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Thema: ⫸ Antjes Hochzeit (lang + Fotos)

15.12.2017
  1. #1
    AntjeB
    Gast

    Standard

    Die Vorbereitungen – Teil 1:
    Es ist eigentlich unmöglich, die langen Monate der mehr oder minder intensiven Vorbereitung zu beschreiben. Alles begann ja eigentlich schon mit der Verlobungsfeier im August 2003. Bereits im September 2003 wurde ich in Köln zum Thema Brautkleid fündig. Ich hatte mein Kleid gefunden und gekauft. Bereut habe ich diese frühe Entscheidungen nicht, auch wenn es noch einige Probleme mit dem Kleid geben sollte.
    Bereits im Oktober 2003 begannen wir mit der Suche nach einer geeigneten Location für die Hochzeit und mit der Planung der Hochzeitstermine. Unser ursprünglicher Plan war eine standesamtliche Hochzeit mit anschließender Feier gewesen, aber wir fanden bald heraus, dass das nicht ganz unproblematisch war. Das Jahr 2004 sollte das Jahr vieler familiärer Jubiläen werden. Das schaffte erhebliche Terminprobleme, die durch die Vorgaben des Standesamtes nicht erleichtert wurden. Trauungen wurden nur am ersten Samstag des jeweiligen Monats vorgenommen und nur vormittags zwischen 9.00 und 11.00 Uhr. Mit diesen Ausgangsvoraussetzungen waren wir nicht sehr glücklich, deshalb war es für uns sehr interessant, als wir im Internet auf die Möglichkeit einer neuen Trauungszeremonie stießen – der freien Trauung. Diese Form der Trauung eröffnete uns zum einen die Möglichkeit, Räumlichkeiten und Termin frei zu wählen und zum anderen auch unsere ganz persönliche, romantisch gestaltete Zeremonie zu haben. Uns war bewußt, dass wir auf sehr viel Unverständnis und Skepsis stoßen würden, aber wir beschlossen dennoch dieses „Experiment“ zu wagen. Jetzt hatten wir bei der Auswahl des Standesamtstermins freie Wahl und beschlossen noch in diesem Jahr zu heiraten, weil dann keine Terminschwierigkeiten mehr entstehen würden. Wir vereinbarten den Termin für den 6. Dezember – Nikolaus sollte es also sein. Es war auch ganz unproblematisch, nur 3 Monate vorher einen Termin zu bekommen – die Hochzeitssaison ist eben der Sommer!

    Die Verlobung:


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  2. #2
    AntjeB
    Gast

    Standard

    Die standesamtliche Trauung:
    Die standesamtliche Trauung war sehr klein geplant worden und sollte nur eine familiäre Angelegenheit ohne größere Feier werden. Das war auch gut so, denn die Trauung war überschattet von dem Tod von Stephans Oma kurz zuvor. Vor diesem traurigen Hintergrund hatten wir eine feierliche, schön gestaltete Trauung im Weimarer Rathaus. Sehr zur Freude meiner Mutter hatte trug ich ihr altes Brautkleid, das meine Großmutter genäht hatte. Unsere Freunde überraschten uns mit einem Baumstamm, den wir sehr mühsam aber letztlich doch mit Bravour bewältigt haben. Anschließend gab es noch ein Mittagessen im Dorotheenhof, wo wir mit einem leckeren 3-Gang-Menü verwöhnt wurden. Die Hochzeitsnacht verbrachten wir im Romantikhotel Gabelbach bei Ilmenau. Auch hier wartete ein tolles Hochzeitsmenü auf uns und natürlich die Hochzeitssuite mit Sektfrühstück im Bett!

