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Thema: ⫸ Der wohl älteste Bericht hier... 4. Hochzeitstag!

18.12.2017
  1. #1
    Newbie Avatar von chatnoir
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    Standard ⫸ Der wohl älteste Bericht hier... 4. Hochzeitstag!

    01. August 2002 - standesamtliche Trauung

    Morgens, Aufstehen
    Müdigkeit Marco: schien keine vorhanden; Müdigkeit Wiebke: joah...könnte mich noch mal umdrehen; Regenwahrscheinlichkeit: 99,9% (na toll); Aufregung: nur bei Marco?

    Ich habe in der Nacht relativ gut geschlafen, Marco hingegen ist bestimmt 3x aufgestanden und um ca. 07:03 Uhr hat er das Bett endgültig in Richtung PC verlassen. Ich bin noch liegengeblieben...hatte ja noch Zeit. Ich sollte erst um 12 Uhr bei meinen Eltern sein, wo ich mich mit meiner Cousine treffen wollte, die mir die Haare aufdrehen und mich ein wenig frisieren sollte. Um ca. halb 9 klingelte das Telefon...ich war gerade wieder eingeschlafen...es war meine Cousine Christina (ich war noch schlaftrunken: „Hä? Welche Christina? Ups...ach ja!“)
    „Ob wir uns schon um 11 Uhr treffen könnten...“ Na gut! Also raus aus dem Bett, Kaffee kochen, Zähne putzen, anziehen und Brötchen holen. Wir wollten erst in Ruhe schön frühstücken, bevor alles losging. Tja, als ich bei unserem Edeka auf den Parkplatz fuhr, fing es das erst Mal an zu regnen (oh toll *ärger*...). Nachdem Marco und ich gefrühstückt hatten (konnten allerdings jeder nur ein Brötchen essen), hatte ich mich dann fertig gemacht und alle Sachen eingepackt, die wir so für den Tag brauchten. Musste mich inzwischen auch etwas beeilen (und natürlich noch Marcos Hemd bügeln...), da ich noch zum Gärtner wollte, um mir einen Strauß für das Standesamt machen zu lassen. Hatte eine halbe Stunde Fahrt vor mir und es war schon halb 11 Uhr...

    Zum Gärtner und zu meinen Eltern
    Wahrscheinlichkeit des Zupätkommens: ziemlich hoch; überrumpelte Floristinnen: eine

    Bin dann also auf dem Weg zu meinen Eltern noch schnell in eine Gärtnerei, um mir einen Strauß machen zu lassen („Hallo, ich möchte gerne einen Strauß für meine standesamtliche Trauung machen lassen.“ „Ja, kein Problem, zu wann denn?“ „ Äh, zu sofort!“ „Oh! *staun* Normalerweise müssen Sie sowas aber vorbestellen...“). Wie dem auch sei, sie hat mir natürlich einen gemacht und er war trotz der Kurzfrist-Aktion sehr schön!
    Als ich bei meinen Eltern ankam, war schon um das Haus und in der Garage alles für unsere Party vorbereitet. Wir hatten schon am Vortag mitgeholfen, alles herzurichten und meine Eltern hatten am Morgen noch die letzten Feinarbeiten gemacht, wie z.B. die Hofeinfahrt mit Birken zu schmücken. Es sah alles toll aus und die Musik lief auch schon, Papa war noch am Fegen, Mama noch im Haus am Werkeln.
    Christina kam dann und frisierte mich. In der Zwischenzeit kam Marco schon mit unseren Freunden Susi, Kerry ( Marcos Trauzeuge) und Stony an. Fast alle waren schon fertig, nur Mama und ich waren weder fertig angezogen, noch geschminkt. Naja, und einen Tortellini-Salat musste ich auch noch machen!

    Alle fertig
    Mannschaft: komplett; Alkohol: es geht schon los...

