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Thema: ⫸ Verlustängste?

12.12.2017
  1. #1
    Unterhaltungskünstler
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    Standard ⫸ Verlustängste?

    Hi,

    ich wende mich sehr ratlos an euch.

    Ilenia zeigt seit ca. 2-3 Wochen plötzlich und für mich unerklärlich wahnsinnige Verlustängste.

    Und diese sind einzig und allein auf meine Person bezogen.

    Von einem Tag auf den anderen hat sie wahnsinnige Angst, ich könnte sie allein lassen. Wenn wir im Haus sind, kann sie gar nicht ruhig und entspannt spielen, ständig kommt sie herein und schaut nach mir, fragt, was ich mache, was ich tue, wo ich bin und endet nicht selten mit dem Satz: "Aber nicht weggehen, ja?"

    Wenn sie mich mal nicht sieht, weil ich in irgendeinem anderen Raum bin, schreit sie sofort panisch nach mir und beginnt sofort zu weinen. Ich kann nicht einmal in Ruhe auf Toilette gehen oder in die Waschküche, sofort bricht die Panik aus. Tanken und schnell bezahlen gehen funktioniert überhaupt nicht mehr, obwohl das früher nie ein Thema war.

    Am schlimmsten empfinde ich es eben zuhause, weil sie selbst so unentspannt ist. Selbst wenn die Kinder im Garten spielen wollen und ich auf der Terrasse oder nur im Wohnzimmer bin, bricht sie das Spiel ständig ab, nur um nach mir zu sehen. Auf der einen Seite nervt mich das richtig, ich fühle mich von meinem eigenen Kind total kontrolliert und kann ja nicht mal pinkeln gehen ohne ihr Rechenschaft dafür zu geben. Auf der anderen Seite tut es mir auch richtig weh zu sehen, dass die Kleine so eine Angst mit sich herumträgt.

    Ich bin mit meinem Latein am Ende.

    Was war der Auslöser?

    Bevor ihr fragt: Ich habe viel darüber nachgedacht und finde keine vernünftige Erklärung. Ich habe ihr nie angedroht, sie zu verlassen, sie wurde nie allein gelassen oder war in einer Situation, die in dieser Hinsicht traumatisch für sie gewesen sein könnte. Irgendwelche familiären Streitereien (auch Ehekrise) schließe ich aus. Wir tragen sowieso unsere Streitereien nie lautstark und nie vor den Kindern aus, auch wurde nie in Gegenwart der Kinder irgendetwas gesagt (wie Trennung oder so), was die Ängste ausgelöst haben könnte.

    Mir fallen einzig und allein 2 Dinge ein, die dazu beigetragen haben könnten:

    1. Mein Mann ist in letzter Zeit beruflich viel unterwegs gewesen, musste oft auf Geschäftsreise. Das war bislang weniger der Fall gewesen, die Kinder waren gewohnt, dass Papa abends zum Abendessen da war. Nun war das eben in den letzten Wochen kaum so. Könnte das in Ilenia die Angst ausgelöst haben, auch noch ihre Mama zu verlieren? Ich habe nicht den Eindruck, dass sie den Papa so schmerzlich vermissen. Natürlich fragen sie nach ihm und freuen sich unbändig, wenn er am Wochenende da ist, aber ich hatte bisher den Eindruck, dass es für sie akzeptabel sei, dass er eben viel arbeitet. Es gibt doch so einige hier, deren Männer viel auf Reisen sind, habt ihr so etwas auch schon beobachtet?

    2. Es gab EIN Erlebnis vor ca. 4 Wochen, was damit in Zusammenhang stehen könnte.

    Ilenia wollte abends nicht ins Bett und fing an zu motzen, als ich sie trotzdem zu Bett brachte. Meine Schiegermutter schürte den Konflikt noch, indem sie nochmal ins Kinderzimmer ging und Ilenia zu trösten anfing. Ilenia spielte das natürlich aus, klammerte sich schluchzend an ihre Oma. Und meine Schwiegermutter sagte ihr schlauerweise: "Dann geh mal zur Mama und sag ihr, du hörst auf zu weinen, wenn du noch wach bleiben darfst." Das tat meine Tochter natürlich auch, aber ich ließ mich darauf nicht ein. Ich hatte ihr klar gesagt, dass nun Feierabend sei, und mit Weinen erpressen lasse ich mich schon gar nicht. In diesem Moment war ich auch schon stinkig auf meine Schwiegermutter. Ich beendete die Diskussion, sagte Ilenia, sie müsse nun im Bett bleiben und fertig. Ich ging ins Wohnzimmer. Und kurz darauf kam meine Schwiegermutter mit Ilenia auf dem Arm runter, setzte das Kind auf die Couch und sagte: "So komm, du darfst noch ein bisschen mit mir Fernsehgucken." Da bin ich fast explodiert, was bei mir höchst selten vorkommt.

