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Thema: ⫸ Der vielleicht längste Hochzeitsbericht...

15.12.2017
  1. #1
    Unterhaltungskünstler Avatar von Danie
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    ... des Forums steht nun hier.

    Hallo ihr lieben!

    Über die Osterfeiertage habe ich meiner Kreativität mal freien Lauf gelassen und unseren Hochzeitstag ausführlichst niedergeschrieben - und natürlich bleibt auch ihr nicht von meinen geistigen Ergüssen verschont. Gespickt mit Fotos und Collagen aus unserem Fotobuch (wobei ich viele meiner Lieblingsseiten gar nicht untergekriegt hab :heul: ) .

    Liebe Grüße,
    Danie


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  2. #2
    Unterhaltungskünstler Avatar von Danie
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    16.10.2004
    Ich wache auf mit dem Gedanken: Heute ist es endlich soweit! Wir haben bei meinen Eltern im Gästezimmer übernachtet, es ist noch dunkel, doch ich kann einfach nicht mehr schlafen. Ich kuschel mich noch kurz an meinen Bald-Mann und dann MUSS ich einfach aufstehen - ich halte es nicht mehr aus. Fix unter die Dusche gesprungen, die Haare bleiben noch ungewaschen, und ehrlich gesagt ich sehe scheußlich aus . Schnell noch in die Küche, meine Eltern sind mehr oder weniger cool, mein Bald-Mann zeigt auch noch nicht soviel Nerven, also wird erst einmal richtig gefrühstückt.
    Leider regnet es und ist total grau - aber mir ist das so egal. ICH heirate heute meinen allerliebsten Schatz. Schnell machen wir noch ein paar Vorher-Fotos (mein Bald-Mann besteht darauf) und schon muss ich auch los. Nur den Regenschirm darf ich nicht vergessen (wir hatten ja ewig lange einen halbwegs passenden gesucht), denn es regnet immer noch. Am Vortag hatten wir schon feststellen müssen, dass unser Schlosshof eine einzige Baustelle geworden war, da kann uns das schlechte Wetter auch nicht mehr aus der Bahn werfen.



  3. #3
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    Mein Vati fährt mich also zu meiner Trauzeugin, die gottseidank auch schnell aufmacht. Ich fühle mich irgendwie beschwippst, dabei hab ich doch noch gar nichts getrunken... Schnell noch ein paar Scherze gemacht („Wir haben extra auf das Herbstwetter gewartet.“) und schon ist mein Vati wieder fort und ich hänge unter der Dusche meiner Freundin um meine Haare zu waschen. Eigentlich sollten wir diese noch etwas vortrocknen, doch kaum sind wir fertig, steht auch schon die Friseurin vor der Tür. Meine Trauzeugin hatte sich ihre Haare schon selbst eingedreht, also bin ich gleich an der Reihe. Da ich ja eher nicht so der eitle Typ bin, ist das total ungewohnt aber irgendwie auch schön. ICH heirate heute!!! Wahnsinn!!!
    So sitzen wir dann also beide unter unseren jeweiligen, aufgeblasenen Trockenhauben und warten ... und warten ... und warten. Zwischendurch erzählt mir die Friseurin, dass sie heut Nachmittag mit ihrem kleinen Sohn in den Freizeitpark möchte, und dass dafür trockenes Wetter angesagt wurde, und ich bekomme wieder ein klein wenig Hoffnung. Meine Haare wollen ewig nicht trocknen, auch nach mehrmaligem Testen sind sie einfach nicht trocken - hab ich geahnt und wir haben noch genug Zeit, deshalb keine Panik.

  4. #4
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    Sie fängt schon mal mit der MakeUp-Grundierung an, Maniküre fällt aus, da ich zum ersten (und einzigen) Mal in meinem Leben Gelnägel habe - wow, was bin ich doch stolz. ICH bin heute die Braut!!! Irgendwann geht dann das Frisieren richtig los, ich sag vorher noch, dass sie bitte nicht so hochstecken soll, weil mein Bald-Mann doch nicht soviel größer ist als ich und lass sie dann einfach frisieren. Zum Schluss bin ich dann leider doch leicht geschockt, ich komme mir vor, als hätte ich einen ganzen Turm auf dem Kopf und bereue sofort, dass ich in meinem naiven Urvertrauen keine Probefrisur hab machen lassen. Alle Beschwichtigungsversuche schlagen erst mal fehlt, zumal das ganze durch die frischgewaschenen Haare auch irgendwie konfus ausschaut. Die Trauzeuginnenmutter rückt dem Ganzen später mit viel Haarspray zu Leibe und ich bin erst mal wieder beruhigt (und notiere innerlich: Friseurin = keine Danksagung). Trotzdem erschrecke ich später bei jedem Blick in den Spiegel ganz kurz, weil ich mich kaum selber wieder erkenne.

