beriet uns dann noch in Sachen Brauthandtäschen - und unsere Wahl fiel auf ein sehr schönes Täschchen, das wir dann auch gleich mitnehmen wollten. Als ich an der Kasse meine EC-Karte zücken wollte, da eröffnete mir Mama, das sie das Täschchen kaufen wird. :super: Ich hab die beste Mama der Welt!!!
    Wir hatten – angeregt durch diverse Bilder und Texte im Brautforum – beschlossen, dass wir unbedingt ein Geldgeschenkeherz brauchen. Den Luftballon hatten wir auch schon länger besorgt, aber so richtig rangetraut hatten wir uns noch nicht. Irgendwann kam ich dann von der Arbeit heim, da grinste Papa ganz stolz und sagte „Komm mal mit, ich will Dir was zeigen!“ und führte mich auf die Terasse. Dort stand unser Herz in Rohfassung, Papa hatte beschlossen, dass das mit uns ja eh nichts wird, und deshalb hatte er die Sache selbst in die Hand genommen. Aber nicht, dass er ganze Zeitungsbahnen angekleistert hätte – nee, er hat die Zeitung zunächst in kleine Streifen zurechtgeschnitten und dann einzeln aufgeklebt... Und das Endergebnis kann sich wirklich sehen lassen – Fazit: Ich habe auch den besten Papa der Welt!

  4. #14
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    Jetzt ist es amtlich

    Nach der Enttäuschung beim letzten Standesamtsbesuch war der letzte wirklich erfolgreich.
    Wir haben einen Termin vereinbart, waren auch pünktlich da, jedoch hat uns zunächst keiner die Tür geöffnet. Da wir ja von den Beamten dort nichts gutes gewöhnt sind, stellten wir uns schon darauf ein, vergessen worden zu sein. Nach mehrmaligem Klingeln wurden wir dann aber doch erhört.

    Ohne zu warten wurden wir direkt ins Zimmer gebeten, und die verwirrte Beamtin vom letzten mal fragte uns erneut nach unserem Anliegen: \"So, sie sind jetzt also wegen dem Aufgebot hier?\" \"Ja, *Räusper* wir haben einen Termin zur Anmeldung zur Eheschließung\"

    Die Dame, heute übrigens sehr freundlich, sammelte unsere Unterlagen ein - Perso, Abstammungsnachweis, Abschrift aus dem Familienbuch, Meldebescheinigung - und machte sich ihre Kopien. Sie klärte uns über das Namensrecht auf - worüber ich als Forumsbraut natürlich schon bestens informiert war :super:
    Nebenbei erwähnte sie, dass erst seit gestern ein neues Programm zu Datenerfassung für das Aufgebot installiert sei. Wir waren das erste Paar, das über dieses Programm eingetragen werden sollte. Aus diesem Grund rief sie sich Verstärkung in Form einer älteren Dame. Bei machen Feldern saßen dann beide Damen hilflos vor dem Bildschirm \"Was kommt denn da rein?\" - \"Keine Ahnung, lass erstmal leer!\" Ohjeee, ob das so stimmt???

    Zum Schluss kam der Chef, der seine Unterschrift sowieso unter das Dokument setzen musste, und prüfte sämtliche Einträge. Wir hatten eine Menge Spaß!

    Nachdem wir uns unter vielem Dankeschön bereits verabschiedet hatten, da fragte die heute nette Frau, ob sie uns das Trauzimmer nochmal zeigen soll. Gern nahmen wir das Angebot an, und wir waren beide sehr überrascht. Ich habe den Raum zuletzt bei der Trauung meines Onkels gesehen, und damals war es kalt und trist, mit PVC-Boden und kahlen weißen Wänden. Mittlerweile hatte der Raum eine helle Tapete, sehr schöne lange Vorhänge und Möbel mit Buchefurnier bekommen - wunderschön...

