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Thema: ⫸ Unsere Flitterwochen in Kenia - Achtung seeeehr lang !!!

15.12.2017
  1. #1
    Senior Mitglied Avatar von MiaKairegi
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    Endlich: Die Kenia Flitterwochenbilder haben wir online !!! Unter www.RC-NitroMonster.de \"Hochzeitsreise\" anklicken ! Viel Spaß !
    Unsere Flitterwochen in Kenia


    Da wir im letzten Jahr schon in unserem Urlaub in Kenia waren und die Zeit dort einfach super war, stand für uns auch ziemlich schnell fest, dass wir dort auch unsere Flitterwochen verbringen möchten.
    Los ging es am Dienstag, also nur drei Tage nach unserer Hochzeit. Meine Eltern brachten uns am Nachmittag auf den Bahnhof nach xxx. Dort musste ich mich dann gleich aufregen als eine Durchsage kam, der Zug hätte circa zehn Minuten Verspätung. Ich bekam schon Panik wir würden so vielleicht den ICE in xxx nicht kriegen und so zu spät in Frankfurt am Flughafen ankommen. Später konnte ich über diese Angst nur noch lachen, na ja, lest einfach weiter !!
    Natürlich schafften wir es locker in den ICE und fuhren ziemlich entspannt und gut gelaunt Richtung Frankfurt. Diesmal durften wir auch nebeneinander sitzen und sogar in Fahrtrichtung (anders mag ich das überhaupt nicht !!), als wir letztes Jahr im ICE Plätze reserviert hatten, lagen diese durch einen Gang getrennt und hintereinander, das war ziemlich nervig. In Frankfurt angekommen, hatten wir noch ewig viel Zeit bis zum Boarding und wir haben erst mal die Koffer aufgegeben. Micha erzählte der Dame am Serviceschalter gleich, dass es unsere Hochzeitsreise wäre und ob es denn vielleicht möglich sei, als Geschenk von Condor, in der ersten Klasse mitzufliegen. Die Dame musste erst mal lachen und gratulierte uns, antwortete aber gleich, dass sie darüber nicht entscheiden könnte und das dann später vorm Boarding noch mal ansprechen sollten. Nun gut, fragen kostet ja bekanntlich nix...
    Da wir immer noch ewig Zeit hatten, suchten wir unser Terminal und gingen dann erst mal gemütlich bei Mc Donald`s essen. Man weiß ja nie, was die im Flugzeug einem anbieten und wir hatten beide auch richtig Lust auf einen Burger und einen Milchshake J .
    Gut gestärkt suchten wir dann nach einem kleinen Bummel unser Gate und warteten und warteten. Langsam gesellten sich immer mehr Leute zu uns und warteten mit uns. Langsam wäre es dann auch mal an der Zeit gewesen, dass sich am Schalter etwas tun würde, aber Fehlanzeige. Durch Zufall bekamen wir nun mit, dass wir am falschen Gate standen. Naja, was heißt falsch, also auf unseren Tickets stand schon diese Nummer drauf, aber es wurde wohl im Nachhinein geändert und das wurde vergessen durchzugeben. Wir also losgesaust zum „richtigen Gate“, schon ein bisschen säuerlich über diesen tollen Service. Das Gate lag einen Stock tiefer und war ziemlich versteckt. Natürlich warteten hier schon die ganzen anderen Passagiere die nach uns eingecheckt hatten und unsere Hoffnung auf einen guten Platz im Flugzeug sank von Minute zu Minute. Wir haben uns dann durchgedrängelt, da die Damen vom Service anscheinend irgendein Problem hatten, und fragten ganz frech nach einem „Honeymoonspecial“. Die Dame war ziemlich freundlich und antwortete: „Oh, dann sind sie die frisch Verheirateten, herzlichen Glückwunsch ! Condor lädt Sie bei diesem Flug in die BusinessClass ein.“ . Wow !!! Es hat tatsächlich funktioniert !!! Wir fliegen erste Klasse nach Kenia und es kostet keinen Cent Aufpreis. Wir haben uns erst mal richtig gefreut und mussten andauernd grinsen und rumalbern.
    Ja, das war der freudige Teil dieses Abends... der weniger erfreuliche stand uns noch bevor... Nur wenige Minuten später kam dann die Ansage, dass unser Flugzeug ein technisches Problem hätte und sich der Abflug circa 20 Minuten verspätet. Nun ja, damit kann man leben. Leider blieb es nicht bei diesen 20 Minuten, erst war es dann eine Stunde, zwei Stunden, dann wurde ein Catering bereitgestellt (wir hatten ja schon gut gegessen...zum Glück !). Insgesamt haben wir sechs Stunden gewartet in dieser Halle. Wir waren genervt und es ärgerte uns – man denkt die ganze Zeit wie weit man schon geflogen sein könnte, und man denkt was man eigentlich für ein Dummkopf war, als man sich Stunden vorher über den zehn Minuten verspäteten Zug aufgeregt hatte... .
    Irgendwie verging die Zeit dann doch, wir versuchten das Beste daraus zu machen, testeten zum Beispiel die Rolltreppen in diesem Gebäude und aßen Äpfel und Käsesandwichs, die von Condor bereitgestellt wurden.
    Als der Flieger dann endlich um zwei Uhr nachts abhob, waren wir ziemlich müde und wollten erst mal nur schlafen. Das vier Gänge Menü ließen wir sausen, genauso auch den Willkommenssekt und das eigentlich tolle Unterhaltungsprogramm. Also wirklich viel, außer der Beinfreiheit, hatten wir nicht von unserer ersten Klasse...

    Als wir in Mombasa ankamen,war dort schon Mittagszeit, mit Transfer, der dieses Mal fast zweieinhalb Stunden gedauert hat, kamen wir erst um kurz vor vier Uhr in unserem Hotel „Coconut Village“ in Malindi an. Dort wurden wir gleich begrüßt, einige der Leute kannten wir noch vom letzten Jahr und es war schön sie alle wieder zu treffen. Unser „Roomboy“ Freddy von damals hat sich gleich unsere Koffer geschnappt und wollte uns das Zimmer zeigen. Diesmal waren wir unten einquartiert, Angst vor Schlangen oder ähnliches haben wir ja nicht, soll es dort auch keine gefährlichen geben an der Küste. Wir räumten das Zimmer nicht großartig ein, schließlich wollten wir zwei Tage später auf Safari gehen und das hätte sich ja nicht gelohnt...
    Wir sind dann erst mal was Trinken gewesen, Essen gab es leider nichts, das Mittagessen hatten wir ja durch den verspäteten Flug verpasst, also Pech gehabt. Den Strand wollten wir natürlich auch gleich sehen, es hat sich kaum etwas geändert seit dem letzten Jahr. Vom Hotel aus sind es nur ein paar Meter zum hoteleigenen Strand, dann kommt eine Mauer mit einer Treppe und schon steht man auf dem richtigen Strand. Die Mauer dort ist ziemlich sinnvoll, wenn nämlich die Flut richtig da ist, braucht es die Mauer um die Hotelanlage nicht zu fluten. Dann kann man auch schier gar nicht auf dem Strand spazieren gehen, es sei denn man möchte gerne nass werden und traut sich, so wie wir, auch ins stürmische Meer. Weit gelaufen sind wir nicht, wir waren erstens ziemlich müde, zweitens wurden wir gleich von einer Schar „Beachboys“ belagert, die uns irgendwas verkaufen wollten. Ein paar kannten wir noch und mit denen mussten wir dann natürlich auch reden.
    Am Abend lernten wir ein anderes Flitterwochenpärchen kennen in unserem Alter. Sie hatten sich auch für dieses Hotel entschieden, da ziemlich klein, keine Animation und einfach nur Ruhe und Entspannung angesagt ist. Abendessen fiel für mich mager aus, irgendwie hatte ich inzwischen auch keinen richtigen Hunger mehr. Deshalb sind wir dann auch recht zeitig ins Bett gesprungen und haben mal wieder richtig ausgeschlafen.....
    Den folgenden Tag haben wir einfach nur gefaulenzt und die tolle Atmosphäre genossen. Wir waren lange am Strand spazieren und haben einfach nur Zeit für uns beide gehabt.

