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Wichtig bei Masern ist, das Fieber nicht zu senken und den Ausschlag nicht zu unterdrücken.
Das behauptet sogenannte "Alternativmediziner" häufig - belegen können sie es allerdings nicht, dass man dadurch das Risiko schwerer Masernkomplikation reduzieren kann.

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Homöopathisch begleitet sind Masern nicht so schlimm wie ihr Ruf. Die Komplikationen sind eher darauf zurückzuführen, dass man dem Körper durch schulmedizinisches Eingreifen die Möglichkeit nimmt, die Krankheit zu bekämpfen. Klingt für mich logisch: die Haut sondert den "Dreck" über den Ausschlag ab, der Arzt gibt Mittel oder cremt ein, damit die Pusteln verschwinden - die Haut also nicht in dem Maße arbeiten kann, wie sie wollte.
Klingt für mich eher reichlich unlogisch - früher (z.B. zu Zeiten Hahnemanns) starben die Kinder an Masern "wie die Fliegen" - hauptsächlich an bakteriellen Superinfektionen die zu Lungenentzündungen führen.

Auch nachdem Hahnemann sich die Homöopathie ausdachte hat sich daran nichts geändert - Kinder starben weiter munter an "Kinderkrankheiten".

Erst als man mit Antibiotika diese Superinfektionen wirksam behandeln konnte sank die Zahl der Todesfälle durch Masern.

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Und Fieber ist ja generell eine gute Funktion des Körpers, mit der er Krankheitserreger bekämpft. Wenn man da (zu früh) eingreift und den "Backofen" abschaltet, dann können die Erreger halt auch munter im Körper wüten.
Fieber ist ein Versuch des Immunsystems Krankheitserreger durch erhöhte Temperatur zu töten - allerdings nimmt ab einer bestimmten Temperatur auch der eigene Körper dadurch schaden.
Wenn man den "Backofen" nicht rechtzeitig abschaltet sind zwar die Masernviren hinüber - das Kind aber auch.


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Für Marie ist es jetzt natürlich eine blöde Zeit. Unter normalen, nicht durch Impfungen aus dem Gleichgewicht gebrachten Umständen
hätten wir pro Jahr circa 600.000 Kinder die an Masern erkranken - und circa 600 Kinder die dadurch an der stets tödlich verlaufenden Masernkomplikation SSPE sterben. Dazu noch ein mehrfaches an Kindern mit bleibenden Hirnschäden und anderen netten Nebenwirkungen.

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hättest Du die Masern im Kindesalter durchgemacht und Marie somit echten Nestschutz mitgegeben, der verhindern würde, dass sie sich in dem Alter ansteckt.
Der natürliche Masernnestschutz ist nur dummerweise nicht besonders zuverlässig - und lässt von Monat zu Monat nach.
Bei einem 6 Monate alten Kind reicht er in den allermeisten Fällen nicht mehr um eine Masernerkrankung zu verhindern.

Alleine in Berlin starben z.B. in einem einzigen Jahr (1923) 137 Kinder im Alter von 0-12 Monaten an Masern - und zwar trotz "echtem Nestschutz" denn eine Masernimpfung gab es damals nicht und die Mütter dieser Kindern dürften daher zum allergrößten Teil die Masern bereits gehabt haben.

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Im Zweifelsfall würde ich mit meinem Homöopathen Rücksprache halten, der uns mit unserer Impfentscheidung sehr geholfen hat.
Die Homöopathie ist allerdings eine absurde pseudomedizinische Lehre die keine Ahnung von Krankheitserregern wie z.B. Viren oder Bakterien hat und alle Erkrankungen (ob Fußpilz oder Lungenkrebs) auf eine "Verstimmung der Lebenskraft" oder ein nicht näher definiertes "Miasma" zurückführt.