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Thema: ⫸ Stillen Ja oder Nein , Eure Meinungen

17.12.2017
  1. #121
    Unterhaltungskünstler
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    Standard ⫸ AW: Stillen Ja oder Nein , Eure Meinungen

    @ Ellen: Da wir beide von unterschiedlichen Standpunkten ausgehen, verstehe ich Linchens Freundin scheinbar anders.

    Bei dir war es von Anfang an anders. Für dich war die Stillerfahrung eine ganz andere, es waren bzw. sind innige und schöne, intensive Momente. Und sicher hast du das auch so auf Anna übertragen. Das ist sicher etwas Gegenseitiges, wodurch das Stillen eben auch für sie eine besondere Rolle spielt. Meine Kinder beispielsweise haben Stillen nichts als so toll empfunden. Für Ilenia war es eher nervig, dass ich zu Hungerzeiten immer erst mit meiner ungeliebten Brust anrückte, obwohl SIE ja viel lieber die Flasche wollte. Sie hat dann gezwungenermaßen ein bisschen herumgenuckelt und nur auf die anschließende erlösende Flache gewartet. Und für Emilio waren es auch wenig innige Momente, weil er noch eine große Schwester hatte, die sich nicht damit abfinden wollte, dass dauernd das Kleine nur an Mamas Brust hängt und somit Mama in Beschlag nimmt. Und so sah Emilios Stillalltag so aus, dass ich irgendwie herumlief und mich um Ilenia kümmern musste, während Emilio so ganz nebenbei an einer Brust baumelte. Da war auch nicht viel Raum für Geborgenheit. Ich merke aber, dass meine Kinder nicht auf diese Momente des Trostes und der Ruhe verzichtet haben, sie haben sie nur woanders gesucht. Sie waren beide immer viel in meinen Armen, haben oft bei mir geschlafen, nur war das eben nie an die Brust gekoppelt. (Und so ist es heute noch.)

    Das was Linchens Freundin als Argumente angibt, konnte ich im ersten Moment sehr gut nachempfinden, weil es sehr viel mit meiner subjektiven Erfahrung zu tun hatte.

    Mein vorangestelltes Szenario war die Geburt meiner Nichte ein Jahr vor Ilenia. Meine Schwägerin hat anfangs auch mit dem Stillen gekämpft. Später klappte es dann reibungslos, und sie hat 9 Monate stolz durchgestillt. Sie würde es wohl immer wieder so machen, hat das Stillen auch als sehr erfüllend empfunden. Für mich als Außenstehende hat sich aber das Anfangsszenario eingeprägt: ein schwer zu sättigendes Kind, gestresste Eltern, der Stillstress, Dauerbesuche der Hebamme, Heulkrämpfe und Übermüdung meiner Schwägerin und dazu ein ständig schreiendes Baby.

    Nach unserem Start sind wir mit Ilenia ja wie oben beschrieben sehr schnell zu Flaschennahrung übergegangen. Und siehe da, mein Kind war immer völlig satt, von Anfang an, hat stundenlang geschlafen, war ein glückliches und zufriedenes Baby, wurde auch nachts nur 1-2 mal wach und schlief dann mit 8 Wochen endgültig durch. Schreien, nächtliches Stillen im 2-Stunden-Rhythmus etc. kannte ich nicht. Kann natürlich sein, dass das gar nicht allein an der Flaschennahrung lag, aber so war eben meine persönliche subjektive Wahrnehmung.

    Und bei Emilio war es dann auch so, dass sich der Stillalltag wieder wesentlich schwieriger gestaltete, Emilio schwer satt zu kriegen war und ich Ilenia vernachlässigen musste, weil ich ihren Bruder voll und ständig stillte. Ich konnte Ilenia kaum gerecht werden, weil Emilio nicht zu einem Stillrhythmus fand. Und so war das damals für uns eine Entscheidung gegen das Stillen, aber FÜR Ilenia. Und siehe da, auch in diesem Fall war der Einsatz der Flaschennahrung eine Zentnerlast, die mir von den Schultern genommen wurde. Emilio war plötzlich viel satter und zufriedener, schlief dann auch nach wenigen Wochen durch, und ich hatte mehr Zeit für Ilenia, war selbst auch wieder entspannter und als Mama wieder richtig präsent für BEIDE Kinder.