    Am nächsten Tag hieß es dann schon wieder früh aufstehen, um fünf Uhr wurden wir abgeholt um auf Safari zu gehen. Zuerst fuhren wir mit vollem Bus zum Flughafen, wo bis auf uns alle anderen Gäste sich auf den Rückflug machten. Wir suchten unseren Safaribus und warteten auf die anderen vier Leute, die mit uns die nächsten sieben Tage durchs Land fahren wollten. Die waren eben erst gelandet und wollten gleich zu Beginn ihres Urlaubes auf Safari gehen. Uns war das so zu stressig und deshalb hatten wir die zwei Tage Erholung im Hotel vorher gebucht. Mit uns waren zwei Pärchen, eins in unserem Alter, S und M, und ein Pärchen in den 30ern, P und A, in unserem Bus. Alle gemeinsam waren wir recht abenteuerlustig und freuten uns schon auf das was uns noch alles erwarten würde.

    Unser Nissan-Bus wurde gefahren von Fahrer „Moto“, der auch gleich unser Reiseleiter sein sollte. Die Fahrt Richtung Tsavo Ost Nationalpark dauerte ziemlich lange auf zum größten Teil sehr schlechten Straßen. Zwar alle asphaltiert, aber mit riesigen Schlaglöchern dazwischen, teilweise gab es hier echt gefährliche Überholmanöver, wir waren es zum Glück schon gewohnt vom letzten Jahr her. Wegen einer Panne eines anderen Safaribusses mussten wir noch zwei Leute ein kleines Stückchen mitnehmen. Dadurch fiel dann leider unsere erste Pirschfahrt im Park aus und wir fuhren direkt zum Mittagessen in die Voi Wildlife Safari Lodge. Erst am späten Nachmittag machten wir uns dann auf um die ersten Tiere zu beobachten. Wir sahen erst mal sehr viele Antilopen, Elefanten, Zebras, Giraffen und zu guter Letzt sogar einen Leoparden. Da war unser Moto total happy, der freute sich wie ein Schneekönig als er das Tier auf einem Erdhügel sitzen sah. Es ist wohl nicht so einfach einen Leopard dort zu sehen, denn meistens verstecken sich die Raubkatzen ziemlich gut, nur dieser präsentierte sich ziemlich gut mit seinem schlanken Körper und dem schönen Fellmuster. Nach einem gigantischen Abendessen fielen wir dann hundemüde in unser comfortables Bett (wir hatten ein Zimmer mit zwei französischen Betten ( aber wirklich große), und jede Menge Schränke und Stühle und eine tolle Terasse mit Wasserloch davor um Tiere selbst von dort aus beobachten zu können (aber an diesem Abend hatten die wohl keine Lust sich blicken zu lassen)).

    Am nächsten Morgen nach dem sehr zeitigen Frühstück, fuhren wir weiter Richtung Amboseli Wildreservat. Wir fuhren zuerst eine Weile durch Tsavo und konnten so während der Fahrt erst mal auch noch einige Tiere entdecken. Ein kleiner Zwischenstopp an einem Berg, der auch „Fleischscheibenberg“ genannt wird, aus dem einfachen Grunde, dass die Wildhüter wenn Wild geschossen werden muss, von diesem Berg aus den besten Überblick haben und hinterher die ganzen zerteilten Fleisch-Streifen auf dem Berg zum Trocknen auslegen. Gesehen haben wir hier vor allem viele Äffchen. Die Aussicht war toll, wir durften dort selbst umherlaufen und machten gleich ein paar schöne Fotos. Da es an diesem Tag nicht besonders warm war, könnte man auf den Fotos meinen unserer Kleidung nach waren wir nicht in Afrika, sondern am Nordpol J.
    Wir fuhren den ganzen Tag lang, Kilometer um Kilometer. Durch die wunderschöne Landschaft und die interessanten Dörfer und Städte die wir fuhren, wurde die Fahrt nicht langweilig, es gab immer wieder was neues zu entdecken. Über Mittag machten wir Halt an einem Souveniershop, wir hatten Lunchboxen dabei und die vertilgten wir hungrig ! An den Tischen wo wir saßen wartete schon ein hungriges Kätzchen, natürlich musste ich das füttern, ihr kennt mich ja !! Gekauft haben wir an diesem Shop nichts. Wie gesagt, es war nicht unser erster Urlaub in Afrika, wir kennen die Preise inzwischen. Spaßeshalber fragten wir nach dem Preis für zwei nett bemalte Bilderrahmen. Der Verkäufer begann mit 20 Euro zu verhandeln. Naja, da verging mir gleich der Spaß am Spiel und wir haben ihn erst mal aufgeklärt, dass wir nicht das erste Mal hier sind und wissen was es wirklich kostet. Er hat dann nur gelacht und sich nett mit uns unterhalten, von Verkaufen wollen keine Spur mehr.... Er war sich wohl bewusst, dass er bei uns keinen guten Verdienst machen würde und wollte es so lieber gar nicht erst versuchen. Das zeigt erst mal, dass wahrscheinlich ein Großteil der Touristen wirklich viel zu viel für die angebotenen Waren bezahlt (meist Holzschnitzereien aller Art aber auch gebatikte Tücher, Specksteinarbeiten und Masai Schmuck). Im Reiseführer steht, man solle in jedem Falle handeln, die angebotene Ware koste meist nur 50% des angebotenen Preises. Meiner Meinung nach ist das noch immer viel zu viel, aber die wenigsten wissen das. Oder die Shopbetreiber wissen was im Reiseführer steht und machen die Preise extra hoch, so würde ich es an ihrer Stelle nämlich auch machen J. Immerhin haben wir bei diesem Plausch ein bisschen was über unsere nächsten Reiseziele erfahren und das war ziemlich interessant. Micha wurde auch (wie fast überall) gefragt, ob er Fußballfan ist und musste zum Enttäuschen des Verkäufers verneinen.
    Erst gegen Spätnachmittag kamen wir in der Ol Tukai Lodge inmitten im Amboseli Wildlifereservat an, nachdem wir schon ein bisschen durch den Park gefahren waren und auch schon einiges entdecken konnten. Die Landschaft hier ist total anders als im Tsavo, dort war z.B. die Erde rot, hier ist die Erde „normal“ und es gibt eine schöne, endlosweite Steppenlandschaft die mit Sumpf und Palmgewächsen abwechselt.
    Bevor wir überhaupt in die Lodge fuhren, kamen wir an einem Masai-Dorf vorbei. Die Krieger dort wollten uns einen Tanz vorführen und uns dann ihr Dorf zeigen, pro Person verlangten sie 15 Euro. Mich interessiert so etwas eigentlich nicht, im Gegenteil finde ich es sogar schade, dass diese Leute sich so preisgeben, nur für die Touristen vortanzen und alles so stellen, dass es den Touris gefällt und dann auch noch daran verdienen. Trotzdem haben wir den Preis auf 10 Euro runtergehandelt, aber nur M und S sind mitgegangen. Der Masai war etwas säuerlich als wir nicht wollten, aber da kann ich stur sein und dem anderen Pärchen ging es genauso. Auch unser Moto war nicht begeistert dass er uns nicht mal eine Weile vom Hals hatte... So fuhr er mit uns zu einem Hügel inmitten der Landschaft und den sollten wir hochklettern und dann später wieder runterkommen. Das war eine gute Idee ! Als wir oben ankamen und auf der anderen Seite herunterschauten, kam ich mir vor wie Little Foot in „In einem Land vor unserer Zeit“ als er das verborgene Tal findet: ein atemberaubender Ausblick, ziemlich viel grün inmitten der Steppe, gleich unter dem Hügel ein großer Sumpf und daneben ein See. Am See standen einige Pelikane (war nur durch Michas Kamera zu identifizieren), im Sumpf viele Elefanten, große und kleine und wateten hindurch. Auch eine Hyäne, Zebras, Büffel und Gnus konnte man von hier aus sehen. Der Berg war aus Lavagestein und hier oben wars zur Abwechslung mal nicht so kalt, vermutlich hatte sich das Gestein den Tag über von der Sonne aufgeheizt und gab nun die Wärme wieder ab. Dieser kleine Extraausflug war wirklich schön !!! Und die Masai Vorstellung war wohl wirklich nicht so der Renner, die anderen zwei schienen nicht übermäßig begeistert als sie wieder zu uns stießen.
    Auf dem Weiterweg zur Lodge konnten wir einige Hyänen entdecken, die mitten auf dem Weg saßen, sie waren noch relativ jung und balkten sich mit den Geschwistern. Ich dachte immer Hyänen sind hässliche Tiere, aber die hier waren einfach nur süß !
    Die Lodge war uns gleich sympathisch, mitten in der Pampa gelegen aber für unsere Verhältnisse sehr nobel, besonders das Essen war prima ! Hier gab es im Garten auch einige Äffchen und man musste immer aufpassen wohin man läuft, nicht dass man noch auf ein Affenschwänzchen tritt . Auch das Zimmer war genial, richtig gemütlich. Einziger Nachteil: zwei getrennte Betten, die ich erst zusammenschieben musste und selbst dann gabs noch einen „Graben“ dazwischen. Beim Abendessen haben wir richtig geschlemmt: da gab es viele indische Gerichte, frisches Fleisch vom Grill, einen ganzen Truthahn, afrikanische Speisen und vieles mehr. Aber wie überall haben wir hier hauptsächlich frische Früchte gegessen, die schmecken in Afrika einfach tausendmal besser als die, die man hier bei uns im Supermarkt kaufen kann.