    Als ich den Salat fertig hatte, konnte ich mich endlich anziehen und schminken und war endlich auch fertig. Inzwischen waren auch Marcos Eltern mitsamt seiner Tante und seinem Onkel eingetroffen (Tante Helga: „Man, das ist ja hier am A*** der Welt! Was für eine Weltreise!“). Nachdem dann auch meine Großeltern eingetroffen waren und so die Familie komplett war, konnten wir die Flasche Champagner endlich öffnen und gemeinsam auf den Tag anstoßen. ...nun konnte es auch schon langsam losgehen.

    Zum und auf und nach dem Standesamt
    Wetter: wir nähern uns der Gewitterfront; Anzahl der Schirme: nicht ausreichend; Aufregung: ist nun da!; verspäteter Onkel: einer plus Familie; vergossene Tränen: oh...viele; Freude über verheiratete Wiebke und Marco: mindestens so groß wie der Himalaya!

    Auf dem Weg nach Stadthagen zum Standesamt, fing es dann an zu regnen. Wir sind also im strömenden Regen ins Standesamt rein. Meine Trauzeugin Jule und ihr Freund Sebastian waren auch schon da.
    Um kurz vor 15 Uhr sind wir dann alle hoch ins Trauzimmer gegangen, was im alten Rathhausgebäude in Stadthagen ist. Es ist sehr hübsch, etwas antik und mit Stoffblumen eingerichtet. Marco und ich haben auf hohen alten Stühlen gesessen und unsere Trauzeugen natürlich daneben. Man kam sich schon ein wenig komisch vor. Aufgeregt war ich allerdings nur wenig!
    Nachdem alle Platz gefunden hatten und wir noch einige Minuten auf meinen Onkel gewartet hatten -der allerdings nicht kam- konnte die Trauung beginnen. Zuerst mussten wir das Formular mit der Namensgebung unterschreiben, wo Marco sich fast verschrieben hätte, bzw. an der Stelle unterschreiben wollte, wo der Standesbeamte unterschreiben muss. Das konnte aber noch gerettet werden. Der Standesbeamte hat uns dann erst einen kleinen Text vorgelesen, in dem er die Ehe mit einem Hausbau verglichen hat. Tja, dann mussten wir auch schon plötzlich aufstehen und Marco wurde offiziell gefragt, ob er mich zur Frau nehmen wolle. Ich war etwas überrumpelt, dass es schon soweit war und nun plötzlich ganz aufgeregt. Marco hatte mit „Ja“ geantwortet und als ich gefragt wurde, war ich mir plötzlich sicher, nicht ein Wort mehr sagen zu können. Habe mich wirklich gefragt, wie ich das schaffen sollte!!! Aber, es ging...und so habe auch ich „Ja“ gesagt und nachdem wir zu "Mann und Frau" erklärt wurden, durften wir uns das erste Mal als solche Küssen!
    Danach wurden die Ringe angesteckt (die zu Beginn schon vom Kissen gefallen und quer durch den Raum geflogen waren). Danach musste ich als erste unterschreiben (hatte vorsichtshalber noch mal gefragt, ob nun mit dem neuen Namen) danach Marco und damit war auch alles schon vorbei (hat nur 15 Minuten gedauert!). Danach wurde herzlich gratuliert, geküsst und umarmt ... und natürlich wurden auch ein paar Tränen vergossen!
    Während unserer Trauung hatte es geblitzt und gedonnert und der Regen hatte leider auch noch nicht aufgehört. (Aber wie sagte Gerlinde so schön: „Regen bringt Segen“.)
    Als wir die Treppe zum Ausgang hinunter gingen, waren bereits einige Mitglieder aus meinen Posaunenchor da und packten Ihre Instrumente aus. Sie hatten nicht damit gerechnet, dass das alles so schnell vorbei sein würde und waren somit noch nicht komplett. Als dann alle da waren (auch einige unserer Nachbarn und weitere Freunde) bekamen wir ein ganz tolles Ständchen im Treppenhaus des Standesamtes! Wir haben dort dann noch ein bisschen Sekt getrunken und wurden natürlich beim Rausgehen noch mit Reis beworfen. Auf Grund des Regens fiel leider ein Teil des Geschenkes von Susi und Kerry aus; sie hatten jemanden engagiert, der weiße Tauben fliegen lassen sollte. Aber da die bei Regen wohl nicht wieder nach Hause finden, konnte er leider nicht kommen. Das war sehr schade, es wäre sehr romantisch gewesen, aber es gibt Schlimmeres!

