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Thema: ⫸ Stig ist angekommen

18.12.2017
  1. #1
    Junior Mitglied Avatar von padangbai
    Ort
    Bochum
    Alter
    41
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    Standard ⫸ Stig ist angekommen

    Hallo zusammen, wie angekündigt kommt hier der Geburtsbericht einer erst schönen und dann blöden Geburt.

    Alles fing mit dem Abgang des Schleimpfropfes oder wie das Ding heißt um 17 Uhr an. Da hab ich mir schon gedacht: holla, ein eideutiges Zeichen und mich wahnsinnig gefreut. Denn Der 17.Mai war auch das datum, das ich mir gewünscht hatte, das mein Mann prophezeite (warum auch immer..... ) und von dem mehrere Horoskpe behaupteten, es würde eine Wende in unserem Leben geben. Okay, das paßte alles wunderbar!
    Um 20 Uhr bekam ich leichte Wehen, das kannte ich ja auch schon aus der ganzen Schwangerschaft, aber diesmal wars anders, irgendwie intensiver nach unten. Wir haben den Hund vorsichtshalber schon mal in die Pension gebracht, damit wir uns darum nicht mehr sorgen müssen. Dann bin ich noch duschen gegangen und habe mit meiner hebamme telefoniert, die mir dann auch bestätigte, dass man mit Wehen im 5 Minutenabstand schon mal in die Kinik fahren könne. Das haben wir auch gemacht, in 30 Minuten waren wir am anthroposophischen Krankenhaus in Herdecke. Zuerst begfrüßte uns ein echter Besen von Hebamme, die aber sehr schnell merkte, dass ich auf ihre burschikose Art nicht klar kam und ihre Kollegin bat, mit ihr zu tauschen, ich war über ihre Ehrlichkeit sehr froh, denn wir merkten gleich, dass weder sie noch ich die Zusammenarbeit wollten. Also bekam ich Jutta, eine nette, sehr mütterliche und zurückhaltende Frau. Sie schloß uns ans CTG, wo die herztöne sehr schön zu hören waren - der Muttermund war schon 5 cm auf, die Wehen kamen regelmäßig und gut. Bei jeder Wehe habe ich mich mit den Armen um Christophs Hals gehängt und ganz schwer gemacht und mir immer wieder meinen geübten Singsang:"ich werde ganz weich und weit, gleich kommt mein Baby und nichts steht ihm im Weg" innerlich vor mir aufgesagt. ich kann jedem nur dazu raten! Ich denke mittlerweile, die innere Einstellung und die Tatsache, dass ich keine Angst hatte, hat die Geburt wirklich positiv beeinflußt. Mittlerweile muß es so ca. 23 uhr gewesen sein (wir sind um 22 uhr angekommen) und wir haben noch das Gepäck aus dem Auto geholt. Im Kreißsaal war es schön gemütlich wie wir es uns vorgestellt hatten und so veratmete ich bis ca. 3 Uhr eine Wehe nach der anderen. Dazwischen hatte ich immer schön Luft und wir konnten uns absprechen. Die Wehen waren dann schon heftig, aus einem ahhhhh wurde schon ein neeee und ich durfte in die Badewanne. Der Muttermund war ganz geöffnet, als die erste Presswehe mich wahnsinnig überraschte. mit so einer urgewalt hatte ich nicht gerechnet... ich konnte mich aber schnell darauf einlassen und habe mir die größte mühe gegeben. doch trotz aller anstrengung, die mittlerweile schon über eine stunde dauerte, konnte Stig immer nur das Köpfchen sichtbar machen, wurde dann aber immer wieder zurückgezogen. Die herztöne wurden immer schlechter und so mußte ich unter presswehenaus der badewanne auf das riesige geburtsbett. das habe ich dann schon als richtig schlimm empfunden, vor allem aber, weil die geburt bis dahin so schön war und ich eine echte enttäuschung empfunden habe, dass dasende jetzt nicht so paßt, wie ich es mir gewünscht hätte. Nach 3 weiteren presswehen wurden die herztöne immer schlechter und plötzlich stand eine menge an ärzten um mich herum.... wie ätzend! das licht mußte angemacht werden und meine hebamme "nötigte" mich dazu, die presswehen zu veratmen (autsch!). sie war so lieb und erklärte mir, dass ich mit meinen schmerzen jetzt leider nicht mehr so wichtig wäre, mein baby jetzt aber sofort geboren werden müsse. ob ich nochmal alles geben könnte? ja aber hallo! die ärzte mußten die saugglocke ansetzen (nochmals autsch!) und ich gab alles an kraft! mit einem rutsch landete der kleine stig in den armen der hebamme und auf meinem bauch um 4:30 uhr. er war blitzblau und die nabelschnur 2 mal um den hals gewickelt. deshalb war es auch unmöglich, ihn aus eigener kraft zu gebären, weil die zu kurze nabelschnur ihn immer wieder zurückgezogen hat.
    leider hatte ich durch die operation saugglocke viele risse und schnitte 3. grades, so dass noch eine 2stündige näherei auf mich wartete. und hallo, das tat richtig weh. die ärzte haben bestimmt 8mal nachgespritzt, weil ich immer alles spürte - das war echt das schlimmste an der ganzen geburt...

    ansonsten habe ich die geburt wirklich als eine zwar anstrengende, aber laaaaange nicht so schmerzhafte prozedur empfunden (wie zum beispiel zähne ziehen, zitter!). nachdem ich zu dem bündel auf meinem bauch "da bist du ja endlich, mein kleines baby" gesagt habe, kam direkt hinterher "und davor haben jetzt alle angst?". ich kann mich daran nicht mehr erinnern, christoph hats mir erzählt...

