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Thema: ⫸ Diplomierter Legasthenietrainer?

16.12.2017
  1. #1
    Erfahrener Vielschreiber Avatar von Gerbera
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    Standard ⫸ Diplomierter Legasthenietrainer?

    Ich wüsste gerne, ob vielleicht jemand von Euch dieses Fernstudium gemacht hat oder jemanden kennt.
    Ich überlege, ob ich es nicht machen sollte. Dabei geht es mir nicht darum mich selbstständig zu machen und mir eine "goldene Nase" zu verdienen (wäre ja schön wenn man das wirklich könnte ) sondern darum, meine Schüler bei LRS oder möglicherweise Legasthenie besser unterstützen zu können. Das soll also in meine Arbeit in der Schule einfließen.
    Hat jemand also weitere Hinweise ob ein solches Studium sinnvoll ist?
    Freue mich über jede Antwort!


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  2. #2
    Senior Mitglied Avatar von Schneggerla
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    Standard ⫸ AW: Diplomierter Legasthenietrainer?

    Nein, leider hab ich so etwas nicht gemacht. Allerdings spiele ich mit dem Gedanken, später (wenn ich fertig studiert habe) in eine ähnliche Richtung zu gehen.

    Mein Sohn ist Legastheniker und ich kann nur sagen, dass diese Behandlung definitiv etwas bringt. Ich hätte es nie für möglich gehalten, denn ich hatte immer den Eindruck, dass das "Kinkerlitzchen" sind, die seine Therapeutin mit ihm macht. Er ist seit einem Jahr in Behandlung und nun stand ein Test an, um zu prüfen, welche Entwicklung er gemacht hat. Und ich war echt überrascht. Er ist zwar noch lange nicht im Normbereich und vielleicht wird er da auch nie sein, aber er hat sich enorm verbessert.

    In der dritten Klasse damals hatten wir eine recht junge Lehrerin (gerade die Referendarzeit beendet), die fachlich sicherlich Ahnung hatte, aber eben mit einem Kind wie meinem Sohn absolut überfordert war - das Ergebnis war, dass die Noten meines Sohnes in der dritten Klasse komplett absackten und wir täglich einen "ich will nicht in die Schule gehen!"- Kampf hatten. Und das obwohl er immer gerne zur Schule ging. Mir ist es wichtig, dass mein Sohn trotz seiner Krankheit (und Legasthenie ist nunmal eine Krankheit) ein absolut normales Leben führen kann. Seine Lehrerin der dritten Klasse hat ihn aber scheinbar immer spüren lassen, dass er eben nicht normal ist. Wenn ich an das Schuljahr zurück denke, bekomme ich im Nachhinein noch eine richtige Wut.

    Ich hätte mir damals gewünscht, dass im Lehramtsstudium vielleicht ein bißchen mehr auf das Thema Lernschwierigkeiten eingegangen worden wäre, dann hätten wir sicher nicht so ein in jeder Hinsicht katastrophales drittes Schuljahr gehabt. Insofern finde ich es toll, wenn du dich - ohne dass es dir in irgendeiner Art und Weise anerkannt wird - weiterbilden willst. Ich bin mir sicher, deine Schüler würden davon profitieren. Hast du denn viele Schüler mit LRS oder Legasthenie?

  3. #3
    Erfahrener Vielschreiber Avatar von Gerbera
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    Standard ⫸ AW: Diplomierter Legasthenietrainer?

    Hallo Schneggerla,

    ja, ich habe habe einige Schüler bei denen ich LRS vermute. Bei uns an der Schule gibt es keine vernünftigen Förderangebote, da meine Schulleiterin der Meinung ist "die Kinder brauchen nur Abschreibtexte,damit kann man alles "heilen". Ich bin anderer Meinung und dies ist mit ein Grund, dass ich an meiner Schule nicht mehr unterrichten möchte.