    Die Party danach!
    Wetter: es wird besser!; tolle Geschenke: jede Menge; verzehrter Kuchen, verzehrtes Grillfleisch, Alkoholkonsum: nicht unerheblich; Glückbringende Scherben: eine ganze Mülltonne voll (wie sich am Tag danach herausstellte); Stimmung: „So ein Tag, so wunderschön wie heute...“

    Zuhause bei meinen Eltern angekommen, konnte dann unsere „Garten-Polterhochzeits-Party“ beginnen. Da wir alle anderen Gäste auf 18:00 Uhr eingeladen hatten, haben wir die Zeit bis dahin mit Kaffee und Kuchen überbrückt. Langsam besserte sich auch das Wetter und es hörte auf zu regnen. Wir sind dann vom Keller wieder in die Garage und den Garten umgezogen. Marcos Mama, meine frischgebackene Schwiegermutter, machte den Anfang der „Polterei“ sie schmiss als erste eine alte Tasse auf die Straße. Weitere folgten und nun kamen die ersten Gäste und weitere Porzellanscherben (irgendwie haben alle die Tassen und Teller so richtig genüsslich gegen die Mauer geschmissen...). Marco und ich haben dann abwechselnd gefegt. Mein Papa hat in der Zwischenzeit noch schnell einen Holzrahmen zusammengezimmert, so dass dann da rein gepoltert werden konnte.
    Insgesamt kamen bestimmt so an die 60 Gäste und wir haben eine tolle Party in unserem Garten gefeiert!


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  2. #2
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    03. August 2002 - kirchliche Trauung

    Der Morgen
    Müdigkeit: bin hellwach, Marco schlummert selig; Aufregung Wiebke: „...dieses kribbeln im Bauch...“; Aufregung Marco: heute scheinbar nicht vorhanden; Wetterlage: sieht guuuht aus

    An diesem Morgen war ich diejenige, die nicht mehr schlafen konnte. Ich war super nervös! Bin relativ früh, so gegen 8 Uhr aufgestanden und habe erst mal Kaffee getrunken und hatte noch Zeit, ein bisschen in Ruhe Zeitung zu lesen. An Frühstück war da nicht zu denken, ich hätte nichts essen können!
    Ich hatte mich dann fertig gemacht, diesmal ohne Hektik und Hemd-Bügeln und wieder mal die Sachen gepackt. Marco musste ich sogar wecken, bevor ich zum Friseur gefahren bin, er wollte dann zu seinen Eltern fahren, um sich dort anzuziehen.

    Zum Friseur
    Überrumpelte Floristinnen: heute keine; nervöse Friseurin: eine; fertige Braut halsaufwärts: eine

    Bin dann losgefahren. Neben meinem Friseur ist ein Blumenladen, wo ich noch zwei kleine Sträuße für meine Trauzeugin und Susi (die Frau von Marcos Trauzeugen) bestellt habe, die ja mit Ihren Partnern hinter uns am Altar sitzen sollten. Vor lauter Nervosität hätte ich fast ein Regal im Blumenladen umgeschmissen. Ich war wirklich ganz kribbelig! Danach ging es dann zum Friseur. Wie bei der Testfrisur auch schon, wurden mir erst mal die Haare auf große Wickler gedreht und als die wieder raus waren, wurde ich geschminkt. Meine Friseurin Pamela hat das echt super gemacht, war aber anscheinend mindestens so aufgeregt wie ich. Sie hat mir dann die Haare zu einem Zopf gemacht, vorne zwei Strähnen rausgenommen, und diesen Zopf dann zu einer Art Krone oben am Hinterkopf festgesteckt. Danach wurde der Blumenkranz mit dem Schleier befestigt und ich war nach knapp 2 Stunden fertig (zumindest halsaufwärts...). Ich bin dann so („oben hui und unten pfui“) in den Blumenladen gegangen, um die Sträuße abzuholen und die Leute haben mich wirklich komisch angesehen. Vor lauter Aufregung hatte ich beim Friseur doch glatt meine Handschuhe vergessen, sie lagen in dem Karton, in dem sich der Kopfschmuck befand. Zum Glück hatte es einen Moment gedauert, bis ich aus dem Blumenladen wieder rauskam, so dass Pamela noch gerade rechtzeitig, als ich ins Auto einstieg, die Handschuhe hinterher brachte.