  5. #15
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    Der Schatz kann’s nicht erwarten

    Mit dem Ringkauf waren wir recht zeitig dran. Oft hat der Schatz Kunden, die wenige Tage vor der Hochzeit auf die Idee kommen, Trauringe zu kaufen – und wenn dann nicht alles hundertprozentig reibungslos abläuft, dann kann der Termin manchmal nicht gehalten werden. Wenn man, so wie wir, schon so lange im Voraus plant und heiraten will, dann kann man sich diesen Stress getrost ersparen, dachten wir uns, und deshalb machten wir uns also bereits im Oktober auf, um unsere Ringe zu finden (der ausführliche Ring-Kauf-Bericht steht ja bereits im Tagebuch).
    Im Dezember trafen unsere Trau(m)ringe dann bei uns ein, und ich muss ja zugeben, dass ich äußerst positiv überrascht war. Wie schon erwähnt konnte ich mir die Ringe ja nicht wirklich vorstellen, anhand der Daten wie Breite, Profil und Material. Der Anblick unserer Ringe war für mich also eine große Überraschung – und ich war (und bin) begeistert.
    Wir probierten die Ringe kurz an und verwahrten sie dann sicher im Regal in dem Schmuckkästchen.

    Kurz nach Weihnachten fing der Schatz dann an, sich Gedanken zu machen: Ursprünglich wollte er seinen Trauring links tragen, weil er meinte, dort würde er ihn weniger stören. Nun lagen aber die schönen Ringe im Schrank, dabei könnte man sie doch schon so nett tragen. Ausserdem hätte ich es ja lieber gesehen, wenn er seinen Ring auch rechts tragen würde, denn wenn der linke Ringfinger für Franzosen und Italiener der Finger nah des Herzens ist – wir sind Deutsche und deshalb wollte ich den Ring traditionell rechts tragen.
    Kurz und gut – nach Weihnachten machte Schatz den Vorschlag, die Ringe bereits jetzt an der linken Hand als Verlobungsring tragen, und an der Hochzeit wandern sie dann frisch poliert und dann auch mit Aussenlasergravur an die traditionelle rechte Hand.

    Natürlich habe ich mich nicht lange bitten lassen – schließlich rannte ich durchschnittlich viermal am Tag zum Schrank und lunste in das Schmuckkästchen – und deshalb zierte mein Trauring bereits vor der Hochzeit meine linke Hand.

  6. #16
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    Doch nicht die ersten?!

    Irgendwann im Januar entschloss sich ein anderes Pärchen aus unserer Clique dazu, auch zu heiraten.
    Sie ist ungewollt schwanger, beide sind älter als wir (28 und 33) und erst seit da noch nicht einmal einem Jahr zusammen.
    Nach Bekanntgabe der Schwangerschaft fragten wir natürlich, ob nun Heiraten ein Thema wäre, und er verneinte dies immer rigoros. Nein, ER will nicht heiraten, nie, und schon garnicht wegen eines Babys, welches er auch nie gewollt hat.
    Beste Ausgangssituation für Nachwuchs, dachten wir uns. Gut, anfang des Jahres hatten sich beide wohl an den Gedanken gewöhnt, dass sie Eltern werden, und dann war auch der werdende Vater von der Heirterei nicht mehr so abgeschreckt.

    Als wir dann aber erfuhren, dass die beiden noch vor uns in den Bund der Ehe eintreten würden, da waren wir - oder jedenfalls ich - ziemlich enttäuscht. Wir waren nunmal die ersten aus der Clique, die sich trauen wollten - schlimm genug, dass andere nachziehen, aber dass die sich auch noch vordrängeln

    Irgendwann habe auch ich mich dann wieder beruhigt, ich habe beiden natürlich nur das beste gewünscht, aber tief in mir drin, da halte ich meinen Trumph hoch: Mein Schatz WILL mich heiraten. Er hat mir den Antrag aus freien Stücken heraus gemacht. Er hat nicht vor Freunden gesagt, dass er vom Heiraten garnix hält, um vier Wochen später den Hochzeitstermin zu verkünden. Er wurde nicht durch ein Baby gezwungen, mich zu heiraten.

    Die \"anderen\" hatten eine sehr schöne Hochzeit, aber man merkte schon, dass für die Planung nur knappe 8 Wochen Zeit waren. Die Einladungen waren schlecht gemacht - man konnte die Schrift kaum lesen, so klein war die gedruckt. Die Braut hatte ein Umstands-Hochzeitskleid an - in dem hätte ich nicht heiraten wollen und der Bräutigam hatte eine Iro-Haarschnitt

    Beim JGA konnten sowohl die Jungs, als auch die Mädels schon mal üben oder sich anschauen, wie man es nicht machen sollte, so dass sie sich bei uns dann richtig ins Zeug legen können.

