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Thema: ⫸ Der klassischste aller JGAs

17.12.2017
  1. #1
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    Standard ⫸ Der klassischste aller JGAs

    Der Bericht vom JGA meiner Freundin, geschrieben für ihr Fotobuch.


    Am Freitag vor Jennys und Carlos’ Hochzeit, am 4. August 2006, trafen wir uns zunächst bei Trauzeugin und JGA-Cheforganisatorin Kitty. Wir, das waren: Steffi, Natasha, Sonja und Lena. Da sich die Fahrerin *verlegenhüstel* in Hessisch-Oldendorf nicht auskennt, traf sie etwas verspätet ein und brachte damit den ohnehin zu knappen Zeitplan durcheinander. Jenny war für den Abend nämlich bereits verabredet und wollte eigentlich mit Carlos, ihrem Vater und dessen Schützenverein (oder so) in die englische Kaserne zum Laser-Schießen (oder so). Da wir Mädels aber nur an diesem Termin halbwegs vollzählig zusammenkommen konnten, wollten wir Jenny mit der Hilfe von Carlos und ihrer Mutter daran hindern, das Haus zu verlassen.
    Durch unsere Verspätung war dieser Plan in Gefahr. Kitty telefonierte mit Carlos. „Du musst sie irgendwie aufhalten! Ist mir egal, was du machst, setz dich auf sie drauf oder so, aber lass sie nicht aus dem Haus!“ Den friedliebenden Carlos überforderte diese Aufgabe sichtlich. Jenny war sauer, weil er nicht in die Strümpfe kam und stattdessen Telefongespräche auf Portugiesisch auf dem Balkon führte. Er wollte unbedingt zu dieser Veranstaltung und zog um sechs Uhr die Haustür hinter sich und vor Jennys Nase zu. Seine Erklärung: „Ich darf dir nicht sagen, warum, aber du musst hier bleiben. Ich gehe jetzt. Tschüß.“
    Als wir also um etwa viertel nach sechs an Jennys Haustür klingelten, erwartete uns eine vorgewarnte und reichlich übelgelaunte Braut. „Oh nein! Ich hab’s mir doch gedacht!“ Zum Glück hatten wir vorgesorgt und trugen vier Flaschen Sekt im Gepäck. Der Plan sah vor, Jenny nicht aus dem Haus zu lassen, bevor sie nicht mindestens eine halbe davon intus hatte. Vorher wollten wir ihr auch nicht zu detailliert verraten, was wir mit ihr vorhatten. Ein recht kluger Schachzug, wie sich später herausstellte.
    Wir marschierten also in ihre Küche, öffneten den ersten Sekt und stießen an, während Jenny sich langsam vom ersten Schock erholte und unauffällig in unser Gepäck zu schielen versuchte. Wir klönten ein bisschen, drängten Jenny, endlich mal ihr Glas auszutrinken, und Steffi verbreitete Horror-Storys von ihrem eigenen JGA.
    Dann war es endlich an der Zeit, Jenny ihre Arbeitskleidung vorzustellen. Inzwischen waren Jennys Mama und ihre Freundin Bärbel zu uns gestoßen. Bärbel hatte sexy Reizwäsche ihrer verstorbenen Ex-Schwiegermutter mitgebracht (geschätzte Größe: 120F), die die erste Lage über Jennys Pulli und Hose bildeten. Darüber folgte – natürlich so, dass die Wäsche noch zu sehen war – ein wild geblümter Putzkittel. Auch für die Accessoires hatten wir gesorgt: Die passende Plastik-Hula-Kette, gelbe Gummihandschuhe, und zur Krönung eine lange blaue Perücke rundeten das Bild der betörendsten scheidenden Junggesellin Hamelns ab. Jenny schien der Sekt beruhigt zu haben, denn wider Erwarten ließ sie die Prozedur über sich ergehen und probte lediglich, wie weit sie sich die Perücke über die Augen ziehen konnte, damit Bekannte sie nicht erkennen würden.
    Gegen acht ließ der sintflutartige Regen nach, und wir machten uns zu Fuß und unter Schirmen auf den Weg ins Einstein, wo wir den Abend mit einem Essen begannen. Die Zeit zwischen Bestellung und Servieren nutze die Braut in Begleitung von Kitty und Steffi für die ersten Verkaufsgespräche im Lokal. Der sortimentreiche Inhalt ihres großen Einkaufskorbs stieß bei den potenziellen Kunden auf reges Interesse, und die Geschäfte liefen gut an. Nach Pizza, Pasta und Salaten bewegten wir zunächst die Bedienung dazu, fünf Euro in den Erwerb von BHW-Werbegeschenken und ähnlich nutzlosen Krempel zu investieren. Dann folgte die zweite Runde durch das Restaurant. Ergebnis: Das Essen bezahlten wir zwar jede selbst, doch Jennys Portion konnte schon bequem durch ihre Einnahmen gedeckt werden. Der Abend versprach, einer von der recht lukrativen Sorte zu werden.
    Inzwischen hatte es aufgehört zu regnen. Wir machten uns nun auf den Weg in die Altstadt. Dort angekommen, entschieden wir uns zunächst für einen Abstecher in das Rattenfängerhaus. (??) Gleich neben dem Eingang stießen wir auf eine lustige weißköpfige Gesellschaft, die sich mit finanzkräftigem Interesse über Jennys Angebot hermachte. Dann allerdings behelligte uns ein nicht wirklich an guter Stimmung orientierter Kellner, der uns verbot, in diesem gehobenen Lokal Geschäfte zu tätigen. Kopfschüttelnd und mit dem feierlichen Schwur, bestimmt nicht noch einmal herzukommen, verließen wir das Restaurant. Mehr Entgegenkommen zeigte das Personal in der „Krone“, dem es allerdings wiederum an Gästen mangelte.