    Ich wollte nur noch raus, bevor es zur Eskalation kommt, sagte nur: "Wisst ihr was, macht doch was ihr wollt" und bin raus, hab die Haustüre hinter mir zugeschlagen und bin ein wenig die Straße auf und ab gelaufen um mich zu beruhigen. Als ich später wieder hereinkam, war Ilenia total aufgelöst und weinte heftig, wieso ich weggegangen wäre.

    Das tat mir leid, ich hatte das Kind nicht damit schocken oder strafen wollen. Ich war aus Wut rausgestürmt.

    Kann dieser eine Moment so etwas in Ilenia ausgelöst haben? Dass sie nun nicht einmal mehr alleine in einem Zimmer bleiben mag?

    Was mach ich nur mit ihr? Ich habe ihr ruhig immer und immer wieder erklärt, dass ich sie liebe, dass ich sie nie, nie, nie alleine lassen würde, und dass ich auch an diesem Abend nur vor der Tür war.

    Sie nickt dann immer, aber kurz darauf kommt es zur nächsten Kontrollsituation.

    Ich bin echt ratlos, wie ich ihr Vertrauen stärken soll.

    Vielleicht habt ihr ja mal Ähnliches erfahren und wisst Rat?

    LG

    Angie


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  2. #2
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    Standard ⫸ AW: Verlustängste?

    Wenn ich das mal auf Zoe beziehen darf: es sind Punkt 1 und Punkt 2 im ZUsammenspiel. Und eine echte Patentlösung gibt es da nicht. Zeit, Gelassenheit, ihr zeigen, dass man immer da ist, mehr kannst du momentan nicht tun. Ich war deswegen ja beim Psychologen, der sagte das gleiche, hat mir TIpps gegeben.

  3. #3
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    Standard ⫸ AW: Verlustängste?

    Mal abgesehen davon, dass auch schon schlicht das allein im Zimmer weinen lassen zu solchen vordergründig erst mal "unerklärlichen" Ängsten führen könnte, denke ich auch, dass der Abend als Ursache gut in Frage kommen kann. Dass sie sich von Deinen Beteuerungen nicht nachhaltig beruhigen lässt, zeigt wohl, dass das doch tiefer sitzt und über eine "normale Klammerphase" hinausgeht. Leni hat in letzter Zeit immer "Angst vor bösen Tieren". Keine Ahnung, woher sie das nun hat, KiGa nehme ich an. Wichtig ist, dass man die Ängste seiner Kinder ernst nimmt (das fällt mir extrem schwer, wenn ich schon 10 mal erklärt habe, dass es hier keine bösen Tiere gibt, nur unser Hundi, und das passt auf die Kinder auf usw.) und ich würde an Deiner Stelle halt jetzt diese Kontrolle über mich ergehen lassen und sie durch permanente Anwesenheit und mehr Aufmerksamkeit wieder Vetrauen fassen lassen. Mit Genervtsein wirst Du eher das Gegenteil erreichen, aber es würde mir auch schwer fallen, davon NICHT genervt zu sein :-/

  4. #4
    Foruminventar Avatar von Besita
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    Standard ⫸ AW: Verlustängste?

    ich hab jetzt nicht viel zeit, weil ich gleich weg muss, aber nur kurz: punkt 1 (die vielen dienstreisen), gibts bei uns auch und als HP im jänner dann noch mehr als sonst weg war, klammerte lukas auch plötzlich ganz extrem an mir. er ließ mich nicht mehr aus den augen und weinte, wenn ich wegwollte. sowas kannte ich bisher gar nicht von ihm. es legte sich dann mit der zeit ein bisschen, aber momentan haben wir auch wieder so eine phase, wo er mich nicht gehen lassen will und auch das abgeben im kiga horror ist (hats auch noch nie gegeben).
    ich denke also schon, dass da viel mit den reisen deines mannes zusammenhängt. zumindest bei uns schieb ich es darauf.
    mein mann ist einfach zu wenig regelmäßig weg, als das lukas es gewohnt wäre, aber zu oft, als dass es dem zwerg nix ausmachen würde.

  5. #5
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    Beste Kocherin der Welt Avatar von Jill
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    Standard ⫸ AW: Verlustängste?

