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Thema: ⫸ arbeitslose die keinen job wollen...

13.12.2017
  1. #1
    Administrator Avatar von Rene
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    Standard ⫸ arbeitslose die keinen job wollen...

    Hi,
    tut mir Leid, mir ist kein andere Überschrift eingefallen.
    Habe heute den Thread hier gelesen.
    Wollte was zu den Thema schreibe, aber das wäre zu Offtopic gewesen.
    Aber eine Gute Einleitung nehme ich mal diesen Link hier.
    Will so einer wirklich einen Job?: Deutschlands unverschämteste Bewerbung - Bild.de

    Ich habe die Situation glaube bei RTL im Fernsehen gesehen.
    Die Konditionen und Fakten stimmen soweit mit dem Artikel überein mit dem was ich bei RTL gesehen habe.

    Soweit so gut.
    Fakt ist die Bewerbung ist unter aller Sau. Sowas macht man einfach nicht. Ok.
    Auf Kosten von anderen zu leben ist auch nicht so prall wenigstens hat er aber einen Minijob.

    Beleuchten wir mal das "Angebot"
    Buschschänke - klingt nicht nach einer Groß Gastronomie.
    40 Stunden Woche
    1200 Brutto
    der Laden brummt
    es wurde investiert


    Ok, wie die Arbeitszeiten sind weiss ein Koch selber wenn er den Beruf ergriffen hat. Die Standardzeit von Montag - Freitag von 7 -16 Uhr wird es bei der Buschschänke jedenfalls nicht sein.

    1200 € brutto bei 40 Std/Woche ... wenn es gut kommt sind es mehr Stunden jedenfalls bleiben ihm wenn es gut kommt runde 900 Euro NETTO zum leben übrig. Um dieses Angebot an zunehmen müsste man wirklich sehr verzweifelt sein. Ob das ggf ein Tarif sein soll weiss ich nicht. Aber um ein Wirt zu sein braucht man nur eine Konzession. Jedenfalls kann man ja nur Salat waschen und Steak brutzeln.
    Aber ein gelernter Koch hat die erstmal die Qualifikation!!! Bestimmt 3 Jahre gelernt.

    Also wenn --- ich hätte ggf auch so reagiert. (Mit so einer Bewerbung aber nicht, schon Traurig das man für jeden Mist Papiere zeigen muss. Vorstellungsgespräch + Zeugnisse sind ggf bei solchen Berufen ggf besser.)

    Naja seis drum. Aber Arbeitslose als arbeitsunwillig hinzustellen ist auch nicht grade fein. Es gibt meist immer einen Hintergrund.

    Hier mal meine Geschichte...

    Bei mir was es also vor ca 7 Jahren ähnlich. AA schickt mich über einen Arbeitsvermittler in eine Metzgerei.
    Nur Praktikum machen. Mit der Option auf eine Einstellung. Mehr wusste ich noch nicht. Später sollte ich da den ganzen Tag Griebenschmalz abpacken. (An ner Maschine oben Griebenschmalz rein unten fertige Becherchen raus)

    Der Job war nicht Anspruchsvoll. Der Laden allg. war auch nicht grade Niveauvoll. Hygiene praktisch nicht existent.

    Naja Montag erster Arbeitstag ich sollte um 4 Uhr da sein also 3 Uhr aufstehen. Hin wurde überall eingewiesen umgezogen und Go.
    5 Uhr 7 Uhr
    10 Uhr leichten Hunger verspürt. Den Laden nebenher gecheckt was für Mitarbeiter etc. 12 Uhr juhu Pause!!!! Endlich was futtern nach 8h Arbeit aber erstmal die erste Kippe seit 3.30 rauchen.
    Ich dachte ich bin fast clean.

    Alles in sich reingestopft 12.30 Uhr gings weiter. Tack tack tack ein Becher nach dem anderen. Gegen 14.30 wurde ich langsam nervös weil kein Ende ab zu sehen war. Nun 15 Uhr fragte ich ein Kollegen wann denn Schluss sein sollte. Er meinte sogar auf Deutsch das es nur der Meister weiß wann die letzte Lieferung für Norma/Kaufland fertig ist.