    Auf unserem Streifzug durch die Fußgängerzone trafen wir als nächstes auf die ebenso verkaufstüchtige Truppe eines weiteren JGAs. Bei Jennys Anblick entfuhr es der anderen Braut: „Oh Mann, da habe ich es mit meinem Cappi und dem T-Shirt echt noch gut erwischt!“ Die beiden Bräute vollzogen einen rituellen Warenaustausch, bevor sich nach gegenseitigen guten Wünschen unsere Wege wieder trennten. Die „Kondome für Heimwerker“-Bauanleitung, die die andere zu ihren Gummibärchen mitlieferte, sorgte bei uns für Heiterkeit und leichte bis mittelschwere Ekelanfälle.
    Unser nächstes Ziel war „die älteste Kneipe Hamelns“, die Rattenfalle (???). Aus deren Inneren tönte uns bereits ein ebenso lautstarker wie schiefer Männerchor entgegen, doch zunächst lockten die Geschäfte im Freien. Durch Erfahrung klug geworden, fragte Kitty zunächst an der Theke, ob derartiger Handel hier gestattet sei. Antwort: „Aber unbedingt!“ Der Kontaktaufnahme mit einer größeren Reisegruppe aus dem Rheinland stand also nichts mehr im Wege.
    Diese Herrschaften – etliche Paare um die 50 mit lustigem Dialekt – schienen derartige Bräuche nicht zu kennen, lernten aber gerne und schnell. Einen der Herren (von seiner Partnerin angesichts seiner Begriffsstutzigkeit bei der Geschäftsabwicklung diverse Male mit „Mein Gott, Hermann“ angesprochen) nötigte Jennys ungewöhnlicher Aufzug dann aber doch noch zu der Frage: „Wen heiratest du denn eigentlich? Eine Sie oder einen Ihn?“ Das Gelächter auf unserer Seite wie der seiner Reisegruppe war natürlich groß, und er rechtfertigte sich: „Ich dachte bloß… Bei der Frisur…“
    Der Kellner hatte inzwischen in der Tür Position bezogen, um sicherzugehen, dass wir auch die Gäste im Inneren der Kneipe um ihr Kleingeld erleichterten. Wir folgten den gegrölten Liedern und dem dichten Zigarettenqualm in ein Separée, wo eine größere Gruppe junger Männer dem Alkohol frönte. Hier waren wir mehr als herzlich willkommen, was sie mit lautstarkem Hallo bekräftigten. Mehr Interesse als an der Braut zeigten diverse Bengel jedoch an deren noch unverheirateten Begleiterinnen. So überhörte Kitty geflissentlich den Kommentar: „Warum bist du es eigentlich nicht, die heiratet? Du bist doch auch ein Leckerchen!“ Der Ausdruck wurde fortan zum geflügelten Wort des Abends.
    Trotz nachdrücklichen Bitten und einträglicher Konjunktur – unter anderem hatte Jenny dort zehn Euro für eine Tüte Gummibärchen eingenommen – verließen wir die Jungs und setzten unsere Geschäfte an den anderen Tischen der Kneipe fort. Draußen stießen wir noch auf eine weitere männliche Runde, die mit Sonja und Kitty um deren Telefonnummern zu feilschen begann. Da die Mädels 20 Euro jedoch nicht als adäquaten Preis betrachteten, mussten sich die Männer mit den erworbenen Süßigkeiten zufrieden geben.
    Inzwischen waren wir schon ganz schön lange auf den Beinen. Außerdem wollten wir nach all der harten Arbeit endlich die Früchte von Jennys Verkaufstalent genießen. Als nächste Station wählten wir also das „El Solin“, wo wir einen Couchtisch mit Lederimmitatsofas drumrum besetzten. Ein Kassensturz ergab Einnahmen in Höhe von 125 Euro. Die Richtung des Abends stand also fest: Auf die rechte Seite der Getränkekarte musste heute niemand mehr achten.
    Nun begann der gemütliche Teil. Bei Cocktails, Eis und Cappuccino klönten wir über Gott und die Welt und brachen des Öfteren in gackerndes Gelächter aus. Kitty rollte Jennys und Carlos’ Kennenlerngeschichte auf. Gegen zwölf verließen uns Jennys Mama und ihre beiden Freundinnen. „Um Mitternacht macht das Altenheim zu“, erklärte Bärbel, und durchs Fenster schaffe sie es nicht mehr so recht. Der harte Kern feierte weiter, doch wir schafften es nicht, mehr als die Hälfte unseres Einkommens auf den Kopf zu hauen. Da weitere Einnahmen also ohnehin nicht mehr nötig waren, gestatteten wir der Braut, ihre Arbeitskleidung abzulegen. Jenny legte noch einen heißen Strip in ihren sexy Dessous hin, der uns restlos begeisterte. Nachdem Kitty und Sonja die großmütterliche Unterwäsche auch noch einmal ausgiebig begutachtet und zum Teil anprobiert hatten, verbrachten wir den Rest des Abends eher unauffällig normal gekleidet.
    Gegen eins ließen wir die Braut unsere Rechnung begleichen und marschierten zurück zu Jennys Wohnung. Carlos war inzwischen von seinem Schießvergnügen zurückgekehrt. Jenny beteuerte glaubhaft, sie wäre zwar eigentlich wirklich gerne mitgefahren, aber ihr JGA habe ihr dann doch mehr Spaß gemacht. „Doch, war lustig“, versicherte sie, bevor wir uns auf den Heimweg machten.


