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Thema: ⫸ Wahre Worte oder Starker Tobak?

12.12.2017
  1. #21
    Unterhaltungskünstler Avatar von Linea
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    Standard ⫸ AW: Wahre Worte oder Starker Tobak?

    Puh, mir gefällt der Artikel gar nicht. Ich finde ihn viel zu generalisierend und mit sehr vielen Vorurteilen behaftet.

    Nur mal als Beispiel was ich völlig absurd finde, weil es völlig zu Unrecht so positiv dargestellt wird, Zitat aus dem Text:

    "Das Gegenteil ist der Fall: Nach 1945 - und das betrifft noch die Generation unserer Eltern und Großeltern - musste jeder nehmen, was kommt. Meine Großmutter flickte russischen Soldaten die Uniform. Von geregelten Arbeitszeiten, Arbeitsschutz, Rentenansprüchen, festen Verträgen, der Garantie, überhaupt seinen Lohn zu bekommen oder irgendeiner sonstigen Errungenschaft der Moderne keine Spur. Es kam nicht einmal jede Woche ein Arbeitssicherheitsbeauftragter vorbei, um zu schauen, ob sich beim Nähen vielleicht der Rücken verzog."

    In der Nachkriegszeit war für psychische Probleme einfach kein Platz, zum Einen wurde es sehr tabuisiert und zum Anderen ging es schlichtweg ums reine Überleben. Meine Eltern z.B. haben beide den Krieg überlebt, ihre Eltern zum Teil. Alle waren bzw. sind schrecklich traumatisiert worden und haben sich nie behandeln lassen. Sie zeigen bis heute völlig verrückte Verhaltensweisen, haben zum Teil heftige Depressionen und andere psychische Erkrankungen oder Suchterkrankungen. Keiner ist bis heute in Behandlung, aber alle haben immer noch Spätfolgen, im Alter wird das manchmal noch viel quälender. Sie reden aber nicht darüber und gestehen es sich nicht ein. Dafür leidet das Umfeld darunter.

    Diesen Menschen hätte es soooo gut getan, wenn sie damals ihre heftigen Erschöpfungen, Traumatisierungen und Depressionen hätten behandeln lassen können. Wenn sie es sich hätten eingestehen können und wenn es Hilfeangebote bekommen hätten.

    LG
    Linea


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  2. #22
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    Standard ⫸ AW: Wahre Worte oder Starker Tobak?

    Was haben denn posttraumatische Belastungsstörungen mit Burn-out zu tun?

  3. #23
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    Standard ⫸ AW: Wahre Worte oder Starker Tobak?

    Ich habe weder den Artikel gelsen noch alle antworten ... aber nur ein Beispiel aus meinem Bekanntenkreis:
    Er ist angestellter Handwerker und arbeitet ca. 45 Stunden die Woche ... und nebenbei noch zwischen 12 und 16 stunden am Wochenende und nach der Arbeit schwarz (er hat quasi nur den Sonntag um sich ein bisschen zu regenerieren und der fällt manchmal auch noch weg) und war jetzt 2 Wochen mit Burnout krank geschrieben (da hatte er zeit einiges am eigenen Zuhause zu machen). Ist sicher NICHT die Regel ... aber da ging mir echt die Hutschnur hoch. Sahra

  4. #24
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    Beste Kocherin der Welt Avatar von Jill
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    Standard ⫸ AW: Wahre Worte oder Starker Tobak?

    Zitat Zitat von blackdoro Beitrag anzeigen
    Was haben denn posttraumatische Belastungsstörungen mit Burn-out zu tun?
    Naja, die Autorin stellt es ja (zumindest indirekt) so hin, als hätte "man sich früher ja auch nicht so angestellt" und das hätte auch keinem geschadet. Ich finde das auch total unpassend.

  5. #25
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    Standard ⫸ AW: Wahre Worte oder Starker Tobak?

    Natürlich ist in dem Artikel auch nicht jedes Wort 1:1 meine Ansicht, aber ich finde schon, dass es in vielen Fällen, die ich persönlich in meinem direkten Umfeld, in diesem und anderen Foren und auch via Nachrichten etc. erfahre, so zu sein scheint, dass sowohl mancher Betroffene als auch gerne mal der eine oder andere Arzt tief in die bequeme Schublade "Burnout" greift.
    Immer öfter ist - aus meiner Sicht - die Diagnose Burnout "die kuschelige Ecke", in die der unauffällige Manager, der lustlose Azubi (und ich hab tatsächlich schon mit Azubis zusammen arbeiten müssen, die davon überzeugt sind, sie wären übermäßig gefordert und gestresst und müssten sich deshalb krankschreiben lassen, weil man so unglaubliche Dinge wie einen Beutel Gips aus dem Lager zu holen von ihnen erwartet), die frustrierte Bankangestellte oder der genervte Beamte sich zurückziehen und sich darüber auslassen, wie böse, schlecht und ungerecht die Welt ist.
    Für mich - und ich betone nochmal, dass das nur meine persönliche Meinung ist - sind all das Fälle, wo der-/diejenige nichts anderes als einen kräftigen Tritt in den Hintern braucht, auch wenn ich mir andererseits sicher bin, dass das bei den wenigsten etwas helfen wird.