    17.10 Juhu Feierabend ab nach Hause und ins Bett.
    3 Uhr wieder auf und wieder zur "Arbeit" jedenfalls habe ich von Mo bis Freitag immer einen 10h min bis 13h Tag gehabt. In den Pausen habe ich noch mein Schullrussisch von früher etwas aufgefrischt. Ich war eh der einzige Deutsche in der Mannschaft.

    Am Feitag erfuhr ich dann kurz vorm Schluss das sich der Meister mit mir am Montag ab um 8 Uhr unterhalten will. Ich sagte ok wohl wissend das ich mein "Praktikum" absolviert hatte. Bin am Montag ganz normal zur "Arbeit" 4 Uhr pünktlich gekommen, 15 Uhr raus kein Gespräch. Aber eine Entschuldigung mit Vertröstung auf Morgen...
    Dienstag wieder um 4 angetanzt. Während der Arbeit einen Kollegen gefragt was man hier verdient. Er meinte so 1100 Euro ich dachte naja toll ist das nicht. Die Aussichten sind ja nicht so rosig. Ich fragte ob Pünktlich gezahlt wird und bekam die Antwort das er mal am 4. mal am 12ten seine 700 Euro bekommt. Ich fragte wieso nicht 1100 ?? Er sagt 700 Euro ist Netto. Schluck.

    Naja es wurde 10 Uhr kein Chef 12 Uhr zur Mittagspause dachte ich, es wäre ne gute Gelegenheit mal anzuklopfen. Keine Zeit.
    13 Uhr kein Chef 14 Uhr auch keiner Dafür kam nochmal eine riesen Bestellung vom Büro rein das dann klar war das wir bis 17 Uhr zu arbeiten haben.

    Ich habe meine 7 Sachen geschnappt und bin abgehauen. Nächsten Tag aufs Arbeitsamt dies erzählt ... "Tja Herr Friebe sie werden wohl mit einer Sperre rechnen müssen....wir wurden schon informiert..." Hieß es, weil ich wohl nicht kooperativ genug war. Viel und kostenlos als Praktikant gearbeitet. Ich sauer hoch zehn 4 Bier geholt nächsten Tag ne Leihfirma angerufen. Mich als Gabelstaplerfahrer beworben, wurde dann genommen hatte 100 Euro weniger als mein damaliges Arbeitslosengeld(1144€).

    Dann wurde ich bei einen großen Konzern eingesetzt der mich dann auch übernommen hatte (aber nur befristet) aber dennoch war ich Happy
    Über die angedrohte Sperre, am Schluss habe ich darüber herzlich gelächelt :-)

    Tja da sieht man an Hand der Geschichte das es solche und solche Arbeitslose gibt. Aber die Arge und deren Richtlinien allg (nicht die Mitarbeiter selbst) lassen Arg zu wünschen übrig.


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  2. #2
    Unterhaltungskünstler Avatar von Maike
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    Standard ⫸ AW: arbeitslose die keinen job wollen...

    genauso seh ich das auch!
    ich war auch ca 4 monate arbeitslos vor 3,5 jahren, und ich hab angebote gehabt die die hälfte an gehalt angeboten hatten wie ich vorher hatte. und dazu noch mehr stunden. als antwort kam nur: das wäre so üblich hier. aha,... hab dankend abgelehnt.
    ich bin dann, obwohl ich zeitarbeitsfirmen nicht mag, bei einer gelandet. aber nur weil ich die aussicht auf einen festen job hatte, die ich auch gott sei dank bekommen habe.

    ich habe bei der zeitarbeitsfirma 3,25 € die std bekommen, aber es war ja ein ende abzusehen. ich wurde sogar eher von der firma übernommen als eigentlich üblich war. die freude war natürlich sehr groß!

    man muss auch abwegen ob es sich lohnt einen job anzunehmen der weiter weg ist. aber wenn ich mehr an spritkosten verballer wie ich verdiene (minus alle anderen ausgaben wie miete etc) dann überleg ich mir das doch nochmal. bzw suche natürlich weiter einen job.

    aber bei diesem thema scheiden sich ja die geister....

