Wir haben in unserer Familie sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht: Unser erster Familienkater war erst knappe 12 Wochen alt, als wir ihn bekamen. Er ist sein Leben lang scheu geblieben - sehr verschmust zwar, aber nur bei engen Familienmitgliedern. Kaum ein Fremder hat ihn je zu Gesicht bekommen. Mittlerweile glauben wir, dass das evtl. daran lag, dass er zu früh von seiner Mutter weg ist. Andere Katzen hat er zwar beobachtet, aber er war ein absoluter Einzelgänger. Er war Freigänger, konnte Tag und Nacht raus, Nachbarskatzen gab es genug, aber er hat sich ferngehalten.

Nach seinem Tod haben meine ELtern sich einen neuen Kater geholt, anderthalb Jahre alt aus dem Tierheim. Da er mit anderen Katzen zusammengelebt hatte, haben mein Bruder und ich versucht, unsere Eltern dazu zu überreden, dass sie sich gleich zwei Katzen zulegen, aber sie wollten nicht. Tja, und als meine Eltern nach 2 Monaten nach einem Wochenendurlaub wiederkamen, war der Kater nicht mehr da. Er war zu den Nachbarn gezogen, die noch zwei weitere Katzen haben. Da haben es meine Eltern eingesehen, sich eine weitere Katze aus dem Tierheim geholt und ihn zurückgeholt. Seitdem sind alle glücklich.

Ich denke also, man kann da nicht verallgemeinern. Wahrscheinlich hängt viel davon ab, was die Katzen gewöhnt sind. Ich persönlich würde mir aber lieber zwei Katzen (sie sich schon kennen und miteinander auskommen) zulegen, schon weil es einfach lustig ist, sie zusammen zu beobachten.

LG Ellen