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Thema: ⫸ Nächste Baustelle: Anton ist "kindergartenmüde"...???

11.12.2017
  1. #1
    Unterhaltungskünstler Avatar von Linea
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    Standard ⫸ Nächste Baustelle: Anton ist "kindergartenmüde"...???

    Ich brauche bitte mal Euren Rat:
    Anton ist 5 Jahre und 7 Monate alt. Er geht in ein Montessori-Kinderhaus, welches immer noch im Aufbau befindlich ist. Unser Sohn hatte inkl. Krippenzeit dort in der Kita rund 25 Erzieher und davon 9 Hauptbezugskräfte. Das Haus war leider lange Zeit von sehr viel Veränderungen und Personalwechsel geprägt. Zudem ist das "Haus" immer noch in Containern und hat wenig Platz.

    Anton ist seit Wochen extrem gelangweilt und hat überhaupt keine Lust mehr, dorthin zu gehen. Er verweigert sich fast jeden Morgen und fällt in der Kita häufig durch Quatschmachen und Grenzverletzungen auf. Es gibt wenig Ausflüge, keine Schulkooperationen und nur ein Mal in der Woche eine Vorschulgruppe von 1 Stunde. In seiner Gruppe sind nur 20 Kinder, davon 7 Vorschulkinder.

    Da morgen früh ein Elterngespräch stattfindet, habe ich Anton vorhin noch mal gefragt, warum er nicht gerne ins Kinderhaus gehen mag:

    1. Weil er sich dort total langweilt und er gerne jeden Tag etwas für die Schule lernen möchte. Er will einen Schrank, welches nur Materialien für die Vorschulkinder enthält.
    2. Weil er sich aus Langeweile zu viel Quatsch einfallen lässt und damit die anderen Kinder nervt. Er fühlt sich auch oft durch die kleineren Kinder genervt.

    Ich muss dazu sagen, dass er unglaublich viel durchschaut und hinterfragt. Die Erzieher haben schon mal gesagt, dass er den restlichen Vorschulkindern sehr voraus ist und sie tlw. dann auch gegeneinander ausspielt bzw. manipuliert. Sein Wissensdurst ist enorm, er schreibt und schreibt und will neuerdings auch unbedingt lesen lernen.

    Was meint Ihr - auf was soll ich morgen im Gespräch hinweisen?

    Habt Ihr Ideen oder Vorschläge, wie wir die letzten 8 Monate bis zur Einschulung so überbrücken können, dass es allen Beteiligten damit gut geht?

    LG
    Linea


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  2. #2
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    Standard ⫸ AW: Nächste Baustelle: Anton ist "kindergartenmüde"...???

    Uff, das liest sich wirklich nach "chronisch unterfordert".
    Wenn er jetzt schon schreibt und nun auch lesen will (wenn er es nicht beigebracht bekommt, wird er es sich wahrscheinlich selbst beibringen) kann das wirklich in der 1. Klasse Probleme bringen, bzw. es müsste für ihn eine sehr gute Lehrerin geben. Dann geht die Langeweile sonst in der Schule weiter. Ich habe es selbst schon 2 mal bei meinen Söhnen mitmachen müssen.
    Wird es eine normale Grundschule werden? Oder habt ihr eine Schule mit dem Profil für Forderung von Kindern mit Entwicklungsvorsprüngen?

    Bei dir sollte sich jetzt eher der Kindergarten in die Spur begeben, Anton gerecht zu fördern und zu fordern. Es muss doch möglich sein, die Vorschüler einmal am Tag zusammen ein Lernspiel o.ä. zur Verfügung zu stellen. Da sollten eigentlich nicht die Eltern mit Ideen kommen. Die Erzieher müssten da ja mehr Profi sein

    Hast du die Möglichkeit, ihn ein Instrument lernen zu lassen? Oder eine Fremdsprache? Einfach etwas, was seinen Wissensdurst vorübergehend stillen könnte?

  3. #3
    Unterhaltungskünstler Avatar von Linea
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    Standard ⫸ AW: Nächste Baustelle: Anton ist "kindergartenmüde"...???

