Einen Einlauf im Krankenhaus haben wir auch schon hinter uns.
Emma hatte mit ungefähr 3 bis 4 Jahren auch Probleme mit dem Stuhlgang. Sie hatte trotz viel Trinken, Joghurts etc. extrem harten Stuhl, was dann natürlich weh tat. Das hat dem Prozedere die Natürlichkeit genommen, sie hat den Stuhlgang unterdrückt und wollte/konnte irgendwann nicht mehr Pressen, schlimme Baumkrämpfe kamen natürlich dazu. Vielleicht war das eine genetische Veranlagung, meine Schwiegermutter erinnerte sich noch sehr deutlich, ähnliche Probleme als Kind gehabt zu haben. Egal.
Emma hat manchmal vor Schmerzen auf dem Klo geweint, geschrieen, hat sich so angestrengt, dass sie am ganzen Körper gezittert hat und völlig durchgeschwitzt war. Wir haben versucht, möglichst ruhig mit dem Problem umzugehen, sie immer wieder vom Klo runterzuholen, sie abzulenken, warm zu halten, den Bauch zu massieren. Manchmal wollte Emma, daß ich vor der Tür warte, manchmal bin ich vor ihr gekniet und hab sie ganz fest gehalten. Das Ganze konnte schon mal eine Stunde dauern und wenn der „Riesenknödel“ endlich da war, war die ganze Familie erleichtert. So sahen sicher 3 von 5 Gängen auf die Toilette aus. Es war schwer, noch ungezwungen mit dem Thema umzugehen. Bei jedem kleinen Bauchzwicken haben wir schon die nächste Verstopfung kommen sehen.
Manchmal kam der „Riesenknödel“ halt nicht von selbst und die Schmerzen wurden von Stunde zu Stunde schlimmer. Beim ersten Mal sind wir ins Krankenhaus gefahren und dort gab’s einen Einlauf. Das war heftig und unschön. Wir haben damals auch auf einen Ultraschall bestanden. Der Arzt hat zuerst Mätzchen gemacht, aber wenn’s um die Kinder geht, können wir sehr beharrlich sein. ;-)
Unser Kinderarzt hat Emma auch noch einmal untersucht. Er tippte auf eine Mischung aus Veranlagung und durch die Symptome bedingten psychischen „Knoten“. Für den Fall der Fälle hat er uns einen leichten Einlauf mitgegeben, den ich Monate lang immer dabei hatte. Wir haben uns ein halbes Jahr gegeben, danach hätten wir ein genaueres Screening ins Auge gefasst.
Drei Mal haben wir zuhause einen Einlauf gemacht, aber das ging verhältnismäßig gut. Emma lag auf der Coach, gut in Decken eingepackt, der Einlauf war handwarm. Wir haben ihr erklärt, wie das Medikament hilft und sie hat selbst entschieden, ob sie noch warten, noch mal am Klo probieren oder den Einlauf wollte. Der Einlauf hat auch innerhalb von Sekunden seine Wirkung gezeigt und ich war jedes mal erschrocken, welches Unding da unsere Tochter gequält hat.
Aber es wurde von alleine besser und seit einem guten Jahr hat Emma keinerlei Probleme mehr. Nur im Kindergarten geht sie ungern „groß“ aufs Klo, aber das haben ja viele Kinder.