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Thema: ⫸ Anfang...

14.12.2017
  1. #1
    Profi Avatar von cocili
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    Hallo ihr Lieben!

    Da ich meinen Bericht auf unserer HP auch noch gespeichert hab, will ich in dieser Kategorie mal den Anfang machen, damit auch dieses Board nicht so leer bleibt

    Also... tatata *trommelwirbel* hier mein alter Bericht von vor fast einem Jahr... TEIL I:

    Hallo Ihr Lieben,

    es ist vollbracht! Seit gestern bin ich nun Ehefrau!!
    Aber vielleicht sollte ich besser mit meinem Bericht von vorne beginnen:

    Freitag, 30.04. Polterabend:
    Nachdem ich an diesem Freitag noch bis 15 Uhr arbeiten musste, bin ich anschließend direkt durchgefahren zu dem Gemeindesaal, in dem die große Feier stattfinden sollte. Glücklicherweise hatte uns der Küster bereits am Donnerstag alle notwendigen Schlüssel gegeben, so dass wir schon am 29.4. das meiste vorbereiten konnten. Also mussten wir am Freitag nur noch die frischen Blumen in die Deko einarbeiten und anschließend die 300 Brötchen für unsere Gäste schmieren und belegen. Direkt als ich dort ankam, wartete in dem Gemeindesaal die erste Überraschung auf mich: Meine beste Freundin und Trauzeugin hatte ein riesiges Plakat gemalt, welches über unserer Tanzfläche hing, auf dem unsere Namen und der Anlass der Feier standen. Da hatte ich dann schon glatt das erste Mal einen Klos vor Rührung im Hals. Gegen 16 Uhr trafen unsere ganzen fleißigen Helfer ein, denen ich an dieser Stelle ein großes DANKE SCHÖN aussprechen will! Ohne sie hätte die ganze Feier längst nicht so reibungslos geklappt! In Akkordzeit wurde das Fass angestochen, die 300 Brötchen aufgeschnitten, geschmiert, belegt und nebenher noch Knabberzeug auf den Tischen verteilt, Getränke kaltgestellt, usw. Um Punkt 18 Uhr kamen dann auch bereits die ersten Gäste, welche sich zunächst allerdings auf die Getränke und Knabbersachen stürzten und uns erst einmal mit dem Fegen verschonten. Allerdings hielt diese Schonzeit nicht besonders lange vor, denn als um 19 Uhr die besten Freunde meiner Eltern mit einem Berg Geschirr eintrafen, ging es im wahrsten Sinne „Knall auf Fall“. Nach und nach kamen immer mehr Gäste mit immer mehr Geschirr, so dass Dirk und ich bis 21.30 Uhr aus dem Fegen gar nicht mehr rauskamen... Letztendlich haben uns dann noch unsere Trauzeugen und ein paar Freunde beim Fegen geholfen, da es gegen 21 Uhr anfing zu regnen und ziemlich schnell auch dunkel wurde – sonst würden wir wahrscheinlich jetzt noch den Hof kehren.
    Nachdem wir mit dem Fegen fertig waren, fing dann die eigentliche Feier erst an. Dirks Mutter und Onkel hatten eine lustige Tombola vorbereitet (Hauptpreis: Ein Prinz zum Wachküssen = eine Froschspardose) und ein Tanzspiel organisiert, so dass die vielen Gäste sich ein wenig besser kennen lernen konnten und die Party ordentlich in Schwung kam. Insgesamt wurde viel getanzt, gelacht, geredet, gepoltert und vor allem auch ordentlich oft auf uns angestoßen (60 Liter Bier und fast 6 Liter Schnaps sind von knapp 70 Personen getrunken worden, wobei etwa die Hälfte der Gäste mit dem Auto da war und sich deshalb auf Nonalkoholika beschränkt hat!!!). Als gegen 2 Uhr dann die Party ihrem Ende entgegen sah, waren Dirk und ich sehr müde und k.o., aber hatten einen schönen Abend hinter uns, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