    Wie gesagt, es kann scheinbar auch ganz anders sein, aber für mich war das eben so. Ich verbinde das Flaschenfüttern eben auch mit Entspanntheit und Rhythmus. Deshalb waren die Argumente von Linchens Freundin für mich sofort nachvollziehbar. Ich habe es nicht als Akt der Bequemlichkeit verstanden. Das heißt nicht, dass ich mir keine Mühe gebe oder die Kinder MEINEM Rhythmus anpassen will. Es geht darum, dass ich gemerkt habe, dass meine Kinder durch diese Zufriedenheit und Sättigung ihren eigenen Rhythmus besser gefunden haben und wir als Familie insgesamt besser harmonierten. Vielleicht sollte Linchens Freundin auch so verstanden werden, vielleicht hat sie ja gar nicht gemeint, dass sie das Kind ihrem Rhythmus anpassen will. Was auch gar nicht ginge, ein Baby trinkt, wenn es Hunger hat, nicht, wenn man ihm die Flasche hinhält.

    Ich denke, es geht gar nicht um Egoismus. In meinem Fall war es das ganz sicher nicht, denn in vielen Dingen (rein organisatorische) hat man es mit der Flaschenfütterung auch schwerer. Von den Kosten nicht zu reden.

    Ich habe eine Freundin, die hat sich von Anfang an gegen das Stillen entschieden, weil sie ihren Körper nicht länger teilen wollte (da hat ihr die Schwangerschaft schon gereicht). Sie wollte sich körperlich nicht von dem Kind abhängig machen bzw es von ihr. Sie wollte sich ihre Brüste nicht schlapp lutschen lassen und meinte, mit Flaschennahrung habe sie mehr Freiheiten und könne eben auch so direkt nach dem Mutterschutz wieder arbeiten gehen. Das Baby war vier Wochen alt, da hat sie es bereits für eine Woche bei ihren Schwiegereltern gelassen und ist mit ihrem Mann in Urlaub gefahren.

    Ich gebe zu, DA tue ich mich sehr viel schwerer, diese Argumentation nachzuvollziehen bzw. ich KANN es nicht nachvollziehen.


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  2. #122
    Profi Avatar von Rapunzel
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    Standard ⫸ AW: Stillen Ja oder Nein , Eure Meinungen

    Danke Angie!

    Du hast es mal wieder auf den Punkt gebracht und ich kann dich in allen Punkten 100 % verstehen.

    Liebe Grüße
    Rapunzel

  3. #123
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    Standard ⫸ AW: Stillen Ja oder Nein , Eure Meinungen

    @Angie: Das war interessant zu lesen und gibt zumindest mir zu denken. Was du über die Erfahrungen mit Ilenia und Emilio schreibst, klingt nachvollziehbar. Was die subjektiven Erfahrungen angeht, hast du absolut recht. Man kann die Aussagen von Linchens Freundin wirklich anders sehen.

    Ich denke zwar so ein bisschen, dass dir eine gute Stillberaterin den Start sicher ganz anders gestaltet hätte bzw. du mit ihrer Hilfe auch nach ein paar Tagen Flasche noch zum Vollstillen gefunden hättest. Aber so wie du es beschreibst, vermissen weder du noch deine Kinder etwas. Und dann ist es ja gut. Ich habe im KH auch keine wirkliche Hilfe beim Stillen bekommen, wenn auch meine Erfahrungen nicht ganz so krass waren wie deine. Und auch die Hebamme war dann zuhause keine große Hilfe, denn auch sie hatte (wie wohl sehr viele Hebammen) keine Spezialkenntnisse, was das Stillen angeht. Obwohl ich vorher einiges übers Stillen gelesen hatte, habe ich mich damals zum Beispiel mit dem Stillhütchen überrumpeln lassen. Das war sicher auch ein Fehler des KH-Personals, aber ich rechne das eigentlich nur mir und meiner mangelnden Information an. Und deshalb habe ich, wenn ich Flaschenmütter sehe, vielleicht auch oft im Kopf "schade, dass sie schlecht informiert war und sich nicht die richtige Hilfe geholt hat". Ich persönlich glaube, dass sich die meisten Anfangsprobleme (gerade wunde Brustwarzen oder "die Milch reichte nicht") mit etwas Ausdauer und wirklich kompetenter Hilfe lösen ließen.