    Am folgenden Morgen mussten wir recht früh aufstehen, denn es ging auf Frühpirsch. Leider haben wir nicht so viel gesehen. Einen Gepard und einen Löwen, der mitten im Feld spazieren ging. Richtig majestätisch bewegte er sich, wie der König des Reservates.
    Nach dem Mittagessen fuhren wir nach Nairobi, der Hauptstadt von Kenia. Auch diese Fahrt wahr sehr mühsam, da die Straßen auch hier kaum besser waren. Erst als wir auf dem Transafrikanischen Highway waren, der von Lagos bis nach Kairo befahrbar ist, kamen wir dann ziemlich schnell und sanft weiter. Von Nairobi selbst haben wir allerdings kaum etwas mitbekommen. Erschreckend die Bilder von dem riesigen Slum am Stadteingang, eine Million Menschen leben dort. Die Stadt schien ziemlich schmutzig, durch das regnerische Wetter und die Abgase vermutlich, war es überall ziemlich dunstig und es machte alles einen unfreundlichen Eindruck. Wir fuhren direkt zum Hotel da es schon später war und durften eine Nacht ziemlich nobel wohnen. Das Nairobi Safari Club Hotel ist zwar ziemlich groß, hat aber so ziemlich jeden Luxus zu bieten. Angefangen beim Restaurant bis zum Außenpool auf der Dachterasse (da wollten wir auch rein – hätte auch geklappt wenn uns der Mann vom Service die richtigen Öffnungszeiten gesagt hätte !!). Unser „Zimmer“ allein schon bestand aus drei Zimmern, einem geräumigen Schlafzimmer, comfortablen Bad und einem gemütlichen „Wohnzimmer“, sogar eine Minibar (nicht aufgefüllt..) und einen Fernseher hatten wir dort. Leider konnten wir das nicht richtig genießen, denn am nächsten Morgen ging unsere Reise ja schon wieder weiter.

    Und auf diesen Tag der Safari hatte ich mich am meisten gefreut: den Lake Nakuru ! Schon viel darüber gelesen, in fast jedem Afrikaroman wird über ihn berichtet, war es schon länger mein Wunsch, dort einmal hinzufahren.
    Aber erst einmal fuhr unser Fahrer mit uns zum Lake Naivasha, der liegt so ziemlich in der Mitte der Strecke. Er wollte sein Auto noch einmal durchchecken um auch wirklich sicher zu sein, dass wir keine vermeidbare Panne am drauffolgenden Tag auf den schlechten Straßen der Masai Mara haben werden. Uns bot er zwei Optionen an: entweder auf ihn warten oder aber eine Bootsfahrt auf dem See machen. Kostenpunkt 15 Euro pro Person. Meine Handlungsversuche schlugen fehl, da der Fahrer ziemlich ärgerlich mich nicht handeln lies, und so bezahlten wir widerwillig diesen Preis. Als ich dann das tolle Boot sah, war ich ziemlich ärgerlich und die anderen in der Gruppe ebenfalls. Es war ein einfaches Boot für sieben Personen, mit Außenbordmotor. Als der Ärger wegen des hohen Preises ein bisschen verflogen war, mussten wir doch lachen über diese Fahrt... Schon allein die Anlegestelle, ein kleines Holzhäuschen auf Stelzen mit einer Leiter dran, sah urkomisch aus. Und der See war an einigen Stellen so flach, dass wir schier auf Grund liefen. Gott sei Dank hatten wir den kräftigen A dabei, der konnte uns dann „freipaddeln“. Es ist wohl der höchstgelegene See auf dem großen Graben und anscheinend kommen viele Touristen hier her, an dem Tag aber anscheinend nicht, jedenfalls haben wir nicht so viele gesehen. Jetzt kam auch endlich die Sonne ein bisschen raus und ich muss zugeben es war irgendwie schon schön... Man konnte sogar einige Nilpferde sehen, die standen alle zusammen wie in einem großen Kreis und hatten ihre Köpfe auf den Rücken ihres Nachbarn gelegt, die Kleinen standen mitten drin.
    Mitten im See war eine kleine Insel und dort grasten Antilopen und viele Pelikane und Vögel gab es hier. Ich frag mich ja noch immer ,wie die Tiere wohl auf diese Insel kamen.... zumindest die Antilopen haben sie bestimmt der Touristen wegen dort rübergeschifft...
    Nach diesem nicht ganz so gelungenen Ausflug ging es dann endlich weiter zum Lake Nakuru. Der Park dort ist im Vergleich zu den anderen ziemlich klein. Aber allein landschaftlich gefiel es mir schon vor dem Eintritt in den Park sehr, alles etwas grüner, und eben typisch wie man sich Afrika vorstellt, hier hätte ich bleiben können...
    Gleich nachdem wir in den Park hineingefahren sind war es nur noch wunderschön !!! Überall hohes Gras am Wegesrand und gleich fuhren wir in ein kleines „Wäldchen“, ziemlich dicht bewachsen. Hier gab es Affen und man konnte viele Schmetterlinge und Vögel beobachten, außerdem hatte man teilweise einen recht guten Blick zum See. Wenn man sich den See von weitem anschaute, sah er am Rande richtig rosa, an manchen Stellen gar pink aus. Weshalb wohl ?? Genau, dort gibt es Millionen von Flamingos !!! So hatte ich mir „meinen“ Lake Nakuru immer vorgestellt !!! Wir sahen einige Nashörner, die es nur hier im Park gibt, weiße Nashörner und das schwarze Nashorn. Sind schon ziemlich riesig die Tiere. Seit ich den Film „Die Götter müssen verrückt sein“ das erste Mal gesehen habe, beschäftig mich die Frage, ob es tatsächlich so ist, dass wenn irgendwo in Afrika ein Feuer brennt, das Nashorn als „selbsternannte Feuerwehr Afrikas“ dort hinrennt und das Feuer austrampelt. Micha hat unseren Fahrer gefragt, er lachte nur und meinte schmunzelnd: „that`s only a story“.
    Auch Giraffen kamen uns entgegen, hier gibt es die Rothschildgiraffen, die im Gegensatz zu den Massaigiraffen im Tsavo Nationalpark ein etwas anderes Muster haben und deren Muster auch an den Knien aufhört, ihre Beine sind komplett weiß. Giraffen gefallen mir besonders gut, die könnte ich immer anschauen . Sie haben so goldige Hörnchen und kucken immer so trollig .
    Bei unserer zweiten Pirschfahrt am späten Nachmittag durften wir dann sogar am See direkt aussteigen und ans Ufer laufen. Die Flamingos sahen wirklich toll aus. Überall summte und brummte es, wie auf einem Flughafen ! Die Tiere sind immer in Bewegung, manche laufen rechtsherum, andere linksherum. Manche sind richtig rosa oder gar dunkelrot am Flügel, andere sind fast nur weiß. Wenn sie die Flügel ausgebreitet haben, sieht man, dass diese unten schwarz sind. sie haben eine richtig edle Haltung wenn sie fliegen und es geht hier tatsächlich zu wie auf dem Flughafen. Ein bisschen hat es zwar gestunken, aber das ist ja kein Wunder bei diesen Millionen von Flamingos und dann bei dem warmen Wetter.... . Wir liefen ganz vor ans Ufer wo es dann langsam matschig wurde, aber die Tiere hielten gekonnt Abstand als wir ankamen und ließen sich auch nicht austricksen. Ein bisschen weiter hinter uns saßen einige Büffel und Zebras und grasten. Wir schienen sie nicht zu stören. Leider wurde es schnell dämmerig, hier hätten wir ruhig noch länger bleiben können !!
    Wir fuhren noch ein Weilchen durch den Park und entdeckten das ein oder andere, aber die Flamingos waren einfach das Highlight des ganzen Tages (und eigentlich auch der ganzen Safari).
    Unsere Nacht verbrachten wir in der Lake Nakuru Lodge. Es ist die erste Nacht wo es uns richtig friert. Am Tag noch geschwitzt, waren wir in dieser Nacht dankbar über unsere mitgebrachten warmen Schlafanzüge.