    Eine Braut entsteht
    Große Augen bei Ankunft halbfertiger Braut: 8; Nervosität: bei allen steigend, wenn nicht schon auf Höchstmaß!; fertige Braut: eine

    Ich bin dann mit einem laut dröhnenden „großen Halleluja“ zu meinen Eltern gefahren und habe sie erst mal aus dem Haus „gehupt“. Die Köpfe meiner Familie erschienen auch der Reihe nach an der Tür und alle mussten grinsen. Papa hat ein paar Fotos gemacht und Mama meinte, so sehe Ihre Tochter aber nicht aus... naja, war ja auch ungewohnt, so viel Schminke und dazu noch ein Schleier...
    Mittlerweile war ich nicht mehr ganz so nervös und Hunger hatte ich auch. Haben dann erst mal ein bisschen Brot gegessen, wir hatten ja auch noch genügend Zeit, knapp zwei Stunden, bevor Marco und seine Eltern kommen sollten.
    Da Mama noch von Christina frisiert werden sollte, wollte ich mich vorher fertig anziehen und dazu brauchte ich natürlich ihre und Martinas Hilfe.
    Wir begannen mit dem Rock (ich konnte ja nichts mehr über den Kopf ziehen). Danach musste irgendwie der Reifrock von unten unter den Rock angezogen werden, was nach einigem Zuppeln und Richten auch funktionierte. Dann die Corsage. Da mussten zuerst die ganzen Schnüre abgemacht werden, um sie dann, nachdem ich die Corsage wieder anhatte, wieder durch die vielen Schlaufen zu ziehen. Alles in allem hatte es aber schneller und besser funktioniert, als ich dachte und so waren wir recht schnell fertig. Nachdem dann noch der passende Schmuck (wunderschöne Ohrringe, die mir Marcos Mama gegeben hatte und Mamas tolle Kette aus Südafrika, mit dem kleinen Kreuz, auf dem ein echter Diamant eingearbeitet ist), angelegt wurde und ich einen letzten Blick in den Spiegel geworfen hatte (bin ICH das???!!!), war ich fertig.
    Ich habe dann im Büro gewartet, wo ich so knapp eine Stunde erst mal nur rumstand.

    Die Begegnung
    Aufregung: 100%; Wetterlage: sonnig!; Gemütslage: sonnig; Gesichter: strahlend!!!

    Susi und Kerry waren inzwischen auch schon eingetroffen und die Sonne kam hervor, kein Regen! Endlich war es soweit, Marco und seine Eltern kamen... sie sollten draußen warten und Papa und ich mit Mama hintendran gingen dann die Treppe runter auf den Hof, wo alle warteten. Das war ein schöner Moment! Marco sah so gut aus (und ich habe ihm wohl auch gefallen) und wir haben uns erst mal in den Arm genommen und (trotz des Lippenstiftes) geküsst. Marco hat mir dann den schönsten Brautstrauß, den ich je gesehen habe, überreicht und seine Mama hat ihm das kleine Gesteck an die Jacke geheftet.
    Irgendwie waren alle nur noch am strahlen! Alle waren fertig angezogen und sahen so gut aus, die Sonne schien! Auch ein paar der Nachbarn waren zum Gucken kommen.

