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Thema: ⫸ Hochzeit von Meli und Micha - Achtung: Lang !!!

11.12.2017
  1. #1
    Senior Mitglied Avatar von MiaKairegi
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    Hochzeit von Meli und Micha

    Standesamtliche Trauung, Mittwoch 20.Juli 2005

    An diesem Morgen sind wir beide schon recht zeitig aufgestanden und haben hier die Wohnung noch ein bisschen aufgeräumt (wegen der erwarteten Besucher am Nachmittag) und waren auch kurz beim Bäcker einen Frühstückssnack holen. So um circa zehn Uhr haben wir uns dann langsam mal in Schale geworfen, ich in mein ebay- Corsagenkleid und Micha in seinen Anzug. Er wollte eigentlich ein rotes Hemd anziehen, aber wir haben die Tage vorher überall nach einem passenden gesucht und keines gefunden ! Naja, aber was solls, dann zieht er halt das orangenfarbene an und wir passen halt farblich nicht so ganz zusammen, es gibt schlimmeres. Wir fuhren dann nach xxx wo Micha meinen Blumenstrauß abgeholt hat und er war wirklich so geworden, wie ich ihn mir vorgestellt hatte: Drei lange Rosen, bisschen „Grün“ darum und verziertem Stängel. Mein Wunsch war es immer, mit drei langen, weißen Calla zu heiraten, aber als ich den Preis für diese paar Blumen erfahren hab, hab ich mich doch ganz schnell für die Rosen entschieden... Und es war eine gute Entscheidung, der Strauß war einfach perfekt !!
    Wir haben dann Jochen, unseren Trauzeugen, von zu Hause abgeholt. Geplant war, dass wir gemeinsam mit unseren Eltern und den Trauzeugen nach xxx fahren, aber da riefen meine Trauzeugin Meli und ihr Freund Andy auf dem Handy an, dass sie momentan noch im Stau stehen und sie dann besser gleich direkt zum Standesamt fahren. Schnell noch geklärt welches xxx das richtige ist (hier in der Gegend gibt es sehr viele „xxxs“ und die liegen nicht alle beieinander), das wärs noch gewesen wenn die zwei im falschen Ort auf uns gewartet hätten J .
    Also machten wir uns auf den Weg. Wir waren viel zu früh in xxx und mussten erst mal im Auto warten, es war nämlich ein bisschen kalt an dem Tag, zwar regnete es nicht aber die meiste Zeit war es doch bewölkt und ich hatte ja nur mein leichtes Kleid an und friere ja sowieso immer.
    Um elf Uhr durften wir dann alle ins Trauzimmer, Meli und Andy hatten es auch noch rechtzeitig geschafft, der Bürgermeister hatte extra feierliche Musik besorgt und das Zimmer war nett dekoriert worden. Es folgte eine lange Ansprache, teilweise sehr witzig, denn der Bürgermeister ist der Neffe einer meiner Patientinnen, und die hat er im Voraus schon über uns ausgefragt und es kam so das ein oder andere Lustige ans Tageslicht. Nach jeder Menge Papierkram durften wir uns endlich unsere Ringe anstecken und wir waren ein Ehepaar, Herr und Frau xxx !
    Schon ein komisches Gefühl, man hat sich so lange darauf gefreut und sich Gedanken gemacht wie es sich wohl anfühlt, und am Ende ging es dann so einfach und schnell.
    Zu gemütlicher Musik gab es für alle ein Gläschen Sekt, Michas Eltern hatten dies alles vorbereitet, und jetzt hatte man auch ein bisschen Zeit sich zu unterhalten. Wir waren ein nettes kleines Grüppchen, wir, die Trauzeugen und unsere Eltern. Zuerst wollten wir ja nur alleine das Standesamtliche regeln, aber dann wollten die Eltern doch gerne dabei sein und das war ja im Nachhinein eine schöne Angelegenheit.
