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Thema: ⫸ Kind 3 sprachig aufziehen?

14.12.2017
  1. #41
    Zebra
    Gast

    Standard

    Wau danke für die vielen Antworten. Und vorallem dir Novia für diesen ausführlichen Bericht.
    Ich bin schon gespannt wie es klappen wird. Mein Slowenisch ist nicht lupenrein.....aber immerhin kann ich ihm den Normalgebrauch beibringen und das Kind kann sich dann bei meiner Mutter auch mit den anderen unterhalten.
    Wenn mein Mann da ist sprechen wir ja Schweizerdeutsch....irgendwann im Kindergarten kommt dann ja noch Hochdeutsch dazu.

    Kommt Zeit kommt Rat!

    Zebra


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  2. #42
    riksu
    Gast

    Standard

    deswegen halte ich eine von geburt an dreisprachige erziehung für nicht sinnvoll.
    lieber von geburt an zweisprachig und dann später die dritte dazu.

    obwohl kinder auch viel von anderen kindern und vom zuhören lernen, das merkt man an den \"türkischen\" kindern, die besser deutsch können als ihre mütter und immer übersetzen müssen.

    (ich hab jetzt türkisch genommen, weil mir in meiner berufskarriere mehr begegnet sind)

  3. #43
    Moderator
    Alles wird gut... Avatar von claudi181
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    Standard

    Original von virgin:
    mehrsprachig aufziehen = super für das kind!

    aber: einfach von KiGa, Schule etc. verlangen, dass die landessprache gelehrt wird .. finde ich nicht so gut. schon alleine deswegen, weil die sprachen in den öffentlichen einrichtungen sich ja auch immer mehr mischen.

    beispiel: kind1 lernt zuhause spanisch und englisch, soll im kiga deutsch lernen.
    kind2 lernt zuhause finnisch und französisch, soll im kiga deutsch lernen.
    kind3 lernt zuhause russisch und italienisch, soll im kiga deutsch lernen.

    und deutsch von wem, bitteschön, lernen? von den beiden anderen kindern, die auch nicht deutsch können?

    ich glaube, von einem kind, das frisch in den kiga kommt, ist es ein bisschen viel verlangt, dort auch noch eine \"fremdsprache\" zu lernen ...
    Deutsch wird im KiGa nicht gelehrt, sondern auf spielerische Weise den Kindern naeher gebracht. Das gilt fuer auslaendische Kinder wie auch fuer Deutsche, denn auch die muessen bis zum Schulbeginn Fortschritte machen und da hilft der KiGa nunmal.
    In Kenny\'s Gruppe gehen 2 dreisprachige Kinder, die Eltern sind mit den beiden Sprachen zuhause konsequent und durch den Umgang mit Erzieherinnen und deutschen Kindern fangen auch diese Kinder an Deutsch zu lernen.
    Ich wuerde mal sagen, dass es aber doch eher seltener vorkommt, dass zuviele 3-sprachige Kinder in eine Gruppe gesteckt werden. Einfach auch der Arbeit mit diesen Kindern wegen.

  4. #44
    Senior Mitglied Avatar von laluna75
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    Standard

    ehrlich gesagt finde ich es sehr vermessen, diesen Teil der Erziehung den Menschen zu überlassen, die schon allerhand kinder in ihrer obhut haben (mal angenommen die anderen machen das auch so) dann könnten sie bald sprachunterricht im Kiga anbieten...nee nee
    ausserdem finde ich es einen unnötigen Druck an die Kinder weitergegeben, von den anderen Kindern Begrifflichkeiten zu erlernen, weil ihre Eltern die Landessprache nicht kennen... das ist für so manches Kind absolut harte arbeit und ich halte es für unnötig einem Kind im kalten Wasser schwimmen zu lassen.

    ausserdem denke ich, dass man nur dann eine Sprache weitergeben sollte, wenn man sie tatsächlich beherrscht und nicht, weil es schön wäre, wenn das Kind sie auch sprechen könnte... sondern weil es meine Muttersprache spricht...