    Samstag, 1.5. JGA:
    Samstagmittag ging es – nachdem wir erst mal ordentlich lange ausgeschlafen haben – mit viel Muskelkater erst mal ans Aufräumen der Reste vom Vortag. Mit reichlich Hilfe von unseren Trauzeugen haben wir aber alles schnell bewerkstelligt, so dass wir anschließend noch genügend Zeit hatten, uns auf unsere JGAs vorzubereiten. Dirk sollte schließlich um 21 Uhr bei uns vor der Haustür abgeholt werden und ich war bereits für 19 Uhr zu meiner Trauzeugin bestellt. Ich wusste vorher nur, dass wir auf meinem JGA zu viert sein würden: Meine kleine Schwester, meine beiden besten Freundinnen und meine Wenigkeit. Ich sollte mich chic anziehen... Alles andere sollte ein Überraschung für mich werden... also stand ich pünktlich um 19 Uhr nett zu Recht gemacht vor der Haustür meiner Trauzeugin. Dort in der Wohnung warteten dann schon die Drei mit einem gut vorgeheizten Raclettegrill auf mich und wir haben zuerst bei reichlich Sekt ein leckeres Racletteessen genossen. Anschließend sind wir gegen 22 Uhr mit der U-Bahn in die Stadt gefahren, wobei ich immer noch nicht wusste, was mich genau erwarten würde. Nach den ersten paar Schritten in Richtung des ersten „Lokals“ wurde mir aber klar, was mir blühte... Meine Mädels hatten für mich in der hiesigen TableDanceBar einen privaten Manstrip organisiert. Als wir in dem Lokal, in dem auch Frauen tanzen, ankamen, waren wir (neben den Striperinnen) die einzigen anwesenden Frauen. Sehr zur Erheiterung der zahlreichen männlichen Gäste und zum Ärger der Tänzerinnen, da wir deren Umsatz durch unsere Anwesenheit ordentlich verringerten: Alle männlichen Augen in dem Lokal waren auf uns gerichtet. Nachdem man uns erst jeder einen Piccolo serviert hatte, kündigte der DJ dann auch schon Don Carlos an und während noch dessen Vorzüge angepriesen wurden, schleppte ein Kellner einen Stuhl, Sprühsahne und Body Lotion auf die Bühne und mir schwante GANZ ÜBLES!!! Tja, was soll ich sagen? Don Carlos entpuppte sich als ein 1,60m-Spanier (hihi, ich konnte ihm auf den Kopf spucken) mit beachtlichen Oberarm- und Brustmuskeln aber recht kleinem ... (ihr wisst schon was ich meine...) Tanzen konnte er gut, allerdings schmeckt Sahne von einer schlecht rasierten Brust nicht echt gut. Meine Mädels haben am Rand der Bühne jedenfalls ordentlich gefeiert.
    Nachdem ich dann Don Carlos hinter mich gebracht hatte, sind wir anschließend noch in eine spanische Discothek, wo wir dann auch bis fast zum Schließen blieben (5 Uhr morgens) und ich mit weißichnichtwievielen Männern Salsa, Mambo, Samba und Merengue (schreibt man das so?) tanzte. Insgesamt ein supertoller Abend an dem wir vier reichlich Spaß hatten.