  3. #3
    AntjeB
    Gast

    Standard

    Die Vorbereitungen – Teil 2:
    Die Auswahl geeigneter Räumlichkeiten für die Trauungszeremonie und für die Hochzeitsfeier hatten wir uns sehr einfach vorgestellt, schon frühzeitig wußten wir, dass wir in der Villa Haar feiern wollten. Als wir uns dann das erste Angebot einholten, waren wir sehr ernüchtert, die Preise für Miete und Catering waren horrend und, was noch viel schlimmer war, wir würden nur 40 Gäste unterbringen können. Wir mussten uns auf die Suche nach einer Alternative begeben. Fast 3 Monate waren wir in Weimar und Umgebung unterwegs und haben alles abgeklappert, was irgendwie als Location in Frage kommen würde. Nichts wollte aber so richtig unseren Vorstellungen entsprechen, überall war ein Haken, sei es das Platzangebot, die Entfernung von Weimar oder die mangelnde Atmosphäre. Die rettende Idee war es, Kontakt mit James-Catering aufzunehmen und sich dort ein paar Location-Vorschläge machen zu lassen. Wir bekamen den Vorschlag im Weißen Saal des Schlosses Ettersburg zu feiern. Diese Möglichkeit hatten wir gar nicht in Betracht gezogen, denn das Schloss war seit Jahrzehnten ungenutzt und in einem entsprechend baufälligen Zustand. Allerdings war es wunderschön in einem Park gelegen, es war ein schönes, geschichtsträchtiges Schloß und wir hatten uns im Park dort verlobt. Es passte also eigentlich wunderbar und wir vereinbarten einen Ortstermin im Winter. Am 30. Januar fuhren wir also nach Ettersburg und besichtigten den Saal. Das Schloß war wirklich in einem erschreckenden Zustand, aber der Saal war weitgehend baulich gesichert und teilweise schon saniert. Die weißen Rokkoko-Elemente sahen einfach toll aus und Stephan war auf der Stelle begeistert. Hier sollte unsere Hochzeit stattfinden. Ich war der Bedenkenträger, denn die Logistik war natürlich ein einziges Problem. Es gab nur Baustrom, keine sanitären Anlagen, bis auf den letzten Stuhl musste alles herangeschafft werden und das Schloß lag auch nicht direkt in Weimar, wir mussten die Gäste also transportieren. Aber wir warfen, schon in Ermangelung einer schöneren Alternative, bald alle Bedenken über Bord und entschieden uns für Ettersburg. Im Laufe der Locationsuche hatte sich auch ein fester Termin ergeben, wir entschieden uns für den 14. August 2004 als Hochzeitsdatum.
    Für die Trauungszeremonie hatte sich bald der Coudray-Saal der Musikschule als Favorit herauskristallisiert, eine gut gelegene, schöne und bezahlbare Location. Auch eine Rednerin hatten wir gefunden und das Catering durch James stand auch fest – die Eckpfeiler unseres Hochzeitstages waren errichtet. Die Vorbereitungen rissen nun nicht mehr ab.... Gestaltung der Einladungskarten, Prägen der Karten, Drucken der Inlays, Zeitplanung und Konzeption des ganzen Tages, Buffet-Auswahl, Getränkeauswahl, Besprechungen mit Rednerin, Florist, Fotograf, Konditor, Musiktrio, Verwaltung der Gästeliste, Auswahl der Torte, Entwurf der Geschenkeliste, Tischordnung, Accessoires und Kleidänderungen, Frisurproben, Kosmetiktermine, Entwurf der Trauung, Auswahl der Texte, Auswahl der Musik, Kontakt mit dem DJ, Entwurf und Gestaltung von Programmheften, Tischkarten, Begrüßungsbriefen, Recherche im Internet, Konzeption, Koordination, Entscheidungen,.... es gab soooo viel zu tun und Antje stürzte sich mit der Leidenschaft perfektionistischer Bräute ins Geschehen. Stephan ließ sich nicht ganz so leicht mitreißen, was genügend Konfliktstoff gab...
    Und so verging die Vorbereitungszeit voller Höhen und Tiefen, Erfolge und Rückschläge, Vorfreude, Enthusiasmus, Zweifel und Ängsten.... viele Hürden wurden überwunden und viele Steine aus dem Weg geräumt...