    Meiner Ansicht nach äußert sich ein Burnout nicht dadurch, dass man keine Lust hat, etwas zu leisten, sondern fast immer gerade bei den Menschen auftritt, die ganz besonders engagiert sind: der "kleine" Handwerksmeister, der seine normale Arbeit zu erledigen und dazu den ganzen Verwaltungskram zu bewältigen hat; der Inhaber eines mittelständischen Betriebes, der tagtäglich ums Überleben der Firma kämpfen, sich oft gegen riesige Konzerne durchsetzen und dabei auch immer das Wohl seiner Arbeiter im Blick haben muss; die alleinerziehende Mutter, die vielleicht zwei Jobs plus Kinder plus Haushalt auf die Reihe bekommt; der engagierte Sozialarbeiter, der auch seine Freizeit mit "seinen" Problemfällen verbringt... all diesen und Menschen in ähnlichen Situationen nehme ich einen Burnout sofort ab, weil ich (ich persönlich mit meinen eigenen Erfahrungen) nachvollziehen kann, dass einen so eine Situation fertigmachen kann - alles zu geben und doch zu wissen, es wird nie reichen, kann einen Menschen wirklich "ausbrennen".

    Aber wenn jemand wie eine ehemalige Kollegin im letzten Labor, in dem ich gearbeitet habe, die beim ersten Bewerbungsgespräch dem potentiellen Arbeitgeber erklärt, sie hätte ja durch die bei der Prüfung erreichte Note nun die erforderliche Position und würde sich nicht "den Körper und die Seele kaputt machen lassen", indem sie länger als bis 16.00 Uhr arbeitet, wenn also so jemand dann, wenn's aus Personalmangel an drei Tagen hintereinander nötig war, ein paar Überstunden zu machen, sich wegen Burnout krank schreiben lässt, dann läuft mir echt die Galle über...

  6. #26
    Moderator
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    Standard ⫸ AW: Wahre Worte oder Starker Tobak?

    Übrigens ist Burn-out aus Sicht der Medizin keine Krankheit. Es gibt dafür keinen Diagnoseschlüssel, sondern es wird immer auf umschreibende Schlüssel für die Symptome zurückgegriffen. Ansonsten schließe ich mich Petra in Gänze an. Ich seh im Job beides. Wirklich fertige, ausgebrannte Menschen und die, die einen Tritt benötigen. Und leider viel zu selten kriegen...

  7. #27
    Senior Mitglied Avatar von softcake
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    Standard ⫸ AW: Wahre Worte oder Starker Tobak?

    Zitat Zitat von blackdoro Beitrag anzeigen
    Übrigens ist Burn-out aus Sicht der Medizin keine Krankheit. Es gibt dafür keinen Diagnoseschlüssel, sondern es wird immer auf umschreibende Schlüssel für die Symptome zurückgegriffen. Ansonsten schließe ich mich Petra in Gänze an. Ich seh im Job beides. Wirklich fertige, ausgebrannte Menschen und die, die einen Tritt benötigen. Und leider viel zu selten kriegen...
    wobei das nicht auf die medizin zu schieben ist das es keinen diagnoseschlüssel gibt :-)
    das liegt an der bürokratie. burn out als krankeheit ist ja durchaus anerkannt.

    aber ganz viele leute die mal ein bisschen überfordert sind, oder sich fühlen, meinen gleich das sie an burn out leiden.
    das ist das was uns alle, glaub ich, nervt. echter burn out kommt schleichend und unbemerkt- die überforderung am arbeitsplatz ist kein erstsymptom beim burn out. das fällt nämlich dem patienten nicht auf- auffallen tun erstmal anderen dinge.



    soft

  8. #28
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    Standard ⫸ AW: Wahre Worte oder Starker Tobak?

    Ich unterschreibe bei Claudi!

    Ich möchte nicht wissen, wie viele Menschen nicht zum Arzt gehen, obwohl sie kurz vor dem Zusammenbruch stehen - nur, weil sie Angst haben, dass das Umfeld sie als Jammerlappen betitelt. Burn out mag vielleicht bei manchen in Mode sein. Bei vielen ist es aber auch "in Mode", Menschen einfach schnell als Jammerlappen abzustempeln.
    Und sicher gibt es auch die andere Seite - Menschen, die tatsächlich Burn-out als "Ausrede" für ihre Faulheit nutzen.