    Am fünften Tag hieß es auch wieder früh aufstehen, denn wir hatten eine sehr lange und holperige Fahrt vor uns ins Masai Mara Wildreservat. Unser Moto erklärte uns, dass die Straßen momentan in einem sehr schlechten Zustand seien und er deshalb lieber einen Umweg fahren möchte. Dass dieser Umweg vier Stunden mehr Zeit in Anspruch nehmen würde, davon hat er allerdings nichts gesagt... .Immerhin fuhren wir nun durch richtig schöne Landschaft, Kericho ist mir noch im Gedächtnis geblieben. Dort wird überall Tee angebaut und von weitem schaut dies unendlich grün aus. Fast als würde man irgendwo durch den Schwarzwald fahren. Kommt man aber näher, sieht es doch exotischer aus als Deutsches Gewächs. Hier wurden uns auch an einer Tankstelle, an der wir kurz anhielten um aufzutanken, ein paar Kerzenständer für umgerechnet einen Euro angeboten. Dies war der Preis des Händlers ohne dass wir überhaupt gehandelt hätten. Leider kam es nicht zum Geschäft, denn Moto wurde richtig sauer und schimpfte mit dem Verkäufer und schloss unsere Türen zu. Warum ? Das wird uns erst später klar, aber vermutet haben wir es alle bereits...
    So ungefähr zwei Stunden bevor wir an unserer Lodge ankamen, bogen wir seitlich ab und hatten von nun an wirklich sehr schlechte Straßen vor uns. Riesen Schlaglöcher, hier war auch nichts mehr asphaltiert und den vielen Rindern mitten auf der Straße nach zu urteilen, fahren dort auch nicht allzu oft Fahrzeuge vorbei. Einzelne Masai mit ihren Viehherden sah man, einzelne Kinder kamen wohl gerade von der Schule mit ihrer Tasche unterm Arm. Micha winkte allen ganz freundlich .
    Kurz bevor wir an der Lodge ankamen, stellte sich heraus, dass wir in einer anderen Lodge sein würden als ursprünglich geplant. Die David Livingstone Lodge sollte für zwei Nächte unser Heimw werden. Wir waren alle froh, dass wir dort gleich mal zwei Tage blieben und wir nicht andauernd ans Kofferpacken würden denken müssen.
    Wir kamen genau richtig zum Mittagessen. Leider verloren M und S hier gleich zu Anfang einen Rucksack, was aber eindeutig nicht ihre Schuld war. (An unserem letzten Tag, kurz vor der Heimreise tauchte dieser Rucksack unter mysteriösen Umständen auch wieder auf. Tja, dazu kann man nur sagen: That`s Kenya ! Da hat wohl jemand nasse Füße bekommen...).
    Diese Lodge lag direkt an einem Fluss, vom Restaurant aus konnte man alles überblicken und man sah viele Nilpferde, ein paar Krokodile und bei genauem Hinkucken sogar Wasserschlangen (oh Graus !). Klar, dass wir bei unserem ersten Mittagessen nicht viel gegessen haben, da gab es andere, interessantere Dinge zu beobachten nebenher. Aber die Atmosphäre in dieser Unterkunft war nicht ganz so angenehm. Am selben Tag buchten sich hier eine große Gruppe Taiwanesen und Japaner ein, sowie eine Reisegruppe junger Amerikaner. Das gab ein großes Durcheinander bei den Mahlzeiten ! Die Amerikaner waren immer so hungrig und konnten es kaum erwarten, stellten sich schon fünfzehn Minuten vor Buffeteröffnung in die erste Reihe mit ihren Tellern und warteten...und da gab es keinen der „normal“ gegessen hätte. Nein, die kamen alle mit zwei, drei voll beladenen Tellern vom Buffet zurück und gingen dann noch ein zweites und ein drittes Mal Nachschub holen. Teilweise verging uns da echt der Appetit.... Die Asiaten hatten eher ein anderes Problem, wahrscheinlich sprachlicher Herkunft. Die standen vor den Töpfen und rührten herum, konnten sich nicht entscheiden ob sie was davon nehmen oder besser nicht. Auch bei der Crossaintauswahl fiel es ihnen leichter wenn sie jedes vorher kurz betasteten. Ich denke, die wussten einfach nicht, was es da zu Essen gab und hatten daher die Entscheidungsprobleme.
    An diesem Abend waren wir auch noch einmal auf Pirschfahrt, ein bisschen enttäuscht waren wir alle etwas zu Beginn. Da heißt es immer, dass in der Masai Mara die Tiere in Scharen vorkommen, man Millionen von Tieren auf ihren Wanderungen aus der Serengeti beobachten kann. Wir sahen erst mal gar nichts. Vermutlich lag aber die Lodge nicht allzu zentral, so dass wir erst ein Stückchen fahren mussten, bis wir endlich eine große Gnuherde sehen konnten. Auf einmal roch es stark nach Regen und der Himmel verdunkelte sich. Genau hinter uns sah man eine graue, düstere Regenfront. Unser Moto machte sich einen Spaß daraus und fuhr in einem Mordstempo dem Regen davon. Hinweg über Steine und holprigste Wege, brauste er dahin. Er fauchte Micha an, dass er sich doch bitte hinsetzen sollte, „it`s to dangerous when I`m driving with high speed“, und raste weiter. Ein paar Regentropfen trafen uns, mehr nicht. Zum Glück auch, denn hätte es richtig angefangen zu regnen, wären wir bestimmt nicht mehr so schnell zur Lodge zurückgekommen.
    Da bekam unser Fahrer einen Funkspruch und er fing an, noch schneller zu fahren. Wir wussten gar nicht was jetzt passierte, ließen es einfach geschehen. Von weitem sahen wir dann einige andere Safaribusse auf einer Anhebung stehen. Ein Gepard hatte sich hier hingelegt und beobachtete ängstlich einen Masai, der nur einige Meter weiter dort mit seiner Kuhherde vorbeiging. Ein prächtiges Tier, wie er dort saß und sich duckte und wir ihn trotzdem genau sahen. Moto war ein bisschen besorgt wegen dem Regen, der ja noch im Anmarsch war und wollte gleich weiterfahren. Micha aber bat ihn, doch noch ein bisschen zu warten und den Gepard zu beobachten, er wollte ihn gerne stehend oder laufend sehen. Moto war beleidigt, das merkte man, aber er blieb nach einem Hinweis auf den Regen dennoch stehen. Und tatsächlich erhob sich die Raubkatze und marschierte davon. Wirklich einzigartig dieser Moment ! Als die ganze Truppe genug fotografiert hatte und der Gepard in weiterer Ferne war, sagten wir Moto, dass wir jetzt weiterfahren könnten. Bockig wie ein kleiner Junge meinte er nur: „No, now we can wait !“ Wir mussten alle lachen und trotzig fuhr er dann doch weiter.
    Zurück in der Lodge beobachteten wir die Nilpferde wie sie, als es dunkel wurde, alle versuchten aus dem Fluß zu steigen. Das war wirklich witzig. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie die schweren Kolosse es tatsächlich bewerkstelligen und den steilen Erdhang hinaufkletterten. Ganz nach dem Motto: „pole, pole“ (dieses Motto gilt überall in Kenia und heißt so viel wie: „langsam, langsam“), nahmen sie dieses Hindernis zuerst mit den Vorderbeinen und ruderten dann mit den Hinterbeinen so lange am Hang umher, bis sie schließlich oben waren. So ging das dann eine ganze Weile, bis schließlich alle oben waren. Erst am nächsten Morgen hat man sie wieder im Wasser gesehen und konnte sie auch grunzen hören. Am folgenden Abend wollten wir dieses Spektakel wieder beobachten, da hatten die Tiere dann allerdings größere Probleme zu klettern, denn es regnete und der Erdhang war vermutlich ziemlich matschig. Sie konnten nicht raufklettern und rutschten immer wieder ins Wasser. Es gab einen richtigen Nilpferdstau, alle standen in einer Reihe und stellten sich an zum Rausklettern. Irgendwie müssen sie es aber doch geschafft haben, vermutlich mit viel, viel, viel Geduld.