    Als wir aus dem Rathaus hinausgingen, sahen wir gleich dass auf Michas Heckscheibe ein großes „Just Married“ Schild hing und unten am Auto waren einige Blechdosen befestigt (das war seine große Schwester mit Töchtern gewesen). So fuhren wir dann in den Gasthof „Stern“ zum Mittagessen. Micha traute sich zuerst nur ganz langsam zu fahren, er hatte Angst dass die Dosen irgendwie sein Auto beschädigen könnten. Trotzdem verloren wir unterwegs die meisten und als wir in der Gaststätte ankamen, hingen nur noch zwei ziemlich demolierte Büchsen dran, die wir dann auch noch abmontierten.
    Wir wurden richtig nett begrüßt und bekamen im Nebenzimmer einen festlichen Tisch zugewiesen, meine Mutter musste gleich die Dekoration bewundern und hätte am liebsten was davon mitgenommen. Gestartet wurde das Menü mit einer Hochzeitssuppe, gefolgt von Ceranoschinken auf Kresse mit süßen Melonenscheiben und dazu Brot. Zum Hauptgang wurde zuerst ein gemischter Salat serviert, danach Lende im Kräutermantel mit Pilzsoße und verschiedene Beilagen wie Gemüse, Käse-Kartoffeltäschchen und natürlich schwäbische Spätzle. Am besten war allerdings der Nachtisch: verschiedene Eissorten mit Saucen und Früchten – einfach traumhaft !!! Wir haben alle so richtig geschlemmt, ehrlich gesagt haben Micha und ich solch einen Aufwand auch gar nicht erwartet... wir dachten wir gehen halt kurz was Mittagessen und danach dann mit unseren Trauzeugen zu uns heim zu Kaffee und Kuchen.
    Mein Bruder Joachim rief dann an, unsere Engländer seien angekommen und würden sich gerade im Gasthaus einquartieren. Ich hatte nämlich meinen Brieffreund James und seinen Vater aus London auch zu unserer Hochzeit eingeladen und sie wollten schon ein paar Tage früher kommen um noch ein bisschen was hier in der Gegend zu unternehmen. Da wir am selben Tag aber diese Aktion hier hatten, war mein Bruder als Fremdenführer beauftragt worden.
    Pappsatt und glücklich fuhren wir dann wieder Richtung xxx. Jochen konnte leider nicht mehr mitkommen weil’s schon so spät war und auch Meli und Andy entschieden sich heimzufahren, sie haben einen etwas längeren Anfahrtsweg und Andy gings auch nicht ganz so gut an diesem Tag.
    Wir haben dann die Engländer in xxx abgeholt und bei meinen Eltern Kaffee und Tee getrunken und Philadelphia-Torte gegessen. Und natürlich geredet und geredet, gibt ja bekanntlich eine Menge zu erzählen wenn man sich zwei Jahre lang nicht gesehen hat.
    Abends sind Micha und ich dann zum Hochzeitstanzkurs nach xxx gefahren, der letzte Übungsabend (ich weiß, knapp bemessen aber es war gut so !). Wir haben uns dazu nicht umgezogen sondern sind in unserem Standesamtoutfit dort aufgetaucht. Ein paar haben ganz schön dumm geguckt, aber das hat uns wenig gestört . Vom Chef bekamen wir in der Pause ein Fläschchen Sekt geschenkt und das haben wir dann gleich getrunken, danach wars mir etwas wackelig auf dem Parkett und richtig konzentrieren konnten wir uns an dem Tag auch nicht, soviel hatten wir schon erlebt !
    Nach diesem anstrengenden Abend waren wir beide froh noch ein bisschen Zeit für uns alleine zu haben und den ganzen Tag noch mal miteinander zu bequatschen.