    Montag, 3.5. Standesamt:
    Nach einer viel zu kurzen Nacht mit viel zu wenig Schlaf, schellte am Montag bei uns der Wecker um 6.30 Uhr. Ziemlich müde und unerholt pellten wir uns aus dem Bett und begannen, uns fertig zu machen. Zumindest versprach es ein warmer und sonniger Tag zu werden, da der Himmel strahlend blau war und die Vögel vor unserem Fenster aus vollem Hals zwitscherten. Zuerst einmal bin ich ins Bad, um zu duschen und mich in Ruhe fertig zu machen. Gegen 8 Uhr beim Anziehen kam dann der große Schock: Meine neugekaufte und extra in der Reinigung gebügelte Bluse, riss am Oberarm längs entzwei! In diesem Moment wusste ich gar nicht was ich zuerst tun sollte, vor Enttäuschung heulen, vor Wut explodieren oder einfach nur drüber lachen?! Naja, da ich keine Ersatzbluse hatte, blieb mir eh nix anderes übrig, als die kaputte Bluse anzuziehen und gute Miene zum bösen Spiel zu machen – wenigstens war der Riss nur am Ärmel, so dass man es unter dem Blazer nicht sehen würde!
    Ich schaffte es dann so gerade noch, mir die Haare zu machen und mich zu schminken, als um 8.50 Uhr auch schon meine Trauzeugin vor der Tür stand, um uns abzuholen. Erst in diesem Moment ist mir übrigens bewusst geworden, dass ich in weniger als 3 Stunden verheiratet sein würde... dafür setzte dann schlagartig die zuvor nicht vorhandene Nervosität ein und mir wurde kotzschlecht!! Als dann um 9.15 Uhr Dirks Trauzeuge und ein weiterer Freund eintrafen, machten wir uns auch quasi direkt auf den Weg, da Dirk ja noch meinen Brautstrauß vom Floristen abholen musste. Also führte uns unser letzter Weg als unverheiratetes Paar zum Floristen, vor dessen Tür Dirk mir einen traumhaften Strauß aus bordeauxroten Rosen überreichte – wäre mir nicht immer noch so speiübel gewesen, hätte ich da schon vor Rührung heulen können. Im Standesamt wurden wir dann direkt von der Sekretärin unseres Beamten in Empfang genommen. Wir mussten bei ihr noch einmal unsere Ausweise vorlegen, das Stammbuch abgeben und ein letztes Mal unsere Entscheidung bezüglich des Ehenamen darlegen. Anschließend wurden unsere Trauzeugen ebenfalls von ihr ins Büro gebeten und wir begaben uns schon einmal zusammen mit unserer kleinen inzwischen eingetroffenen Hochzeitsgesellschaft vor das uns zugewiesene Trauzimmer. Mir war immer noch sehr schlecht und Dirk hüpfte dauernd hektisch auf und ab vor Nervosität.
    Drinnen im Trauzimmer ging dann alles recht schnell. Der Standesbeamte erklärte uns unsere neuen Rechte und Pflichten, las ein schönes Gedicht über die Liebe vor und stellte die alles entscheidenden Fragen. Dirk und ich haben beide laut und deutlich mit „JA“ geantwortet und dann die Ringe getauscht. Nach 10 Minuten war alles vorbei. Und erst als unsere Gäste uns gratulierten, brachen bei mir die Dämme und mir liefen einfach nur noch die Tränen runter... aber was soll ich sagen, außer dem Freund meiner Schwester haben eigentlich alle Anwesenden ein oder zwei Tränchen verdrückt – selbst der Trauzeuge hatte feuchte Augen.
    Danach kam auch schon der unromantische Teil. Für die Anmeldung zum Examen brauchte ich schnellstmöglich den neuen Personalausweis und zudem für meinen Nebenjob die neue Steuerkarte. Also ab runter ins Bürgeramt. Danach sind wir dann zum Brunch zu Dirks Mutter gefahren und haben dort Schnittchen, Suppe, Sekt, Kaffee und Kuchen genossen, bevor Dirk und ich uns dann gegen 15 Uhr abgeseilt haben... den Rest des Tages haben wir zwei dann für uns verbracht und ich erspare euch an dieser Stelle weitere Details... Es war ein toller Tag und ich freue mich jetzt schon auf Teil zwei am Samstag!!!


    Bilder vom Polterabend:


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  2. #2
    Profi Avatar von cocili
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    TEIL II:

    Hallo ihr Lieben,

    da nun auch schon wieder einige Zeit seit unserer kirchlichen Trauung vergangen ist, will ich mich jetzt endlich mal an den noch ausstehenden Bericht machen.

    Eigentlich wollte ich damit warten, bis endlich die Fotos von unserer Fotografin fertig sind, damit ich auch direkt eure allgemeine Fotosucht adäquat befriedigen kann, aber leider hab ich gestern erfahren, dass unsere Fotos vermutlich erst zu Beginn der nächsten Woche fertig werden – und soooo lange, will ich euch dann doch nicht warten lassen... zumal ja bisher keine von euch mein Kleid kennt, da ich es aus Angst vor Dirks Neugier bisher noch nicht im Forum präsentiert habe...