  4. #4
    AntjeB
    Gast

    Standard

    Der Endspurt:
    Die letzte Woche vor der Hochzeit kann als Endspurt in Sachen Vorbereitung betrachtet werden. Aber wie ein Läufer, der sich das Rennen gut eingeteilt hatte, konnte mich jetzt nichts mehr aus der Ruhe bringen. Ich hatte schon viel organisiert und einen klaren Überblick darüber, was noch wann zu tun wäre und ich wußte, dass wir alles ohne Stress schaffen würden. Ab dem 11.8. hatte ich Urlaub, der Mittwoch wurde für die letzten Papier- und Dekogestaltungsaufgaben genutzt. Ich war mit meinen Werken sehr zufrieden. Der Donnerstag war ausgefüllt mit dem Arbeitseinsatz im Schloss Ettersburg, wo die Feier stattfinden würde. Gar keine leichte Aufgabe, so ein altes Schloß auf Vordermann zu bringen, überall mussten Lampen und Strahler installiert werden, erste Tische und Stühle aufgestellt und dem Staub zu Leibe gerückt werden, der sich in Jahrzehnten der Vernachlässigung überall breit gemacht hatte (das Schloss war seit den 1970er Jahren nicht mehr genutzt). Am Freitag vormittag verwandelten wir den Coudray-Saal in die Trauungs-Location für unsere freie Zeremonie. Nachmittags war dann noch mal das Schloss dran, Stephan rückte noch mal mit Industriestaubsauger an, während der Catering-Service im Saal alles zurecht machte und die Tische eindeckte. Der Saal sah schon jetzt ohne Blumenschmuck wunderbar festlich aus, wir waren sehr glücklich und unendlich müde, als wir uns am Abend trennten, um die Nacht vor der Hochzeit getrennt zu verbringen. Ich legte noch ein gemütliches Pflegeprogramm mit Badewanne und Maniküre ein, bevor ich ins Bett ging. Die Spannung stieg, aber ich war viel weniger nervös als ich es gedacht hätte. Es war eigentlich mehr ein freudiges Kribbeln, denn morgen sollte nun unser Hochzeitstag sein. Und so schlief ich, von dem aktionsreichen Tag erschöpft und voller Vorfreude ganz schnell ein.