    Aber was mich am meisten überzeugt hat, das war der Satz, den die Braut zu mir gesagt hatte: \"Ich habe mir nicht eine Hochzeitszeitschrift gekauft. Weißt Du, wenn ich mir die durchblättere, dann werde ich nur traurig, dass ich all die tollen Sachen nicht haben kann!\" Sie konnte die ganzen Vorbereitungen gar nicht genießen, hatte keine lange, ausgiebige Brautzeit. Und wisst Ihr was? Sie war noch nicht mal im FORUM unterwegs :heul:

  7. #17
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    Ich bin ein Zwerg!

    Und wieder einmal machte ich mich mit meiner Mama auf den Weg zu Brandmoden nach Leidersbach. Heute war es unser Ziel, brautige Wäsche für mich zu finden.
    Ich hatte die schlimmsten Vorahnungen, da ich spezielle Vorstellungen hatte. Ich wollte eine Corsage, die elegant, vielleicht mit Spitze, aber gleichzeitig nicht zu alt wirkt. Mein Kleid ist verspielt, ich bin jung, dazu gehört also auch jugendliche Wäsche. Gleichzeitig sollte sie leicht pushen und vor allem keine spitze Brust machen , denn die Corsagen, die ich im Geschäft vorher habe hängen sehen, die hatten obenher so Tüten - sowas ziehe ich nicht an !

    Bereits nach kurzer Zeit wurden wir fündig, und so zogen wir glücklich und zufrieden von dannen.

    Der Termin zu meinem Abstecktermin rückte immer näher - und mit ihm wurde auch meine Zeit, elegante Schuhe zu meinem Brautkeid zu finden immer weniger. Ich hatte mir ja Notfall-Schuhe zurückstellen lassen, die mir nicht 100 % gefallen hatten, die aber besser waren, also barfuss dazustehen. Aber ich wollte mich noch anderweitig umsehen.

    Ich lud also meine Trauzeugin Franzi in meinen gelben Ka und wir brausten los in Richtung Schuhgeschäft. Leider gab es dort rein garnichts, was auch nur im Entferntesten an Brautschuhe erinnert hätte.
    Kurzentschlossen nahmen wir dann Kurs auf die Frankfurter Innenstadt, wo bekannterweise ein Brautgeschäft am anderen ist.
    Wunderbar, wir fanden die Läden auch ziemlich gleich, Tatsache, ein Geschäft nach dem anderen. Und alle schließen um 18 Uhr. Toll, dass wir um 18:30 schon da waren
    Gut, also schlug ich mir andere Brautschuhe aus dem Kopf, denn es war keine Zeit mehr, vor dem Abstecktermin noch ein anderes Geschäft aufzusuchen.

    An einem Samstag Mitte März kam dann der große Tag: mein Abstecktermin.
    Meine Mama, die mich auch hierbei wieder begleiten sollte, und ich meldeten uns an der Kasse, und die unfreundliche Verkäuferin bat - oder eher befahl -uns, einen Moment zu warten. Wir zogen uns also in die Schuhecke zurück und besahen uns diverse Modelle. Viele waren scheinbar neu eingetroffen, denn zu dem Zeitpunkt, als wir dort geschaut hatten,da war die Auswahl deutlich begrenzter.
    Und während wir so durchschauten, da sah ich ihn: Meinen Schuh. Der solte es sein. Zierlich, elegant, angenehme Absatzhöhe, vorne schmal, aber nicht zu spitz... so hatte ich ihn mir vorgestellt. Und, das Glück war mir hold - er war sogar in meiner Größe da. Bereits beim ersten Hineinschlüpfen wußte ich, ich hatte meinen Schuh gefunden.

    Nachdem wir nun also eine Dreiviertelstunde bei den Schuhen auf die Abstecktante gewartet hatten, wandten wir uns erneut an die Verkäuferin an der Kasse. Sie herrschte uns an: \"Ja, da hätten sie sich doch anmelden müssen!\" und noch bevor ich platzen konnte entgegnete meine Mama freundlich aber bestimmt, dass wir uns bereits vor 45 Minuten angemeldet hatten, und dass wir jetzt nicht länger warten möchten. Keine fünf Minuten später stand die Abstecktante bei Fuß