    Na ja die Kita ist sehr mit sich und ihrem Strukturenaufbau beschäftigt. Da gibt es wenig Zeit für konzeptionelle Veränderungen. Mal als Beispiel:

    Das Weihnachtsmärchen (!) der Vorschulkinder war so krass... die Erzieherin hat 10 Min. lang eine Geschichte vorgelesen und die 7 Kinder saßen vorne und haben manchmal ein Geräusch oder eine Bewegung dazu gemacht. Das wars! Das hätten ja schon die frischen 3jährigen Kinder geschafft... Anton hat sich soooo gelangweilt.

    Musikinstrument erlernen ist eine gute Idee! Das könnte ihn wirklich sehr ansprechen. Mal überlegen...

    Klar, es ist blöd für die Grundschule, wenn die Kinder schon lesen oder schreiben können. Andererseits ist jetzt gerade dieses Lernfester geöffnet. Wer weiß, was dran ist, wenn er in die Schule kommt? Vielleicht gerade etwas ganz anderes?

  4. #4
    Vielschreiber
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    Standard ⫸ AW: Nächste Baustelle: Anton ist "kindergartenmüde"...???

    ...es ist weniger blöd für die Grundschule als für das Kind, was die Dinge schon kann, die anderen dann mühsam beigebracht werden!
    Vielleicht schaffst du es ja, sein Interesse zu lenken, eben z.B. auf das Instrument.
    :-) Bei uns jedenfalls hielt absolut nichts die Jungs davon ab, lesen und schreiben zu lernen!
    Mein Großer hat dann eine Klasse übersprungen, weil er sich vom ersten Tag in der Grundschule gelangweilt hat. Aber das ist ein andres Thema.
    Bei der Einschulung meines Mittleren ist letzten AUgust ein Mädchen gleich vom 1. Schultag an in die 2. Klasse gegangen, weil sie eben auch schon lesen/schreiben/rechnen konnte und das auf hohem Niveau.
    Und dann gibt es bei uns noch das Drehtürmodell. Das Kind kann bei Unterforderung einzelne Fächer in der nächsthöheren Klasse besuchen. Das bezieht übrigens auch den Kindergarten mit ein. Besagtes Mädchen ist in ihrem letzten Kindergartenhalbjahr schon einmal wöchentlich in die erste Klasse gekommen und hat mit ihren baldigen Mitschülern gemeinsam gelernt. Find ich super!

    Dein letzter Post ist ja wirklich erschreckend bzgl. Förderung der Kinder. Wie schade, dass so kostbare Zeit für den Aufbau draufgeht und nicht den Kindern zugute kommt. Kannst du ihn evtl direkt in eine Vorschule geben? Das gibt es hier von einer Grundschule aus. Da kommen aus einigen Kindergärten die Vorschüler an einem festen Tag pro Woche hin und werden da vorschulmäßig beschäftigt.

    Bin ja gespannt, was du berichtest.

  5. #5
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    Alles wird gut... Avatar von claudi181
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    Standard ⫸ AW: Nächste Baustelle: Anton ist "kindergartenmüde"...???