    Das war also unsere Standesamtliche Trauung !!!








    23. Juli 2005 – unsere Kirchliche Trauung

    Auf diesen Tag haben wir beide uns lange gefreut, schon ein Jahr vorher als der Termin endlich feststand aber es noch soooo lange bis dorthin war. Aber letztendlich verging die Zeit wie im Fluge und auf einmal war er da, unser großer Tag, UNSERE HOCHZEIT !!!!!

    Ich hatte mir schon Wochen, ja sogar Monate vorher Sorgen ums Wetter gemacht... ich liebe es wenn die Sonne scheint und für mich kanns eigentlich auch nicht warm genug sein. Zumindest sollte es nicht regnen, das war mir besonders wichtig. Als ich an diesem Morgen aufgestanden bin, war der erste Gang zum Fenster und: die Sonne schien, es war etwas bewölkt aber sah kein bisschen nach Regen aus (den gab es auch den ganzen Tag über nicht, die Sonne schien die meiste Zeit und es war angenehm warm aber auch nicht heiß. Genau richtig eben).
    Micha blieb noch ein bisschen liegen, er hatte die Ruhe weg, obwohl ich eigentlich auch nicht aufgeregt war. Ist einfach so, dass wir Frauen länger brauchen um uns zu richten und um neun sollte ich auch schon bei meinen Eltern sein um meine Haare machen zu lassen. Ich hatte sogar noch Zeit kurz im Internet im Hochzeitsforum vorbeizuschaun. Ohne Stress kam ich dann bei meinen Eltern an, meine Brüder schliefen sogar noch zu dieser Zeit (typisch !!).
    Steffi, die Freundin meiner Mutter und gelernte Friseuse, wollte mir meine Haare hochstecken. Ich war wirklich froh als sie mir das angeboten hat, denn ich kenne Steffi schon lange (ihre Tochter und ich waren beste Schulfreundinnen) und weiß auch was für tolle Frisuren sie zaubern kann. So hatte ich in der Hinsicht keinen Stress, musste nicht zum Friseur hetzen den ich nicht kenne und mir vor allem keine Sorgen ums Ergebnis machen. Und sie hat es auch wirklich toll hingekriegt, so hatte ich es mir auch vorgestellt, und das trotz meiner furchtbaren Haare....
    Ich blieb bei meinen Eltern, denn Micha wollte mich vor der Trauung nicht sehen, so hat er es sich immer gewünscht und ich finde das auch sehr romantisch. Bei meinen Eltern gab es Stau im Bad, jeder wollte sich hübsch machen aber bei fünf Personen geht das ohne Absprache schwer...
    Irgendwie haben wir doch noch alles hingekriegt und kurz vor knapp half mir meine Mutter in mein Hochzeitskleid und mein Vater holte meinen Blumenstrauß ab ( den ich dann nachher fast vergessen hab mitzunehmen !!). Micha musste sich zu Hause auch nicht allein anziehen, es war so ausgemacht, dass seine Mutter kurz vorbeifährt und schaut dass auch wirklich alles „sitzt“ und sie dann gemeinsam Jochen, unseren Trauzeugen, in Welzheim abholen und dann zur Kirche fahren. Eben so, dass wir uns nicht vorher schon in die Quere kommen und uns wirklich erst in der Kirche zu Gesicht bekommen.
    Die kirchliche Trauung fand in der evangelischen Kirche in xxx statt, das ist nicht weit von hier, nur ein paar Kilometer. Kurz vor 13:00 Uhr fuhr mein Vater mit mir in Michas Auto Richtung Kirche. Er war ziemlich nervös und schaute die ganze Zeit auf die Uhr. Trotz dass wir nur wenige Minuten vorher da waren und die Kirchenglocken auch schon läuteten, standen die meisten Gäste noch vor dem Eingang und unterhielten sich und warteten. So versteckten wir uns an der Straße und stiegen erst mal nicht aus. Ich weiß nicht weshalb die Besucher erst so kurz vor knapp in die Kirche gingen, lags am prima Wetter oder warteten sie auf mich ?? Manch einer machte nämlich eine Bemerkung über die fehlende Braut, da Micha ja ziemlich alleine da vorne vorm Traualtar stand und wartete, ob ich es mir vielleicht anders überlegt hätte und so.... Nein, das hatte ich natürlich nicht !!!!! Endlich gingen die Gäste dann vollends in die Kirche und ich konnte aussteigen, ein paar Nachzügler allerdings haben mich dann doch entdeckt . Ich wartete mit meinem Vater und der Messnerin vor der Eingangstür bis die Kirchenglocken verstummten und unser Einzugslied erklingen würde. Aufgeregt war ich gar nicht, es kam mir nur alles so unwirklich vor, als würde das alles wie ein Film vor mir ablaufen. Ein bisschen Sorge hatte ich allerdings vorm Hinsitzen. Mit meinem ausladenden Kleid war es schon ziemlich kompliziert gewesen mich ins Auto zu verfrachten, wie sollte ich das jetzt vor den ganzen „Zuschauern“ bewerkstelligen ?