    Also hier nun mein Bericht von unserer kirchlichen Trauung und der anschließenden Feier vom 8.5.04; wobei ich wohl besser meinen Bericht mit dem Vortag beginne:
    Der Freitag war – wie wohl bei jedem Brautpaar der letzte Tag vor der Feier – noch einmal ordentlich mit Stress und reichlich Aufgaben gespickt. Schließlich wollten die Blumen für die Kirche bestellt, die Gastgeschenke und Menuekarten zum Lokal gebracht und der Übernachtungskoffer beim Hotel abgegeben werden. Außerdem standen noch einmal Verhandlungen mit unserem Wirt an, da uns am Vortag sage und schreibe 6 kurzfristige Absagen erreicht hatten und wir nicht gewillt waren, für diese fehlenden Gäste dennoch voll zahlen zu müssen. Gegen 19.30 Uhr hatten wir endlich alle diese Aufgaben glücklich erledigt und ich wollte nur noch schnell meinen Schatz zu Hause absetzen, um dann direkt zu meiner Trauzeugin zu fahren, bei der ich die letzte Nacht verbringen wollte. Doch erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt. Gegen 20 Uhr erhielten wir einen Anruf von Dirks Tante, ob nicht der neue Freund seiner Cousine doch mit zu Feier könnte. Klingt vielleicht im ersten Moment eher harmlos nach Teenieverliebtheitsgeplänkel, aber vielleicht sollte ich dazu erklären, dass Dirks Cousine bereits Mitte 30 ist, die Beziehung zu ihrem neuen Lover noch keinen Monat besteht (übrigens der 4. oder 5. ?) innerhalb von 4 Jahren!) und dieser auf unserem Polterabend bereits da war und es noch nicht einmal für nötig befand, sich Dirk und mir auch nur vorzustellen, geschweige denn uns zu gratulieren! Mehr oder minder geplättet und erbost ob dieser Dreistigkeit, erklärten wir Dirks Tante, dass es so kurzfristig kaum möglich sein würde, noch einen weiteren Gast einzuplanen. Tantchen gab sich mit dieser Antwort zu Frieden, wir verbuchten die Sache unter erledigt und ich fuhr zu meiner Freundin. Doch es stellte sich raus, dass wir mit dieser Ansicht mehr als schief gewickelt waren. Ich hatte gerade bei meiner Freundin die Schuhe ausgezogen, als Dirk mich anrief, um mir mitzuteilen, dass seine Cousine gerade angerufen hätte, um noch mal persönlich nachzufragen, ob es nicht vielleicht doch möglich sei, dass ihr neuer Freund mitkäme... *GGRR*! Langer Rede, kurzer Sinn: Dirk hat keine 24 Stunden vor der Feier noch einmal alle Hebel in Bewegung gesetzt, um diesen mehr als verspäteten Gast auch noch „willkommen heißen“ zu können. Nach dieser Aufregung und einer Flasche Bier zur Beruhigung verbrachte ich dann eine halbwegs erholsame Nacht mit zumindest ausreichend Schlaf bei meiner Freundin.
    Am nächsten morgen klingelte bereits um 7 Uhr der Wecker, da wir eigentlich noch gemütlich frühstücken wollten, bevor wir um 10 Uhr mit meiner Mutter und meiner Schwester zum Schmücken der Kirche verabredet waren. Ich war jedoch so aufgeregt, dass ich nur ein halbes trockenes Brötchen schaffte. Anschließend fuhren wir zunächst zum Blumenladen, um die bestellten weißen Blüten für unsere Kirchendeko abzuholen und von dort direkt zur Kirche zu fahren. Pünktlich um 10 Uhr trafen wir an der Kirche ein und gemeinsam schafften wir es innerhalb von einer knappen Stunde mit vielen weißen Blüten und gelb-weißen Schleifen die Kirche in eine festliche Hochzeitskappelle zu verwandeln. Nachdem wir mit unserer Schmückaktion fertig waren, übergab mir meine Mutter mein Brautkleid, welches bis dato in meinem alten Kinderzimmer am Kleiderschrank hängend auf seinen Einsatz gewartet hatte. In diesem Moment hatten wir vier Mädels bereits das erste Mal Tränen in den Augen. Es war ein sehr rührender Augenblick. Doch es blieb nicht viel Zeit für Sentimentalitäten – schließlich musste ich mich noch von einer jeanstragenden Kirchenschmückerin in eine ansehnliche Braut verwandeln. Also nix wie ab zurück zu meiner Freundin, rasch geduscht und dann mit allem Zubehör, dem Kleid und einer inzwischen fast nervöser als die Braut seienden Trauzeugin zum Frisör. Gegen 13 Uhr hatten wir den Termin und vorher hatten wir abgeklärt, dass Make up und Frisur innerhalb einer Stunde fertig sein sollten, dann könnte mich mein Vater gegen 14 Uhr abholen und wir wären auf jeden Fall rechtzeitig zum Gottesdienst um 15 Uhr in der Kirche. Leider