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  2. #2
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    Huhu Lena!!

    Danke für den super langen Bericht!!

    Wo sind die BILDER?????????????



    LG
    surfmaus79

  3. #3
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    Bilder kann ich anscheinend nicht einfügen. Ich hab die nur im Pixum-Album online, und da funzt das Verlinken nicht.

  4. #4
    Rose
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    das erste mal dass ich doch so ein klein klein bischen bedauere keinen JGA gehabt zu haben
    DAS muß echt lustig gewesen sein

  5. #5
    Experte Avatar von Silvia
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    wow,das war ja mal ein JGA,
    ich kann mir gut vorstellen was ihr für einen Spaß hattet

    Silvia, die auch keinen JGA hatte

  6. #6
    aufsteigendes Mitglied Avatar von Nicki
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    Das hört sich echt toll an und vor allem super geschrieben !!!

    LG Nicki

  7. #7
    Experte Avatar von majana
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    WOW! KLingt nach einem richtig tollen Abend!

    Wie gehts dir denn so Lenchen? Wächst die Kugel schön brav?

    Lg, Jana

  8. #8
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    Ja, es war wirklich nett, aber selbst die Braut zu sein, macht noch mehr Spaß!

    @ Jana: Klar, ich rolle schon durch die Gegend! Hoffe, bei euch ist auch alles klar?

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