    Ich habe schon viele Weiterbildungen in verschiedene Richtungen gemacht, denn es ist nicht nur so, dass das Studium nicht oder nur unzureichend auf Lernschwierigkeiten oder andere Problematiken eingeht, die einem im Schulalltag täglich begegnen sondern vieles einfach negiert bzw. runtergespielt wird. Nimm beispielsweise Misshandlungen. Die Schule soll da gleich immer beobachten können etc., aber wir haben eigentlich kein gutes Rüstzeug dafür. Wir können nur feststellen und beobachten, aber nicht viel ändern.
    So geht es mir auch in Bereichen wie LRS oder Dyskalkulie. Ich kann nur Anhaltspunkte liefern und die Eltern müssten dann daran anknüpfen. Leider arbeite ich in einem sozialen Brennpunkt und da kann man eigentlich nicht davon ausgehen, dass die Eltern da wirklich anknüpfen. Und selbst wenn- es gibt viel zu wenige Plätze und Finanzierungsmöglichkeiten um den Kindern gut helfen zu können.
    Ich selber kann gar keine wirklich guten Tests machen um selber dahinter zu kommen ob ein Kind z. B. Legastheniker ist oder nicht. Mit Hilfe dieses Studiums könnte ich das möglicherweise besser. Zudem hätte ich viel mehr auf dieses Gebiet abzielendes Material ohne das ich es herstellen muss.
    Die Materialherstellung ist nämlich immer sehr aufwendig und Du kannst nicht jedes We nur Material herstellen. Da muss man seine Zeit schon gut einteilen und eben gucken was gerade "dran" ist.
    Insgesamt finde ich es sehr traurig, wenn Kindern nicht gut genug geholfen werden kann weil ein möglicher Fördebedarf nicht rechtzeitig genug erkannt wird.
    ich habe gerade in Kind in meiner Klasse von dem ich überzeugt war, dass es an Dyskalkulie leidet.
    In der 1. Klasse war angeblich nichts dergleichen beobachtet worden, in der Grundschulförderklasse nicht, nichts. Auf mein Drängen hin hat die Mutter nun viele Untersuchungen machen lassen, da bestätigten sich meine Verdachtsmomente. Inzwischen ist das Kind Ende Klasse 2 und viel Zeit ist "vertrödelt" worden. Schade für das Kind und das ist oft sehr schwerwiegend ebenso wie Du sagst, reagiert so ein Kind dann mit Schulangst oder Unlust, Aggressivität usw.
    Der Ablauf ist mir zu langwierig und ich denke man kann es abkürzen wenn man sich weitere Kompetenzen aneignet.

  4. #4
    Senior Mitglied Avatar von Schneggerla
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    Standard ⫸ AW: Diplomierter Legasthenietrainer?

    Ich kann durchaus verstehen, dass du unter diesen Voraussetzungen von deiner Schule weg möchtest... Die Therapeutin von meinem Sohn hat mir das mal so erklärt: "Für Ihren Sohn ist jedes Wort, das er schreiben soll so, als würde er zum allerersten Mal ein Wort in einer Fremdsprache schreiben, ganz egal, wie oft er es schon geschrieben hat."

    Wegen der Finanzierung einer Therapie sehe ich keine Probleme:
    Das Jugendamt übernimmt die Kosten der Behandlung, weil sie von der Krankenkasse nicht getragen werden. Ich hatte das Attest eines Psychiaters, der die Legasthenietests durchgeführt hat, und der erklärte mir, dass das Jugendamt die Behandlungskosten für die Therapie übernimmt. Unabhängig vom Elterneinkommen natürlich! Ich musste zur Psychologin des JuA gehen und die genehmigte dann sofort die Therapie. (Ich kann jetzt nur von Legasthenie berichten, wie es bei LRS ist, weiß ich nicht.)

    Bezüglich der Test: Du DARFST ohne Zustimmung der Eltern diese Test gar nicht durchführen. Meine Mutter (ebenfalls im Schuldienst tätig) hat eine Zusatzausbildung, sie darf viele verschiedene psychologische Tests machen, aber deswegen ist den Kindern ja noch lange nicht geholfen. Den Weg müssen ja trotzdem die Eltern gehen...