    An unserem vorletzten Tag wollten wir eine Ganztagespirschfahrt machen, dazu nahmen wir Lunchboxen mit und machten uns auf den Weg. Wir fuhren in einen anderen Teil des Parks und konnten gleich zu Anfang einen Löwen entdecken. Es war eine Löwendame, sie saß mitten im hohen Gras und hechelte. Nur wenige Meter weiter lag ein gerissenes Babyzebra, wohl das Frühstück der Raubkatze. Micha scherzte wieder, dass er jetzt gerne „behind the car“ gehen würde (unser Ausdruck wenn einer mal „musste“ hinterm Auto, denn weit weggehen kann man ja nicht dort in der Pampa, könnte ja irgendwo ein Löwe sitzen.....). Moto sagte „lieber nicht“, machte, um zu zeigen was passieren würde, kurz seine Fahrertür auf und knallte sie wieder zu. Sofort hob die Löwin ihren Kopf und machte Anstalten aufzustehen. Wenn man das Tier so friedlich dasitzen sah, hatte man beinahe Lust kurz einmal auszusteigen und es zu streicheln. Aber nach diesem „Test“ fühlten wir uns doch sicherer in unserem Auto.

    In der Masai Mara gibt es zwar befahrbare Wege, es ist aber auch erlaubt die Straßen zu verlassen und man kann eigentlich hinfahren, wohin man möchte. Allerdings geht das nicht immer, denn dort ist es teilweise sehr steinig und durch das hohe Gras kann man natürlich nicht sehen wo Steine oder andere Hindernisse liegen. Moto schimpfte jedes Mal wenn er über irgendetwas fuhr und es kurz krachte. Unser Safaribus war sowieso nicht ganz so geeignet für dieses Gelände. Einige Male mussten wir durch Flüsse fahren, da lagen zwar große Steine drin und man konnte vermuten dass es an der Durchfahrtsstelle nicht tief sein würde, trotzdem waren dies für unseren Fahrer die größten Herausforderungen. Unser Nissan hatte vorne so eine art Grill unten angebaut, so dass er ziemlich schnell irgendwo anstieß. So auch bei unseren Flussüberquerungen. Beim ersten Mal gleich blieben wir mitten im Wasser hängen, die Räder drehten durch, trotz Vierradantrieb. Zum Glück war es möglich auszusteigen, da genau an der Stelle passend Steine lagen. So konnten wir auch kurz anschieben und weiter ging die Fahrt. Ein bisschen dreckig waren wir und der Bus zwar, aber das gehört dazu wenn man eine Safari macht !! M hatte zwar ziemlichen Bammel, ob nicht irgendwo neben dran ein Krokodil lauern würde, zumindest haben wir keines entdecken können, aber gesehen haben wir welche in diesen Flüssen. Und das war ja erst unser erstes Mal dass wir nicht weiterkamen. Beim nächsten Fluss sah es gleich anders aus: wir mussten erst mal einen kleinen Berg hinunterfahren, dann kam das Wasser und auf der anderen Seite gings dann wieder hoch. Dieses Mal waren wir auch alleine, kein anderer Jeep oder Bus in der Nähe. Moto traute sich nicht recht und fuhr sehr langsam, vielleicht hätte er einfach mehr Gas geben müssen. Natürlich blieben wir wieder stecken, diesmal genau in der Mitte. Moto versuchte es zuerst so, dann mussten wir doch aussteigen. Wir sollten von vorne schieben, die Räder drehten durch und es ging weder vor noch zurück. Allerdings war es unmöglich vors Fahrzeug zu kommen, denn dort war überall Wasser und natürlich wollte keiner es wagen, dort einfach reinzutreten. Also haben die Jungs von hinten versucht zu schieben. Die ganze Aktion dauerte eine Weile und ich traute mich „behind the car“ hinter ein paar Felsen zu gehen. Löwe oder Krokodil sind mir nicht begegnet, schade ! Die Männer waren immer noch am Schieben, aber nichts ging voran. Da kam zu unserem Glück von der anderen Seite ein Jeep angefahren und ein Engländer stieg aus. Er hatte ein Abschleppseil dabei und Moto band es irgendwie vorne an den Grill an. Dann fuhr der Engländer nicht etwa langsam rückwärts an, nein, er gab richtig Gas und mit einem Ruck spannte sich das Seil und unser Bus stand wieder frei ! Schnell das Seil wieder zurückgegeben und eingestiegen. Ziemlich cool fuhr der Brite an uns vorbei, als wäre nie etwas gewesen. Moto war auch froh und fuhr weiter, immerhin, meint er, hätte er jetzt eine gute Unterbodenwäsche für sein Fahrzeug gehabt.
    Es kam wieder ein Funkspruch für Moto, ein anderer Fahrer hatte etwas interessantes gesichtet. Wir rasten übers Feld und hielten bei einem anderen Bus in der Nähe eines Gebüsches. Wir konnten gleich sehen, dass hier mehrere Löwen saßen und sich vor der glühenden Mittagshitze versteckten. Das war ein atemberaubender Anblick, so viele Tiere auf einem Haufen ! 17 Stück sollen es gewesen sein, sehen konnte man aber nicht alle, da sie teilweise sehr eng aneinander lagen und im Gebüsch versteckt waren. Einen alten Löwen mit Mähne gab es aber zu meiner Enttäuschung nicht, den wollte ich ja so gerne noch sehen ! Aber ein paar junge männliche Löwen mit Mähnenansatz. Sie bekommen die Mähne ja erst so mit sechs, sieben Jahren und werden auch maximal 15 Jahre alt. Also ist es Glück, wenn man einen alten Löwen irgendwo findet. Aber die hier waren wirklich nett zu beobachten. Typisch Katze, ich musste an unsere Hauskatzen Berti und Lucy denken. Auch die schlafen und dösen etwa 20 Stunden am Tag, genauso halten es auch die anderen Raubkatzen, inklusive der Löwen. Also einen Löwen in Aktion zu sehen, das kann man wirklich nur wenn man sehr viel Zeit mitbringt und vor allem Geduld hat. Wir waren so nahe dran, dass man die Tiere riechen konnte und man hörte wie sie hechelten und die Jüngeren miteinander spielten. Einer wetzte gar seine Pfoten an einem Baum, das war goldig ! Und einer lag direkt vor meinem Fenster und schaute mich an mit einem richtig treuen Katerblick. Diese Löwen haben mich so fasziniert, es ist unglaublich diese majestätischen Tiere so nahe vor sich zu haben in der Natur, wirklich einzigartig !
