Unser Kirchlicher SegenUm 6.30 Uhr war für mich die Nacht vorbei. Ich stand auf, ging duschen und danach guckte ich ob Annelie (Schwester/ Trauzeugin) und Maria (Brautjungfer) schon aufgestanden waren.
Um 7.00 Uhr gab es dann für uns Frühstück, welches meine Eltern für uns schon vorbereitet hatten. Ich habe aber irgendwie kaum einen Bissen runter bekommen, obwohl ich noch gar nicht nervös war (seltsamer Weise).
Dann sind wir zum Frisör gefahren, denn dort hatten wir drei um 8.00 Uhr unseren Termin. Wir drei wurden gleichzeitig abgefertigt, also Locken aufdrehen, Haare hochstecken und Make Up.
Um 9.30 Uhr waren wir dann fertig und sind zum Floristen gefahren. Während Annelie und Maria die Sträuße, Anstecker, Gestecke und Blumenkörbe einluden habe ich mir die Augen zugehalten, damit es für mich noch eine Überraschung blieb. Als alles eingeladen war sind wir wieder zu meinen Eltern gefahren. Ich bin dann ins Haus gegangen und habe schon mal alles für den Sektempfang (mit einigen anderen aus der Familie) vorbereitet. Während dessen haben Annelie und Maria die Blumen aus dem Auto geladen und die Gestecke schon mal in die Kirche gestellt.
Ab 11.30 Uhr gab es bei uns Mittag für die, die wollten. Ich habe mich für die Zeit nach oben ins Haus zurückgezogen und habe dort gegessen. Denn zum Mittag kam Christian (aus dem Hotel) vorbei, damit er nicht die ganze Zeit alleine ist. Und da er mich ja noch nicht sehen durfte, habe ich mich sozusagen oben versteckt.
Um 13.30 Uhr haben Annelie und Maria mich angekleidet.
Um 14.00 Uhr waren wir fertig, nun mussten wir aber noch eine ganze halbe Stunde warten, denn die Trauung begann erst um 14.30 Uhr.
Ein paar von meiner Familie haben mich dann schon so fix und fertig gesehen und waren total begeistert.
Um 14.25 Uhr stellte ich mich oben an die Treppe und wartete darauf, dass meine Mutti endlich sagte „Du darfst jetzt runter kommen“. Dann war es soweit, ich durfte runter gehen. Vor der Haustür erwartete mich schon Christian mit seinen Eltern, Geschwistern und deren Partner. Christian sah so richtig glücklich aus. Wir stellten uns dann schon mal für den Einzug auf. Nun wurde ich total Nervös, ich kann es gar nicht beschreiben, was für ein Gefühl das war.
Es hörte auf zu läuten, der Posaunenchor fing an das „Präludium“ zu spielen und schon zogen wir ein. Als wir im Altarraum ankamen uns setzten und meine Mutti sich vor uns hinstellte und alle begrüßte, konnte ich mich nicht zurückhalten und mir kamen die ersten Tränen.
Dann hielt meine Mutti die Predigt, sie hat Christian und mich sehr schön mit einbezogen. Nach der Predigt kam die Frage der Fragen.
Dann wurden die Ringe getauscht und anschließend gab es den Segen und zum Schluss den Kuss.
Als das alles vorbei war, spielte meine Mutti ein Lied auf der Gitarre mit einem selbst geschriebenen Text „Ein kleines Kirchenlied“. Danach kam eine riesige Überraschung für uns, es kam vom Posaunenchor (wo einige unserer Familie mitspielten, früher auch ich) mit Christians Vati am Dudelsack, ein Instrumentalstück „Highland Cathedral“. Es war so schön, dass fast alle in der Kirche Tränen in den Augen hatten.
Nach der Trauung gab es einen großen Sektempfang für alle geladenen und auch nicht geladenen Gästen. Während dessen ist der Fotograf mit uns abgehauen und hat hinter der Kirche, auf dem Spielplatz und in unserem Garten Fotos gemacht. Als wir mit den Fotos fertig waren, sind wir dann zu unseren Gästen gegangen. Zwischendurch haben wir noch im Garten Familien Fotos gemacht.
So gegen 18.30 Uhr sind wir ins Hotel gegangen. Dort haben wir erst einmal mit Sekt unsere Gäste begrüßt. Christian hat eine richtig schöne Rede gehalten, ich war froh, dass er den Part übernommen hat, denn ich bin absolut schlecht im Reden halten. Zum essen gab es ein Kalt- warmes Buffet, es waren alle super begeistert davon. Nach dem Essen bin ich mit Christian auf die Tanzfläche gegangen, dort habe ich ihm eine Sterntaufe geschenkt. Den Stern habe ich auf den Namen „Dorothee & Christian Becker“ getauft und das Taufdatum ist der 18.08.2007.
Christian hat sich riesig darüber gefreut. Dann haben wir mit unserem Wiener Walzer die Tanzfläche eröffnet. Wir hatten uns für „An der schönen blauen Donau“ entschieden. Es hat alles super geklappt. Während des Abends kamen noch einige Spielchen und Aufführungen auf uns zu.
Um 23.30 Uhr wurde unsere Hochzeitstorte geliefert, die wir dann auch anschnitten. Sie hat allen super gut geschmeckt.
Um 24.00 Uhr habe ich den Brautstrauß geworfen, den Annelie gefangen hat. Sie musste einen Tanz mit einem Junggesellen absolvieren, zufällig war er Tuniertänzer. Der tanz sah echt super aus.
Danach war Schleierabnahme und es folgte der Schleiertanz. Wer mit uns unter dem Schleier tanzen wollte, musste dafür bezahlen.
Der Tag endete für uns um 4.00 Uhr und wir waren froh, als wir dann im Bett lagen.
Denn es war ganz schön anstrengend das Kleid auszubekommen und die ganzen Nadeln aus meinem Haar zu entfernen.
Es war ein traumhafter Tag!








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