    Die Schneiderin war sehr nett, sie half mir in Unterwäsche, Reifrock und Kleid, und dann steckte sie es von unten ab. Ich sollte den Gang entlanggehen, um die Länge zu überprüfen, und als ich nach vorne lief, da hörte ich, wie alle anderen Bräute, Brautmütter, Brautomas, Freundinnen und Verkäuferinnen die Luft anhielten. Alle Augen waren bewundernd auf mich gerichtet. Hach, war das schön!
    Später setzte ich den Schleier und das Diadem auf, zog Handschuhe an, nahm mein Täschchen dazu - kurz: Ich stand im ganzen Brautoutfit da. Meine Mama war total begeistert und hatte sogar Tränchen in den Augen. Und nachher flüsterte sie, dass alle umstehenden sich nach und umgedreht hatten *stolzbin*

    Mit dem Kürzen haben es die Schneiderinnen aber nicht so leicht. Da ich ja ein Zwerg von 1,58m bin, muss mein Kleid etwa 15 cm gekürzt werden. Wenn man die alle von unten wegnimmt, dann würde die Borte des Kleides fast auf dem Boden schleifen
    Deshalb werden jetzt erst einmal 10 cm aus der Taille heraus gekürzt, und für die restlichen cm komme ich zum Verkausoffenen Sonntag im April noch einmal zum Abstecken nach Leidersbach.

  8. #18
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    Wir werden uns nicht einig - oder doch?

    Eine große Hürde vor der Hochzeit - man könnte es auch eine Prüfung für die Stabilität unserer Beziehung nennen - war die Wahl des Flitterwochen-Ziels.

    Von Kindheit an bin ich Nordsee-Fan, ich brauch es nicht warm, ich brauche keine Kultur, ins Mee gehe ich sowieso nicht und auch habe ich keine Bikini-Figur. Nun wollte der Schatz seine Flitterwochen aber nicht da verbringen, wo unsere bisherigen gemeinsame Urlaube stattgefunden haben. Nach Irland wollte wir beide, aber als Flitterziel war es dem Schatz nicht recht. Er wollte was Besonderes: Seychellen oder Maurizius, Bahamas oder Malediven. Tja, nur bin ich in meinem bisherigen Leben noch nie in die Verlegenheit gekommen, ein Flugzeug von innen zu sehen, und so war meine Bereitschaft zu einem Viele-viele-Stunden-Langstreckenflug gleich 0.

    Wir diskutierten mehrere Woche, zogen fast in Erwägung, gleich getrennte Flittis zu machen und strapazierten die Nerven einer Freundin, die (Reiter- und normale) Reisen verkauft bis aufs Äußerste. Jede Woche zum Stammtisch brachte sie neue Vorschläge mit, Prospekte, Fotos, Preise, Ideen - und jede Woche war mal ich begeistert und der Schatz nicht, oder der Schatz hätte am Liebsten gleich zugesagt, aber ich war nicht eiverstanden.
    Irgendwann meinte der Schatz: \"Weißt Du was, wir lassens bleiben. Wir sparen uns das Geld, einer von uns ist eh unzufrieden, also können wir auch daheimbleiben!\" Aber mit dieser Lösung können wir nun auch nicht wirklich leben.
    Eines schönen Abends - irgendwann im Februar - saßen wir einträchtig auf der Couch und während ich strickend mit meiner Stola beschäftigt war, da blätterte der Schatz ein weiteres Urlaubsprospekt durch. Plötzlich lehnte er sich zurück und sagte \"Hier fahren wir hin!\" Sprachs, klappte das Prospekt zu und zeigte mir nicht mal ein Foto. Am nächsten Tag, unser Stammtisch-Dienstag, machte er alles mit unserer Freundin klar, bereits Ende der Woche stand alles fest: Wir starten im September in unsere Flitterwochen - 2 Wochen Kreta, 5-Sterne-Iberostar-Hotel, all inclusive, Seafront-Bungalow.

    Nun gut, er hatte sich durchgesetzt, er hatte etwas ausgesucht, und mittlerweile durfte ich sogar sehen, was mich erwartet :super: .
    Es sei dem Schatz gegönnt, dass er auch mal etwas entscheiden darf, und dafür gehts im nächsten Jahr wieder an die Nordsee !!!