  5. #5
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    Zwischendurch bringt mein leicht überforderter Bruder noch die Moosröschen für die Frisur vorbei und ich erfahre, dass mein Bräutigam wohl auch nicht ganz so cool ist. Er hat schnell den Brautstrauß (und die Moosröschen) abgeholt, sich dann selbst in Schale geworfen und meine zwischenzeitlich eingetroffene Oma damit genervt, wo er denn jetzt am intelligentesten seinen hübschen Blumenanstecker anbringen könnte (was sucht er sich auch so einen extravaganten Anzug aus. Dann surft er noch ein wenig in MEINEM Brautforum, um eventuell schon eingetroffene Glückwünsche zu lesen, was meine Forumsfreundin Dozo gleich mit einer aufgeregten privaten Nachricht („Hääääää???? Was machst Du denn jetzt hier?????????????????????????“) quittiert . Ich hatte mich natürlich nicht ausgeloggt, aber wir lesen die Nachricht dann doch erst am nächsten Tag. Übrigens hat er, damit der Brautstrauß während des Transportes nicht zerdrückt wird, eine Bananenkiste mit Loch aus dem Netto-Markt neben dem Floristen organisiert.


    Man beachte vorne im Bild den Brautstrauß in der Bananenkiste!

  6. #6
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    Gut ich bin ja immer noch bei meiner Trauzeugin, dann schnell ins Kleid geschlüpft (geht problemlos), noch schnell ein paar Bissen der von der Trauzeuginnenmutter belegten Brötchen gemampft (geht problemlos, nachdem ich bemerke, dass Tomaten sicher böse Flecken auf dem Kleid hinterlassen könnten) und schon steht auch schon der Freund der Trauzeugin in der Tür. Ich bin abfahrbereit mit meiner Pashmina-Stola (Kommentar des Freundes: „Sieht aus wie ne Tischdecke!“ - ist er nicht charmant? ) und dem Schirm ausgerüstet. Ein klein bisschen Restangst habe ich noch, dass der Hund der Trauzeugin irgendwie das Zwingerschloss aufbekommt, durch den Matsch auf mich zurennt und mich anspringt (das hat er schon öfter gemacht ), aber alles bleibt ruhig. Nur ein Problem gibt es noch - meine Trauzeugin wohnt in einer kleinen Sackgasse, und diese ist vom Postauto versperrt. Ja gibts denn so was, eine Braut hat schließlich Vorfahrt! Irgendwie kommen wir dann aber doch los und machen uns auf die 20 km Fahrt zum Hochzeitsschloss. Ich muss noch navigieren, denn die beiden kennen den Weg nicht genau. Dann scheint sich eine große Angst zu erfüllen - dass ich unvermittelt in die mehr oder minder gelangweilte „Menge“ unserer Gäste platze, denn ich kann weder meinen Bruder, noch meinen Bräutigam oder sonst irgendwen auf dem Handy erreichen, um mich voranzukündigen. Doch als wir um die Ecke zum Schloss biegen, steht mein Vater aus irgendeinem Grund wartend vor dem Schlosshof (die Gäste befinden sich derweil im Vorraum) und läuft auch gleich hinein, um meinen Bräutigam (und den Fotografen) zu alarmieren. Letzterer kommt gleich angeflitzt, um mich beim Aussteigen (bzw. Hinausquälen) aus dem Auto bildlich festzuhalten, inkl. der scharfen blauen OP-Überzieher die ich mir in weiser Schlechtwetter-Voraussicht organisiert hatte. Und dann gehe ich durch das Schlosstor in den Hof - und da wartet er - MEIN BRÄUTIGAM! Bildschön, und mindestens genauso aufgeregt wie ich. Wir drücken und herzen uns ein wenig und dann gehen wir nach drinnen.