    Ich glaube auch, dass die beiden Dinge zusammenspielen und ggrade so eine "Schocksituation" wie vor vier Wochen einen doch dann recht akuten Zustand auslösen kann. (In der Situation wäre ich wohl so richtig ausgetickt, aber prinzipiell erstmal Respekt vor dir, dass du dich einfach aus der Situation zurückgezogen hast).
    Helfen wird wohl nur Geduld befürchte auch ich..

  6. #6
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    Standard ⫸ AW: Verlustängste?

    Mein instinktiver Rat wäre, voll auf sie einzugehen und ihr jetzt besonders viel Nähe zu geben, vielleicht schon, bevor sie es einfordert. Ich kann nachvollziehen, dass du genervt bist, das wäre wohl jeder. Aber vielleicht kannst du ihr Verhalten nicht als Kontroll-, sondern als Nähebedürfnis deuten, dann hört sich das schon viel schmeichelhafter an und du kommst vielleicht besser damit klar. Deine rationalen Erklärungen versteht sie wahrscheinlich für den Moment, aber sie kommen nicht ganz innen an.

    Wir haben gerade eine andere Situation, wo es aber Parallelen gibt:
    Seit Lea da ist, spielt Anna immer wieder Baby, bzw. "Babyäffchen", das sich an den Mamaaffen dranklammert. Könnte nervig sein und ist es oft auch, aber seit ich voll auf das Spiel eingehe, macht es mir nichts mehr aus. Und Anna ist ganz entspannt mit Lea und wir haben bisher keinerlei Eifersuchtsprobleme - obs an uns liegt, weiß ich natürlich nicht. Aber ich habe bei Anna die Erfahrung gemacht, wenn sie phasenweise uns besonders einfordert, dass wir am besten fahren, wenn wir ihr genau die Nähe geben, die sie will, und zwar sozusagen im Überfluss.

  7. #7
    ForenGuru Avatar von linchen
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    Standard ⫸ AW: Verlustängste?

    Ich kann mir vorstellen das es eine Mischung aus Situation 1 und 2 ist
    Wobei bei uns momentan ja die 1 auch eingetreten ist

    Seit dem ich im Krankenhaus bis fehle ich Jonathan schon aber die Angst das sein Papa auch geht ist viel grösser.
    Das ich weg bin versteht er und findet es okay, weil es eben sein muss
    Aber vom ersten tag an mussten meine Schwiegereltern morgens nun Jonathan versorgen und jeden Morgen wenn Jonathan wach wird weint er nach seinem Papa.
    Dabei ist mein Mann nie morgens da, bisher war ich es aber eben immer und er wusste das Papa Nachmittags dann da ist
    Das urvertrauen scheint ihm aber gerade verloren gegangen zu sein

  8. #8
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    Standard ⫸ AW: Verlustängste?

    @ Linchen und Besita: Danke, eure Beispiele haben mir schon sehr geholfen zu verstehen, dass die Dienstreisen doch schon Mit-Ursache sein können.

    Zu den anderen: Auch euch danke, da hilft wohl wirklich nur aussitzen.

    @ Ellen: Ja, wahrscheinlich hast du Recht, ich kann wohl nur dagegen angehen, wenn ich mich selbst überliste und Ilenia so viel Aufmerksamkeit wie möglich gebe.

    Ich hoffe, wir kriegen das bald wieder in den Griff.

  9. #9
    Erfahrener Vielschreiber Avatar von Gerbera
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    Standard ⫸ AW: Verlustängste?

    Wäre es nicht vielleicht eine Möglichkeit so ein Babyphone oder Walkie-Talkie an Ilenia zu geben mit dem sie Dich jederzeit rufen kann wenn sie Dich braucht?
    Meine Mutter musste früher viel in einem anderen Haus renovieren. Wir hatten so ein Gerät mit Ruftaste. Das stand immer in meinem Zimmer und wenn ich was wollte, dann habe ich draufgedrückt und bei meiner Mama hat es geklingelt. Sie hat dann gleich mit der Sprechtaste gefragt was los ist und ich konnte sofort hören wo sie ist ohne dauernd hinterher zu laufen. Eigentlich geht es ja mehr um Sicherheit. Ausgenutzt zum "am Band haben" habe ich es eigentlich nie (habe ich zumindest nicht so gesehen und meine Mutter sagte mir gerade es wäre auch so gewesen).

  10. #10
    Unterhaltungskünstler
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    Standard ⫸ AW: Verlustängste?

    "Am Band" will Ilenia mich sicher auch nicht halten, sie ist noch zu klein für solche Spielchen. Es geht ganz klar um Sicherheit.

    Ich glaube nicht, dass ein Walkie Talkie eine Lösung wäre, denn sie hört mich ja auch im Haus, wenn ich ihr zurufe, dass ich da bin. Sie muss mich SEHEN.

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