    Der Kindergarten hat bei unserem gross recht schnell kooperiert und nach einem Besuch beim SPZ und den Infos ueber seinen Entwicklungsstand konnte man auch besser reagieren. Bei uns fing das ja schon mit 3 1/2 Jahren an und entsprechend frueh hat man dort reagiert. Auffaellig war mein Sohn nie, man wusste nur nicht, wie man mit ihm umgehen sollte. Bremsen oder mitmachen lassen. Bei manchen Aktivitaeten der Vorschulkinder hat man dann einfach geschaut, dass er abgelenkt war, weil er gerne alles vorsagte. Und an anderen Tagen hat man ihn machen lassen. Wenn er schreiben, statt malen wollte, hat man ihn machen lassen.
    Als er Vorschulkind wurde, konnte er dann richtig mitmachen und war eigentlich nicht wirlich gelangweilt. Er fand es toll, dass es so problemlos bei ihm ging. Die einzige Sorge, die wir alle hatten, war der Schulbesuch. Keine Ahnung, wie das in der Grundschule bei uns im Ort gelaufen waere. Er ist ja vor der Einschulung weggezogen. Hier drueben gibt es fuer solche Kinder entsprechende Klassen. ER ueberspringt zwar keine Klasse, ist aber mit Kindern zusammen, die den selben Entwicklungsstand entsprechen. Die Aufgaben sind anders und etwas schwerer und zum Teil wird dann auch schon mit Dingen angefangen, die erst im naechsten Schuljahr drankommen. Daran sieht der Lehrer dann auch weitere Faehigkeiten. Sollte ein Kind dann wirlich sehr weit sein, schaut man, ob es Unterricht in der naechsthoeheren Stufe mitmachen kann. Das sind dann nicht alle Klassen, sondern Mathe beispielsweise oder Englisch. Je nachdem, wo die Staerken liegen. Finde ich absolut in Ordnung. Er ist nicht ueberfordert und langweilt sich auch nicht.

    Amy ist 5 1/2 und liest mittlerweile fast fliessend und schreibt auch schon kleinere Geschichten. Die bekommen das hier schon frueh beigebracht, selbst im Pre-K (Vorkindergarten, der mit vier Jahren beginnt) beginnt man schon mit den ersten Uebungen fuer die "richtige" Schule. Ich finde also Anton's Verhalten recht normal fuer sein Alter. Problematisch waere es ja, wenn er gar kein Intresse zeigte und deshalb Quatsch macht.

    Schwer etwas zu raten. Bei unserem hat eine Mischung aus Ablenkung und Mitmachen super funktioniert. Die Erzieherinnen haben sich da auch nicht quer gestellt (uebrigens auch eine Montessori-Einrichtung). Aber dazu mussten sie auch erst wissen, wo sie anfangen sollten. Wie gesagt, das SPZ hat uns allen da weiter geholfen und auch Tipps fuer den richtigen Umgang gegeben.

  6. #6
    Erfahrener Vielschreiber Avatar von Gerbera
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    Standard ⫸ AW: Nächste Baustelle: Anton ist "kindergartenmüde"...???

    Ich wiederhole mich, ich weiß, aber das Kinderhaus ist fürchterlich!
    Genau das sollte gerade bei einer Montessorieinrichtung gar nicht passieren, dass Kinder unterfordert und gelangweilt sind!
    Mit welchen Materialien hat Anton denn schon gerarbeitet? Viele Materialien bereiten ja den Schriftspracherwerb bereits vor und sind sehr wichtig und somit durchaus Vorschulmaterial, wenn man so will.

    Kennt er Lesedosen, bewegliches Alphabet, Sandpapierbuchstaben, Einsatzzylinder etc.? Hat er schon mal etwas mit dem goldenen Perlenmaterial gemacht?

  7. #7
    Unterhaltungskünstler Avatar von Linea
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    Standard ⫸ AW: Nächste Baustelle: Anton ist "kindergartenmüde"...???

    Danke für Eure Rückmeldungen! Inzwischen hatten wir das Elterngespräch und außerdem die Schuleingangsuntersuchung.

    Das Elterngespräch war sehr lang, interessant und anstrengend. Sie sehen in Anton ein Kind mit wenig Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen. Er ist manchmal recht verunsichert und ängstlich und dann wieder aggressiv und wild. Natürlich hat er auch viele Stärken und zeigt auch tolle positive Seiten. Er ist tatsächlich auch aus ihrer Sicht hoch intelligent und hat einen enormen Wissensvorsprung, riesigen Wortschatz, Reflektionsfähigkeit usw.

    Es stellte sich heraus, dass es wohl viele Angebote gibt, die für die Vorschulkinder sehr geeiget sind (ja Gerbera, das gibt es alles) - ABER er nutzt es nicht von sich aus. Montessoriprinzip ist ja, dass alles angeboten wird, aber das Kind ganz alleine ohne Einfluß entscheidet, was es tun will. Sprich er macht die Sachen nicht.