    meine Meinung

  5. #45
    Schelmin
    Gast

    Standard

    Hi!
    Drei Sprachen finde ich auch sehr viel. Kinder lernen zwar schnell, aber es kann auch im totalen Chaos enden, wenn dann nur noch kauderwelsch herauskommt. wenn ihr euch dafür entscheidet, dann würde ich auf jeden Fall in sehr engem Kontakt mit der Erzieherin im Kindergarten bleiben, damit man schnell etwas ändern kann, wenn es Probleme gibt. Wenn das dann erst in der Schule wirklich auffällt, ist es zu spät. Daß die Erzieherinnen dem Kind deutsch beibringen, sehe ich eher problematisch. Schön wäre es, aber realistisch betrachtet, reicht der Stellenschlüssel für solche Spielereien einfach nicht aus. Ich kenne aber einige Kinder die problemlos zweisprachig aufwachsen.
    Schelmin

  6. #46
    Experte Avatar von Sabsi
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    @ laluna: So drastisch wollte ich es nicht ausdrücken, gemeint habe ich allerdings genauso

    Liebe Grüße,
    Sabsi

  7. #47
    Moderator
    Alles wird gut... Avatar von claudi181
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    Standard

    Mmmh, nun ja, aber die 2 Kinder lernen es nunmal nur im KiGa und haben damit keine Probleme. Ich denke, die Eltern werden sich genau wie Zebra vorher Gedanken gemacht haben, jedes Kind ist nunmal anders. Das eine lernt Sprachen im Hand um drehen und andere kapitualieren schon bei der eigenen Muttersprache.

    Es ist aber nunmal so, dass auch die Kinder von Nicht Deutsch sprechenden Eltern keine Wahl habe, wenn sie in den KiGa gehen. Es reicht da auch schon, wenn die Eltern nur eine Sprache zuhause sprechen, weil sie die Sprache des Landes, in dem sie leben nicht perfekt koennen. Man kennt doch die Probleme und leider muss da nunmal sehr frueh angefangen werden. Wenn nicht im KiGa, wann dann? Wie gesagt, ich behaupte mal, dass die Zahl von 3 sprachig aufwachsenden Kindern im KiGa, verschwindend gering ist, wenn man sich mal die Zahl der Kinder anschaut, die wirklich nur ihre Sprache koennen, aber kein deutsch.

  8. #48
    Erfahrener Vielschreiber Avatar von Happy_M
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    Standard

    :w_wink: Da bin ich wieder.

    Hier ist die Diskussion ja spannend weiter gegangen. Ich hoffe, ich habe nicht zu hohe Erwartungen geweckt. Denn ich kenne das Thema ja vor allem von der theoretischen Seite + mit komplizierten Untersuchungsmethoden hinsichtlich der Gehirnprozesse.

    Vor allem die Beiträge von Novia, Jenni und Claudi treffen die Sichtweise der Wissenschaft (anderes ist schlichtweg falsch). Ich versuche gerne, die wichtigsten Sachen zusammenzufassen, wie ich sie gelernt habe.

    * generell müßt ihr trennen zwischen native-like Kompetenz und Kenntnissen in einer Fremdsprache.

    * Für einen Spracherwerb der einem Muttersprachler nahe kommt, muß die 2./3. Fremdsprache mit spätestens 3 Jahren begonnen werden. Der Kindergarten ist dafür schon zu spät.

    * Babies können bereits im Alter von wenigen Tagen (!!!) Sprachen auseinander halten

    * Ihr Gehirn wird durch die Mehrsprachigkeit besser vernetzt, auch die Working Memory wird stärker gefördert, was im Alter zu besseren Gedächtnisleistungen führt

    * Mit einer 2. (Mutter)Sprache wird auch eine 2 Kultur internalisiert, deren Werte/Verhaltensweisen situationsabhängig aktiviert werden

    * Kinder sind extrem personen- und kontextsensibel, d.h. reagieren mit ihrer Sprachverwendung vor allem auf die Personen und Situationen, die sie mit der jeweiligen Sprache verbinden

    * dementsprechend ist es theoretisch wirklich am besten, wenn ihr die Sprachen (sofern sie wirklich eure Muttersprachen sind) getrennt sprecht. Dieses ist allerdings umstritten, da es sich in der Praxis ja nicht trennscharf umsetzen läßt, da die Eltern ja auch miteinander und anderen in Anwesenheit des Kindes kommunizieren. Es sollte also auch anders kein Problem sein

    * Kinder müssen Sprache NICHT \"beigebracht\" bekommen. Während der ersten 3 Lebensjahre erwerben sie Sprache automatisch, wenn sie damit ausreichend in Kontakt kommen. Dieser Kontakt muß auf menschlicher Interaktion basieren. TV u.ä. haben keinen Effekt.