    Hochzeitsfotos
    Himmel: strahlend blau; Sonne: Ja, sie scheint!; Verschwundene Fotografen: einer; verwirrte Pastoren: einer; gutgelaunte Familien: mindestens 2

    Wir sind dann mit dem toll geschmückten Auto (hat meine Schwiegermama selber gemacht!) von Marcos Eltern zur Kirche gefahren. Wir hatten uns dort mit unserem Fotografen (ein Nachbar meiner Eltern, Hobbyfotograf) verabredet, um die Hochzeitsbilder vor der Trauung zu machen. Als wir dort ankamen, waren auch schon Marcos Cousinen, Tante und Onkel und Freunde von uns da. Nur der Fotograf war nirgends zu sehen, obwohl er schon vorher an uns vorbeigefahren war. Nach einigem Suchen hatte mein Bruder ihn dann am Dorfteich gefunden, der neben der Kirche liegt. Er hatte schon alles aufgebaut und sogar einen „Assistenten“ mitgebracht, der den Blitz gemessen hat, usw. Wir haben wunderschöne Fotos in allen möglichen Posen und mit allen möglichen Familienmitgliedern und auch den Trauzeugen gemacht.

    Ein wunderschöner Traugottesdienst
    Brautpaar: verliebt, überglücklich, gerührt, erfreut, auf Wolke 7 schwebend!

    Nun hatten wir noch ungefähr eine Viertelstunde Zeit und sind wieder zur Kirche zurückgegangen, wo die meisten Gäste schon eingetroffen waren. Wir sind dann mit Susi, Kerry, Sebastian und Jule zum Hintereingang der Kirche gegangen, wo wir dann später vom Pastor abgeholt werden sollten und haben erst mal eine geraucht...
    Dort haben wir dann vom Küster erfahren, dass wir unseren Pastor etwas ins Schwitzen gebracht hätten, als wir um kurz vor 15 Uhr schon alle auf dem Kirchhof standen, den er von seinem Haus aus sehen kann - er war zu dem Zeitpunkt noch in kurzer Hose und auf dem Liegestuhl und dachte nun, er hätte sich in der Zeit vertan. Er konnte ja nicht wissen, dass wir uns schon so früh getroffen hatten, um Fotos zu machen...
    Pastor Fauth machte uns dann die Tür auf, begrüßte uns und als die Glocken mit dem Läuten begannen, sind wir dann in die Kirche eingeschritten. Der Posaunenchor begann den Hochzeitmarsch zu spielen. Es war wunderschön! Noch während sie spielten, setzten wir uns und da war es um mich geschehen...vor lauter Glück und Rührung konnte ich die Tränen nicht mehr zurückhalten. Marco ergriff schnell meine Hand, nachdem ich ein Taschentuch aus dem kleinen Brautbeutel genommen hatte. Unsere Trauung begann und war wunder-wunderschön!!! Als Überraschung spielten die Jungbläser noch ein Stück, was sie extra heimlich für uns eingeübt hatten und Pastor Fauth hat einen tollen Gottesdienst für uns gemacht. An die einzelnen Texte und Worte kann ich mich nicht mehr so erinnern, er hatte auf jeden Fall eine Passage aus dem kleinen Prinzen vorgelesen, die wir uns gewünscht hatten, wir aber nicht sicher waren, ob er es vorliest, da er beim Traugespräch meinte, dass es ja nicht biblisch sei. Wir haben uns gefreut, dass er es doch gemacht hat!
    Nach der Predigt hat der Posaunenchor „One Moment in Time“ für uns gespielt.
    Nach der Trauzeremonie durften wir dann noch einmal „JA“ sagen und uns die Ringe anstecken. Ich wusste zuerst gar nicht mehr, an welche Hand, aber dann klappte alles. Zur Segnung mussten wir uns vor den Altar knien. Der Pastor hatte uns beim Gespräch extra darauf hingewiesen, dass wir gerade sitzen sollten und was machte Marco...bückte sich nach vorne und saß ganz krumm da...
    Ich habe ihm dann mit Handbewegung angedeutet, hoch zu kommen und musste mich echt zusammenreißen, nicht los zu lachen! Die anderen meinten hinterher, es hätte so ausgesehen, als ob er den Boden küssen wollte!
    Beim letzten Lied gab es auch noch eine kleine Panne: Der Choral „Komm Herr segne uns“ wird im Gegensatz zu allen anderen Liedern immer ohne Vorspiel gesungen. Dass wussten aber nur ich und, wie ich später herausfand, auch Dörte. Wir waren also anscheinend die Einzigen, die gleich mitgesungen hatten. Ich war schon etwas verwundert, warum nicht mal der Pastor gesungen hat. Als nun die zweite Strophe kam, sangen alle (außer Dörte und ich) die erste Strophe! Da musste ich doch wieder grinsen und auch Pastor Fauth, der mir gegenüber saß, schmunzelte, als er den Fehler bemerkte.
    Als der Gottesdienst vorüber war, sollten wir noch kurz vor dem Altar stehen bleiben, denn nun waren die Fotos erlaubt. Danach sind wir dann zu Orgelmusik ausgezogen und alle Gäste hinterher.