    Wir blieben dort eine ganze Weile und schauten einfach nur und beobachteten, ich hätte Stunden dort warten können.
    Nach diesem Erlebnis wollten wir dann picknicken, allerdings nicht bei den Löwen . Wir fuhren auf eine leichte Erhebung und aßen unter einer Schirmakazie unser karges Mittagsmahl. Die Aussicht war toll und es roch so sehr nach Afrika, wir haben beide jeden Augenblick davon genossen, irgendwie war es ziemlich romantisch !
    Nur kurze Zeit später als wir weiterfuhren, blieben wir an einem Stein hängen und unser Nissan begann ein wenig lauter zu brummen. Moto stieg einige Male aus und begutachtete sein Fahrzeug, meinte aber wir sollten uns keine Sorgen machen.
    An diesem Nachmittag sahen wir wirklich Hunderte von Tieren, Gnus, Elefanten, Büffel, Zebras, Antilopen, Topis (die auch eine Antilopenart sind und die hauptsächlich dort zu finden sind, bekannt dafür, dass sie immer auf Erhebungen stehen und die Gegend beobachten...sieht witzig aus von weitem !), verschiedene Vögel, Hyänen (eine war gerade auf der Flucht, mit einem riesigen Gnukopf im Maul, Wahnsinn !), vereinzelte Giraffen, Löwen, Geparde und vieles mehr.
    Einen Gepard konnten wir von nächster Nähe beobachten. Er lag unter einem Baum fast direkt neben dem Weg und Moto wollte noch näher ran und die kleine Erhebung hinauffahren. Wir waren ja an diesem Tag schon zweimal irgendwo stecken geblieben, aber aller Guten Dinge sind ja bekanntlich drei. Schon beim ersten Versuch das Fahrzeug über die Erhebung zu lenken, saßen wir fest. Es ging weder vor noch zurück, das kannten wir ja bereits. Ein Rad hing komplett in der Luft und drehte durch. Es standen in der Nähe noch zwei andere Fahrzeuge, die den Gepard beobachteten. Ein Fahrzeug fuhr her und dessen Fahrer stieg aus und versuchte uns zu helfen. Man konnte sich gleich denken, dass das nicht funktionieren würde, denn der junge Mann war schmäler als ich und konnte unseren Bus unmöglich alleine da rausholen. Es gab keine andere Wahl, es musste jemand schieben helfen, trotz der Gefahr in Gestalt eines Geparden, keine zehn Meter vor uns. Die zwei Fahrzeuge aber stellten sich direkt vor das Tier, so dass es uns nicht sehen konnte. Wir beschlossen, dass zwei Männer aussteigen und helfen sollten, M wurde bleich im Gesicht und meinte „auf keinen Fall, ich bin doch nicht lebensmüde !“. Also stiegen Micha, A und P aus und gemeinsam konnten sie das Fahrzeug anschieben und wir waren wieder frei. Ruck zuck saßen sie wieder im Auto, das hat ganz schön Herzklopfen bereitet ! Immerhin wurden wir nun mit einem besonders guten Blick aus nächster Nähe auf des Gepard Männchen belohnt. Er lag dort und hechelte und sah total erschöpft aus. Sein Bauch spannte sich wie eine Kugel, so viel hatte er wohl vor Kurzem erst gegessen. Ich glaube, dass von diesem Tier nie eine Gefahr ausging, der war so vollgefressen, der wäre nie im Leben auch nur einen Zentimeter von seinem Platz gerückt, ansonsten wäre er vermutlich geplatzt !!

    Nach dieser wirklich spannenden Aktion stieg die Stimmung im Bus noch mehr, wir waren alle noch abenteuerlustiger und hofften noch mehr zu entdecken an unserem letzten Safaritag.
    Eigentlich waren wir schon auf dem Heimweg zur Lodge, als Moto auf einmal etwas sichtete. Es war eine Löwenfamilie, die sich gerade ausruhte (was auch sonst). Ich wäre am liebsten vor Freudean die Decke gehüpft, da lag ein alter Löwe mit üppiger Mähne ! So wie aus „König der Löwen“ oder wie man ihn auf Bildern immer sieht. Richtig majestätisch saß er da und schaute was wir da von ihm wollten. Neben ihm saßen zwei hübsche Löwinnen und sonnten sich. Er sah wirklich toll aus, richtig faszinierend. Micha meinte allerdings gleich, der hätte einen „Schlafzimmerblick“ im Gesicht und so war es leider auch. Nur einen kurzen Augenblick saß er so schön da, dann legte er sich hin und man konnte nichts mehr von seiner Pracht bewundern. Wir fuhren ein paar Meter weiter (wobei wir jetzt schon ziemlich nahe dran waren) und was sahen wir ? Im hohen Gras kamen zwei Junge herausgestolpert, spielten miteinander und der eine versuchte seinen Vater „anzuknabbern“, bekam aber nur ein kurzes Knurren zur Antwort und musste sich wieder davontollen.
    Jetzt war ich wirklich happy ! Ich hatte alles so gesehen, wie ich es wollte, sogar meinen alten Löwen (auch wenn der ziemlich müde war).
    Nach diesem besonderen Highlight machten wir uns dann auf den Weg Richtung Lodge, wir waren ziemlich weit entfernt und die Fahrt bis dahin dauerte eine gute Zeit. Wir alle hatten zwischenzeitlich die Vermutung, dass sich Moto wohl verfahren hatte, konnten es aber natürlich nicht beweisen.
    Das Abendessen kam uns genau richtig, wir waren nämlich ziemlich hungrig ! Und diesmal stand Deutschland vor Amerika am Buffet und wir konnten uns aussuchen was wir gerne wollten .