    Die Kirchenglocken verstummten, meine Freundin Carine setzte ihre Geige an und die Organistin begleitete sie zu Michas Wunschlied „Canon in D von J. Pachelbel“. Die Tür ging auf, mein Vater lief los, mich eingehakt. Er lief ein bisschen schnell, wir hatten im Voraus besprochen schön gemütlich reinzumarschieren, denn „unser Lied“ war trotz Kürzungen doch ganz schön lang gewählt. Die Kirche war dunkel, an allen Bänken waren lange Stäbe mit Kerzen angebracht, alles schön verziert mit Efeu und beigen Schleifen. Ich sah erst mal nicht viel, bis auf die Kerzen und ein paar freudig grinsende Gäste. Vorne stand Micha, richtig locker mit offenem Jackett, eine Hand in der Hosentasche und wartete auf mich. Als ich vorne war, konnte er erst mal gar nichts sagen und wir stellten uns nebeneinander und schauten uns einfach nur an. Micha sah so wunderhübsch aus in seinem dunkelbraunen Anzug, es passte einfach alles perfekt !!! Mit dem Hinsitzen gab es übrigens überhaupt keine Probleme, das fiel mir erst wieder ein, als ich schon längst wieder saß.
    Der Traugottesdienst war traumhaft, der Pfarrer erzählte so natürlich und persönlich, viele haben uns hinterher gesagt wie sehr es sie berührt hat. Als Trauspruch hatten wir uns den Psalm 23 ausgesucht, dieser Psalm ging mir vor Jahren richtig nahe und so war klar, dass dies unser Trauspruch werden sollte.
    Der Herr ist mein Hirte;
    Mir wird nichts mangeln.
    Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
    Er erquicket meine Seele;
    Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
    Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück;
    Denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
    Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
    Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkst mir voll ein.
    Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
    und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
    Der Pfarrer erzählte auch kurz wie wir uns kennenlernten und unsere gemeinsamen Vorlieben für „Katzen und Gutes Essen“ und über Michas Hobby, es war wirklich schön und irgendwie richtig locker. Die Fürbitten wurden von Michas großer Schwester Andrea vorgetragen, sie macht viel für ihre Kirchengemeinde und das war so richtig professionell. Meine Freundinnen Carine (Geige), Anna (Keyboard), Janina (Gesang) und ihr Vater (Gesang) spielten einige „Überraschungsstücke“ zwischendrin, dabei auch „Amazing Grace“ was mir ja so gut gefällt. Zum Abschluss überraschten sie uns noch einmal mit einem irischen Segenslied, das ging wirklich zu Herzen und ich bin so dankbar dass sie sich für unsere Feier solch große Mühe gemacht haben, es war einfach nur spitze.
    Gemeinsam liefen wir zwei aus der Kirche, jetzt sah ich auch einen Großteil der vielen Gäste und ich war erstaunt wer alles gekommen war.
    Draußen wurden wir schon von meinen Kollegen erwartet. Sie hatten sich alle in Dienstkleidung geworfen und standen Spalier, immer gegenüber hatten sie Mullbinden gespannt und zwischendrin Luftballons. Sogar die kleine Tochter einer Kollegin durfte mithelfen. Wir mussten gemeinsam mit einer Schere die Binden durchschneiden und so unseren Weg freimachen, die Ballons flogen davon in den sonnigen Himmel. Das hat mich wieder überrascht, denn ich hatte im Vorfeld überhaupt nichts mitbekommen dass sie irgendwas für unsere Hochzeit geplant hätten. Die größte Überraschung stand uns aber noch bevor: da stand eine große weiße Kiste mit Herzchen drauf. Micha und ich sollten je auf eine Seite stehen, es wurde ein Text vorgelesen und dann musste ich den Korb öffnen. Was kam heraus ??? Erstmal gar nichts, es saßen Tauben drin die erst mal ziemlich geblendet waren und die dann alle gemeinsam Richtung Heimat flogen. Das sah toll aus, die weißen Tauben wie sie alle auf einmal davonflogen !!!
    Für unsere Gäste gab es ein Gläschen Sekt oder Saft, meine Brüder und Cousins haben dies übernommen und es schien, als hätten sie dabei jede Menge Spaß.
    Wir kamen gar nicht zum Sekttrinken, so viele Leute wollten uns gratulieren. Es waren sogar einige Leute gekommen, von denen hätten wir es beide nie erwartet...
    Micha und ich ließen uns dann von Jochen zum Fotoshooting fahren, wir wollten unsere Hochzeitsbilder bei einer alten Mühle machen und da das Wetter ja so perfekt war, stand dem nichts mehr im Wege.
    Nach einigen anstrengenden Posen und einer unbequemen Fahrt (wegen meinem Kleid) kamen wir dann in unserer Gaststätte an, wo wir den Rest des Tages mit allen Gästen feiern wollten. Das „xxx am Waldsee“ liegt direkt an einem kleinen See und manche Gäste waren nach Kaffee und Kuchen ein bisschen spazieren oder mieteten sich ein Tretboot, vor allem die Kinder hatten hier ihren Spaß da es auch einen Minigolfplatz, Kinderzug und Spielplätze gab. Gott sei Dank ist keiner an dem Tag ins Wasser gefallen, das war auch eine unserer Sorgen !!