    Auf zur Party
    Glückwünsche, Umarmungen, Küsse und Geschenke: unzählige!; zersägter Holzstamm: einer; Hupkonzert von Meerbeck nach Hessisch Oldendorf: Ohrenbetäubend

    Draußen wurde dann wieder umarmt, beglückwünscht, geküsst, Geschenke überreicht. Außer unseren Gästen waren auch viele Nachbarn und Bekannte da, sogar meine ehemalige Volleyballmannschaft! Auf dem Kirchhof mussten wir dann natürlich den traditionellen Baumstamm sägen, was uns, u.a. dank Opas „Öhlung“ mit Schnaps, gut gelungen ist! Wir haben noch Sekt getrunken und sind dann nach Hessisch Oldendorf aufgebrochen, wo unsere Hochzeitsfeier im italienischen Restaurant „Pierrot“ stattfinden sollte. Auf der ganzen Fahrt, die gut 30 Minuten dauerte, wurden wir von einem Hupkonzert begleitet und das war wirklich ein tolles Gefühl!!!

    Die Hochzeitsfeier
    Zerrissene Hosen: eine; Kalorien vom Buffet und Tiramisu: ca. 10.000; Alkohol: uiuiui; Musik: vom Brautwalzer über Charts zu Schlagern hervorragend; Stimmung: : „Ein schöner Tag! Die Welt steht still, ein schöner Tag! Komm‘ Welt lass‘ Dich umarmen, welch‘ ein Tag“!!!

