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Thema: ⫸ Bericht von Frangies Flitterwochen

13.12.2017
  1. #11
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    13. November 2005

    Tag 7

    Bryce Canyon Nationalpark
    oder
    Der Gipfel der Schluchten

    Heute brechen wir auf zum Bryce Canyon Nationalpark, und ich muss gestehen, dass ich morgendlich wenig ambitioniert bin, da ich in meiner europäischen Arroganz tatsächlich meine, nach dem Grand Canyon alles gesehen zu haben, was das menschliche Auge an Naturschauspielen unbedingt gesehen haben muss...

    Trotzdem, wenn wir schon mal da sind, schauen wir uns das mal an.

    Bryce Canyon - so denke ich mir - muss der kleine Bruder des Grand Canyon sein, denn immer nur ist von dem die Rede. Den Grand Canyon muss man gesehen haben, vom Bryce Canyon habe ich bis zur Planung meiner Flitterwochen noch nie was gehört. Oder ich habe es vergessen....

    Kann man solche Landschaftseindrücke, wie sie sich uns gestern geboten haben, überhaupt noch übertreffen? Wir werden sehen.

    Vorerst passieren wir auf unserer Fahrt den Glen Canyon Staudamm. Weil wir interessierte Touristen sind, begnügen wir uns natürlich nicht damit, ihn aus dem Fenster im Vorbeifahren zu knipsen - was ich schon bei anderen Touris beobachten konnte - sondern wir nehmen uns an diesem kühlen und leider sehr frühen Morgen die Zeit, eigenfüßig den Damm zu überqueren.

    Sein Anblick entschädigt uns für die frühe Stunde: Das Wasser schlängelt sich in unverschämten Grün- und Blautönen durch die zerklüfteten Felsen, hoch oben stehen wir wie Ameisen. Mit der hier gewonnenen Wasserkraft wird direkt am Staudamm ein Elektriziätswerk betrieben.
    Stumme Zeugen hierfür sind die hohen Strommaste, die wie ein kahler Mastenwald am Rande des Glen Canyon "wachsen". Ich staune mal wieder über dieses Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Die US-Amerikaner rühmen sich so gerne ihrer technologischen Entwicklungen, ihres untrügbaren Gespürs für Trends von Morgen, ihrer Industrie und Weitsichtigkeit. Davon können wir in Goog Old Europe natürlich nur träumen, und ich wurde hierzulande (und damit meine ich die USA) schon einmal in einem früheren Urlaub gefragt, ob wir denn schon Videorekorder hätten. (Ich erntete anerkennende Blicke, als ich sagte, wir hätten sogar schon DVD!) Und dann stößt man all überall auf solche Relikte vergangener Zeiten.

    Zum Mond fliegen, aber immer noch diese lebensgefährlich anmutenden Strommasten zu Hause haben. Die verrücktesten technologischen Fortschreitungen an Haushaltsgeräten, aber dann Häuser aus Pappmaschée bauen, die NATÜRLICH beim nächsten Orkan weggeblasen werden. Da sind sie wie zwei der drei kleinen Schweinchen, und ich bin ein bisschen stolz darauf, ein deutsches Schweinderl zu sein, das Häuser aus echtem und stabilem Stein bewohnen darf...

    Trotzdem - das will ich nicht leugnen - ein witziger Anblick, dieser Strommast-Wald.

    ***

    Hinter der Staudamm erstreckt sich der Lake Powell. Da sich die Sonne gerade entschlossen hat, endgültig aufzugehen, erwartet uns auch hier ein wunderbarer An- und Ausblick. Rings um uns her weite Landschaft, unberührte Natur, wie wir sie in Deutschland gar nicht mehr kennen.

    Unsere Fahrt führt uns im Laufe des Vormittages meilenweit durch die Prärie. DAS, genau das ist der Wilde Westen, wie man ihn sich vorstellt.

    Somit erreichen wir den Mormonenstaat Utah.

    Gegen Mittag treffen wir bereits in unserem Hotel ein: Das Ruby's Inn - so sagte man uns - ist das bekannteste Hotel der Vereinigten Staaten und das einzige, das wert befunden würde, auf Landkarten eingetragen zu werden.

    Gut, ich weiß nicht, ob ich dem Glauben schenken darf, denn die Amerikaner erzählen gerne in der absoluten Superlative, und natürlich ist alles einzig und besonders und am größten, am besten, am ausgefallensten genau DA, wo wir gerade sind. Ich fühl mich manchmal ein bisschen beflunkert und beschließe, nur das zu glauben, was ich schwarz auf weiß in meinem Reiseführer lese.