    Das ist es wahrscheinlich, was ich den meisten "unfreiwilligen" Flaschenmüttern insgeheim vorwerfe: Dass sie ihre Stillprobleme auf körperliche Ursachen und/oder schlechte Beratung im KH schieben, statt entweder zu sagen "ich habe mich nicht ausreichend informiert" oder "mir war das Stillen nicht soooo wichtig, dass ich dafür einen längeren Kampf in Kauf genommen hätte". Beides finde ich nämlich irgendwie verständlich.

  4. #124
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    Standard ⫸ AW: Stillen Ja oder Nein , Eure Meinungen

    Da hast du absolut Recht, dass dies bei mir mit Sicherheit auch anders hätte laufen können unter anderer Bedingung.

    Es gab viele Aspekte, von denen ich heute denke, dass ich es damals falsch angefangen habe. Aber das weiß ich eben heute. Damals war die Situation eben eine andere. Aus der damaligen Situation heraus war für mich persönlich nicht mehr viel zu retten, es war ein schlechter Start, und ich habe eben eine andere für mich in dieser speziellen Situation bessere Lösung gefunden, mit der ich glücklicher war.

    Trotzdem bin ich immer noch willig, es zu versuchen. Ich habe aus beiden Anfangszeiten dazu gelernt, und ich gehe jetzt bei dem dritten Kind völlig unbelastet an die Sache ran und gehe einfach erst einmal davon aus, dass ich stillen werde. Ich habe mir eine Hebamme und Stillberaterin hier im Dorf gesucht, ich möchte mit ihr auch noch während der Schwangerschaft über meine bisherigen Erfahrungen und darüber, was nicht lief, sprechen und überlegen, wie ich dieses Mal einen anderen Start hinlegen kann. Ich bin auch informierter als damals, bei meiner ersten Schwangerschaft habe ich mich selbst nicht informiert, sondern mich auf Schwestern und Hebamme verlassen. Ich fange wieder bei 0 an und gebe meinem Körper noch eine dritte Chance.

    Aber ich weiß jetzt schon, dass ich nicht bereit bin, mich zu quälen, sondern die Flasche eine für mich akzeptable Lösung darstellt, sollte ich es wieder "vermasseln".

  5. #125
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    Standard ⫸ AW: Stillen Ja oder Nein , Eure Meinungen

    Klingt vernünftig. Stimmt, du bist ja wieder schwanger und kannst neu ausprobieren. *stilldemenz*

  6. #126
    Experte Avatar von Sonnenschnuckel
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    Standard ⫸ AW: Stillen Ja oder Nein , Eure Meinungen

    Für mich klingt das nach seltsamer Praxis den Kindern nichts zu geben. Gut war früher ja auch Usus, muss meiner Meinung aber nicht sein.

    Wobei Babies in den ersten Tagen doch eher wenig zu sich nehmen und Kolostrum das einen sehr hohen Nährgehalt hat nicht mengenmäßig mit Premilch gleichgestellt werden kann.

  7. #127
    Forumsüchtig Avatar von BIBA
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    Standard ⫸ AW: Stillen Ja oder Nein , Eure Meinungen

    Zitat Zitat von Sonnenschnuckel Beitrag anzeigen
    Für mich klingt das nach seltsamer Praxis den Kindern nichts zu geben. Gut war früher ja auch Usus, muss meiner Meinung aber nicht sein.