  9. #19
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    Die 4-stöckige Versuchung

    Nachdem wir bereits sämtliche Bäcker im näheren Umkreis auf der Suche nach unserem Torten-Lieferanten abgeklappert hatten, sollten wir uns am vergangenen Montag bei Bäcker Bär in Marköbel einfinden. Der Chef persönlich nahm sich unserer an und lauschte unseren Vorstellungen. Hier galt natürlich auch wieder: Wenn der Schatz meinte \"Ja, genauso stellen wir uns das vor!\", dann sagte ich im gleichen Moment \"Nee, das haben Sie falsch verstanden!\". Der arme Bäckermeister war nicht weiter verwundert, scheinbar sind wir keine Ausnahme.

    Wider Erwarten wurden wir uns jedoch recht schnell einig, denn ich hatte resigniert ?(

    Meine Traumtorte war 4-stöckig und die einzelnen Ebenen saßen direkt aufeinander. Jeder Bäcker, bei dem wir waren, riet uns jedoch davon ab. Einerseits soll diese Bauweise bei einer 3-stöckigen Torte vielleicht noch möglich sein, eine 4-stöckige jedoch würde uns mit etwas Pech beim Anschneiden zusammenfallen und das war ja nicht Sinn der Sache. Da mir diese Metall-Stangen-Gestelle jedoch überhaupt nicht zusagen einigten wir uns auf eine andere Konstruktion. Hierbei sitzen die Torten zwar übereinander, aber nur durch vier kleine Säulen abgestützt. Ist schnuckelig und der Abstand nicht so hoch wie bei dem anderen Gestell.

    Unsere Deko wird geschmackvoll mit weißer Buttercreme und roten Rosen, und auch das Brautpaar verschwindet nicht in Tüllbergen sondern entspricht unseren Vorstellungen und wird extra für uns bestellt.

    Auch preislich schlägt dieser Bäcker all seine Konkurrenten, und auf den Geschmack hatten wir seine Werke bereits in der letzten Woche auf Herz und Nieren geprüft *schmatz*.

    Die Gäste dürfen sich jetzt auf die Füllungen Punsch, Schoko und Erdbeer freuen, unser oberstes Stockwerk, welches wir ganz romantisch am ersten Hochzeitstag zu zweit genießen werden, wiederholt dann nochmal das untere: Punsch, unser absoluter Favorit.

  10. #20
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    Ich freu mich so, ich freu mich so

    Hochzufrieden ob der bestellten Torte machten wir uns auf den Weg zum Gassi-Treffpunkt. Allabendlich, wenn es sich einrichten lässt, gehen wir in einer Gruppe von bis zu 8 Hunden nebst Herrchen oder Frauchen eine nette Runde. Mit von der Partie sind immer unser Versicherungs-Mensch mit Gattin und deren Malamute - einer der besten Freunde unserer Maus.

    An diesem speziellen Torten-Montag unterhielten wir uns wie üblich über alles mögliche, und dann erwähnte Reiner, der Versicherungs-Mensch, ganz nebenbei, dass sie in drei Wochen einen Pharisäer auf uns trinken werden. Soso, die beiden oder besser: die drei, denn natürlich ist der Hund mit von der Partie, werden also wieder einmal die Reise nach St.Peter-Ording antreten. Mir steht der Neid förmlich ins Gesicht geschrieben, und auch der Schatz wird immer stiller.

    Unser Budget und unser Plan sahen ein Wellnesswochenende in einem Romantikhotel für uns vor - im Anschluss an die Hochzeit wollten wir es uns noch zwei Tage gutgehen lassen, obgleich die richtigen Flitterwochen bedingt durch Urlaubsprobleme ja erst im September stattfinden sollten. Hierüber sinnierte der Schatz, und nach einigen Metern platzte es dann aus ihm heraus \"Eigentlich könnten wir doch auch ne Woche hochfahren - oder willst Du unbedingt ins Romantikhotel?\" Quatsch, wozu brauche ich ein Romantikhotel, wenn ich die Nordsee, wenn ich St.Peter-Ording haben kann???

    Was gibt es romantischeres, als nach der Hochzeit an den Ort des Antrages zurückzukehren?

    Kaum zu glauben, aber das Glück war uns wirklich hold, denn der Vermieter vom letzten Jahr hatte tatsächlich im von uns gewünschten Zeitraum noch eine Ferienwohnung mit Garten für und frei.

    Also fahren wir fast ein Jahr nach dem Antrag frisch verheiratet wieder dorthin zurück - und nun bekomme ich meine Flitterwochen im Norden und der Schatz bekommt seine Flitterwochen im Süden - das nenn ich ein faires Angebot!

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