    An folgenden Tag sollte es wieder Richtung Heimat gehen, wobei ich mit Heimat hier unsere gebuchten Hotels an der Küste meine. Wir wollten zeitig abfahren, dies klappte dann aber nicht, da wir ja noch die Sache mit S und M`s verlorenem Rucksack klären mussten und das zuerst auf Englisch war eine ziemlich anstrengende Sache, bis der Manager der Lodge zu uns kam und erzählte dass er Deutscher ist und vor 30 Jahren nach Kenia ausgewandert sei..... warum nicht gleich so...
    Unsere Fahrt sollte wieder nach Nairobi gehen, wie gewohnt zuerst ziemlich schlechte Straßen auf denen wir richtig durchgerüttelt wurden. Unterwegs hielten wir mehrmals an den uns schon bekannten Souveniershops, wo wir auch spaßeshalber immer wieder nach den dortigen Preisen fragten, jedes Mal aber erschreckt wieder hinausgingen. Das einzige gute an diesen Stopps waren die Toiletten, die hinten an jedem Shop angegliedert waren.
    Aus Interesse fragte ich nach dem Preis für zwei Kerzenständer, die gleichen die uns der Händler in Kericho für nur einen Euro angeboten hatte. „13 Euro“ antwortete der Verkäufer. Als wir ihm die Geschichte mit den billigen Kerzenständern erzählten, lachte auch er nur und war auf einmal nicht mehr wild uns irgendwas zu verkaufen... . Naja, es wird genug Touristen geben die diesen Preis oder zumindest die Hälfte davon gerne bezahlen werden, eigentlich hat er Recht wenn er es so macht. Auch draußen wollten sie wieder einiges verkaufen oder Geld tauschen, natürlich immer zu ihrem Vorteil. Hui, das hat mich echt richtig ärgerlich gemacht ! Besonders als wir dann noch bemerkt haben, dass unser Moto sobald einer seiner Touris dort etwas kaufte, etwas von dem Geld abbekam... Sein Trinkgeld sank in diesen Momenten merklich... so etwas hatten wir schon von Anfang an vermutet, jetzt war es offensichtlich.
    An einem dieser Shops allerdings war alles anders. Hier kam keiner und wollte dringend etwas verkaufen, hier liefen alle mit einem Lächeln auf dem Gesicht umher und schienen zufrieden. Micha und ich haben mit einem der Jungs dort geredet und da wollte der mir doch tatsächlich Miraa verkaufen, eine in Kenia sehr beliebte Droge. Kein Wunder dass die dort alle so entspannt waren J !

    In Nairobi angekommen, hofften wir alle noch, zumindest eine kleine Stadtrundfahrt zu machen, so wie es eigentlich gebucht war. Aber unser Fahrer dachte überhaupt nicht daran. Wir fuhren direkt zum Mittagessen ins bekannte Nairobi „Carnivore“ Restaurant, wo man uns draußen im Garten einen Tisch zuwies. Zwar regnete es an dem Tag nicht, allerdings war es auch nicht warm genug und wir mussten während des Essens unsere Jacken anlassen. Wir sahen richtig verfroren aus J. Im Carnivore lautet das Motto „All you can eat“ und hauptsächlich gibt es dort Fleisch gegrillt am Spieß (daher auch Carnivore ). Bevor wir mit unserem Mahl begannen, wurde uns alles genau erklärt. „Wenn ihr noch Hunger habt, Fahne hoch, wenn ihr satt seid, Fahne runter.“ Zu Anfang empfahl man uns einen Dawa-Cocktail, den wir aber dankend ablehnten, gefolgt von einer schönen warmen Gemüsesuppe mit leckerem Brot und gesalzener Butter. Zum Hauptgang gab es, wie schon erwähnt, in der Hauptsache Fleisch. Als besonderes Special gab es an dem Tag gegrilltes von Kamel, Strauß und Krokodil. Da ich ja bekanntlich gerne etwas probiere, was ich noch nicht kenne, war das für mich perfekt. Auf der anderen Seite bin ich aber auch kein großer Fleischesser und so blieb es doch beim Probieren. Am besten schmeckte das Straußenfleisch, wogegen das Krokodil und das Lamm an unserem Tisch nicht sehr erwünscht waren, nicht nur weil das Krokodil „very dangerous“ ist, wie M den Kellnern immer wieder erklärte, sondern weil es ganz einfach überhaupt nicht schmeckte...
    Ziemlich vollgegessen holte uns Moto nach gut zwei Stunden dort wieder ab und brachte uns zum Flughafen in Nairobi. Er überbrachte uns noch die Nachricht, dass der verlorene Rucksack von M und S wieder aufgetaucht war, welch ein Wunder wurde er in ihrem Zimmer in der letzten Lodge gefunden. Wirklich mysteriös, wenn man mal bedenkt, dass er schon vor dem Einzug ins Zimmer gefehlt hatte... Aber: That`s Kenya !!
    Auf dem Flughafen mussten wir noch ziemlich lange warten, bis wir dann in unseren Inlandflieger Richtung Mombasa steigen durften. Während dieses kurzen Fluges, der schon etwas verspätet startete, da pole, pole erst mal das Gepäck eingeladen werden musste, wurde uns sogar ein Snack und Getränke serviert. Hätten wir gar nicht erwartet.
    In Mombasa angekommen, hieß es dann Abschied nehmen. P und A sowie S und M hatten ihr Hotel an der Südküste gebucht, unseres war ja an der Nordküste in Malindi und das ist ganz schön weit auseinander.
    Micha ermahnte unseren Fahrer der uns zum Hotel bringen sollte, chap, chap zu fahren, was soviel heißt wie schnell, schnell. Und das hat er wirklich getan, keine Rücksicht auf Schlaglöcher und andere Verkehrsteilnehmer. Wir kamen so gerade noch rechtzeitig zum Abendessen an und ließen uns an dem Abend mal wieder richtig verwöhnen.

    Die letzten fünf Tage wollten wir im Hotel verbringen und eigentlich nicht mehr viel unternehmen, einfach nur erholen und entspannen. Das haben wir auch getan und es war richtig schön so.
    An einem Tag fuhren wir mit dem anderen Pärchen, I und M (die am selben Tag wie wir kirchlich geheiratet hatten !!), mit dem Taxi in die Stadt um ein paar Sachen einzukaufen. Die zwei mussten auch auf die Bank und da dies ein Weilchen dauerte, unterhielten wir uns seither mit unserem Taxifahrer und einem jungen Mann, den wir dort vor der Bank trafen. Hier zu Hause in Welzheim gehen wir ja jeden Freitag Abend in den „Grünen Baum“ zum Abendessen und bei der Gelegenheit haben wir einen Gast am Stammtisch belauscht, der immer von seinem Hotel in Malindi erzählte und auch erwähnte, dass er zu dieser Zeit in Kenia sei. Uns hätte es ja schon interessiert ob was Wahres an der Sache dran ist und wenn ja, wie wahr das ganze dann ist ! Also hatten wir schon vorher einmal am Strand nach diesem Bernd gefragt und da erfahren, dass er in der Stadt Bungalows hat. Und auch dieser junge Mann vor der Bank kannte Heiner ! Er hatte angeblich schon oft mit seinen Gästen etwas unternommen und erzählte uns eine ganze Menge. Da diese Bungalows nur einige Meter von unserem Standort entfernt sein sollten, beschlossen wir kurzerhand, dort vorbeizufahren. Ziemlich versteckt liegt das Grundstück, eine sehr gepflegte kleine Anlage mit mehreren Häusern für die Gäste, sogar einen Swimmingpool gibt es hier. Bernd kannte uns ja eigentlich gar nicht, da wir ihn ja nur immer belauscht hatten. Trotzdem sagten wir kurz Hallo und er ließ uns seine Anlage und ein Zimmer besichtigen. Wir waren ziemlich beeindruckt von dem kleinen Paradies inmitten der Stadt ! Es war so eine richtig gelungene Spontanaktion die wir da unternommen hatten . Und so, gut gelaunt, stürzten wir vier uns nach diesem Ausflug ins Handeln auf dem Touristenmarkt. Dort kann man nämlich alles kaufen was das Touristenherz begehrt. Schnitzereien, Schmuck, Specksteinarbeiten, Batiken und was sonst noch, eben die komplette Souvenierpalette. Wir bekamen auch all das, was wir gerne wollten und dies auch zu einem einigermaßen vernünftigen Preis (da kann ich hart sein, ich möchte ja nichts verkaufen, sondern der mir Gegenüber, wenn’s ihm so nicht passt, Pech für ihn wenn wir es nicht nehmen J ). Sogar eine Kette hab ich mir ergattert und die schönen Fotorahmen für unsere Eltern.
    Dieser Morgen war wirklich sehr schön mit den zwei anderen und besonders auch auf dem Touristenmarkt. Bei der Gelegenheit haben wir auch unsere tollen Ikea Filzstifte mit verschachert, das Päckchen hatte uns nur 19 Cent gekostet, aber das brauchte ja keiner dort zu wissen.