    Folgende Absprachen wurden getroffen:

    1. Anton werden die Dinge klar angeboten, konkretere Aufforderungen
    2. Es soll ein interessantes größeres Projekt für Anton angeschoben werden, welches ihn herausfordert und motiviert
    3. Anton wird nicht in die Montessori-Schule gehen, weil er mehr klare Strukturen mit festen Abläufen braucht, als es die Montessorischuile bieten würde (das war ja eh schon klar für uns, weil wir durch sind mit dem Verein)

    Ansonsten noch so Dinge wie, dass wir die Kinder regelmässig zu einer bestimmten Zeit bringen und dass es ein immer gleiches Abschiedsritual gibt, weil die Kinder bei meinem Mann öfter mal sehr unruhig sind, wenn er geht.

    Wichtig für mich war die Erkenntnis, dass er intellektuell total weit ist und dass das im Kinderhaus wirklich auch gesehen wird. Gleichzeitig steht er sich damit manchmal sehr im Wege und es ist gut, dass letzte halbe Jahr vor allem dafür zu nutzen, die sozialen Kompetenzen zu trainieren.

    @Gerbera: Marie ist ja bereits im anderen Kindergarten angemeldet. Mal sehen, ob es war wird. Aber offenbar geht es ihr im Moment recht gut!

    LG
    Linea

  8. #8
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    Standard ⫸ AW: Nächste Baustelle: Anton ist "kindergartenmüde"...???

    So, jetzt gebe ich als nur Sonderpädagogin auch meinen Senf dazu. Ich habe vor allem mit wahrnehmungsgestörten Kindern zu tun. Das Wort hört sich jetzt ganz schrecklich an, aber ist es gar nicht, denn das sind oft ganz normal begabte Kinder, bei denen die Reizverarbeitung nicht so funktioniert wie man das normal erwartet. Das ist an sich nicht wirklich schlimm, aber für diese Kinder sind klare Strukturen SOOOOOO wichtig, weil sie selbst die vielen Reize wie sie z.B. bei Montessori auftauchen gar nicht selbst ordnen können. Sie sind damit schlicht überfordert und reagieren wie alle überforderten Kinder mit Clownerien und Co. Vielleicht kann Anton mit den vielen Angeboten einfach nichts anfangen und eine KLEINE Anzahl an Materialien wäre für ihn besser als sooo viel. Er selbst hat das ja sogar schon vorgeschlagen, oder?!
    Liebe Grüße und gute Nerven und ganz nebenbei: Meine Große war total gerne im Kiga, aber die letzten drei Monate hatte sie auch keine Lust mehr.... Ist übrigens bei den meisten Schulanfängern so.

    Liebe Grüße,
    Caro

  9. #9
    Erfahrener Vielschreiber Avatar von Gerbera
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    Standard ⫸ AW: Nächste Baustelle: Anton ist "kindergartenmüde"...???

    Eigentlich ist es bei Montessori schon so gedacht, allerdings sind die Kinder heute ganz andere als früher. Viele- ich spreche jetzt mal aus Schulsicht- möchten eben nicht mehr lernen und wollen es auch nicht selbst tun. Von daher ist das "Hilf mir es selbst zu tun" vom Prinzip her toll, muss aber auf die heutige Zeit und die Kinder mit ihren individuellen Ausgangslagen angepasst werden. Früher waren die Kinder z.B. wesentlich selbstständiger und ich würde sagen sie brachten einfach mehr praktische Kenntnisse mit, weil sie z. B ganz selbstverständlich schon beim Essen machen helfen MUSSTEN etc.


    VIele Kinder heute sind völlig überfordert mit Angeboten, weil sie gar nicht mehr gewohnt sind etwas eigenständig ohne ständige Betreuung zu machen. Insofern muss es ganz oft konkrete Hilfestellungen zum Wählen geben, bis das Kind dies selbstständig kann. Ich finde somit die Absprachen sehr gut und richtig. Ich hoffe, sie bringen den erhofften Erfolg.

    Schön finde ich, dass Marie sich wohl fühlt und es ihr Spaß macht.

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