    Zitat: "Insgesamt finde ich es sehr traurig, wenn Kindern nicht gut genug geholfen werden kann weil ein möglicher Fördebedarf nicht rechtzeitig genug erkannt wird."

    Absolut. Die Lehrerin der 1. und 2. Klasse damals war der Meinung, mein Sohn wäre dumm und er sollte auf eine Förderschule gehen. Das war für mich absolut indiskutabel, denn ich wusste ja, dass mein Kind intelligent ist (und das nicht, weil es alle Mütter denken). Ich dachte, er ist einfach nur ein Spätzünder und in der 2. Klasse bin ich dann zum Kinderpsychiater wegen Verdacht auf ADS "Er ist halt ein Träumerle". Der Psychiater stellte dann tatsächlich ADS fest und meinte, er würde Dominik auch gerne auf Legasthenie testen - Volltreffer! Von der Schule hat nie jemand angesprochen, dass er möglicherweise Legasthenie haben könnte und ich zu Hause hab ja auch nicht den direkten Vergleich mit Gleichaltrigen. Die Schule war noch nicht mal in der Lage, einen Unterschied zwischen LRS und Legasthenie zu sehen - echt traurig! Im Übrigen: beim Psychiater wurde außerdem ein Intelligenztest durchgeführt und er hatte einen IQ von 115. Ich weiß, es ist überdurchschnittlich, aber ich war dennoch ein wenig enttäuscht. Die Psychologin beim Jugendamt teilte mir dann mit, dass 115 für einen Legastheniker überragend wäre, da es ja ein Test für "normale" Kinder wäre und man somit den ganzen sprachlichen Teil des Tests im Grunde nicht werten kann. Und unter diesen Voraussetzungen trotzdem auf 115 zu kommen, sei ihr persönlich noch nicht begegnet. Sein IQ ist also noch ein gutes Stück höher als der Test ergeben hat. Nochmal zu Erinnerung: Die Lehrerin der 1. und 2. Klasse wollte ihn zu Beginn der 1. Klasse auf die Förderschule schicken, weil er für die Regelschule nicht intelligenz genug sei!!!!!!!!!!

    Zitat: "ich habe gerade in Kind in meiner Klasse von dem ich überzeugt war, dass es an Dyskalkulie leidet.
    In der 1. Klasse war angeblich nichts dergleichen beobachtet worden, in der Grundschulförderklasse nicht, nichts. Auf mein Drängen hin hat die Mutter nun viele Untersuchungen machen lassen, da bestätigten sich meine Verdachtsmomente. Inzwischen ist das Kind Ende Klasse 2 und viel Zeit ist "vertrödelt" worden. Schade für das Kind und das ist oft sehr schwerwiegend ebenso wie Du sagst, reagiert so ein Kind dann mit Schulangst oder Unlust, Aggressivität usw.
    Der Ablauf ist mir zu langwierig und ich denke man kann es abkürzen wenn man sich weitere Kompetenzen aneignet."

    Abkürzen wäre in den meisten Fällen wünschenswert. Ich wünschte, wir hätten damals eine derart engagierte Lehrerin gehabt. Nein, da hatte ich immer nur den Eindruck, der Weg des geringsten Widerstandes wird eingeschlagen. Aber ich verstehe eben auch viele Eltern, die erstmal in die Abwehrhaltung gehen, wenn es um solche Krankheiten geht. "Mein Kind hat sowas nicht!" Ich war damals auch der Meinung, mein Kind sei einfach nur ein Spätzünder, allerdings hat mir auch nie jemand gesagt: "Hallo, es könnte sein, dass ihr Kind Legasthenie hat!"

    Legasthenie haben wir aber erst Anfang der 3. Klasse testen lassen, vorher macht es wenig Sinn, wurde mir gesagt!!!!
    Wie das bei Dyskalkulie ist, weiß ich nicht, denn das ist glücklicherweise mal eine Krankheit, die an uns vorbei gegangen ist.

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