    Wobei Babies in den ersten Tagen doch eher wenig zu sich nehmen und Kolostrum das einen sehr hohen Nährgehalt hat nicht mengenmäßig mit Premilch gleichgestellt werden kann.
    Bei der Geburt von H haben sie nichts zugefüttert, mir wurde nicht geholfen - dafür hab ich nen Anschiss von der KiÄ bekommen, wie ich denn mein Kind verhungern lassen könnte, das sie zu viel abgenommen hat!

  8. #128
    Unterhaltungskünstler Avatar von Nuni
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    Standard ⫸ AW: Stillen Ja oder Nein , Eure Meinungen

    Zitat Zitat von Ellen Beitrag anzeigen
    Bei Anna merke ich das ganz deutlich. Sie will an die Brust, um sich Trost oder einfach Erholung zu holen, um abzuschalten, um Nähe zu haben. Mittlerweile stehen diese Bedürfnisse bei den meisten Still"mahlzeiten" im Vordergrund, habe ich das Gefühl.
    LG Ellen
    Ellen, diesen Trost oder die Erholung holen sich Flaschenkinder auch auf Mamas Arm, nah an Mamas Brust gekuschelt. Nur eben ohne Brust im Mund, d. h. ohne stillen.

    @Jill: Es gibt tatsächlich Mütter, die einem direkt ins Gesicht sagen, dass man keine gescheite Mutter-Kind-Beziehung aufbauen kann, wenn man nicht stillt. Und das gehört noch zu den netteren Dingen. Nach sechs Jahren in diversen Babykursen, mit gestilltem und ungestilltem Kind habe ich schon ziemlich viel erlebt.

    Übrigens habe ich die Erfahrung gemacht, dass es besser klappt, wenn man sich vom Krankenhauspersonal fernhält. So Sachen wie Pfefferminztee während frau auf den Milcheinschuss wartet sind hier leider auch keine Seltenheit.

  9. #129
    Experte Avatar von Sonnenschnuckel
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    Standard ⫸ AW: Stillen Ja oder Nein , Eure Meinungen

    Ist zwar leicht OT aber ich finde das schon sehr befremdlich. Ich hab ja eh was gegen KH und bin der Überzeugung die meisten Schwestern verschlimmbessern was am Stillen rum, aber das es echt so schlimm ist, hab ich nicht gedacht.

  10. #130
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    Standard ⫸ AW: Stillen Ja oder Nein , Eure Meinungen

    Zitat Zitat von Sabine Beitrag anzeigen
    Bei der Geburt von H haben sie nichts zugefüttert, mir wurde nicht geholfen - dafür hab ich nen Anschiss von der KiÄ bekommen, wie ich denn mein Kind verhungern lassen könnte, das sie zu viel abgenommen hat!
    Das ist wieder eine andere Sache, was Kinderärzte sagen. Die Kinderärzte, die ich kennengelernt habe (gut, es waren nicht so viele, aber immerhin 5 verschiedene), haben alle abgwunken und gemeint, das Stillen sei überbewertet und die heutige Ersatznahrung so hochentwickelt, dass das keinen nennenswerten Unterschied ausmache. Die sind da nicht so konform mit der Meinung der Hebammen.

    Bei meiner besagten Schwägerin war es auch so, dass die Hebamme sie ermuntert hatte, das durchzuziehen, nicht zuzufüttern, das Kind statt dessen immer wieder anzulegen, abzupumpen und einfach ein paar Tage durchzuhalten (unterstützt durch homöopathische Mittel). Als dann meine Schwägerin zur U3 beim Kinderarzt war, hat der sie auch richtig angeschissen, da das Kind viel zu viel abgenommen hatte. Er hat ihr an den Kopf geschmissen: "Was sind Sie für eine Mutter, dass sie ihr Kind halb verhungern lassen?"

    Meine Schwägerin war fix und fertig und hat Rotz und Wasser geheult.

    Zwischen so vielen Aussagen von Arzt, Hebammen, Internet-Foren und Ratgebern ist es manchmal schwer, den richtigen Weg zu finden.

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