    * Bei Spracherwerb bei Kleinkindern hat eben dieser Input den primären Effekt, nicht das explizite Sprachlehren.

    * Das \"Mixing\" der Sprachen kann in der Anfangsphase passieren, ist jedoch kein Zeichen von Verwirrung der Kinder, sondern passieren auch bei erwachsenen Bilinguals und sind eher ein Ausdruck sprachlicher Kompetenz, da dieses Mixing nach komplexen Regeln passiert.

    * Die Sprachen werden sowieso im Gehirn getrennt gespeichert, daher ist dieses Mixing kein Ausdruck von mangelnder Sprachzuordnung.

    * Für die Bereitschaft des Kindes, auch die 2./3. Sprache zu lernen, ist vor allem der Nutzwert der Sprache entscheidend. Denn nur wenn es mit der Sprache etwas erreichen kann, wird es sie auch benutzen. D.h. in Genf wird ein Kind wesentlich bereitwilliger Französisch als 2. Sprache sprechen, als z.B. auf Sylt.

    Was noch? ?) Frag gerne. Vielleicht finde ich eine Antwort. Wie gesagt, dieses sind einige theoretische Grundlagen. Die Einzelfälle werden sicher etwas anderes sagen können.

    Demnach solltet ihr euch im Klaren darüber sein, ob ihr wirklich den Einsatz kontinuierlich aufbringen wollt. Wenn ja, profitiert euer Kind ungeheuer davon. Deutsch wird das Kind sicherlich von alleine lernen. Schaden tut es eurem Zwerg keinesfalls!!!

    Liebe Grüße von Happy_M,
    die sich gerade ihr Examensskript dazu herausgekramt hat

  9. #49
    Zebra
    Gast

    Standard

    Danke Happy_M, das du dir die Mühe gemacht hast, alles für mich herauszukramen!

    Wie schon gesagt, versuchen werden wir es auf jeden Fall.....die Praxis wird dann schon zeigen, ob es auch hält, was ich mir wünsche!

    Zebra

  10. #50
    riksu
    Gast

    Standard

    Original von Happy_M:
    * Für einen Spracherwerb der einem Muttersprachler nahe kommt, muß die 2./3. Fremdsprache mit spätestens 3 Jahren begonnen werden. Der Kindergarten ist dafür schon zu spät.
    das find ich sehr interessant, trifft das auch auf \"sprachunterricht\" durch die aussenwelt wie rest meiner familie zu ?

    * Babies können bereits im Alter von wenigen Tagen (!!!) Sprachen auseinander halten
    deswegen schaut mein pikkuserkku mich immer so seltsam an *g*
    seine schwester (3 jahre alt) kennt nur finnisch, weiß aber, dass es auch schwedisch gibt, weil ihre freundin finnlandschwedin ist. sie denkt allerdings auch, dass wir schwedisch reden - englisch kommt in ihrer welt noch nicht vor

    * dementsprechend ist es theoretisch wirklich am besten, wenn ihr die Sprachen (sofern sie wirklich eure Muttersprachen sind) getrennt sprecht. Dieses ist allerdings umstritten, da es sich in der Praxis ja nicht trennscharf umsetzen läßt, da die Eltern ja auch miteinander und anderen in Anwesenheit des Kindes kommunizieren. Es sollte also auch anders kein Problem sein

    * Kinder müssen Sprache NICHT \"beigebracht\" bekommen. Während der ersten 3 Lebensjahre erwerben sie Sprache automatisch, wenn sie damit ausreichend in Kontakt kommen. Dieser Kontakt muß auf menschlicher Interaktion basieren. TV u.ä. haben keinen Effekt.
    diese aussagen fand ich auch sehr interessant, wusste ich bisher noch nicht

    * Für die Bereitschaft des Kindes, auch die 2./3. Sprache zu lernen, ist vor allem der Nutzwert der Sprache entscheidend. Denn nur wenn es mit der Sprache etwas erreichen kann, wird es sie auch benutzen. D.h. in Genf wird ein Kind wesentlich bereitwilliger Französisch als 2. Sprache sprechen, als z.B. auf Sylt.
    na, da brauchen wir uns also um finnisch evtl gar keine sorgen machen - das heisst ich kann mich entspannt zurücklehnen und den dingen ihren lauf lassen .-)

    vielen dank happy, dass du mal eben eine zusammenfassung deines examens für uns gebastelt hast

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