  3. #3
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    Standard ⫸ AW: arbeitslose die keinen job wollen...

    Zitat Zitat von Ehemann Beitrag anzeigen
    Aber die Arge und deren Richtlinien allg (nicht die Mitarbeiter selbst) lassen Arg zu wünschen übrig.
    Die Mitarbeiter sind ja nur die, die das Gesetz umsetzen
    Aber Rene, Du hattest ja ne Sch*** an der Backe. Wurde dir sogar das Praktikum vermittelt vom Amt? Das kenne ich so gar nicht.

    Und kalr, es gibt solche und solche. ich sehe auch mind. einmal die Woche so eine handschriftliche, auf Karopapier gefertigte Kritzelei. Diejenigen die sowas schreiben finden es aber aiuch völlig "normal" so.

    Dann habe ich aber auch Menschen vor mir sitzen, die wöchentlich 20 Bewerbungen schreiben und wo es nur Absagen hagelt oder wieder andere, die alles daran setzen eine Umschulung zu machen und bei denen ich mich manchmal wundere. So schafft es eben auch eine Mama von 2 oder 3 Kindern....eine Umschulung in Vollzeit zu absolvieren *Hutab*

    Ich war selbst zu Beginn 2005 Arbeitslos und habe "erstmal" mit ner Teilzeitstelle begonnen, die auch nicht viel am Monatsende im Geldbeutel liess, weil es enorme Spritkosten waren( bei 100 KM, die ich pro Tag fahren durfte). Aber ich konnte und wollte nicht zu Hause sitzen. Es war zudem was völlig anderes, als ich je studiert habe. Und ich habe vor 1 Jahr nochmal umgesattelt. In meinem Leben war alles bisher zu etwas gut, bzw. konnt ich allem etwas gutes abgewinnen.

    Gruß Nadine

  4. #4
    Administrator Avatar von Rene
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    Standard ⫸ AW: arbeitslose die keinen job wollen...

    Also ich möchte sagen das die Mitarbeiter so ansich recht nett hilfsbereit etc sind.
    Da gibt es Leute die die Richtlinien klar & strikt umsetzen "ohne Rücksicht auf Verluste" und es gibt Leute da drin die sich ein Kopf machen um das Leben beider Seiten leichter zu machen.
    Zumindest hat man den Eindruck das sie sich sehr wohl bemühen.

    Beide Varianten so erlebt. Aber die Gesetze hat die ARGE Bamberg nicht entwickelt. ;-)

    Aber Rene, Du hattest ja ne Sch*** an der Backe. Wurde dir sogar das Praktikum vermittelt vom Amt? Das kenne ich so gar nicht.
    Nein Nadine, ich habe so ein 0-8 -15 Bildungsgutschein bekommen damit sollte ich zu einen örtlichen Bildungsträger der damals auch als Arbeitsvermittler tätig war.

    Direkt hat das Arbeitsamt mir die "Stelle" nicht angeboten. Aber die Konsequenzen. Mein Schluss daraus ist, das sie solche Arbeitgeber/Vermittlern scheinbar unterstützen. Jedenfalls wusste ich später das die Metzgerei mich gerne eingestellt hätte.
    (Klar so ein Depp wie mich finden die wohl zu selten)
    Jedenfalls haben die das so der Arge dargestellt und ein vorläufigen Vertrag zu ihnen gefaxt was das ganze untermauern sollte. Der Bildungsträger alias privater Arbeitsvermittler hatte scheinbar schon $$ Zeichen in den Augen gehabt. Weil die ne Art Vermittlungsprovision dadurch bekommen hätten. Wenn ich eingestellt worden wäre.

