Pünktlich kamen wir bei meinen Eltern an, wo schon meinen restlichen Accessoires schön hergerichtet von meiner Mum in unserem Wintergarten warteten. Als mein Pa mich das erste mal als (halbfertige) Braut sah, hat er kaum einen Ton rausbekommen, so sprachlos war er, er hat mich erst mal ganz fest in den Arm genommen und mir dann gesagt, wie toll ich jetzt schon aussehe.
So langsam wurde ich jetzt doch nervös, es war nun nur noch knapp 1 ½ Stunden bis zum großen Moment. Ich weiß nicht wie oft ich zu meinen Eltern gesagt habt „Wisst ihr eigentlich schon, das ich aufgeregt bin?“
Meine Mum und ich warteten ungeduldig auf die Ankunft des Fotografen, der mich beim Anziehen des Kleides und der Accessoires fotografieren sollte. Meine Schwester und mein Pa machten sich derweil auf den Weg zur Kirche, da meine Schwester ein paar Stücke auf der Orgel einstudiert hatte und noch einmal in Ruhe durchgehen wollte (und um einen Blick auf die andere Braut zu erhaschen, die vor uns um 13 Uhr heiraten würde).
Endlich kam Oli (unser Fotograf) und wir konnten mit dem Anziehen beginnen. Meine Brautunterwäsche hatte ich schon vorher angezogen.
Ich merkte, dass ich immer aufgeregter wurde und komplett vorbei war es mit meiner Ruhe als ich das Kleid dann anhatte. Ich hatte das Gefühl mein Puls rast und es verschlägt mir den Atem.
Nachdem ich auch alle Accessoires anhatte ging ich ins Schlafzimmer vor den großen Spiegel um mich zum ersten Mal als Braut anzuschauen, ich war begeistert von dem Ergebnis und freute mich riesig auf den Moment, an dem Thommy mich das erste Mal sehen sollte.
Es war nun auch bald Zeit zum Abfahren. Um 14:30 Uhr sollte der Gottesdienst beginnen. Meine Schwester wollte uns anklingeln, sobald die andere Hochzeitsgesellschaft abgerückt war. Es waren nur noch einige Minuten bis halb, als das Zeichen kam, wir sollten kommen, aber husch, so der Wortlaut meiner Schwester.
Ich hab nur zu meiner Mum gesagt, ich trink jetzt erst mal noch einen Sekt, sonst überleb ich das nicht. Gesagt getan, ein Glas Sekt, ich hab ein paar Schlucke genommen, schon kam der Schrei von Oli von draußen „es fängt an zu Regnen“.
Na toll, da hatte es sich grad den richtigen Zeitpunkt ausgesucht, aber ehrlich gesagt war mir das dann auch ziemlich egal, mir ging die Pumpe dermaßen, das ich befürchtete jeden Moment umzukippen.