lagen wohl während der Absprache mit dem Frisör leichte Kommunikationsprobleme vor... die Zeitangabe von 60 Minuten galt nur für meine Frisur und nicht für’s Make up geschweige denn für Frisur oder Make up meiner Trauzeugin! Das Stylistenteam versprach aber, ich würde rechtzeitig fertig sein... als sie gegen 14.30 Uhr immer noch zu viert an mir zuppelten und zerrten und auch bereits mein Vater im Laden eintraf und wie ein HB-Männchen auf- und ablief, dachte ich, ich müsste jeden Moment tot umfallen! Meine Knie zitterten, mir war schwindelig und kotzschlecht. Letztendlich konnten wir erst gegen 14.55 Uhr den Salon verlassen, nachdem der Frisör, während ich schon beim Umkleiden war, noch die letzten Perlen in meiner Frisur drappierte... nachher musste alles so schnell gehen, dass ich mich nicht einmal mehr selbst im Spiegel betrachten konnte. Um 15.30 Uhr mit einer halben Stunde Verspätung trafen wir dann endlich in der Kirche ein. Während der Fahrt hatten wir vor Aufregung kaum ein Wort gesprochen und beim Weg zur Kirchentür musste ich eher meinen Vater stützen, als dass er eine Stütze für mich gewesen wäre... aber dann ging alles glatt! Der Organist setzte an und mein Vater und ich marschierten hinter dem Pfarrer her auf den Altar zu, an dem mein Schatz bereits mit feuchten Augen wartete. Auf dem Weg zum Alter sahen mich lauter fröhliche und gerührte Augenpaare an – allen voran catotje, die zu meiner großen Freude kurzer Hand als Überraschungsgast in der Kirche saß! Ich hatte jedoch nur Augen für meinen Dirk: Er sah einfach phantastisch aus und ich hatte ein sooooo schlechtes Gewissen wegen meiner Verspätung, so dass ich ihm als erstes eine Entschuldigung entgegen stammelte. Er hingegen erwiderte nur, dass er auf mich ewig gewartet hätte und dass ich wunderschön sei! Da hatte ich dann wieder Tränen in den Augen! Der Gottesdienst verflog im Nu, unsere Geschwister und Trauzeugen lasen vier wunderbare selbstgeschriebene Fürbitten vor, der Pfarrer hielt eine sehr persönliche und rührende Predigt und es war eine vollkommen gelungene Trauzeremonie! Draußen streuten dann Dirks Nichte und Neffe Blumen für uns, alle anwesenden Gäste gratulierten und catotje schenkte uns einen wunderbaren Blumenstrauß mit einer weißen Orchidee – wir haben uns so gefreut, dass auch das Forum durch sie an unserem schönsten Tag vertreten war!!! Anschließend ließen wir uns von einem Bekannten in dessen über 40 Jahre alten Cadillac zum Fototermin chauffieren. Leider hatte es an den Tagen vorher reichlich geregnet, so dass mein Kleid direkt während des Fototermins einige heftige Flecken bekam, da der Boden überall aufgeweicht war... aber wenigsten war es an unserem großen Tag trocken (grau, bedeckt und recht kühl, aber wenigstens trocken!). Nach dem Fototermin fuhren wir zu unserem Lokal, wo unsere Gäste bereits mit dem Sektempfang auf uns warteten. Es wurde noch einmal geherzt, gedrückt, gratuliert, Geschenke verteilt und Hände geschüttelt, bevor wir dann endlich im Lokal Platz nehmen konnten. Die beiden Mütter hielten zwei kurze und sehr unterschiedliche, aber sehr schöne Reden, bevor wir unsere Gäste offiziell Willkommen heißen und das Buffet eröffnen konnten! Das Essen war phantastisch und für jeden Geschmack war etwas dabei, so dass wir und das Lokal viel Lob für die Auswahl der Speisen bekamen! Gegen 20.30 Uhr haben Dirk und ich dann mit einem langsamen Walzer zu einer romantischen Version von „Moonriver“ den Tanz eröffnet. Vor Nervosität haben wir zweimal gepatzt, aber es hat glaub ich keiner bemerkt... Nach diesem ersten Tanz waren unsere Gäste kaum noch zu halten. Alle stürmten die Tanzfläche und nur unterbrochen von einigen (mehr oder weniger) lustigen Spielen wurde bis morgens um 2 Uhr durchgetanzt! Die letzten Gäste verabschiedeten sich um 3 Uhr von uns, so dass wir um halb vier endlich auch in unserem Hotelzimmer anlangten. Nach einer weiteren Stunde des Abschminkens, Frisurauseinandernehmens und aus dem Kleidpellens konnten wir dann um halb fünf endlich übermüde, aber glücklich und zu Frieden einschlafen!
    Es war wirklich der schönste Tag unseres Lebens und würde ich heute vor die Wahl gestellt, würde ich alles noch einmal genauso machen!