    Beim Restaurant angekommen, wurden wir auch erst noch mal mit Reis beworfen und wir mussten noch Babywäsche von einer Leine abnehmen. Drinnen war schon alles fertig, ein Teil des Buffets stand bereits, die Tische waren schön geschmückt und die DJs hatten schon alles in einer abgedunkelten Tanzecke aufgebaut. Nun konnte die Party beginnen!
    Nun waren alle ganz locker und konnten ihren Apperitif und ein paar Pizzabrote als Appetitanreger genießen. Nachdem Marcos Cousine und ihr Freund Ingo wieder da waren (sie mussten kurz nach Hause fahren, da Ingo irgendwie, schon vor der Kirche, die Hose geplatzt war...), kam das warme Essen und wir setzten uns erst mal an den Tisch. Marco hat dann eine kurze Rede gehalten und mein Papa eine etwas längere, in der er eine sehr schöne Geschichte erzählt hat.
    Danach ging es mit einer Polonaise zum Buffet. Ich musste anführen und wurde schon angesprochen, ich solle nicht so lange machen, es hätten schließlich alle Hunger! Hmmmmm und dann gab es das leckere Essen!!! Viele italienische Vorspeisen, massenhaft Muscheln, Austern, Käse, Lachsforelle usw. Es gab auch Schwein in Gorgonzola-Sauce, Pasta, Putenbrust, Kartoffelgratin und Brokkoli, aber davon habe ich gar nichts probiert, ich habe fast gar nichts anderes gegessen, außer Muscheln und so...
    Tja, und nach dem Essen und einer Verschnaufpause, war dann soweit: Der Eröffnungstanz! Und obwohl wir nicht geübt hatten und Marco noch weniger tanzen kann, als ich, haben wir es gut hinbekommen! So wurde erst mal getanzt!
    Etwas später gab es dann den Nachtisch. Leckeres Tiramisu (das musste sein!) und Eiscreme.
    Die Party konnte nun Ihren Lauf nehmen und nach dem Nachtisch wurde weitergetanzt! Es war wirklich eine gute Stimmung und ich hatte den Eindruck, und der wurde von allen Seiten bestätigt, dass sich wirklich alle gut amüsiert haben.
    Meine Freundinnen Jule und Dörte haben noch ein Spiel gemacht, bei dem die Gäste gefordert wurden. 13 Leute mussten auf Stühlen Platz nehmen und Aufgaben erledigen („besorgt euch Klopapier und legt es Euch auf den Kopf“). Während der Aufgaben wurde immer ein Stuhl weggenommen und wer keinen mehr hatte, hat eine Aufgabe bekommen, die er für uns erledigen muss, jeden Monat einer (Peter muss z.B. im Dezember den Tannenbaum abschmücken, mein Bruder bügeln, Helga die Wohnung putzen usw.). Das war sehr lustig und für uns natürlich sehr praktisch!!! Marcos Cousinen, Ingo, Bernd und Carmen hatten uns eine Schatztruhe geschenkt, die mit einer Kette und mehreren Schlössern verschlossen war. Die Schlüssel hatten sie an einige der Gäste gegeben und wir durften dann diese Schlüssel durch Tanzen mit den Gästen erfragen...es hat wirklich gedauert, bis wir alle hatten!
    Um Mitternacht gab es dann eine supertolle 3-stöckige Hochzeitstorte und es gab den Schleiertanz und das Zerreißen. (Zu Kerrys Leidwesen fiel die Strumpfbandversteigerung aus, da mein Strumpfband bei der Schneiderin nicht mehr gefunden werden konnte.)
    Wir haben bis morgens um halb 5 Uhr gefeiert und fast alle sind bis zum Schluss geblieben und haben super Stimmung gemacht und viel getanzt. Es war ein wunderschöner und absolut gelungener Tag.
    Vielleicht der Schönste in unserem bisherigen Leben...

  3. #3
    Senior Mitglied Avatar von Colle79
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    Schööön! Toller Bericht und so schöne Fotos...

    Danke!

    Colle

  4. #4
    Senior Mitglied Avatar von Kuschelhexe
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    Danke für den mega langen Bericht und die schönen Fotos!

    Das ist wohl wircklich der älteste Bericht hier!

    Oder kann den jemand toppen?!

    LG Vanessa

    Achso was mich noch interesieren würde wenn ihr schon so

    lange verheiratet seit wie kommt man dann nach fast 3 Jahren

    dazu sich noch mal in einem HZ - Forum anzumelden...

    Klar ich bin nach über einem Jahr auch noch dabei und viele andere

    ebenso aber vor drei Jahren gab es da das alte Forum schon??!!

  5. #5
    Vielschreiber Avatar von Tanja
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    Hallo!

    Ich kann mich noch an Deine Bilder aus dem alten Forum erinnern. Wunderschön

    Danke, dass Du sie nochmal eingestellt hast!

    Und der Bericht ist klasse geschrieben, an den konnte ich mich jetzt nicht mehr erinnern!

    LG
    Tanja

  6. #6
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    Vielen dank für den schönen Bericht. Die Bilder sind immer wieder toll.

    Gruß
    Janine

  7. #7
    aufsteigender Junior Avatar von Schnulli
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    Danke für das Einstellen des tollen Berichts und der tollen Fotos.

    LG vom happy Schnulli

  8. #8
    Unterhaltungskünstler Avatar von Maike
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    super das du deinen bericht wieder rausgekramt hast!!!

  9. #9
    Profi Avatar von cocili
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    Hallo Viebeke,

    vielen lieben Dank, dass du deinen langen Bericht und die tollen Fotos auch hier noch mal gepostet hast!
    Ihr beide habt einfach klasse ausgesehen und es macht Spaß, sich eure Bilder noch mal anzusehen und euren Bericht noch mal zu lesen

    LG cocili

  10. #10
    aufsteigender Junior
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    Toller Bericht!!!!!!!

    Die Fotos sind auch wunderschön!!!!!

    LG Karin

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