  7. #7
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    Irgendwie komm ich mir etwas verloren vor, in dieser (vor Ehrfurcht schweigenden Gästemenge und fange an jeden einzeln zu begrüßen.
    Nun heißt es abwarten, ich gucke minütlich auf die Uhr, die über dem Zugang zur Küche hängt, überlege, ob die Standesbeamtin denn schon da ist und irgendwann fällt mir auf, das ich ja meinen Brautstrauß noch gar nicht habe. Der hat indes den Weg in eine Vase gefunden, wird mir aber sofort nach einer kurzen Bemerkung überreicht. Ich bin überwältigt, denn er ist noch viel schöner, als ich ihn mir vorgestellt hätte. Dann auf einmal gibt der Fotograf bekannt, das die Gäste schon in das Trauzimmer können (woher weiß er das eigentlich und wir gehen hinterher und warten immer noch.

  8. #8
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    An dieser Stelle setzt mein Gedächtnis aus, denn wirkliche Erinnerungen an die Trauung habe ich nicht mehr. Wir ziehen gemeinsam zum Hochzeitsmarsch ein, die Standesbeamtin hält eine tolle Rede, gemischt mit wunderschönen Gedichten und irgendwann müssen wir Ja sagen. Mein Mann (!) bringt es relativ resolut heraus, bei mir klingt es ein klein wenig piepsig, aber ich bin so aufgeregt. Wir tauschen die Ringe, küssen uns und schauen uns einfach nur glücklich an. Die Unterschriften gehen dann auch recht schnell (auch wenn ich mit Daniela G. geb. Sch. unterschreiben muss) und dann noch fix die Trauzeugen und schon sind wir ganz offiziell Mann und Frau. Wow wie schön. Die Standesbeamtin trägt noch ein Versprechen vor, das wir uns mit dem Ja-Wort gegeben haben:

    Ich will wachen, wenn du müde bist.
    Ich will erinnern, wenn du vergisst.
    Ich will schweigen, wenn du recht hast.
    Ich will sprechen, wenn du irrst.
    Ich will voran gehen, wenn du zögerst.
    Ich will stark sein, wenn du versagst.
    Ich will gehen, wenn du allein sein musst.

    Ich werde aber immer da sein, wenn du mich brauchst.

  9. #9
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    Endlich sind wir verheiratet - Mann und Frau! Ein tolles Gefühl und die ganze Anspannung fällt während der Gratulationen von mir ab. Unter den entsetzen Augen der Standesbeamtin machen wir noch schnell ein Gruppenfoto, bei dem der Fotograf den Stuhl ebendieser Dame erklimmt. Dann geht es nach draußen, wir begrüßen die zwei Nachzügler, die durch einen Stau mit Verspätung ankommen machen noch ein Gruppenfoto draußen. Natürlich kommen wir auch nicht drumrum, den Baumstamm, den meine Trauzeugin organisiert hatte, gemeinsam durchzusägen. Es klappt ganz gut, nur mein Schleier verhakt sich immer mal in der Säge und am Schluss klemmt’s ein bisschen – aber dann haben wir es unter jubelndem Applaus geschafft.

  10. #10
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    Zur Belohnung genehmigen wir uns ein Glas Sekt und stoßen mit unseren Gästen auf unser Glück an. Mittlerweile hat es komplett aufgehört zu regnen, so dass wir auch noch ein Weilchen draußen stehen können. Kurz darauf überreicht uns die Wirtin einen Gutschein für ein Essen am ersten Hochzeitstag, den wir sicher auch einlösen werden. Nachdem die ersten dann doch anfangen zu frieren begeben wir uns nach drinnen, und kaum sind wir im Saal, stürzt auch schon wieder die Oma unseres Mannes auf uns zu und versucht zum wiederholten Mal, ihr Geschenk endlich loszuwerden. Nachdem wir den Geschenktisch lokalisiert haben, legen wir die rosa und blau bestickten Handtücher darauf ab und schwuppdiwupp steht vor uns eine lange Schlange von Gratulanten mit Paketen in der Hand (Wo haben sie die denn alle auf einmal hergezaubert?). Wir sind ganz gerührt, denn mit so vielen großen Geschenken hätten wir nicht gerechnet, einiges müssen wir sogar unter den Tisch stellen, und viele Karten wandern in unser Geldgeschenkherz. Lustigerweise traut sich niemand, an der Tafel Platz zu nehmen, und so stehen alle hinter ihren jeweiligen Stühlen, bis auch die letzten Geschenke übergeben sind und irgendjemand den Anfang macht und sich hinsetzt.

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