    Allerdings ist das Ruby's Inn wirklich etwas ganz Besonderes: Es ist zumindest das älteste Hotel der USA, und man weiß kaum, ob man da gerade ein Hotel betritt oder ein Heimatmuseum des Wilden Westens: durch und durch aus dunklem Holz, mit Indianerschmuck, Pferdesatteln, Cowboyaccessoires vergangener Tage, schweren dunkelbraunen Ledersesseln im Foyer und diversen Holzschnitzereien im Gebälk. Über der Rezeption droht uns ein ausgestopfter Berglöwe anzuspringen, und jeden Moment erwarte ich eigentlich, dass im Hintergund die Bonanza-Titelmusik erklingt und uns Little Jo den Koffer aufs Zimmer trägt.

    Doch noch ist ja nicht Zeit, sich aufs Zimmer zu verziehen, denn uns erwartet ja noch der Bryce Canyon.

    Hier befinden wir uns in 2000m Höhe, die Luft ist klirrend kalt, und für einen Moment wage ich zu denken, wieso wir unsere Flitterwochen eigentlich nicht an einem Karibikstrand verbringen.

    Aber dann trifft unser Blick auf der Anhöhe dieses außergewöhnliche Felsenmeer, und UNS trifft es wieder bis ins Knochenmark. Ich möchte an jeder Stelle das Attribut "atemberaubend" schreiben, weil es das einfach trifft und doch wieder nicht. Den Atem halten wir an, fast vor Schreck über die Gewaltigkeit der Natur. Und über die Unbeschreiblichkeit. Ich frage mich immer wieder, wie die Natur etwas so Außergewöhnliches hat schaffen können. Wenn ich nicht borher schon an Gott geglaubt hätte, ich wäre wahrscheinlich an diesem Ort bekehrt worden. Der Bryce Canyon ist das Wunderbarste und Faszinierenste, was wir auf unserer Flitterreise sehen durften.

    Ich habe noch nie so eine Weite gesehen, so eine Tiefe, solche surrealen Farbe und Formen. Und dazu dieser kalte Wind, die klare Luft und die Stille. Absolute Stille, als hätte es einen auf einen anderen Planeten verschlagen, auf dem die Maschinen der Menschheit keine Relevanz haben.

    Über eine Stunde laufen wir am Rande des Naturschauspiels entlang. Merkwürdig ist, dass sich der Abgrund stellenweise ohne jegliche Absperrung, Geländer oder sonst etwas in der Art einfach vor meinen Füßen auftut. Ein Schritt mehr, und man würde einfach kilometertief in diese ewige Stille stürtzen. Ich habe eine leichte Gänsehaut, während ich hier so stehe...

    Die Formationen, die die Natur hier geschaffen hat, haben natürlich Namen erhalten gemäß ihrer Form. So entdecken wir die "Titanic", die "betenden Hände", das "Krokodil", die "Burg" und viele mehr.

    Um uns herum die atemlose Stille, abgesehen vom Rauschen des Windes. "Wir atmen gerade die Welt ein" schießt es mir durch den Kopf. Diese Landschaft macht philosophisch. Die Macht der Natur macht uns wieder einmal sprachlos und demütig. Und wir reden wenig bis gar nicht, sind einfach DA. Und ich glaube, viel intensiver DA zu sein.

    Übrigens treffe ich am Wegrand Chip und Chap (zwei sehr putzige Streifenhörnchen) die sich hier munter tummeln und wahrscheinlich auf der Suche nach etwas Essbarem sind. Die Tiere hierzulande sind sehr an uns Touristen gewöhnt, sie lassen sich selten in ihrem Alltag stören.

    Durchgefroren, vom Wind ordentlich durchgeblasen und frei gespült, treffen wir am späten Nachmittag wieder im Hotel ein.

    Wir sind so kaputt, dass wir es uns schnell im Bett vor dem riesigen Fernseher gemütlich machen und schon vor 20:00 Uhr im Reich der Träume sind. Aufgrund der lauten Heizung und des viel zu weichen Bettes schlafen wir leider mehr schlecht als recht.

    Über Nacht werden laut Wettervorhersage -5 Grad erwartet. Da nimmt man das Rattern der Heizung doch lieber in Kauf, da die Zimmer aufgrund der bereits erwähnten Pappmaschée-Bauweise eher weniger bis gar nicht isoliert sind....
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  2. #12
    Unterhaltungskünstler
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    Bilder vom morgendlichen Spaziergang...
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  3. #13
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    Oh, da bekomm' ich gleich Sehnsucht. Wir haben vor 1,5 Jahren eine ähnliche Rundreise gemacht. Die Natur da ist einfach unbeschreiblich, einmalig schön!
    Euer Hubschrauberrundflug war unserem sehr ähnlich - die Enge, die Filmmusik und dann dieser Canyon ! Wahnsinn!
    Sehr schöne Fotos habt ihr mitgebracht!

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