  5. #5
    AntjeB
    Gast

    Standard

    Die Trauung:
    Morgens um 6.00 Uhr war mein Körper der Meinung, dass er nun genug Schlaf bekommen hätte – ich konnte nicht mehr schlafen! So lümmelte ich noch bis um 8.00 Uhr im Bett, ging mein Trauversprechen noch mal durch und machte mir so meine Gedanken über den bevorstehenden Hochzeitstag.
    Um 8.00 Uhr bin ich dann aufgestanden, habe gefrühstückt, sehr zum Erstaunen meines Vaters, der so nervös war, dass er nichts mehr essen konnte. Er war wirklich aufgeregter als wir alle zusammen. Um 10.00 Uhr holte ich Jule, meine Trauzeugin ab und wir fuhren zum Friseur. Wir bekamen beide die Haare hochgesteckt. Da ich meinen Schleier über der Frisur tragen würde, wollte ich nur eine relativ schlichte und kompakte Frisur. Das hatte auch den Vorteil, dass ich nicht noch stundenlang unter einer Trockenhaube sitzen musste, sondern wir beide nach nicht mal einer Stunde fertig waren und den Friseur wieder verließen. Bei mir angekommen, war dann das Make-up dran. Ich habe mich selbst geschminkt und würde es auch immer wieder so machen. Bevor ich mich dann angezogen habe, gab es noch einen Mittags-Snack und eine Nackenmassage durch meine Trauzeugin – kann ich nur empfehlen, diese 10 Minuten Entspannung waren sehr angenehm, denn die allgemeine Anspannung an einem solchen Tag macht sich auch in der Muskulatur bemerkbar. Das Wetter war bis zu diesem Zeitpunkt bescheiden und ich war etwas unglücklich, als es um 12.00 Uhr noch mal richtig anfing zu regnen. Aber ändern kann man es ja nicht und ich beschloß, das Wetter zu ignorieren.
    Dann wurde ich mit Hilfe meiner Trauzeugin und meiner Mutter in mein Kleid gesteckt. Ziemlich lustig, denn man steht wie eine Prinzessin rum und lässt sich einkleiden... naja, ohne Hilfe wäre man auch ziemlich aufgeschmissen! Als ich das Kleid anhatte, kam der Florist und brachte meinen wunderschönen Brautstrauss vorbei – das war wirklich ein toller Service! Braut war nun fast komplett, nur mein Schleier fehlte noch. Ich stellte mich mit meiner Trauzeugin vor den Spiegel und steckte mir den Schleier auf. Das war ein unglaublicher Moment! Uns beiden stiegen die Tränen in die Augen... es war der Moment, wo man endgültig realisiert, dass man heute heiratet, dass man selbst die Braut ist und ich war von diesen Gefühlen total überwältigt und meiner Trauzeugin ging es nicht anders...
    Eine Viertelstunde vor der Trauung fuhren wir (mein Vater, Trauzeugin und ich) dann los und siehe da: es regnete nicht mehr! Das Einsteigen ins Auto war unproblematischer als ich gedacht hätte, ruckzuck saß ich im Auto inmitten einer Wolke aus Satin und Tüll, ein lustiges und schönes Gefühl! Beim Coudraysaal angekommen, scheuchte meine Trauzeugin zunächst die letzten Gäste hinein, schließlich sollten sie mich vor der Trauung nicht sehen.
    Meine Trauzeugin ging zuerst in den Saal und stellte sich mit Stephan und seinem Trauzeugen vorn auf. Dann kam das Trompetensolo, das den Anfang der Zeremonie markierte und die Gäste erhoben sich von ihren Plätzen. Dann spielte das Klaviertrio den Hochzeitsmarsch und ich zog am Arm meines Vaters ein. Das war der emotionalste und ergreifendste Moment des ganzen Tages. Ich hatte mich kaum noch unter Kontrolle und die Tränen stiegen mir in die Augen, so dass ich immer wieder zu Boden sah....nur um nicht die Gesichter der Gäste zu sehen, denn dann hätte ich wirklich weinen müssen. Alle waren sehr ergriffen, meine Mutter weinte und viele andere auch und Stephan hatte auch sehr mit sich zu kämpfen, wie er mir später berichtete und wie man es ihm auch ansah... Sein Blick sagte wirklich alles, er strahlte mich an und guckte gleichzeitig fast ungläubig, so als würde er ein Wunder sehen... Es war sooo wunderschön! Mein Vater war so stolz mich hineinzuführen und zu übergeben, es war festlich und ergreifend und einmalig, ich würde es immer wieder so machen!!!
    Die freie Trauungszeremonie war einfach nur schön. Die Rednerin begrüßte uns, wir entzündeten unsere Kerzen, das Klaviertrio spielte zwischendurch immer wieder Musik. Unsere Mütter hielten zwei Lesungen, Stephans Mutter las Platons „Zwei Kugelhälften“, ein Text, der sehr gut zu uns passt und den Stephan ausgewählt hatte. Meine Mutter las Erich Fried „Was es ist“, das hatte ich mir gewünscht, weil ich es so wahr finde. Die Ansprache der Rednerin war so persönlich auf uns bezogen, es ging um unser Leben, unsere Beziehung, wie wir zueinander gefunden hatten. Dabei war die Ansprache immer sehr emotional, aber auch sehr lustig, so dass wir manchmal richtig lachen mussten. Dann entzündeten wir unsere gemeinsame Kerze. Es folgte das Trauversprechen, das wir selbst geschrieben hatten und der Ringwechsel. Ich war sehr ruhig und gefasst, konzentrierte mich auf unser Versprechen und auf meinen Mann, dem ich es sagte. Ich habe versucht, den Rest auszublenden und mich ganz auf diesen Moment zu konzentrieren. Es folgte ein langer Kuss.
    Dann verabschiedete uns die Rednerin und wir zogen gemeinsam aus, die Gäste folgten uns und begannen zu gratulieren. Da war es wieder vorbei mit meiner Gefasstheit und es war sehr tränenreich, besonders als ich meine Großeltern sah, die beide noch ganz ergriffen waren. Der anschließende Sektempfang war auch toll, die Pianistin spielte im Hintergrund, während sich die Gäste unterhielten, Sekt tranken und Häppchen naschten. Als Brautpaar standen wir überall im Mittelpunkt und es war wirklich überwältigend, wie viel Aufmerksamkeit und herzliche Gefühle einem entgegengebracht wurden. Ich glaube, das ist es, was den Hochzeitstag zu einem solch schönen und unvergesslichen Erlebnis macht.