    Kaffee und Kuchen hatten die Gäste teilweise ohne uns getrunken da wir ja beim Fotografen waren. Unsere Familien hatten sich was das Kuchenbacken angeht wirklich übernommen, ich glaube wir hatten an die 48 Kuchen und Torten zur Auswahl für circa 130 Kaffeegäste und es blieb eine ganze Menge davon übrig. Der restliche Nachmittag verlief ziemlich locker, es wurde genascht, viel geredet, fotografiert, geredet, wir zwei waren ziemlich im Stress.
    Nebenher verkauften unsere Nichten Anneli und Lena die selbstgestaltete Hochzeitszeitung „M&M“ und die war ein richtiger Renner. Ich muss gestehn, ich hab sie noch gar nicht richtig angeschaut bisher, werde ich aber bald nachholen.
    Am Abend gab es ein paar Programmpunkte von Michas Familie, sie hatten sich viel Mühe mit einem „Hochzeitsmillionär- Quiz“ gemacht und im Wechsel mussten Micha und ich Fragen beantworten, meist zu unserer Jugend, teilweise auch peinlichere Sachen. Michas Cousine und Vater schenkten uns einen Psalm, der gemeinsam mit einem kleinen Spiel übergeben wurde. Wir bekamen einen Regenschirm, der außen komplett mit Klebeband bespannt war. Dann sollten sich alle Gäste drumherum stellen und durften Luftschlangen darauf pusten. Wir standen unter dem Schirm in Sicherheit uns ließen uns beregnen . Besonders den Kindern gefiel dies, denn jetzt konnten sie sich richtig austoben und die Luftschlangen durch die Luft werfen und auf dem Boden herumrobben.
    Das Abendessen war auch gigantisch, wenn auch nicht so, wie wir es wirklich gewollt hätten. Es war alles ziemlich edel angerichtet, zuerst eine Hochzeitssuppe, gemischten Salat, Dreierlei Lendenbraten im Teigmantel mit heller Pilzsoße, Gemüse, Kroketten, Pommes, Spätzle, eben alles was dazugehört. Auch hier fand ich den Nachtisch wieder am Besten (bin halt eine Süße ): „Dessertvariationen“, verschiedenes Eis und Mousse, Früchte und sehr liebevoll dekoriert, beinahe zu schade zum Essen.
    Kurz nach Mitternacht wurde unsere Hochzeitstorte hereingefahren, es war dunkel im Raum und einige Wunderkerzen brannten darauf. Sie war vierstöckig, außen mit weißer Creme verziert und meine Mutter hatte selbst noch einige Marzipanröschen und Blätter gebastelt, die sie kurz vorher noch angebracht hatte. Auch unser Tortenbrautpaar war so eine Last-Minute-Aktion: es wurde einen Tag vorher mit der Post geliefert, kam also gerade noch rechtzeitig hier an. Micha und ich schnitten gemeinsam die Torte an und waren gespannt was da alles zum Vorschein kam. Da es vier Torten waren, hatte der Konditor vier verschiedene Geschmacksrichtungen eingebaut: einmal Schwarzwälderkirsch, Schokolade, Mokka und Mandel. Am meisten gegessen wurde die Schwarzwälder, ich war mit der Schokotorte ziemlich zufrieden. Ach ja, wen es interessiert: beim Anschneiden hatte Micha die Hand oben auf dem Messer genau über meiner (das haben mich schon einige gefragt, daher die Anmerkung hier). Für die nicht- Tortenesser gab es verschiedene Käse- und Wurstplatten sowie Wurstsalat mit Brot und Früchten.
    Musik hatten wir an dem Abend natürlich auch, Michas Kollege ist DJ und hatte sich bereiterklärt für uns Musik zu machen. Tja, wie es halt so ist wenn verschiedene Generationen zusammentreffen, waren wir uns nicht alle so über die Musikrichtung einig. So wie wir es ausgemacht hatten, war es den Eltern nicht recht, so wie es die Eltern dann wollten, konnten wir nichts damit anfangen. Ein bisschen haben wir trotzdem getanzt, wenn auch keinen Walzer aber den mögen wir beide sowieso nicht so gerne.
    Zu ziemlich später Stunde als dann auch die letzten Gäste sich auf den Heimweg machten mussten wir dann noch alle Geschenke zusammenpacken. Das war ziemlich lustig, einige Gäste hatten sich wirklich was einfallen lassen. Ein Packet war zum Beispiel ziemlich schwer, das konnte ich alleine nicht mal tragen (was später rauskam ?? Zwei große Gläser voll mit Centstücken und einige Geldrollen, ebenfalls nur Centstücke.... witzige Idee jedenfalls !!), manches war so kunstvoll verpackt, das war zu schade zum Auspacken und wir haben es dann erst nach den Flitterwochen ausgepackt....
    Mein Vater fuhr uns dann noch nach Hause, wir waren ziemlich müde und Micha hat ganz vergessen mich über die Schwelle zu tragen. Dafür hatte ich gleich einen Kater unter meinem langen, ausladenden Kleid sitzen – der Berti ist da wohl reingschlüpft gleich als ich zur Tür reinkam, so interessant fand er das ! Er hat auch am nächsten Morgen dann auf der Schleppe geschlafen während die Lucy sich eher für meinen Blumenstrauß interessiert hat.
    Micha bekam dann noch von mir einige Bilder als ganz persönliches Hochzeitsgeschenk als „Morgengabe“ sozusagen. Ich glaub es hat ihm ganz gut gefallen .