    Liebe Grüße Cocili


    Bilder von der Trauung - Standesamt und Kirche:

  3. #3
    Vielschreiber Avatar von Rondriana
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    Juhu !

    Danke, dass Du Deinen Bericht hier noch mal reingestellt hast. Werde das am Wochenede auch noch mal in Angriff nehmen.

    Liebe Grüße !

    Rondriana

  4. #4
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    Kann mich da nur Rondriana anschliessen...

    Am WE hab\' ich aber keine Zeit Werde es vielleicht im Laufe des Tages mal in Angriff nehmen....Ich hab\' es zum Glueck ausgedruckt und muss es aber abschreiben

  5. #5
    aufsteigendes Mitglied Avatar von susette
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    Hallo cocili,

    es ist doch immer wieder schön, Hochzeitsberichte zu lesen, Danke !!
    Wünsche Euch bald viel Spaß für Euren 1. Hochzeitstag;-)).

    Viele Grüsse
    von
    susette

  6. #6
    Profi Avatar von cocili
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    inspiriert durch Malo's Beitrag hier noch mal ein paar Fotografenfotos für euch...

  7. #7
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    hallo corinnna!

    immer wieder schön, eure fotos anzusehen und euren bericht zu lesen.
    wie schnell die zeit doch vergeht!

    liebe grüße
    karin

  8. #8
    Lu
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    Hach, wie schön sich das liest!! Muß ein traumhaft schöner Tag gewesen sein.
    Vielen Dank für den Bericht und die wunderschönen Fotos!
    Ihr wart ein wunderhübsches Brautpaar!

    Liebe Grüße
    Lu

  9. #9
    pinguin
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    Hallo Corinna,

    vielen Dank nochmal für den tollen Bericht und die wunderschönen Bilder.

    Wie schnell doch ein Jahr rum ist, oder?

    LG
    Iris

  10. #10
    Senior Mitglied Avatar von catotje
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    Hallo Corinna,

    schön, dass Du den Bericht und die Fotos nochmal eingestellt hast! :super:

    Viele Grüße,
    Miri

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