    Naja Arge sah es nötig an, mich zu sperren *g*
    Ironi ist ich habe die Veränderungsmitteilung ausgefüllt und persönlich abgegeben. Die Schriftlich Zustellung der Sperre erfolgte dennoch und jetzt kommt es noch dicker.

    Ca 2-3 Wochen später wurden immer noch Briefe mit der Aufforderung zur Bewerbung an mich geschickt oder es ruften ein paar Firmen direkt aufem Handy an.
    Obwohl ich nicht mehr nach Angebote gebeten habe und keine Vermittlung mehr wollte.

  5. #5
    Rose
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    Standard ⫸ AW: arbeitslose die keinen job wollen...

    meine Erfahrungen waren auch nicht die dollsten... und da schliesse ich meine zuständige ARGE SB mit ein...
    wenn ichs schildere rege ich mich aber wieder zu sehr auf... - letztendlich hab ich meinen Job dann auch ohne deren "Hilfe" gefunden.

  6. #6
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    Standard ⫸ AW: arbeitslose die keinen job wollen...

    Zitat Zitat von tara Beitrag anzeigen
    meine Erfahrungen waren auch nicht die dollsten...
    Da kann ich dir die Hand reichen .

    Ich habe eine ganze zeitlang wegen eines Nervenschadens teilzeit gearbeitet, dementsprechend auch nur "teilzeit verdient" und natürlich von diesem Verdienst meine Beiträge zur Arbeitslosenvericherung bezahlt.
    Als ich dann arbeitslos wurde und die Vermittlerin nach Vorlage zweier ärztlicher Atteste darum gebeten habe, mir nur Angebote für Teilzeitstellen zu schicken, da ich aus gesundheitlichen Gründen nicht Vollzeit arbeiten kann, hat sie mir gesagt, wenn ich dem Arbeitsmarkt nur die halbe Zeit zur Verfügung stehen will, müsste sie mein Arbeitslosengeld auch um die Hälfte kürzen . Aber ich könnte ja auch versuchen, eine Frührente zu beantragen, dann würde ich nicht anderen die Gelder der Arge wegnehmen.
    Sehr nett, oder?
    Naja, ich habe dann zum Glück schon nach 14 Tagen - natürlich ganz ohne Zutun meiner überaus freundlichen Vermittlerin - eine neue Stelle gefunden und brauchte die doofe Ziege nicht mehr.

  7. #7
    Administrator Avatar von Rene
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    Standard ⫸ AW: arbeitslose die keinen job wollen...

    und ich dachte nur hier läuft das so schief... gut zu wissen das es woanders auch nicht super läuft.

  8. #8
    Erfahrener Vielschreiber Avatar von Bianca
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    Standard ⫸ AW: arbeitslose die keinen job wollen...

    Zitat Zitat von tara Beitrag anzeigen
    meine Erfahrungen waren auch nicht die dollsten... und da schliesse ich meine zuständige ARGE SB mit ein...
    wenn ichs schildere rege ich mich aber wieder zu sehr auf... - letztendlich hab ich meinen Job dann auch ohne deren "Hilfe" gefunden.

    *unterschreib* Ich hatte mir meinen Job auch selber gesucht und gefunden, vom AA kam rein gar nichts.

  9. #9
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    Standard ⫸ AW: arbeitslose die keinen job wollen...

    Oh je, da habt Ihr aber alle keine guten erafahrungen gemacht. Ich bin mir ganz sicher, auch einige meiner Kunden werden mich hassen, andere schicken sogar Familienmitglieder zu mir, weil ich so nett bin. Aber so nach Wahlrecht gehts eben auch nicht.

    Es wird auch selten sein, dass das AMt wirklich jemanden vermitteln. Und das ist auch nicht die allein die Aufgabe des Amtes. Aber ich halte mich jetzt hier raus, mag auch nur ungern weiter ins Detail gehen

  10. #10
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    Alles wird gut... Avatar von claudi181
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    Standard ⫸ AW: arbeitslose die keinen job wollen...