  9. #29
    Experte Avatar von utah
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    Standard ⫸ AW: Wahre Worte oder Starker Tobak?

    Zum Burn out mag sie recht haben, die Diagnose wird sicher oftmals zu schnell und verfrüht gestellt. Das glaube ich auch. Allerdings frage ich mich, ob so ein diffamieerender Artikel wirklich Betroffenen hilft und sie nicht eher in ein schlechtes Licht stellt, weil man auch diese einfach nur für Jammerlappen hält ?

    Naja, zu ihren Aussagen zur Arbeitswelt im Allgemeinen frage ich mich echt, wo sie lebt. Unsere ganze Gesellschaft ist viel schnelllebiger geworden, man muss sich viel öfters im Leben anpassen, umstellen und neu lernen. Früher lernte man einen Beruf und fertig. Und eine Arbeitsbiografie von der Lehre bis zur Rente in einem Unternehmen. So etwas ist heute undenkbar, dass prekäre Arbeitsverhältnisse zunehmen, hat die Dame mal vollkommen ausgeblendet. Insofern verstehe ich nicht, was sie damit sagen will, dass früher eben nicht alles besser war. Was heißt früher? Damit werden sicher auch nicht die unmittelbaren Nachkriegsjahre gemeint. Das wäre wohl auch absurd, diese Jahre mit heute zu vergleichen.

    Das Leben war früher viel beständiger. Man hat ggf. eine längere Arbeitswoche gehabt, aber insgesamt war es ruhiger und ja, der Arbeitsdruck hat definitiv zugenommen seit der Globaliesierung. Wer das abstreitet, verschließt die Augen vor der Realität. Und wie Claudi schon schreibt, jeder geht damit anders um.

  10. #30
    Senior Mitglied Avatar von Tanja_FFM
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    Standard ⫸ AW: Wahre Worte oder Starker Tobak?

    Utah, ich stimme dir zu, dass man wohl kaum die Zeit vor vierzig Jahren mit heute vergleichen kann. Das gesamte Umfeld hat sich drastisch geändert, was ich aber glaube ist, dass Menschen (die meisten) sehr wohl in der Lage sind, sich den geänderten Anforderungen anzupassen. Wenn du evtl. die Zeit von vor vierzig Jahre mit der vor z.B. 60 jahren vergleichst, würden dir die, die vor 40 jahren gelebt haben vermutlich genauso sagen, alles ist hektischer geworden, das Arbeitsumfeld ist härter geworden, private Konstellationen haben sich verändert, etc. im Vergleich zu vor 60 Jahren. DIe Menschen damals haben bestimmt auch schon unter Burn-out und Depressionen gelitten, nur wurde das damals nicht thematisiert und es gab diese Namen noch nicht dafür - evtl. wurde man als verrückt abgestempelt...Dass das Leben damals auch hart war zeigt ja alleine schon, dass die Lebenserwartung eine wesenltich geringere ist als heute (was sicherlich auch am medizinischen Fortschritt liegt), aber auch weil man viel mehr weg von der harten körperlichen Arbeit ist. Ich denke mal, so nen Bauer vor 60 - 100 Jahren, der war nach keine Ahung 20 Jahren körperlich am Ende. Heute dank der Industrialisieren ist das anders. Und ich mag nicht so anmassend sein zu sagen, mein Job heute ist wesentlich anstrengender als der von einer Näherin von vor 40 jahren, die 10-12 Stunden an der Nähmaschine sass...

    Ich denke daher nicht unbedingt, dass das Arbeitsleben an sich härter geworden ist, es ist einfach Anforderungen haben sich verändert und es ist dann die Frage, wie komm ich als Individuum mit den veränderten Anforderungen zurecht.

    Klar ist alles schnelllebiger und hektischer - aber tragen wir nicht selbst auch dazu bei? Dieses immer und überall erreichbar zu sein, auf allen Parties mittanzen zu müssen, Kinder schon in frühsten Alter zu div. Kursen schleppen..liegt es nicht auch an uns das Leben an sich zu entschleunigen?

    Das hat jetzt nicht mehr viel mit dem Artikel zu tun - den ich übrigens recht provokant und vermutlich wenig hilfreich für die tatsächlich Kranken ist - wobei ich schon glaube, dass es auch viele gibt, die da auf hohem Niveau jammern und Burnout nur zu gerne als Willkommene Entschuldigung betrachten.

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