  6. #6
    AntjeB
    Gast

    Standard

    Die Hochzeitsfeier II:
    Beim Empfang wurde schon viel fotografiert, aber nach einer Weile fuhren wir (mit unseren Trauzeugen) schon mal zum Schloß vor, um dort Aufnahmen zu machen. Das Auto, ein schwarzer Mercedes, hatte der Trauzeuge Stefan organisiert, der uns nun auch sichtlich stolz chauffierte. Er hatte sogar extra für uns als passende musikalische Begleitung eine Frank-Sinatra-CD im Auto. Dann begann die große Foto-Session im Schloßpark, das Wetter war jetzt richtig gut geworden, die Sonne strahlte mit uns um die Wette! Was waren wir erleichtert... die Foto-Session wurde noch verlängert, weil dann noch zwei Fotografen von der Presse kamen. Unsere war die erste Hochzeit, die in dem Schloß stattfand, deswegen gab es auch einen Artikel darüber in der Zeitung!!! Das Fotoshooting war schön aber auch anstrengend, weil man dauernd zurecht gerückt wurde und rumgescheucht. Inzwischen waren die Gäste mit dem Bus am Schloß angekommen und nutzten auch gleich die Gelegenheit, noch mehr Fotos von uns zu machen. Die Foto-Session nahm kein Ende... Für die Gäste gab es dank des schönen Wetters Kaffee und Espresso vor dem Schloß und dann wurden im Park Helium-Luftballons steigen gelassen, mit Gutscheinen der Gäste für uns.... eine Überraschung, die sich Stephans Eltern für uns hatten einfallen lassen. Es war ein tolles Bild, wie die bunten Ballons entschwebten... und eine Karte ist auch schon wiedergekommen, mal sehen, ob noch welche folgen. (Nachtrag: es sind noch zwei weitere Karten angekommen, immer mit sehr netten Kommentaren der Finder!, eine Karte war so zerstört, dass sie in einem Briefumschlag geschickt wurde.)
    Dann wurde ein Gruppenbild gemacht, dafür wurde der noch anwesende Presse-Fotograf mißbraucht, so dass auf dem Bild auch niemand fehlt. Dann ging es hinein ins Schloß und hinauf in den weißen Saal. Die Blicke mancher Gäste sprachen Bände... das Schloß ist ja eher eine Baustelle und damit eine sehr ungewöhnliche Location mit einem, man könnte sagen morbidem Charme. Der Rokkoko-Saal versöhnte dann aber wieder alle, denn mit den runden Bankett-Tischen und dem Blumenschmuck sah der einfach nur fürstlich aus. Es gab einen Aperitif für die Gäste und mein Vater hielt die obligatorische Rede. Das hat er wirklich wundervoll gemacht, ich war so glücklich. Dann hat Stephan noch eine kurze Ansprache gehalten und das Buffet eröffnet. Das Essen war einfach nur wunderbar, vor allem die weiße Tomatensuppe war der Hit und kam super an. Nach dem Essen nutzten wir den milden Sommerabend für einen ausgedehnten Spaziergang im Park des Schlosses. Die Sonne ging unter und tauchte alles in ein wunderbares, warmes Licht.