    Ich denke mal, dass ich diesen Thread durch meinen Kommentar ausgeloest habe^^...ich habe uebrigens niemanden als arbeitsunwillig hingestellt.
    Es gibt, wie ueberall, ganz viele Ausnahmen.

    Mein Mann war fast 1 Jahr arbeitslos und verdient jetzt gerade zwischen einem Drittel und der Haelfte von dem, was er frueher verdiente.
    Ihm passt es mal mehr mal weniger. 15 Jahre gut verdient und jetzt faengt er wirklich wieder ganz von vorne an. Haetten wir meine Eltern und seine Eltern (egal, wie doof sie sind) nicht, wuesste ich tatsaechlich nicht, wo wir heute stuenden.

    Wir haben jetzt Glueck, dass sich unsere Ausgaben derzeit in Grenzen halten und nach einer Stelle wird weiterhin gesucht. Natuerlich haette er auch warten koennen, sich die entsprechenden "falschen" Stellen raussuchen koennen und weiterhin ein nettes Suemmchen an Arbeitslosengeld kassiert.
    Aber wozu? Jede Stelle bringt einen doch irgendwie weiter, vor allem was die Erfahrung auf verschiedenen Gebieten betrifft.

    Mein Mann hat beispielsweise mit seinem Job weitere Dinge, die er in seine Bewerbung packen kann: Gabelstapler und Truck Driver.

    Sicherlich muss man abwaegen, was man annehmen kann und was nicht. Irgendwo muss man ueberleben, das bestreite ich auch nicht.
    Wobei man sicherlich auch schauen muss, inwieweit man seine Ansprueche fuer eine Weile zurueckstellen kann (wenn man dies noch nicht gemacht hat) und welche Loesungen es noch geben koennte, die die Zeit der Arbeitslosigkeit (und Niedriglohn) einigermassen ertraeglich machen.

    Arbeitslosigkeit ist kein Zuckerschlecken. Das hab ich letztes Jahr sehr hart gespuert und merke es auch jetzt noch und es wird noch eine ganze Weile dauern bis es wieder normal laeuft.

    Ich habe in einer Zeitarbeitsfirma (das war 2000) gearbeitet. Da kamen ganz schlaue Bewerber rein. Vom Arbeitsamt geschickt, die wollten nur einen Stempel oder einen Nachweis, dass sie da waren. Ansonsten wuerde ihnen das Geld gekuerzt werden.
    Arbeiten? Doch nicht in einer Zeitarbeitsfirma. Fuer 10 DM die Stunde? Viel zu wenig (war es zum Teil auch, aber das waren meist ungelernte Kraefte, der Grossteil hatte gerade so Hauptschulabschluss gepackt, der Rest hatte erst keinen)...aber jeder, der sich nicht nicht wirklich bewerben wollte und auch eine entsprechende Haltung beim Vorstellungsgespraech hatte, wurde dem Arbeitsamt gemeldet und das waren nicht wenige.
    Super waren auch die, die dann gar nicht erst zum Arbeiten spaeter auftauchten. Da gab es fast jeden Tag mindestens einen.
    Klar ist man bloed, wenn man fuer weniger Geld arbeiten geht. Andere sind schlauer und bleiben zuhause. Geld fliesst, fertig.
    Jeder hat doch so seine Beispiele.

    Ich schere hier niemanden ueber einen Kamm, es sind wirklich nicht alle so.