    christoph hatte das kind die ganze zeit auf dem arm neben mir während ich genäht wurde und er weinte so süß. jedenfalls war nach 2 minuten klar, dass das da das süßeste und tollste baby der weltgeschichte ist!!! von der anstrengung zitterte ich übrigens am ganzen körper - gings euch auch so? ich habe allerdings auch wahnsinnig viel blut verloren, so dass ich 2 tage lang nicht aufstehen konnte, weil ich immer ohnmächtig wurde - so was blödes!
    um 8 uhr lagen wir endlich in unserem familienzimmer und bestaunten unser kind. es sah so schön aus!!!! aber irgendwie kam es uns schon da schwächlich und extrem zittrig vor, besonders der unterkiefer zitterte ständig. wenige stunden später lag unser neues wunder auf der kinderintensiv und wir hatten einen riesenschock! ich durfte mit bett auf die kinderstation gefahren werden und schaute auf unseren kleinen wurm, der laut kinderärzten total unterzuckert sei.sie sagten aber auch, dass das schon mal vorkommt und in 2-3 tagen vorbei wäre. einfach eine anpassungsschwierigkeit...
    aus den 2 tagen sollten 2-3 wochen werden, die ich aber lieber nicht so genau beschreiben möchte. jedenfalls hat unser baby einen schrecklichen start hinter sich mit spritzen, infusionen, monitoren und vielen tränen der mama im gesicht. ich habe mir im leben nicht vorstellen können, dass man irgendjemanden auf der welt so lieb haben könnte wie sein kind. diese dimension von liebe kann man einfach nicht empfinden, wenn man kein eigenes kind hat.... mein herz war jedenfalls 16 tage übervoll von liebe und sorge und ich bin heilfroh, dass wir dann nach hause durften und unser leben hier so langsam anfängt spaß zu machen.
    stig ist jetzt ein ganz normaler, kleiner junge, der gerne nackig auf dem balkon strampelt .

    wer noch fragen hat oder beruhigende worte bei ängsten aller art braucht, ich habe jetzt seit der kinderstation übung darin!
    und ich danke gott, dass ich tatsächlich seit der 30. woche konsequent gelegen habe und damit verhindert, dass mein kind eines dieser frühchen auf der station sein muß...

    lg,
    danni


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  2. #2
    sabrini
    Gast

    Standard

    Hallo Danni,

    der Bericht ist sehr schön geschrieben,auch ich denke wenn man ganz ruhig an die Geburt ran geht kann es nicht so schlimm werden. Bei deinem Satz :dass man irgendjemanden auf der welt so lieb haben könnte wie sein kind. diese dimension von liebe kann man einfach nicht empfinden, wenn man kein eigenes kind hat....

    Kommen bei mir die Tränen und es stimmt es ist so groß das kann man sich nicht vorstellen.

    Alles liebe euch drei oder vier ( Hundi ist ja auch dabei)

    Sabrini

  3. #3
    Cosima
    Gast

    Standard

    Ein sehr schöner Bericht!!!! *schnief*

    Wohin kann ich die Rechnung über die vielen Taschentücher schicken?!? :laugh:

    Ich hoffe, Du bist auch mit dem 18. Mai als Geburtstag zufrieden... Annikas ET. Sie kam ja auch einen Tag später...

    LG von Cosima und Annika

  4. #4
    Unterhaltungskünstler Avatar von rocca
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    Standard

    Oh wow...ich sitze hier und heule.
    Der Bericht ist echt toll und rührend geschrieben.

    Ich hoffe und wünsche, dass ich diese Art von Liebe auch bald erfahren werde....

  5. #5
    Unterhaltungskünstler Avatar von Mella-h
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    Standard ⫸ Re: Stig ist angekommen

    Zitat Zitat von padangbai
    ich habe mir im leben nicht vorstellen können, dass man irgendjemanden auf der welt so lieb haben könnte wie sein kind.
    lg,
    danni
    Das ist so schön geschrieben.

    Leider muß ich zur Zeit mit erleben wie eine Mutter ihrer Tochter das Leben zur Hölle macht. Da ist so schrecklich und unfassbar was da abgeht!

  6. #6
    ich
    ich ist offline
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    Das ist wirklich wunderschön geschrieben. ich wünsche Euch alles erdenklich Gute und das das "Doofe" der Geburt bald in den Hintergrung tritt!

    Ist Zähne ziehen wirklich schlimmer?

    LG Nadine, die doch etwas Angst vor der Geburt hat, da einem ja keiner sagen kann wie es wirklich sein wird!

  7. #7
    Koryphäe
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    schneuff



    lg conny

  8. #8
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    Du hast den Bericht richtig schön geschrieben.

    Schön, dass es Stig jetzt besser geht und er die schlimmen ersten Tagen gut überstanden hat.

    Tanja

  9. #9
    Erfahrener Vielschreiber Avatar von Marina
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    Schöner Bericht!

    Und genau diese lockere Art bei den Eröffnungswehen muss man wirklich haben. Ich war ja damals so locker, dass mein Muttermund innerhalb von 1,5 Stunden von 3-4 cm auf 10 cm offen war... *lach*

    Dass Stig dann nicht ganz so einfachen Start hatte, tut mir leid. Und ich weiß genau, wie du dich gefühlt hast, als du ihn so verkabelt gesehen hast (musste ich wegen Neugeborenengelbsucht auch "durchleben"...).

    Wünsche euch nun alles gute!

    LG, Marina

  10. #10
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    Ein schöner Bericht, auch wenn das Ende nicht so toll ist. Aber schön das es Euch allen gut geht und Ihr nun die Zeit daheim genießen könnt.

    Gruß
    Janine

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