    Unsere Zeit in Kenia verging wirklich wie im Fluge und bald schon mussten wir uns wieder auf den Heimweg machen. Diesmal verlief alles glatt mit dem Flug (auch wenn’s erst mal auf dem Flughafen nicht ganz danach aussah und wir auch etwas verspätet abhoben) und wir kamen pünktlich wieder in Deutschland an.
    Unsere Flitterwochen waren wunderschön und einzigartig, trotz der paar Pannen zwischendrin . Es war auch gewiss nicht unser letztes Mal in Afrika, nur haben wir uns vorgenommen dass wir das nächste Mal dann auf eigene Faust lostigern möchten, mal sehen was daraus wird J .


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  2. #2
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    Hallo Mia!

    Boah, was ein Bericht ! Aber ich musste ihn natürlich gleich lesen, und ich wurde nicht enttäuscht. Sehr schön geschrieben, da wurden Erinnerungen wach . Wir haben übrigens EXAKT die selbe Safari gemacht, die letzte Lodge wäre sicher eigentlich die Mara Sopa Lodge gewesen oder? Habt ihr aber nix verpasst, war nicht sooo toll, vor allem keinen schönen Ausblick wie bei den anderen (in Amboseli hatten wir einen wolkenfreien Blick auf den Kilimanjaro ). Und saukalt wars . Ansonsten haben wir auch ähnliches erlebt - Lake Nakuru fanden wir ganz toll (bei uns standen auch direkt rechts am See ganz viele Nashörner), und dort haben wir auch unseren einzigen Leoparden gesehen. Von der Massai Mara waren wir im ersten Moment auch enttäuscht, aber dann wars doch noch ganz schön. Wir hatten auch ein Picknick - das war toll :super: . Wir haben da auch einen Fußmarsch am Mara-Fluss gemacht, zum Nilpferde gucken, auch sehr cool.
    Diese überteuerte Flusssafari haben wir auch gemacht (ich glaub, wir haben sogar 20 Euro bezahlt :rotwerd: - aber dafür haben wir immerhin gaaanz viele Nilpferde gesehen), genau wie das Massai-Dorf. Und ich glaube auch, dass die Fahrer da einiges von dem Geld abkriegen, auch von den Touriständen. Ich muss sagen, das fand ich schon etwas enttäuschend, unser Fahrer in Sri Lanka damals war stolz auf unser Land und hat mit Freude seine Arbeit gemacht und uns z.B. auch nicht zu den vorgesehen Touristennepp-einkaufssachen gefahren, das fanden wir sehr beeindruckend. Er hat auch mehr Trinkgeld bekommen als unser Safari-Fahrer .

    Achso, bei den Massai habt ihr echt nichts verpasst - vor allem waren die ja dann auch überall wieder zu sehen. Ganz ehrlich, zum Schluss hatte ich ihre Tänze schon etwas über, ist doch sehr eintönig .

    Liebe Grüße,
    Danie (auch mit dem Afrika-Virus infiziert...)

  3. #3
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    Huhu Mia,

    auch ichj habe Deinen Bericht mit Spannung gelesen und ich muss sagen, dass ich mich jetzt noch mehr auf Kenia freue also vorher. Wir machen zwar eine andere Safari, aber ich denke, dass die genauso schön werden wird.

    Oh man bin ich schon aufgeregt. Am liebsten würde ich gleich morgen losdüsen, aber ich bin ja noch nicht mal verheiratet!!

    LG von der ungeduldigen Xena

  4. #4
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    Hallo ihr zwei :-)

    @Danie: ja, du hast wohl recht mit der gleichen Safari :-) Als wir damals in den Planungen waren und ich dir schonmal geschrieben hatte, wusste ich nicht mehr genau wo wir eigentlich alles hingehen und in welcher Reihenfolge. Das hab ich mir erst kurzfristig angeschaut. Ich hoff ich hab den Fahrer jetzt nicht zu negativ dargestellt, wobei wir echt nicht sehr begeistert von ihm waren *lach*. Wir haben ja letztes Jahr schon eine Safari gemacht in Kenia und der Fahrer da war top, ganz anders und dem hats einfach Spaß gemacht mit uns rumzutouren und alles zu zeigen. Den haben wir übrigens dieses Jahr an einer Lodge wiedergetroffen und er kannte uns sogar noch ! Das war richtig witzig !! Ja, die letzte Lodge wär eigentlich die Mara Sopa gewesen, aber egal, ich glaub wir habens so ganz gut erwischt, vorallem die Lage direkt an dem Fluß war schon gigantisch. Kann man nix sagen :-)

    @Xena: Bin mir sicher eure Safari wird genauso toll, wenn nicht sogar besser !!! Wir finden nämlich beide im Nachhinein, dass unsere zwei-Tages-Safari im letzten Jahr irgendwie besser war als diese Große. Zwar haben wir da nicht alle Tiere gesehen, aber trotzdem haben wir da ziemlich viel erlebt und hatten vorallem keinen solchen Stress mit dem vielen Fahren von einem Park zum anderen.. Wenn du mal weisst wohin genau ihr geht auf Safari, gib mal Bescheid, interessiert mich auch :-)
    Und frag auch am Flughafen nach nem Honeymoon Upgrade, hat ja bei uns auch funktioniert :-)


    Bis dann, LG von Mia die ihren Mann auch mit dem Afrikavirus infiziert hat :-)

  5. #5
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    Ohhhh wie schön!
    Allerdings habt ihr was verpasst im Carnivore. Der Dawa (Medizin) ist ziemlich lecker!
    Dein Bericht ist super schön geschrieben, ich konnte Afrika riechen....

    Wir sollten mal eine Forumsreise nach Afrika organisieren...ich hätte da eine Anlaufstelle

    LG ANKE

  6. #6
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    Hallo Anke !

    Also da bin ich gleich dabei bei der Forumsreise *lach* ! Sowieso bei dem miesen Wetter momentan vermisse ich das Ganze...

    Ja, den Dawa wollten wir eigentlich hinterher probieren, da wir morgens kaum was gegessen hatten und ich Angst hatte einen Schwips zu bekommen, so auf nüchternen Magen... Aber wir haben das dann vergessen hinterher !!! Wie hat das geschmeckt ? Bisschen wie Caipirinha oder wie ??
    Oder wirklich nach \"Medizin\" ??

    LG, Meli

  7. #7
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    Auja!
    Forumsball, also warum nicht Forumsreise!

    Ja schemckt fast wie Caipi, leckerer weil mit Honig am Stöckchen. Und der Haut echt rein. Wir waren da zum Tanzen, da ist immer mal wieder Donnerstags Disco und haben diverse von diesen Dingern getrunken...nix gut für Kopf....Danach braucht man Medizin.
    Ist aber ne süße Idee mit dem Bauchladen, machen die das noch?

    Wart Ihr auch im Thorn Tree an dem Message Baum. Cool oder?

    LG ANKE

  8. #8
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    Huhu!

    Den Dawa hatten wir auch sausen lassen, die Fahrt vorher war doch recht anstrengend und irgendwie gings uns nicht sooo gut. Aber bei uns wars auch ziemlich kalt .

    In Nairobi fand ich die Verkäufer so lustig, die immer an den Staus vorbei gelaufen sind und vom Taschenmesser bis zum Fußball alles verkaufen wollten ;-). Wir haben auch nur eine Mini-Stadtrundfahrt gemacht, aber wirklich beeindruckend fand ichs nun nicht . Da haben mir die Tiere sehr viel besser gefallen .

    Bei einem Forumstreffen wär ich auch dabei . Müssen wir nur noch günstige Flüge finden .

    Kenia ist soooooooooooooooooooooooooooooooo schön!

    Liebe Grüße,
    Danie

  9. #9
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