    Zum Beispielthema "Koch"
    In meiner alten Firma habe ich zum Teil mehr verdient, als der gelernte Koch. Was einfach an meiner Steuerklasse (I) lag.
    Aber auch so haben die Koeche schon wenig verdient. Wieso, weiss keiner....aber es hat sie dennoch alle dagehalten. Wenigstens Arbeit. Audi, BMW und Mercedes war auch noch bei einigen drinne. Kann also nicht so schlecht gewesen sein.
    Ich hatte einen Stundenlohn, der recht okay war, fuer andere sicherlich viel zu wenig. "Was, fuer das bisschen gehst du arbeiten?"
    Ja, ich war tatsaechlich so doof. Laut Arbeitsvertrag 40h die Woche. In einer Grosskueche aber nicht moeglich.
    Wochenende (12h), Feiertage (12h), Ueberstunden, Tage ohne Pause weil zuviel los war, Doppelschichten (15h) usw.
    An besonderen Tagen war man auch mal 5h am Rennen, Essen zubereiten, servieren, sauber machen. Pause? Danach, wenn es die Zeit zuliess, ansonsten gab es die erste Pause zum Feieraben und auch die erste Mahlzeit.
    Richtig doof war ich dann als ich 1 Jahr lang an der Bar der Firma arbeitete. 400 Euro im Monat und zum Schluss hab ich da alles gemacht (Einkaeufe mit dem eigenen Auto erledigt=eigenen Sprit verfahren, staendig auf Abruf, Doppelschicht, Abende bis 23 Uhr usw.) Alles fuer 400Euro im Monat. Irgendwann hab ich das wieder gelassen und bin wieder zurueck zu normalen Arbeitsstunden und letztes Jahr bin ich zurueck in die Kueche, weil wir das Geld brauchten.
    Mann arbeitslos....2 Kinder und ich hab echt Stunden gekloppt.
    10 Tage durcharbeiten, 1 Tag frei, 8 Tage durcharbeiten, 1 Tag frei, 5 Tage durcharbeiten, usw. dann an den freien Tagen auch noch auf Abruf stehen...


    Verdienst....1300Euro. So sah es vor der Arbeitslosigkeit meines Mannes auch aus.
    Ich kann mit meiner nicht vorhandenen Ausbildung nicht mehr erwarten, das ist okay fuer mich.
    Und im Nachhinein vermiss ich diese Arbeit sogar.
    Es war sauanstrengend und manchmal war es echt viel zu viel. Aber es hat doch irgendwie Spass gemacht.
    Das man mit 1300Euro nicht grossartig leben kann, ist klar…


    Aber mir ging es eigentlich nur darum, dass ich dieses “Ich muss, sonst kuerzen die mir das Geld” nicht mag….
    Wahrscheinlich, weil es der Standardspruch damals bei der Zeitarbeitsfirma war. Mir fehlt bei der Aussage einfach der Wunsch, dass man wirklich arbeiten moechte. Dieses MUSS macht es super negativ und klingt nach Zwang und nicht danach, dass man aus der Arbeitslosigkeit raus moechte.
    Man weiss nicht, was man an Chancen verpassen koennte. Vielleicht wird aus dem Notfalljob, DER Job, mit dem man irgendwann mehr verdienen wird.
    Vielleicht seh ich das auch viel zu naiv…
    Aber Cheyni hatte es ja im anderen Thread erklaert. Sicherlich ist es fuer den Arbeitgeber mehr als bloed, wenn er sich mit Leuten herumschlagen muss, die eigentlich die Stelle nicht wollen.
    Aber da kann ich zum Teil eben nur mit dem Kopf schuetteln, weil ich mir denke, dass es Menschen gibt, die diese Stelle sofort annehmen wuerden, aber es aus irgendeinem Grund tatsaechlich nicht geht. Denen es dann egal waere, dass sie nicht mehr das gleiche Gehalt/den gleichen Lohn wie frueher haetten. Denen es dann egal waere, dass die ersten paar Monate anstrengend waeren, die es dennoch irgendwie schaffen wuerden.

    Das es bescheuerte Sachbearbeiter gibt, ist auch klar. Mein Bruder hat Glueck gehabt, die haengt sich echt rein und jetzt macht er Praktikum in einem Zentrum, das sich um Neuankoemmlinge aus dem Ausland kuemmert.
    Er darf sich um die Amerikaner kuemmern, Ansprechpartner, Anlaufstelle sein…usw.
    Begeistert war er erst nicht so, aber er sieht es zum Glueck mittlerweile als Chance.

    Es gibt ueberall schwarze Schafe….unter den Sachbearbeitern, unter den Arbeitgebern, unter den Arbeitslosen….einfach ueberall.

    Genug gesenft….

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