  7. #7
    AntjeB
    Gast

    Standard

    Die Hochzeitsfeier II:
    Zurück im Festsaal folgten verschiedene Überraschungen und Beiträge für uns, die von unseren Freunden und Verwandten liebevoll vorbereitet worden waren. Die Gäste bekamen Puzzleteile zu einem Foto von uns, das sie dann malen sollten. Das Bild ist toll geworden und man erkennt auch alles... Zwischendurch haben wir dann auch schon mal ein paar Geschenke ausgepackt, es waren wirklich tolle, persönliche Sachen, denen man anmerkte, dass sich die Schenkenden Gedanken gemacht hatten. Weiter ging es mit einer total witzigen Rede unserer Trauzeugen und einem wunderbaren und langen Gedicht, das Stephans Mutter für uns gedichtet hatte.
    Dann gab es erst einmal die Hochzeitstorte und das Dessert-Buffet, ein echtes kulinarisches Highlight für die Gäste. Die Torte bestand aus 4 Etagen mit Mohn-Nuß-Etage, Schoko-Whisky-Etage, Limettenbuttercreme und Sachertorte ganz unten. Beim Anschneiden hatte ich die Hand oben, denn ich hatte Stephan bewußt im Unklaren über diesen Brauch und seine Bedeutung gelassen. So hatte ich leichtes Spiel... Wir haben alle Gäste mit Tortenstückchen versorgt, die Nachfrage war gut und auch das Dessert-Buffet mit Obstsalat und Petit Fours erfreute sich großer Beliebtheit.
    Für den Brautwalzer hatten wir einen langsamen Walzer gewählt zum Lied „What the world needs now“ von Jackie DeShannon. Ein wunderbar romantisches Lied mit einem passenden Text. Unsere Tanzstunden haben sich gelohnt, denn wir schwebten höchst professionell über das Parkett, obwohl das im Kleid wirklich etwas komplizierter war als in der Jeans. Trotzdem würde ich mich immer wieder für ein Kleid mit Reifrock entscheiden, denn viele Gäste meinten, ich sähe aus, als ob ich schwebe... naja, und ein bißchen stimmte das ja auch, wir waren so glücklich!
    Die Zeit verging wie im Fluge, Trauzeugen und Freunde hatten noch ein Märchen vorbereitet, das von unserem Kennenlernen handelte und die tatkräftige Unterstützung des Publikums erforderte, von Pferdegetrappel bis Schwertkampf wurde alles aufführungsreif inszeniert und wir haben Tränen gelacht, weil alle so toll mitgespielt haben. Dann war es Zeit, den Brautstrauß zu werfen, es waren 13 unverheiratete Damen anwesend, die sich sehr schüchtern in die Ecke des Saales drückten. Offensichtlich waren sie alle nicht zu wild darauf, den Strauß zu fangen. Mein Wurf geriet wohl auch etwas kurz, so dass meine Trauzeugin ziemlich nach vorne stürzen musste, um ihn zu fangen. Sah lustig aus! Ob sie allerdings wirklich die nächste Braut ist? Wer weiß....
    Dann wurde mir der Schleier abgenommen und ein Häubchen aufgesetzt, auch Stephan erhielt eine Nachtmütze, worüber er gar nicht glücklich war. Aber so ist nun mal der Brauch! Die Freundin seines Bruders erhielt meinen Schleier, denn sie werden wohl das nächste Brautpaar sein, wollen sie doch im Mai 2005 heiraten. So tanzten wir zwei Pärchen dann den Schleiertanz.
    Im Anschluß wurden wir nach draußen gebeten, wo Stephans Bruder und Freundin noch ein Überraschungs-Feuerwerk für uns vorbereitet hatten. Das war super, auch wenn ich ein bißchen Sorge um mein Kleid hatte – Brautkleid und Funkenflug ist einfach keine gute Kombination! Aber ein Feuerwerk hatte ich mir immer gewünscht...
    Die älteren Gäste verabschiedeten sich jetzt auch, was die DJane veranlasste, noch etwas jugendlichere Musik aufzulegen und nun wurde auch kräftig das Tanzbein geschwungen. Als letztes Spiel des Abends folgte das Übereinstimmungsspiel, das Stephan und ich gegen zwei andere Paare für uns entschieden, nur einmal stimmten wir nicht überein – wir kennen uns eben doch schon sehr gut! Dann wurde noch bis morgens um 3.00 Uhr getanzt. Unser Trauzeuge fuhr uns dann ins Hotel, das Zimmer war das Geschenk einer Freundin und auf dem Bett lagen Rosen und auf dem Tisch stand ein Sektkühler mit einer Champagner-Flasche. Hier beginnt unsere Hochzeitsnacht und endet mein Bericht.
    Die Hochzeit war rundum gelungen und perfekt. Die Monate der Vorbereitung haben sich wirklich gelohnt und ich würde alles wieder so machen. Darum auch mein Rat an alle: verwirklicht Eure Vorstellungen und macht alles so, wie Ihr es wollt! Obwohl es vorher Bedenken und Skepsis wegen unserer ungewöhnlichen, freien Trauung und dem Baustellenschloß als Location gegeben hatte, schwärmen jetzt alle Gäste von dieser romantischen und tollen Hochzeit! Für uns wurde ein Traum wahr!


  8. #8
    Vielschreiber Avatar von Rondriana
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    Hallo Antje !

    Immer wieder schön !! Danke, dass Du noch mal alles eingestellt hast.

    Liebe Grüße !

    Rondriana

  9. #9
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    Hallo Antje,

    deine Feier und Trauung war einfach ein traum.

    Die Fotos sind soooooo schön!!!!
    Und eure Lokalität einfach der Hit.

    LG
    Stefanie

  10. #10
    Experte Avatar von ~Julchen~
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    Wunderschöner Hochzeitsbericht und wunderschöne Fotos. Eine richtige Traumhochzeit...

    LG Julia

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