    Die Feier war wirklich sehr schön, irgendwie hat fast alles gepasst (mal von der Musik abgesehen) und die Gäste waren gut gelaunt und man hat gemerkt dass alle Freude an diesem für uns so wichtigen Tag hatten und gerne mit uns gefeiert haben.
    Uns zweien wurde erst so im Nachhinein klar wie schön alles war und einmalig und einzigartig, es waren so viele Eindrücke auf einmal, die ersteinmal verarbeitet werden mussten.

    Dieser Tag wird uns immer in Erinnerung bleiben !!!!!


    LG, Eure Mia

    P.S. Bilder folgen noch !!!


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  2. #2
    Senior Mitglied Avatar von MiaKairegi
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    Hier die Bilder:

    1. vom Standesamt

    2+3 nach der kirchlichen Trauung

    LG, Mia

  3. #3
    Eva
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    Senior Mitglied Avatar von Eva
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    Alles Alles Liebe zu eurer Hochzeit und vielen Dank für den superlangen Bericht und die Fotos, ihr habt toll ausgesehen !!!

  4. #4
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    Wow, was für ein romantisches Kleid. Toll.

    Gruß
    Janine

  5. #5
    aufsteigendes Mitglied Avatar von rasseengel
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    Standard

    danke für den bericht und die fotos! dein kleid sieht wunderschön aus - wie eine prinzessin!!

    lg nicole

  6. #6
    aufsteigender Junior Avatar von Christine
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    vielen Dank für den langen Bericht und die tollen Fotos! Ihr seid ein süßes Paar und Du warst eine wunderschöne Braut. Sowohl im Standesamt als auch in der Kirche!
    Alles Gute Euch beiden!

    Liebe Grüße,
    Christine

  7. #7
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    toller bericht und super schöne fotos

  8. #8
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    Danke für deinen ausführlichen Bericht und erstmal noch nachträglich alles Gute!

    Ihr habt toll ausgesehen.

    Tanja

  9. #9
    Junior Mitglied Avatar von Babalu
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    Ich wünsche euch alles Liebe und Gute für eure gemeinsame Zukunft.

    Vielen lieben Dank für den ausführlichen Bericht!!!

    LG
    Dani

  10. #10
    aufsteigender Junior Avatar von Schnulli
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    Ein toller Bericht und wunderschöne Fotos.

    Danke fürs Einstellen.

    LG vom happy Schnulli

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